Beiträge von wildsurf

    da ich mit dem Klicker arbeite, ist dieser in solchen Situationen absolut Gold wert.

    Wenn Caron dann wie eine Orgelpfeife sitzt und die Klappe hält, klickere ich hinten - die Belohnung ist dass er weiter Rehe gucken darf. Und ich klickere weiter, und plötzlich habe ich seine Aufmerksamkeit, seine Ohren drehen sich zu mir. Dann kommt ein ruhiges "feeeiiiinn", wieder ein Klick, und meistens dreht er sich dann plötzlich kurz zu mir um. Das ist dann der Moment wo ich rückwärts gehe und ihn klickernd zu mir rufe und mit Futter und Stimme belohne. Dann gibt es ausgelassenes Freudenfest. Dieses aber niemals IN der Situation, nicht wenn er am sitzen und gucken ist.

    Wenn ich das regelmässig übe, bekomme ich seine Aufmerksamkeit immer schneller.

    Im übrigen verbiete ich ihm das Rehe gucken nicht. Er weiss dass er das darf, er soll bloss ansprechbar bleiben. So habe ich einen kontrollierbaren Hund, der nicht kläffend in der Leine hängt.
    Er darf also manchmal wenn ich ihn ausgiebig belohnt habe, wieder Rehe gucken gehen. Wir gehen auch zusammen auf die "Pirsch", sprich wir suchen zusammen Wild (keine Sorge, nicht im Dickicht. Wir haben hier zwei Flächen wo es hin und wieder Rehe am äsen hat). Wenn wir dann in 1 von 100 Versuchen Glück haben, darf er sitzen und gucken. Da wir aber so selten Glück haben, ist das ein super Training um ihn auf mich zu fokussieren. Ich sage wohin, wann, wie, wo.. und belohne ihn für Aufmerksamkeit zu mir oder für das Sitzen.

    So hält er es mittlerweile auch aus, wenn Rehe davonrennen. Das war früher ... etwas problematisch ;)

    Trotzdem - der Hund ist dabei immer gesichert. Sonst wäre er weg - Abendessen besorgen =)

    Zitat

    An alle die eine Reitbeteiligung haben: habt ihr einen Vertrag? :)
    Oder wie habt ihr es geregelt, wenn der Mitreiterin was passiert?


    unbedingt!

    Solange alles gut läuft, gibt es keine Probleme. Aber wehe es läuft mal nicht alles rund... In unserem Vertrag ist genauestens geregelt wer z.B. verlorene Hufschuhe ersetz, wo diese bezogen werden etc.
    Haftpflicht mit reiten fremder Pferde ist ein muss. Alles andere ist fahrlässig.

    wenn die Zeit kein einschneidender Faktor ist, dann kommt es drauf an was dir eher zusagt. Hast du dich schon mal mit den Rassen, die bei den Hunden mitgespielt haben, befasst?
    Vielleicht findest du so heraus was für dich eher in Frage kommt.

    Ist der Welpe entwurmt, geimpft und gechipt? Wenn nicht FINGER WEG! Sonst bist du öfters bei TA als auf Spaziergängen.

    Beim älteren Hund würde ich höflich nachfragen, was der Abgabegrund ist, und ob ein paar Probespaziergänge möglich wären.

    Ich selber bin absoluter Welpenfan, finde jeden Welpen einfach nur süüüüüss - und würde mir trotzdem niemals einen Welpen einfach so ins Haus holen. Immer schön den Kopf eingeschalten lassen ;)

    Bei so einem hochdrehenden Kerlchen würde ich "Hilfsmittel" wie den Geschirrgriff oder andere sofort anwendbare Beruhigungstaktiken anwenden, welche man in Ruhe zu Hause erarbeitet. So dass der Hund aus dem Gröbsten raus geholt werden kann und wieder einigermassen ansprechbar wird.

    Arbeitest du mit zeigen und benennen? Denke dass das für die Impulskontrolle einen grossen Schritt nach vorne bringen könnte.

    ja, hab gerade zum Mittagessen einen Hot Dog gemampft...

    ehrlich, dieses Thema ist absolut tot-diskutiert, nur weil etwas theoretisch erlaubt wäre, heisst es nicht dass man es auch tut!
    übrigens wurden auch in Deutschland bis 1986 legal Hunde für den Verzehr geschlachtet - einfach damit man nicht zu sehr mit dem Finger auf andere zeigt...

    Völlig berechtigter Einwand. Aus meiner Sicht ist es daher enorm wichtig, atypische Abzweigungen immer und immer wieder zu üben. Sonst trailt der Hund nur noch auf befestigten Wegen und traut sich nicht, auch mal quer in eine Wiese rein zu laufen. Die gewöhnen sich sonst richtig an Wege.
    Das mit dem Tempo ist ja so eine Sache... Viele meinen man dürfe ja nie zu schnell auf dem Trail unterwegs sein. Die wollen alle Hund immer runterbremsen - selbst erlebt - mit dem Erfolg dass mein Hund die Arbeit komplett verweigert hat - lasst ihr mich nicht arbeiten, dann macht es doch selber... Auf diese Bremserei bin ich mittlerweile richtig allergisch.

    Bei uns sieht das mit dem Tempo ungefähr so aus:
    Bei offensichtlichen schwierigen Abzweigungen, Kreuzungen, Strassenübergängen, Unterführungen what ever, nehme ich etwas Tempo raus um dem Hund gleich von Anfang an ein wenig zu helfen. Wir sind auf einem Niveau wo wir von den Hunden erwarten, so effizient wie möglich zu arbeiten und so zügig wie möglich die korrekte Richtung anzuzeigen. Helfen kann ich ihm, in dem ich nicht mit Fullspeed auf eine schwierige Situation sause. Reduziere ich leicht das Tempo, fädelt er meistens sofort korrekt ein. Ist er unsicher, werde ich noch langsamer, frage nach "bist du sicher?" und weiter geht es. Falls überhaupt keine klare Antwort kommt, wird kontrolliert in alle möglichen Optionen - vorher nicht.
    Laufen wir an einer atypischen Abzweigung vorbei, zeigt mir das der Hund an. Sein Kopf kommt etwas rauf, die Zugqualität verändert sich, der Takt seiner Rute verändert sich, seine Körperhaltung ändert sich. Womöglich schnuppert er an einem Busch rum.
    Für mich alles Anzeichen, dass wir nicht mehr auf dem Trail sind, der Hund sich nicht mehr sicher ist.
    Daher ist es so eminent wichtig, den Hund lesen zu können. Zu wissen, welches sind seine Anzeichen für bestimmte Sachen/Situationen. Und es ist wichtig zu wissen, wann ich noch sicher sein konnte dass der Hund auf dem Trail war. Dahin geht es dann zurück. Dann kann es vorkommen, dass der Hund bereits auf dem kurzen Rückweg wieder korrekt einfädelt.

    Mal so grob beschrieben.

    Trailen besteht aus tausenden kleinen Puzzlestückchen. Immer wieder kommt eins dazu, das man erlernen muss. Eines verlernt man wieder, dann kommt es einem wieder in den Sinn etc.

    Trailen macht Spass :)

    Zitat

    Zu Hülf!
    Ich bin ideenlos!
    Am 12.02. ist Faschingsreiten bei uns im Stall und Pfer&Reiter müssen beide verkleidet sein....
    Jetzt bin ich total planlos...Cowboy ist mir zu abgedroschen, Indianer ebenso...Ritter oder Musketier gibts schon.
    Und Pipi Langstrumpf oder ähnliches geht halt schlecht mit ner Hafi-Stute.
    Mein Lieblingseinfall war ein Ringgeist - also Nazgul....aber leider ist mein Hafi kein Friese....

    Habt ihr Ideen? Haut mir mal bitte ein paar Vorschläge her... :verzweifelt:


    Na schmeiss dich in ein fesches Dirndl (mit dicken Strumpfhosen zu dieser Jahreszeit), flechte deine Haare und die vom Hafi schön ein, breite farbige Bändel rein, und dann rasierst du dem Hafitier noch ein schönes Herz auf den Hintern. :D

    wir sind platt :lol:

    Also unser Trailleger hat sich heute wieder mal selber übertroffen - ein Abgang neben einem stark befahrenen Kreisel zur Vorabendrushhour... Und eine Haarspange als Indument.

    Durch den Prescent war die Richtung sofort klar. Schwierig für den Hund war der viele Verkehr und der damit verbundene Luftstrom. Aber durch korrektes gehen (ich sage nur Tempoanpassung ;) ) lief Caron wie auf Schienen. Und der echt schwierige Trail Trepp auf Trepp ab, durch schmale Durchgänge vorbei an überheizten Ladengeschäften, über offene Plätze hatte es in sich.

    570 anspruchsvollste Meter.

    Die VP sass am Ende in einem Caffee wo wir freundlicherweise mit den Hunden rein durften. Hier war spannend zu sehen, dass Caron vor dem Kaffee anzeigte - hier muss es sein - sich dann zwar der Eingangstür (elektr. Schiebetür) näherte, aber nicht rein wollte. Durch die Hitze drin bildete sich wie eine Wand, der Hund stoppte abrupt und wollte nicht rein.
    Kurz geführt lies er sich dann dazu animieren und im Caffee drin war dann alles ok und die Freude über die gefundene Person gross.

    Nur eine Frage am Rande: Hat Max einen Ort im Haus wohin er sich zurückziehen kann, wo es einigermassen still ist und garantiert niemand stört? Niemand über seine Pfoten rennt, niemand seinen Kopf tätschelt etc.?
    So als kleine Sofortmassnahme bis eine definitive Lösung gefunden ist.