Beiträge von Quebec

    Die Hundebesitzer mit Rassehunden, die ich kenne (ich bin kein Hundesportler, bewege mich also nicht in diesen Kreisen) besuchen in der Regel keine Ausstellungen.

    Das sieht aber bei meiner Hunderasse etwas anders aus.

    Züchter findet man nicht unbedingt an jeder Ecke, d. h. man müßte unter Umständen schon weite Wege in Kauf nehmen, um diese Hunde in natura kennenzulernen.

    Was liegt da nahe, zu Ausstellungen fahren. Dort lernt man die Hunde kennen, kommt in Kontakt mit Züchtern und man sieht die Siegerhunde und Platzierten. Und genau so einen Hund wünscht man sich dann und wartet auf den nächsten Wurf.

    Aber Hunde verarmen doch nicht genetisch, weil innerhalb einer Rasse gezüchtet wird, sondern weil zu stark selektiert wird. Würden mehr durchschnittliche Hunde zur Zucht genommen, anstatt Champions, hätte man vielleicht nicht ganz so hohe Leistungen, aber mehr genetische Vielfalt.

    Das ist für mich auch das Problem.

    Nur ein Beispiel meiner Rasse:

    In den Jahren 1999 bis 2008 hat ein Multi-Champion 526 Welpen gebracht.
    Halb Europa rannte zu diesem Deckrüden und es ist nicht einfach eine Linie zu finden, in der er nicht vertreten ist.

    Es gibt so viele Hunde, die Zuchthunde werden könnten, vielleicht sogar sind. Aber gerade die Zuchtanfänger fahren meist nur zu den Champions. Nur sehr erfahrene Züchter gehen das Risiko ein, einen nicht so populären Rüden einzusetzen. Das läßt den Genpool verarmen, nicht die "Reinzucht".

    ...und wieder das Märchen, dass in der Diss angeblich noch soviel wertvolles Fremdblut schlummert...

    Bei meinen Rassen basiert dir Zucht in der Diss die nicht nur selbst erfundene Ahnen stehen hat so gut wie ausschließlich aus den Nachkommen von (meist ZU) FCI Hunden.

    Selber Genbrei nur mit anderen Namen am Ende. Zur Blutauffrischung also komplett nutzlos.

    Das ist bei meiner Rasse nicht anders.

    Selbst der größte Dissidenzverein schafft es nicht, über 8 Generationen eine eigene Population vorzuweisen, greift immer wieder auf FCI/VDH Hunde zurück und kommt daher nicht zu seinem angestrebten Ziel, FCI/VDH Mitglied zu werden.

    Ins Zuchtbuch, aber nicht in das Register. Dort werden die sogenannten Dissidenzhunde eingetragen. Sie erhalten zunächst gar keine Ahnentafel sondern nur eine Registerbescheinigung, die sie berechtigt an FCI/VDH Ausstellungen teilzunehmen.

    Mit Zucht hat diese vom Kartellamt auferzwungene Regelung erstmal nichts zu tun.