Beiträge von wildsurf

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    Daher bin ich selber auch kein Freund des zügigen "in die Kreuzung laufens". Laufe ich zügig rein, muss ich mich relativ schnell entscheiden, in welche Richtung ich weitergehen möchte. Mitunter hat mein Hund bis dahin die Kreuzung aber noch nicht ausgearbeitet. Hier würde ich ihn also gnadenlos drücken und um dies zu vermeiden, nehme ich bereits VOR einer Kreuzung Tempo raus, verkürze die Leine und wenn ich dann in den Kreuzungsbereich gelange, öffne ich die Leine und arbeite darüber, während ich selber ganz langsam weitergehe oder auch mal stehenbleibe.


    genau so werden bei uns Kreuzungen/ Abzweigungen gearbeitet, sobald der Hund klar die Richtung vorgibt geht das Tempo wieder rauf. Mit dem Effekt, dass die Hunde nicht mehr tief in Negative reinlaufen. (Ausser bei Spezialfällen wie fliessendes Wasser, Bahnhöfe etc.).
    Die Effizient nimmt enorm zu, die Fehlerquelle sinkt und der Frust beim Hund wird eliminiert, weil der Leinenführer nicht dauernd schiebt von hinten.

    Aber genau dafür ist eine Videoanalyse Gold wert. Auch wenn ich es immer etwas "kurios" finde, wenn ich mich selber auf dem Bildschirm sehe :)
    Man sieht unglaublich viel was man so alles anstellt, verpeilt, vergisst, .. auf dem Trail.

    Nun ich bin da nicht so gestickt, dass ich sage 'gib niemals ein Tier ab'. Wenn die Umstände so sind, dass es nicht geht, dann ist das so.

    Es ist ja nicht so, dass hier 'nur' der Hund ein Thema ist. Mehrere Kinder und dann noch eine belastende Krankheit in der Familie, da kann einem definitiv alles etwas zu viel werden.

    Allerdings sehe ich ein Problem: wer nimmt einen 10 jährigen Hund mit Arthrose? Hättet ihr denn jemanden? Was aus meiner Sicht absolut nicht geht: den Hund ins TH geben. Da kommt er nicht mehr raus.

    Trainer finde ich grundsätzlich gut.

    Dann würde ich mir überlegen, ob ihr jemanden habt der mit dem Hund regelmässig raus geht, etwas unternimmt. So hättet ihr etwas Luft zum Hund und der Hund würde trotzdem beschäftigt werden.

    Wenn der Hund sehr aktiv ist, das aber nicht ausleben darf, kann sich grosser Frust anstauen. Ganz ehrlich, lieber ein halbes Jahr weniger alt werden wegen der Arthrose, dafür die gelebte Zeit mit Freude verbringen. Ich würde den Hund nicht so sehr in der Bewegung einschränken. Auch für Arthrose-Hunde gibt es gesunde Bewegung, überhaupt ist gesunde kräftigende Bewegung für diese Hunde sehr sehr wichtig.


    Finde ich eine gute Einschätzung und es lässt sich ja daran arbeiten. :)

    Freddy packt andere Hunde im Nacken, steigt auf sie drauf, wird laut.. Da weiss wohl einer nicht wo sein Platz ist oder ist eventuell extrem unsicher, somit haut er vorsorglich drauf oder er kann es bei weniger sicheren Hunden machen, die sich weniger zu wehren wissen.

    Dein Job ist es nun, deinen Hund zu managen, ihm das korrekte Verhalten zu Lehren und auch mal zu sagen, wenn er auf dem falschen Dampfer ist - sprich Abbruch von unerwünschtem Verhalten oder auch mal Massregelung.

    Und wieder ein Trail mehr. Letzte Woche haben wir die Hunde gefordert.

    Länge: 1 km
    Alter: 30 min.
    Temperatur: -3 Grad, leichter Wind

    Der Trail überquerte kurz nach dem Start einen breiten Bach und folgte dann diesem in Fliessrichtung. Wieder über den Bach auf die andere Seite und dann weg vom Wasser einen Abhang hoch.
    Das war schon mal sehr happig für die Hunde. Fliessendes Wasser, tiefe Temperatur und dann weg vom Wasser den Hang hoch. Unsere Spürnasen waren stark gefordert. Man hat gut gemerkt dass sich noch kaum etwas vom Geruch gesetzt hat und der Wechsel den Hang hoch war nicht einfach. Sehr interessant!

    Ich hab's dann noch zusätzlich erschwert für Caron weil,ich ihn blöderweise sehr abrupt gestoppt habe, obschon er mir deutlich was angezeigt hatte über den weiteren Verlauf des Trails. Wegen der Fliessrichtung kann es ja immer etwas Geruch mitziehen, und Caron wollte noch ein paar Meter weiter dem Wasser nach. Mein Hirn war wohl gerade auf Autopilot, jedenfalls hab ich ihn blöd ausgebremst und aus dem Konzept gebracht weil ich das gleich zwei Mal direkt hintereinander gemacht habe.
    Dafür hat seine Reaktion sehr schön gezeigt dass er sich mittlerweile sehr sicher ist in seiner Arbeit und sich auch durchsetzen will. Super!

    Der weitere Trailvetlauf war dann noch "Beigemüse", lange Strecken bei kaltem Wetter. Anstrengend aber längst nicht so schwierig wie die ersten 200m.