Beiträge von wildsurf

    hier mal eine Auswahl sehr guter Bücher:

    - Am langen Zügel: die Krönung der Ausbildung von Saskia Gunzer (auch für Einsteiger in die Langzügelthematik geeignet)
    - Mit Pferden spielen von Karin Tillisch
    - Gymnastizierende Arbeit an der Hand von Oliver Hilberger
    - Bodenarbeit von Christa Arz (viele Grundlagen, die im Alltag wichtig/hilfreich sind)
    - Handbuch der Doppellongenarbeit von Horst Becker
    - Rückentraining mit dem Kappzaum von Kirsten Jung
    - Nathalie Penquitts Pferdeschule von Nathalie Penquitt
    - Pferdetraining von Bea Borelle
    - Zirkusschule von Bea Borelle
    - Vom Roundpen zur Freiheitsdressur von Karin Tillisch
    - Trainingsbuch Bodenarbeit von Lesley Beyley

    jo, und noch ein paar mehr :D

    Was möchtest du am Boden machen?

    - Zirkuslektionen/ Triks
    - Freiheitsdressur
    - Arbeit im Roundpen/ freies longieren
    - Handarbeit am Zügel
    - Arbeit am langen Zügel
    - Arbeit mit der Doppellonge
    - longieren mit Kappzaum


    jaaa es gibt 1000 Sachen die man vom Boden aus machen kann :)

    Basis von all dem: Führübungen und Respekt

    hehe, zum Glück hatte ich den! Allerdings hat er mit der Zeit auch etwas schlapp gemacht - war aber auch zuu warm gestern plötzlich.

    Zitat


    Zum Leinenhandling bei Kreuzungen: bremst du und nimmst kürzer vor der Kreuzung, und gibst drin mehr Leine? Ich tu mich schwer, wenn ich wegen Verkehr oder Leuten kaum Leine geben kann, habe immer Angst, den Hund zu drücken....


    ja, da hab ich auch Angst wenn ich den Verlauf kenne.

    Also:

    Gabriella verkürzt vor der Kreuzung stark, geht die Möglichkeiten ab und schaut wo der Hund zu ziehen beginnt und lässt dann die Leine wieder raus.
    Alun Williams verkürzt weniger stark, lässt dem Hund einige Meter damit er die Möglichkeiten checken kann.

    Beides klappt gut und muss je nach Situation spontan angewandt werden. Ich hab beides ausprobiert. In der Stadt bremse ich, verkürze stark oder nehme sogar ganz kurz (musst dann aber extrem gut den Hund beobachten wo er hinguckt). Gestern im Wald hab ich nur gebremst und etwas verkürzt, also ca. auf 6m damit es keinen Salat gibt.

    öhm, hilft das?

    Zitat


    Mir ist eigtl gar nichts wichtig. Außer natürlich das es dem pferdchen gut geht :-) Ich habe keinerlei Ansprüche.

    DAS solltest du schleunigst ändern ;)

    Pferde sind Fluchttiere, zwar nicht mehr so panisch flüchtend wie ihre Ahnen aber der Fluchtreflex ist immer noch da. Daher ist es grundlegend wichtig für deine Sicherheit (und die Sicherheit des Pferdes), dass du gewisse Umgangsformen mit dem Tier beherrschst. Das solltest du dir am Besten von jemandem zeigen lassen.

    Dann - keine Ansprüche an ein Pferd stellen ist immer schlecht, weil es dann selber entscheidet was/wie/wann/wo. Und das wird leider bei einem einige hundert Kilo schweren Tier sehr schnell gefährlich.

    Du musst lernen, wie du mit deinem Neuzugang umgehen musst, damit es dich akzeptiert. Es geht um Konsequenz. Willst du nicht dass es seinen Kopf an dir schrubbt (als Beispiel), dann ist das IMMER verboten, nicht heute ja, morgen nein. Damit können Pferde nicht umgehen, das ist unberechenbar für sie.

    Ist der Mensch aber für das Pferd ein klarer Führer, eine einschätzbare Bezugsperson, vertraut es dir und schliesst sich dir auch in kritischen Situationen an. Es überlässt dir dann die Führung weil es weiss, dieser Mensch schaut für mich und auf den kann ich mich verlassen. Das hat was mit Herdendynamik und Sozialverhalten zu tun.

    Grundlegende Ansprüche an ein Pferd wären (als Beispiele):
    - nicht in mich rein laufen
    - nicht nach mir schnappen
    - nicht nach mir treten
    - immer auf mich achten wenn ich Aufmerksamkeit fordere
    - anständig Hufe geben, ruhig stehen am Putzplatz, etc. etc. Das sind einige wenige grundlegendste Basics.

    Dann gibt es noch Ansprüche an dich (auch durch das Gesetz!):
    - das Pferd immer so führen, dass niemand zu Schaden kommen kann
    - das Pferd immer korrekt mit Panikknoten anbinden
    - Situationen korrekt einschätzen können ob das Pferd damit umgehen kann
    etc. etc.

    Wenn du ein ängstliches Pferd hast sollte dir jemand den Umgang damit zeigen. Und vor allem herausfinden, WAS genau das Problem ist. Manche Probleme lassen sich gut lösen, andere brauchen professionelles Wissen.

