Beiträge von wildsurf

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    die tollste Belohnung in Angstsituationen ist 'weg vom Objekt'. Was für mich bedeutet dass ich nach dem Handtarget die Belohnung weg vom Zug gebe. Kleines Detail aber ich denke sehr wichtig.


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    Genau - das ist meines Wissens eine negative Strafe


    Hmm, all diese Begriffe immer :) nein ich glaube das ist immer noch positive Belohnung, aber eben von der Bewegung her weg vom 'Angstobjekt', da dies in einer Angstsituation das oberste Ziel des Angsthasen ist. Er wird also für seinen Mut, sich auf das Angstobjekt zu zubewegen mit Futter (und Klicker) belohnt, gleichzeitig wird die Belohnung für ihn gesteigert weil sie in die Richtung geht, in die auch sein Nervensystem gehen würde.

    Das ist auch der Grund, wieso ich das nicht 'schönfüttere'. Er muss aktiv werden in dem er meine Hand anstupst, die sich immer wieder in einer anderen Position befindet. Manchmal gehe ich einen Schritt auf den Zug zu, dann muss er sich selber auch in eine andere Position bringen. Erst dann wird er belohnt. Beim schönfüttern könnte er einen laaangen Hals machen und kommt so ans Futter ran, ohne dass er für sich etwas verändern muss.

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    5. wenn Caron nach dem Handtarget trotzdem wieder wo anders hinguckt und nervös ist, kann ich über eine erhöhte Klickerfrequenz sehr schnell den Hund runter holen. Das geht ruck zuck und seine Aufmerksamkeit ist bei mir.


    Gibts da nach jedem Click eine Futterbelohnung oder holt er sich die Belohnung wo anders?


    Ja, es gibt immer Futterbelohnung. Er holt sie sich schon, manchmal ist aber auf dem Bahnsteig einiges los und der Klick kommt nicht richtig bei ihm an. Er stups zwar meine Hand (Target) an, wird aber während der Belohnung durch den Klicker wieder abgelenkt. Das ist dann der Moment in dem ich die Klickerfrequenz enorm erhöhe, das zieht ihn richtig wieder zu mir hin und von der Konzentration her gibt es eine Umorientierung. Und genau das will ich ja erreichen, einen Unterbruch der Konzentration auf diesen 'Angstauslöser'.

    Ich bin kein Freund von schönfüttern, einfach weil ich finde dass es nicht tiefgreifend nachhaltig ist.
    An Die Umorientierung dachte ich weil es evtl ein Weg sein könnte um den Hund an stressige Situationen heran zu führen. Dem Hund eine alternative Handlung anbieten wenn er mit einer Situation nihht gut klar kommt.

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    Warum habe ich das Gefühl, das dir hier einige unbedingt den HSH ausreden wollen??

    Ich finde


    hä? niemand hier hat geschrieben, tu das nicht! Aber viele weisen auf die Schwierigkeiten hin, welche kommen können und werden. Und das ist gut so!
    Gerade bei HSH ist das doch das Wichtigste, dass man weiss worauf man sich einlässt. Und wenn fragt und nachhakt und auf Dinge hinweist heisst das doch noch lange nicht dass man jemandem die Rasse ausreden will. Ich zumindest finde dass dieser Thread sehr anständig ist.

    Und ganz ehrlich: wenn in einem anderen Thread jemand hauptsächlich nach optischen Merkmalen einen Hund sucht, dann springen alle auf die Barrikaden. Das tut hier niemand, aber viele weisen darauf hin dass das kritisch sein könnte. Darf man doch? oder etwa nicht.

    reagiert Flatter eigentlich nur wenn einzelne Personen auf sie zukommen, oder auch in der Menschenmenge? Denn bei Einzelpersonen könntest du mit Alternativhandlungen arbeiten. Nicht einfach Seitenwechsel, sondern etwas das ihren Fokus verändert und die Konzentration vom Menschen weg bringt, ein Target z.B. Geht aber nicht in einer Menschenmenge.

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    PS: du hast den Hund Schussfest gemacht?

    nein, ich hab ihm beigebracht, Schüsse auszuhalten ;)

    Er ist leider nicht schussfest und wird es aus meiner Erfahrung mit Schussangst auch nie werden. Aber er hat gelernt dass es nichts schlimmes ist und dass man es aushalten kann. Wir können mittlerweile spazieren gehen in der Nähe des Schiessstandes auch wenn der Wind das Geballer zu uns herüberträgt, er reagiert nicht mehr. Das muss aber immer mal wieder aufgefrischt werden.


    Hab heute wieder was interessantes gelernt am Bahnhof:

    1. ich betreibe eine Mischung aus Handtarget und 'zeigen und benennen'
    2. wenn möglich vom übernächsten Bahnsteig aus beginnen, dann hat man zwischen sich und dem Zug noch ein Geleise.
    3. aus Literatur gelernt: die tollste Belohnung in Angstsituationen ist 'weg vom Objekt'. Was für mich bedeutet dass ich nach dem Handtarget die Belohnung weg vom Zug gebe. Kleines Detail aber ich denke sehr wichtig.
    4. ich LIEBE meinen Klicker. :)
    5. wenn Caron nach dem Handtarget trotzdem wieder wo anders hinguckt und nervös ist, kann ich über eine erhöhte Klickerfrequenz sehr schnell den Hund runter holen. Das geht ruck zuck und seine Aufmerksamkeit ist bei mir.

    ei ist das spannend :)

    wir arbeiten übrigens immer 3 Züge durch, jeweils auf einem anderen Bahnsteig. So kommt Bewegung rein weil wir Treppen rauf und runter müssen und es ist dann nicht ortsgebunden, oder nicht ganz so fest.

    wer sich für Testberichte interessiert:

    fotochip hat 10 Stative getestet, einfach im Netz danach suchen.

    Wichtig: das Stativ nie nur nach Text im Internet auswählen, geh in den Laden, schraub daran rum und teste wie satt die Verschlüsse sitzen, wie wackelig das Teil wird wenn du die Mittelsäule stark hochfährst etc. Da gibt es gewaltige Unterschiede!