Beiträge von Quebec

    [quote="schnabeltier"]also ich hab jetzt doch bei meiner tierärztin angerufen, die hat mir bestätigt was ich auch schon geschrieben habe (verdachtsdiagnose halsentzündung) und die konnte mir dann auch so alltägliche tipps geben wie: kein halsband sondern brustgeschirr, futter und wasser lauwarm anbieten, salbeitee bzw käsepappeltee stark verdünnt zum trinken geben, nicht gras fressen bzw viel schlecken lassen etc

    das sind tipps, die mir wohl jeder der schon mal einen hund mit halsentzündung hatte hier hätte geben können, dazu braucht man keinen tierarzt (obwohls natürlich besser klingt wenn einem eine person von fach davon erzählt).[/quot

    Wenn mein Tierarzt mir per Telefon eine Ferndiagnose erstellen würde, wäre ich weg. Zu solch einem Arzt hätte ich kein Vertrauen mehr. Das ist schon mal für mich Fakt.

    Geh zum TA.

    Unter "Gesundheitstips" verstehe ich: "Welches Futter ist empfehlenswert, welche Vitamine, Mineralien usw. soll ich zu füttern? Was kann ich vorbeugend gegen Zecken tun? Usw., usw.."

    Wer hier per Ferndiagnose einem offentsichtlich erkrankten Hund, genaue Erkrankung ist nicht bekannt, Medikamente empfiehlt, handelt in meinen Augen gewissenlos.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    @Fräuleinwolle

    Prof. Ottmar Distl ist ordentlicher Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und kein "Wissenschaftler des SV".

    Der SV hat seine umfangreiche Datenbank und jede Menge Blutproben für die Forschung zur Verfügung gestellt und finanziell unterstützt. Weitere finanzielle Unterstützung für die forschenden Veterinäre gab es von der GKF = Gesellschaft zur Förderung kynologischer Forschung.

    Die HD hat im Gegensatz zur ED = OCD, FCP, IPA nur eine Krankheitsform.
    Ursache ist eine übermässige Instabilität und Lockerheit der Bänder und des Bindegewebes der Gelenkkapseln. Der Oberschenkelkopf wird nicht korrekt in der Gelenkspfanne geführt, er rutscht hin und her. Dadurch weitet sich die Gelenkspfanne aus und flacht ab. Es kommt zu Schmerzen und mit fortschreitendem Alter zu Arthrosen.

    Zu dem Machwerk von KDK = Klaus Dieter Kammerer, selbsternannter Wissenschaftler, tatsächlich Pharmavertreter und dem nichtexistenten TA Marc Torel möchte ich mich nicht weiter auslassen. Das habe ich schon in anderen Threads getan. Aber zur Glaubhaftigkeit. Das Traktat stand viele Jahre lang auf dem Index (durfte nicht mehr verkauft werden). Bin gespannt, wann es wieder so weit ist.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    PS. Richtig ist natürlich, wer seinem schon HD belasteten Hund noch Übergewicht anfüttert, egal womit RC oder hochwertiges Futter, verschlimmert das Krankheitsbild.

    PPS. WOW, was hat er für laaaange Beine! Geht er als Model!

    Da sollte sich der TA, der den Standpunkt vertritt HD wird zu 80% erworben, auf den neuesten Stand der Wissenschaft begeben, sprich sich weiterbilden.

    Am 2. April 2008 gab es in der Tierärztlichen Universitätsklinik Hannover eine Vortragsveranstaltung des SV zur genomischen Selektion in der Hundezucht.

    Dem Team um Prof. Distl ist es gelungen, beim DS 19 Genombereiche zu finden, in denen mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Ausprägung der HD besonders wichtige Gene lokalisiert sind. Acht dieser Bereiche können jetzt nach Mutationen abgesucht werden, die eine enge Beziehung zur HD aufweisen.

    Auf Grundlage einer Blutprobe beim Welpen kann das Risiko zum Auftreten von HD vorausgesagt werden. Es besteht die Hoffnung, daß der Erkenntnisgewinn bei den vorhandenen Zuchttieren die Paarungsplanung derart verbessert, daß die Zahl der HD betroffenen Tiere endlich weiter zurückgedrängt wird.

    Auf Nachfrage erklärte Prof. Distl, wenn die Zuchtvereine anderer Rassen genügend Daten und Blutproben zur Verfügung stellten, sei die Suche nach den Genombereichen mit deutlich geringerem Aufwand möglich als bisher.

    Am 13. April 2008 hielt Dr. Telheim, anläßlich des Züchtertages im DNK einen Vortrag über OCD = Osteochondrosis dissecans.

    Der Knochen wächst sowohl in den Wachstumsfugen, als auch im Bereich der Gelenksflächen. In beiden entstehen Knorpelzellen durch Zellteilung. Im Verlauf der Entwicklung werden sie in Knochenzellen umgewandelt.

    Im Bereich der Gelenksflächen entsteht OCD dadurch, daß sich die Knorpelzellen sehr schnell teilen und der Verknöcherungsprozess zu langsam geht. Der Gelenksknorpel wird dadurch sehr dick. Knorpel haben keine Blutgefäße und werden daher von der Gelenkschmiere mit Nährstoffen versorgt. Bei dem sehr dicken Gelenksknorpel werden die äußeren Knorpelzellen ungenügend mit Nährstoffen versorgt. Sie sterben ab, der Gelenksknorpel ist daher nicht mehr fest mit dem Knochen verbunden, es entstehen Risse, es tritt Gelenkschmiere ein und der Gelenksknorpel löst sich ab. Es werden Abbauprodukte der abgestorbenen Knorpelzellen freigesetzt, diese führen zu einer Entzündung und Schmerzen im betroffenen Gelenk. Nicht behandelt wird es chronisch und entwickelt in Folge eine Arthrose.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Dann werde ich auch mal aus dem Nähkästchen plaudern:

    Idefix = Hase mein Hase

    Arthos = Dickbär, Arthiartig

    Quebec = Beckchen, Becks

    Woodstock = Woody, Stinkebock (wenn er aus Saukuhle kommt)

    An alle = Meine Herren, bewegteuerhinterteilhierherundzwarsofort, habtihrdieohrenzuhausegelassenoderredichchinesischoderwas

    Aber "Vergeblich" gefällt mir auch sehr. Versuche ich mal ;) ;)

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Schopenhauer,
    ich stehe voll und ganz hinter Deiner Meinung. Wenn ich sehe mit welchem Ekel meine Hunde toten Mäusen und Vögeln, die uns unsere Katzen gelegentlich vor die Türe legen, begegnen, weiß ich, daß sie nie töten oder getötetes fressen würden.

    Wenn ich aber in der Küche stehe und mir ein Brötchen mache oder unser Essen vorbereite, wird gebettelt bis mir der Kragen platzt.

    Meine Hunde ausgesetzt, würden verhungern oder sich von Müll ernähren. Jagen, töten, fressen niemals.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Neulich lief bei uns eine Maus durch das Wohnzimmer.

    Arthos und Quebec schauten etwas irritiert, Woody lief ihr nach, schnupperte, ich dachte: Das war´s, armes Mäuschen". Denkste, er fing an zu niesen und ekelte sich sichtlich.

    Soviel zum Jagdtrieb und dem "Tötenkönnen" was angeblich jeder Hund egal welcher Rasse in sich trägt.

    @Schopenhauer
    Ich halte es da auch mit Bloch. Sicher "jagen" Hunde. Aber wie, meine sind zum Beispiel gar nicht in der Lage weite Strecken jagend zu bewältigen. Dafür ist ein Neufundländer nicht "gebaut". Sicher, wenn ich mir sein Gebiss ansehe, er "könnte" töten. Aber er macht es nicht, weil er "vergessen" hat wie es geht.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Bei uns waren die Jack Russel und Parson Russel Terrier in den 90er Jahren große Mode bei den Reitern. Fast kein Reiter ohne mindestens einen.

    Angang 2000 war es der Golden Retriever und jetzt wimmelt es nur so vor Aussie, Border und Rhodesian.

    chichabi
    Das der Neufundländer Modehund war, glaube ich nicht so recht. Vielleicht gab es zufälligerweise in eurer Gegend ein paar mehr. Die Welpenstatistik zeigt in den letzten 30 Jahren, so lange habe ich sie, keine nennenswerten Schwankungen.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs