Beiträge von Quebec

    Das Verlobungsgeschenk meines Vaters am meine Mutter war ein Doggenwelpe, mit diesem Rüden wuchs ich auf. Er war mein Kindermädchen als ich im Kinderwagen lag, er bewachte mein Spiel im Sandkasten und er war der große Seelentröster, wenn es Krach mit den Eltern gab. Die ersten 12 1/2 Jahre meines Lebens begleitete er mich.

    Ich lernte Respekt vor ihm und seinen Bedürfnissen zu haben, ich durfte ihn nie beim Fressen stören und ich durfte ihn nicht wecken, wenn er schlief.
    Ich wurde irgendwann auch mit ihm alleine in Haus und Garten gelassen. Aber sobald die Freunde zum Spielen kamen, war meine Mutter immer dabei oder Heiko mußte zu ihr ins Haus.

    Viel später habe ich einmal gefragt, warum das so war. Die Antwort, Heiko liebt dich so sehr, der würde dich auch vor deinen Freunden beschützen!

    Jahrzehnte später, ich hatte zwei Kinder und zwei Neufundländer. Meine Kinder hatten ebenso wie ich, den richtigen Umgang mit den Hunden gelernt, aber kamen Freunde durften die Hunde nur in meinem Beisein mit den Kindern spielen oder auch nur in ihrer Nähe liegen.

    Wie recht meine Mutter und später auch ich hatte, zeigte dann folgende Begebenheit. Meine Tochter, damals 6 J. alt, hatte mich so richtig auf die Palme gebracht. Wutenbrannt stürme ich auf das Kind los, packe es bei den Oberarmen und ein dicker schwarzer Kopf schiebt sich dazwischen und knurrt mich leise aber unmißverständlich an!

    Ich habe Tochter los gelassen, meinen Gustav gestreichelt, der Tochter noch zu geraunzt, kannst dich bei dem Hund bedanken, habe mich in die Küche gesetzt und weiche Knie gehabt.

    Der Gedanke meine Kinder mit anderen alleine, es gibt Streit, die kloppen sich vielleicht sogar und die Hunde dabei. Nicht auszudenken!

    Meine Hunde, die Hunde meiner Eltern, es waren und sind Familienhunde, sogar Familienmitglieder, die immer mit uns im Haus lebten, gut verträglich, gut sozialisiert. Aber eben Hunde. Genauso wenig wie fremde Welpen einen Schutz vor dem Gebissen werden besitzen, genauso wenig haben den fremde Kinder. Nur was zum Rudel gehört wird beschützt. In meinem Fall sogar das schwächste Mitglied gegen mich, das stärkste.

    Auch ich habe den Eindruck, daß Kinder heute nicht mehr so frei aufwachsen wie frühere Generationen. Meine haben noch mit den Nachbarskindern in den Pfützen vor dem Haus gespielt, sind mit den Fahrrädern durch die Gegend gezogen und durch die Gärten getobt. Heute werden die Kinder mit dem Auto zu den diversen Sportvereinen oder Musik-, Balettstunden und drgl. gefahren. Die jungen Familien habe keine Haustiere mehr. Macht Arbeit und Dreck und wir fliegen im Urlaub in die Karibik, wohin mit dem Tier, sind die Argumente.

    Zahllose Studien belegen, daß Kinder, die für ein Haustier sorgen müssen, verantwortungsbewußter, kontaktfreudiger sind, ein besseres Sozialverhalten aufweisen. Bedauerlich, daß das viele Eltern, die heute Tiere als etwas unsauberes, unhygenisches Böses darstellen, nicht wahrhaben wollen.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Einen höchst aggresiv angreifenden Hund zu schlagen und zu treten, dabei wahrscheinlich auch noch in den höchsten Tönen brüllen und kreischen, ist die schlechteste aller Reaktionen.

    Den Schmerz, den der Angreifer beim Schlag mit der Leine ins Gesicht, den Tritten gegen Kopf oder Rippen, die Knüppelschläge, ordnet er nicht dem Menschen zu, sondern dem anderen Hund. Dieser verursacht vermeintlich Schmerzen und wird um so wütender attakiert.

    Die Beißereien, die ich eskalieren sah, entstanden alle durch das falsche Verhalten der HH.

    Wenn man einen kleinen Hund gegen den Angriff eines körperlich überlegenen schützen will, muß man so beherzt sein und im richtigen Moment lautlos, ohne Geschrei den Nacken, das Halsband packen und dann ein scharfes "aus". Ich habe meinen Idefix, als ich mit ihm allein unterwegs war, schon über Zäune in fremde Gärten, auf Autodächer, im Wald auf einen Baum gesetzt, mir dann den anderen Hund geschnappt.
    Aber niemals geschlagen.

