Beiträge von wildsurf

    Zitat

    Dann ist da wohl irgendwas beim konditionieren falsch gelaufen! Oder die Belohnung ist nicht hochwertig genug!
    Wenn ich den Klicker heraus hole, sind meine Beiden mit all ihren Sinnen nur noch bei mir, sie könnten ja was verpassen.


    Nicht unbedingt!

    Wenn die Ablenkung für den aktuellen Lernstand des Hundes zu gross ist, reicht es nicht einfach 1x zu klickern.


    Gefühl:

    Der Klicker verschafft keine Zeit, er belohnt den Hund punktgenau.

    Deine Schritte die du machen willst sind einfach viel zu gross! Das kann gar nicht klappen.
    Wenn du mit dem Klicker arbeiten willst, dann musst du sowas von extrem kleinschrittig arbeiten.

    Lade den Klick zu Hause regelmässig neu auf, mit richtig starker Belohnung! Ohne Aufgabe, nur aufladen.

    Draussen beobachtest du mal deinen Hund etwas genauer. Du wirst nämlich feststellen, dass ihre Ohren viel öfters bei dir sind als du denkst. Dein Hund nimmt dich wahr. Das musst du registrieren. Das wäre dann nämlich der 1. Moment für den 1. Klick.
    Auch bei Hunden mit Hängeohren sieht man von hinten wunderbar, dass er die Ohren zu dir hindreht, auch wenn er weiterhin nach vorne schaut.
    Und genau DAS ist der erste Schritt. DAS IST DIE UMORIENTIERUNG ZU DIR.

    Ein guter Teil der Aufmerksamkeit des Hundes ist bereits bei dir. Das nutzt du jetzt aus. Klick - klick - klick - klick, sobald die Ohren nicht mehr bei dir sind NICHT mehr klickern.
    Du kannst eine ganze Klick-Kette aneinander hängen, der Hund muss sich keine Futterbelohnung bei dir holen. 1. belohnt er sich durch das Gucken zu anderen Hunden (z.B.) selber, und 2. löst der Klick im Hirn bereits die Hormonausschüttung aus.

    Wenn du das konsequent machst und nicht zu oft falsch klickst, wirst du feststellen, dass dein Hund plötzlich noch mehr seines Körpers zu dir hin wenden wird - allerdings nur auf ein Kommando. Der Klick ist NUR die Belohnung - niemals das Signal für die Umorientierung.

    Ein nächster Schritt kann so aussehen: Hund schaut statt zu dir, zu einem fremden Hund. Du machst ein Geräusch oder gibst ein Kommando um den Hund auf dich aufmerksam zu machen.

    Die Ohren deines Hundes switchen kurz zu dir - Klick - drehen wieder zum fremden Hund. Nochmals Kommando von dir, Hund schaut dich kurz an - Klick.

    so weit, so einfach ;)

    Weiter geht es mit: Hund schaut auf Kommando/ Geräusch zu dir - klick klick, schaut immer noch zu dir - klick klick klick - Supermegabelohnung.

    So kleinschrittig muss ein Neuaufbau erfolgen, sonst klappt's nicht.

    Ich glaube nicht, dass das so was wird!

    Hol dir jemanden ins Haus, der dir zeigt wie man deinen Hund aus dem Stress raus holt. Ganz ehrlich glaube ich , dass du selber zu wenig Ahnung hast, um deinem Hund in der momentanen Situation zu helfen. Zuerst einmal sollte DIR jemand helfen, damit du lernst wie du mit dem Hund üben und umgehen sollst. Sonst werdet ihr ewig auf der Stelle treten.
    Das ist auch für dich sehr frustrierend. Daher - hol dir Hilfe!

    Ach, Idioten spazieren überall rum...

    In der Situation hat der Hund eigentlich doch prima reagiert. Er (oder eher sie) hat sich von einer unhöflichen fremden Person an der Schnauze anfassen lassen und absolut cool reagiert. Ist doch super?! Dein Hund hat keine Probleme mit Fremden oder mit Berührungen, manch Hundebesitzer wäre froh drum.

    Ignorier die Tusse - lass dir ein dickeres Fell wachsen.

    Bleib dran! :gut: Unbedingt. :gut: Diese "Haltung" ist tierschutzrelevant. Das lässt sich nicht schönreden, weder mit Natur pur, noch mit sonst was.

    Kann sein dass dein Anruf genügt - aber eher wird das nächste Woche wieder gleich aussehen. Dann wäre der Anruf beim Amtsvet. überfällig.

    Ein Pferd benötigt je nach Witterung und Fütterung zwischen 30-50 Liter Wasser PRO Tag.
    Permanentes im Matsch stehen zerstört über längere Zeit die Hufe. Und ein Wetterschutz ist ein Muss.

    Wer das nicht bieten kann oder will soll die Tiere verkaufen oder schlachten - aber nicht quälen.

    Zitat

    Für mich liest es sich so, als ob die nicht vorhandene Leinenführigkeit eher ein Symptom wäre für absolute Überforderung draußen.

    Es gibt viele Gründe warum ein Hund draußen überfordert ist. Zum Beispiel

    - zu lange Spaziergänge
    - zu häufige Spaziergänge
    - Aktionen beim Spaziergang, die den Stresspegel hochfahren wie Hundebegegnungen, Hetzspiele, Rennen,...
    - die "falsche" Umgebung
    - und so weiter

    Bei der Rassemischung würde ich fast eine Kombination aus mehreren Faktoren vermuten.

    Viele Grüße
    Corinna


    Das würde ich auch vermuten. Die Schreierei geht ja los, sobald der Hund eine Erwartungshaltung hat. Also auch schon drinnen beim bereit machen für's rausgehen.
    Ich tipe jetzt einfach mal ins blaue und denke, dieser Hund steht total unter Strom. Auch "übermütig" auf andere zurennen etc. muss nicht aus "Freude" sein, sondern kann aus Stress und überdreht sein entstehen.

    Ich denke in eurem Haushalt ist eine grundlegende Änderung des Umganges mit dem Hund nötig. Ruhige klare Führung, klare Leitplanken, wenig Action, und möglichst wenig verschiedene Leute die was mit dem Hund machen solange der "Umerziehungsprozess" läuft.