Beiträge von wildsurf

    arbeite ich mit Caron regelmässig im Mantrailing oder Dummytraining, merke ich eindeutig dass der Hund ausgeglichener ist. Dabei ist es nicht wichtig, jeden Tag zu "trainieren", sondern dass es regelmässig ist. 1x pro Woche Dummy und 1x pro Woche MT reichen.

    Mache ich nichts ausser spazieren gehen, andere Hunde treffen, ins Büro mitnehmen etc., merkt man ihm das sehr gut an. Er kommt dann nach Hause, rennt wie ein bekloppter ins Wohnzimmer, holt sein Plüschtier, schüttelt es zu Tode, rennt ins Büro, guckt ob es da was hat zum spielen. Werde ich ihn dann raus in den Garten saust er herum wie eine Hummel.

    Die konzentrierte und auch anstrengende Arbeit auf der Fährte und beim Dummytraining machen ihn nicht "kaputt", sie machen ihn zufriedener, entspannter. Vor allem an den Tagen ohne Training ist er dann ruhiger. Die letzten paar Wochen lag zu hoher Schnee für Dummytraining, da haben wir Wildspuren ausgearbeitet. Vielleicht 10 min. ein paar Mal pro Woche und er war richtig zufrieden.

    Kommt halt immer drauf an was der Hund mitbringt an Veranlagung, an Charakter, an Arbeitseinstellung etc. Da ist jeder anders und die Beschäftigung sieht für jeden Hund anders aus. Für manchen ist "Familienhund sein" genug Beschäftigung. Das muss von anderen HH auch akzeptiert werden.

    oft spürt der Hund den Druck, den der Mensch aufbaut und wendet sich ab - "ne, ohne mich, tschüss".

    Also Hund nicht direkt anschauen wenn er zu dir zurück kommt, nicht immer gleich das Apportel wegnehmen sondern mit dem Hund aus Freude eine Runde rennen, dann erst abnehmen, eigene Körperhaltung überprüfen, nicht ganz frontal zum Hund stehen, evtl. auch etwas rückwärts gehen, auch in die Hocke gehen und freudig klatschen kann helfen.

    Wichtig ist einfach, der Hund muss spüren (und die haben enorm feine Antennen), dass der Mensch Spass hat und nicht denk: mach mal, gib Gas, komm her, tu was ich will!

    ja guck daher, du bist wieder da :D schön!

    hat jemand von euch einen Tip, wie ich bei Caron die "Fettverträglichkeit" fördern kann?

    Nebst pflanzlichem Öl und etwas Lebertran würde ich ihm gerne frisches Rinderfett füttern, da ich hier nur sehr mageres Fleisch bekomme. Und die nötige Energie nur über Kohlenhydrate zu füttern endet in grossen KH-Mengen was ich nicht so optimal finde.

    Leider reagiert er aber auf das frische Fett mit Durchfall und Schleim im Kot. Sobald ich das Fett weglasse oder nur ganz wenig gebe, ist der Kot wieder in Ordnung. Füttere ich frischen Pansen am Stück, wo auch sehr viel Fett dran ist, ist der Kot tip top.

    Daher gehe ich davon aus, dass er Fett verdauen kann, aber irgendwie die Kombination nicht passt. Momentan bekommt er auf 30kg KG 10g Fett, mehr gibt Dünnpfiff.

    Zitat

    Nein, der Sendung werfe ich das vor. Dass man - augenscheinlich - so unabgeklärt an "Problempferde" herangeht. Bei einem Pferd liegt die Annahme doch recht nah, dass der Rücken Probleme machen könnte. Ein Tierarzt der das Pferd abgetastet hat, gab es den? Ich weiss es nicht.


    Zähne/Herz/Abtasten sind doch die Standarts bei sogut wie jedem Tier, erstmal das Gesundheitliche ausschliessen.


    du bist aber gutgläubig ;) willkommen in der Realität :D

    p.s. hast du im März mal Zeit?

    Also bei uns verletzen sich die Hunde nicht beim toben. Vielleicht liegt es an den Rassen die hier so herumspazieren bei uns im Dorf? Es gibt ja im "Tobeverhalten" unter den Rassen schon Unterschiede. Ich weiss es nicht, aber die toben alle hier nicht so dermassen wild dass es zu kleinen Verletzungen kommt, zumindest bisher noch nicht.

    Dort wo wir vorher wohnten war Caron zwei Mal im Notfall, beide Male der gleiche Hund, beide Male mit Beschädigungsabsicht, 1x 3cm langer Schranz im Kopf - nee, der ist nicht einfach "abgerutscht", 1x ein ordentliches Loch im Oberschenkel. Das war auch nicht einfach ein "Ausrutscher". (der Hund hat schon diverse Hunde zum TA gebracht)

    Ich hab den Eindruck, dass die Hunde hier wo wir jetzt wohnen weniger "überspannt" sind, es hat ganz einfach viel weniger Hunde. Es kommt vor dass wir 2-3 Tage lang keinen anderen Hund antreffen.

    Grundsätzlich finde ich es toll, dass du dich um den Hund kümmern willst. Bedenke aber folgendes: du hast keinerlei Verantwortung, die liegt absolut ausnahmslos beim Besitzer! Und das würde ich mir jeden Tag von neuem selbst eintrichtern.
    Es ist sein Problem wie er damit klarkommt. Ich würde mich nicht für ihn verbiegen, mach nicht seine Probleme zu deinen. Kann er dem Hund nicht gerecht werden soll er ihn verkaufen. Das tönt vielleicht hart, aber ich bin der Meinung dass man nicht die Probleme von anderen lösen muss. Dafür ist jeder selbst zuständig. Ausser man wird anständig um Hilfe gebeten, dann kann man selber entscheiden ob man in die "Geschichte" einsteigen will.
    Ich schreibe das, weil ich mich noch gut an ein Forenmitglied erinnern kann, welches nach langer Zeit mit viel Ach und Krach aus der Geschichte wieder raus kam.

    Zitat

    warum soll ich meinen Hund vom Spiel ausgrenzen, wenn eigentlich der Rüde das Problem ist.


    weil es kein Spiel ist sondern Stress. Es geht ja darum, deinen Hund zu schützen. Und da manche HH etwas uneinsichtig sind, wählt man eben den einfacheren Weg.

    Und du kannst ja flexibel sein, ist der Rüde anwesend, rennt dein Hund nicht mit, ist er abwesend, kann sie mitrennen.

    mein Rüde ist ein absolut mit allen Hunden verträglicher Kerl, geht Streitereien aus dem Weg etc. Das war er schon immer, auch in der Pubertät. Allerdings hat er dadurch öfters mal eins auf den Deckel bekommen. Zu Beginn (Ersthundebesitzer ;) ) hab ich nicht kapiert was abgeht, aber mit der Zeit (und dank hilfreichen Kommentaren hier im Forum) wurde mir klar wie kontraproduktiv das Ganze ist. Ich wollte nicht dass mein Hund irgendwann beschliesst, 'jetzt reicht's'. Ich habe angefangen zu anderen Zeiten spazieren zu gehen, einfach nicht dann wenn sowieso Rushhour war, das war sehr angenehm (und nicht mit grossen Zeitumstellungen verbunden).
    In der Hundeschule durften die Hunde auch 'spielen' - was ja meistens nur Stress ist.. Da habe ich mit Argusaugen über meinen Hund gewacht und ihn rausgenommen wenn es zu doll wurde. Er blieb dann an der Leine bei mir, gutes Impuls- und Frusttraining. Kam ein anderer Hund zu nahe hab ich den sehr deutlich weggeschickt.

    Auf Spaziergängen hab ich mir das 'Spiel' zwischen Hunden im Freilauf angeschaut, merkte ich dass mein Hund nur Stress hat wurde es sofort beendet. Und ich hab mich oft mit Haltern und Hunden getroffen, bei denen ich wusste wie sie ticken. Darunter war auch ein enorm dominanter/machomässiger Dalmatiner Rüde, das war ein gutes Training für meinen, zu lernen damit umzugehen. Allerdings hatte die Besitzerin den Hund zu 100% im Griff und sie wusste genau wann wie einzugreifen war. So lief das auch kontrolliert ab.

    Die Hundeschule habe ich irgendwann aus diversen Gründen gewechselt. In der Neuen wurde nicht gespielt, was für eine Erleichterung. Da wurde gearbeitet, dann durften immer zwei Hunde frei laufen, der Trainer überwachte und kommentierte und griff sofort ein wenn es 'komisch' wurde. Das war aber nur für die Teilnehmer, um zu lernen wie die Hunde miteinander interagieren, was da so alles abgeht. War sehr lehrreich.

    Es geht ja nicht darum, den Hund zu verhätscheln oder ihn vor jeglichem Unbill zu beschützen, aber seine positive Weltanschauung sollte unbedingt erhalten bleiben. Macht den Alltag um einiges angenehmer. ;)