    Meine Neufundländer leine ich bei Attacke eines anderen ähnlichen Kalibers grundsätzlich ab. Ein erwachsener Neufundländer hat selbst zu entscheiden, wie er sich verteidigt. Meist reicht sein Imponiergehabe, selten habe ich eine Rauferei erlebt und wenn dann meist unblutig.

    Wobei ich fair bin, pro Angreifer ein Neufundländer (!!!Ironie!!!). Bei "Angriffen" anscheinend größenwahnsinniger oder lebensmüder Fußhupen, die fast immer von hinten erfolgen, drehen wir uns um und es reicht der Anblick von 3 Neufundländerschädeln und Friede ist.

    Im übrigen sollte jeder, da er ja seinen Hund am besten kennt, wissen wie er reagieren muß. Nur das Einprügeln und Tretten fremder Hund ist mit Sicherheit der völlig falsche Weg.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Zitat

    Ich schliess' mich Deinem Wunsch uneingeschränkt an und hoffe das nie ein Kind über Deine Schwelle schreiten muss ;) ;) ;)

    Viele Grüße von einer vierfach Mutter mit Hund :D

    Sylvia, und ich schließe mich Deinem Wunsch ohne Einschränkung an. Muß nur noch die eine Bemerkung los lassen: "Solche Aussagen von 19 jährigen (Lillii) und 20 jährigen (Crazydog), die gerade mal eben selbst den Kinderschuhen entwachsen sind, kann man getrost noch mit jugendlicher Unbedarftheit abtun."

    Gaby, 2fache Mutter, Idefix und ihre schweren Jungs

    Hallo Christine,
    wenn Du von zu Hause aus arbeitest, ist doch die Welpenzeit kein Problem.
    Der Welpe wird sich am Anfang immer in Deiner Nähe aufhalten. Das ist normal, er ist ja nun von Mutter und Geschwistern weg und hat nur Dich.

    Auch für die Sauberkeitserziehung ist es von Vorteil, die ersten 3 Wochen ganz mit dem Hund zu verbringen. Dann kannst Du langsam mit dem Alleinelassen anfangen. Wie schon beschrieben, beginnt man mit kurzen Intervallen, die dann systematisch verlängert werden.

    Meine Neufundländer sind knapp 4 J., knapp 3 J. und 14 Monate alt. Sie bleiben natürlich bis zu 5 - 6 Stunden alleine. Das allerdings auch nur gelegentlich, da ich meistens zu Hause bin. Du siehst also es geht und es geht auch bei einem Einzelhund. Der Neufundländer lernt schnell und wenn er erstmal weiß, Frauchen kommt ja immer wieder, verbringt er die Wartezeit mit dösen.

    In dem Link, den ich Dir geschrieben habe, findest Du auch Züchter, mit denen Du dich unterhalten kannst und sicher wird auch ein Treffen oder eine Ausstellung - im Mai z. B. Hemsbach - dabei sein, wo Du die "Bären" erleben kannst und auch viele nützliche Ratschläge bekommst.

    Wenn Du spezielle Fragen hast, werde ich sie Dir auch gerne hier im Forum beantworten.

    Lieben Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Hallo Christine,

    herzlich willkommen.

    Wie schon von meinen Vorschreibern bemerkt, ein Kombi ist das Mindeste, ein Bus das Ideale, zu mal wenn Du Kinder möchtest. Wir hatten einen Kombi,zwei Neufundländer, zwei Kinder und im Urlaub mußte für´s Gepäck ein Anhänger ran.
    Heute haben wir drei Neufundländer, erwachsene Kinder, die nicht mehr mit uns reisen und einen VW Bus. Klimaanlage ist nicht nur für die Hunde von Vorteil :D

    Wie alle großwüchsigen Hunde soll der Neufundländer im Welpenalter nicht viel Treppen steigen. Wenn ihr ihm also seinen Schlafplatz bei euch im Schlafzimmer einrichten wollt, ist tragen angesagt, so lange es geht. Wenn sein Gewicht dann nicht mehr zu bewältigen ist, er sich natürlich auch nicht mehr tragen lassen will, einmal am Tag sprich Abends rauf und Morgens langsam wieder runter, dürfte ihm nicht schaden.

    Die Gefahr, daß er als Welpe und Junghund vor Einsamkeit die Möbel, Treppenstugen oder auch Tapete anknabbert ist, wenn ihr ihn alleine unten laßt, groß. Ein Neufundländer, besonders ein sehr junger, will seine Familie immer um sich haben.

    Wenn er dann eines Tages in die Jahre kommt und die Treppen nicht mehr laufen will, wird er es euch zeigen. Aber dann ist er so sehr mit seiner Familie zusammengewachsen, daß es ihm nichts mehr ausmacht, unten allein zu schlafen.