    Viel Spass mit deinem Hottehü :)

    wir machen:

    - selten komplett blind (also dass ich alleine unterwegs bin und jemanden suchen geh mit dem Hund)
    - 50% 'halb blind' (eine Begleitperson kennt den Weg und gibt nur ganz wenige kurze ok's oder no's ob man richtig oder falsch ist)
    - 50% bekannte Trails (ich laufe mit der VP mit und kenne so den genauen Trailverlauf, oder wie gestern wir diskutieren den Verlauf auf der Karte. Bedingung: die VP muss sich absolut exakt an die Abmachungen halten)

    man sollte nicht zu oft unbekannte Trails laufen. Der Vorteil an bekannten Trails ist der, dass man den Hund sehr zielgerichtet und punktgenau bestätigen kann, gerade bei kniffligen Aufgaben wie Spurabriss, scharfe Winkel, Strassenübergänge etc. etc. kann man den Hund bestätigen sobald er den richtigen Ansatz zeigt. So gewinnt er enorm an Selbstvertrauen auf dem Trail. Denn irgendwann soll der Hund ja sich dem Menschen gegenüber durchsetzen, auch wenn der Mensch unsicher hinten an der Leine hängt soll der Hund sagen 'DOCH' es geht hier weiter. Und da kann man ihm halt auf bekannten Trails enorm helfen Sicherheit aufzubauen.

    Das zumindest ist der Ansatz von Mantrailing Europe, und wenn ich meinen Hund auf den unterschiedlichen Trails beobachte kann ich das mittlerweile bestätigen. Für uns passt das so.

    Unser Hund wird dauernd von irgend welchen Leuten gestreichelt, ob mir das nun passt oder nicht. Ich bin daher äusserst froh, dass Caron das nichts ausmacht.

    Die 'Streicheleinheiten' reichen von "im Vorbeigehen mal kurz über den Kopf streichen", über "uiiiii so ein süüüüüssser, ja koooomm heeer" (worauf Caron natürlich sofort reagiert :roll: ) bis zu "drauf los rennen und eiieieiiei du süsser Hund" - und das während der Arbeit mit deutlicher Kenndecke.

    so what - es stresst mich schon lange nicht mehr.

    Zitat


    Wenn "wir" uns einen Hund anschaffen (oder Ihr) dann doch bestimmt nicht um den dann den ganzen Tag zu anderen Leuten zu geben und ihn dann abends wieder abzuholen?
    Und unser Kind geht nun mal auch von 7-15 Uhr in die Schule, und das wird sich wohl auch nicht groß ändern wenn er älter wird, da wird es wohl eher noch länger werden.
    Ergo-> kein Hund


    Vernünftige Entscheidung. Man muss sich das schon gut überlegen, und wenn's halt momentan nicht passt, dann passt es eben nicht.

    zu deiner Frage: unser Hund geht entweder mit meinem Freund mit ins Büro und unterhält dort die Auszubildenden, oder er kommt mit mir mit (bin selbständig).

    jaja, spötel du nur :D ich wollte es erst auch auf das Alter schieben - allerdings ist das eine blöde Ausrede dafür dass man zu faul ist, Sport zu treiben :lol:

    bez. Negativanzeige:
    knifflig ist es jeweils, wenn er mir ein Negativ anzeigt, ich aber weiss (oder den Eindruck habe, je nach dem was wir üben) dass der Trail dort weiter geht. Geht die Spur über eine Kante, eine Rampe, um eine windige Ecke, kann es einen leichten Spurabriss geben. Kanten oberhalb einer Rampe sind da sehr typisch. Da muss man dann den Hund 1-2 Leinenlängen reinschicken zum kontrollieren, ob es wirklich negativ ist oder ob es nur wegen Spurabriss war.
    Dasselbe auf einem Platz mit mehreren möglichen Abgängen (Gassen, Treppen, Tiefgarage etc.). Da muss man den Hund manchmal auch 20-30m reinschicken um zu kontrollieren ob es wirklich negativ ist.

    eh, sonst wär es ja viel zu einfach ;)

    Wir haben uns gestern selber eine Grube gebuddelt.... :roll:


    Meine Schwester als VP und ich sassen zusammen über eine Karte gebeugt und studierten und diskutierten, wo wir für Caron einen Trail legen könnten. Dabei achteten wir vor allem (oder eher ausschliesslich) auf die Wege - nicht aber auf die Höhenlinien... fataler Fehler!

    Bei sonnigen 14 Grad nahm Caron am Fahrrad meiner Schwester den Geruch auf und zog auch sofort munter in die korrekte Richtung. Es ging über Feldwege, immer schön an der Sonne, entlang am Waldrand in den Wald hinein. Dort gab es nach knapp 7min. bereits den ersten Trinkhalt weil es echt warm wurde. Also Leine umschnallen, Wasser und Faltnapf auspacken, Hund wässern, Frauchen wässern (ne, nicht aus dem Napf - Apfelschorle :D ), alles wieder verstauen und weiter ging es. Caron zog auch sofort wieder schön an.

    Im Wald ging es über Trampelpfade stetig bergan - besser gesagt, es ging höllisch steil rauf und wir mussten alle 30m eine Pause einlegen weil mein Puls bei 375 lag und meine Lunge fast aus der Gurgel sprang. Carons Zunge hing fast auf dem Boden und wir legten immer wieder mal Trinkhalte ein.

    So eine saublöde Idee...

    Am Ende kamen wir hechelnd und mit knall rotem Kopf oben bei der Burgruine an, belohnt wurden wir mit einem fetten Grinsen von meiner Schwester und einer fantastischen Aussicht. Da ich Carons Wasser schon fast aufgebraucht hatte, gab es auch für ihn Apfelschorle :) Meine Schwester gestand mir dann dass sie also auch erst mal 30min Erholung brauchte als sie endlich oben war..

    Wir waren beide wohl vor 10 Jahren das letzte Mal dort oben und hatten das gaaaaanz anders in Erinnerung - viiiiel weniger steil und hoch =)


    Herr Hund belohnt sich übrigens am Ende des Trails jeweils selber - er zupft sich seinen Fell-quitsch-Ball selber aus der Aussentasche des Rucksacks und düst damit davon.