    Mit den Temperaturen im Sommer, auch in Frankreich kommt er klar, solange er die Möglichkeit hat, sich in den Schatten oder ein kühleres Haus zurück zu ziehen. Außerdem wird er es genießen im Atlantik schwimmen zu gehen.

    Ich freue mich, daß Du dich für Neufundländer interessierst, für mich eine, der vom Charakter und Wesen, liebenswürdigsten Hunderassen überhaupt.

    Gerne kannst Du dich hier informieren und auch mal bei den Baden-Würtembergern vorbeischauen:

    http://www.lgbw.de

    Lieben Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Jetzt frage ich euch allen Ernstes, WOHER KENNT IHR MEINEN MANN?

    Der schreibt nicht, der weiß gar nicht wie Computer buchstabiert wird, geschweige denn, wie er funktioniert.

    Mädels, kann es sein, daß wir alle denselben Kerl haben?
    Oder sind sie doch alle nach demselben Muster gestrickt?

    Grübelnde Grüße Gaby

    Zitat

    Ich habe mal gelesen, dass es bei gleichgeschlechtlichen Hunden, mit großem Größenunterschied unangenehm ausgehen kann.
    Oft haben die kleinen ja ein groooßes Ego. Da der große Hund ja weiß, dass er eigentlich der Überlegene ist, lässt er dem Kleinen "Konkurrenten bzw. Kumpel" viel durchgehen. Wenn der Kleine aber irgendwann mal über die Stränge schlägt und der Große ihn doch zurecht weisen muss, kann das dann mitunter tödlich ausgehen.
    Ich habe davon in einer Jagdzeitschrift meines Vaters gelesen und danach mal recherchiert. Solche Geschichten kamen wirklich oft bei gleichgeschlechtlichen Hundepaaren vor. Bei Männlein und Weiblein ist es ja dann eher ein Paar- und kein Kumpel- oder Konkurrenzgefühl und es ist dann irgendwie anders.
    Da müsste jetzt jemand was zu sagen, der so ein "Problemfallpaar" zuhause hat.

    Lg, Anna

    Ein Paar habe ich nicht, aber ein Quartett. Bestehend aus

    Idefix, Terriermix, 35 cm, 12 kg
    Arthos, Neufundländer, 72 cm, 58 kg
    Quebec, Neufundländer, 80 cm, 64 kg
    Woodstock, Neufundländer, 78 cm, 55 kg (14 Monate darum noch so leicht)
    Alle vier Rüden.

    Idefix kennt nichts anderes als mit Neufundländern zu leben. Er kam als Welpe aus dem Tierheim zu einem ein Jahre alten Neufundländer und hat sich nicht einen Moment gefürchtet. Die beiden waren damals "gleichberechtigte Partner". Heute bei den 3 viel jüngeren Neufundländern, Idefix ist fast 13 J. alt, ist er der Chef. Alle drei ordnen sich ihm unter. Es hat bis heute nicht einmal den Ansatz eines Machtkampfes gegeben. Wenn die Spiele der Großen Idefix zu heftig werden, zwickt er zu und knurrt, die Großen weichen sofort aus und beschwichtigen.

    Bei einem gut sozialisierten Rudel sehe ich keine Probleme in der Gleichgeschlechtlichkeit und den Größenverhältnissen.


    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Reis ohne Salz richtig matschig kochen, wenn vorhanden etwas mageres Geflügelfleisch darunter mischen. Wasser weg nehmen und dafür Schwarztee ohne Zucker hin stellen.

    Den Matschereis 4-5 mal am Tag in kleinen Portionen geben.

    Wenn bis Montagmorgen der Durchfall nicht weg ist, sofort zum Tierarzt gehen.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Und was sagt solch ein "Eignungstest" aus?

    Gar nichts!

    Wenn ich unbedingt einen Hund haben will, dann bin ich in der Lage, mich ein paar Stunden lang, lammfromm zu geben. Jeder Mensch kann sich verstellen. Auch ein noch so guter Sachverständiger ist hinters Licht zu führen.

    Da war der Kfz-Führerschein als Beispiel genannt. Wer diesen verliert, muß unter Umständen zum sogenannten "Idiotentest", geprüft wird ob man geeignet ist ein Kfz zu führen. Geschäftstüchtige Menschen bieten Kurse an, wo die Fähigkeit die Fragen richtig, in der gewünschten geistigen Haltung zu beantworten, gelehrt, antrainiert wird.

    Ich sehe jetzt schon die Inserate vor mir: "Biete Kurse zur Erlangung der Eignung zum Führen eines Hundes".

    Und schon haben wir nur noch gute HH, mit super voller Liebe erzogenen Hunden. Kein Hund wird mehr gequält und geschunden!

    Wovon träumst Du Nachts?

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs