Hallo Jörg,
ich muß hier mal etwas klar stellen.
Der VDH ist nicht gerügt worden, weil er andere "Züchter" schlecht macht.
Es gab eine Klage vor dem Bundeskartellamt wegen des Verstoßes gegen das "Wettbewerbsrecht".
Dem VDH wurde vorgeworfen
1. Hunde ohne VDH/FCI Ahnentafel dürfen in VDH-Mitgliedsvereinen nicht zur Zucht eingesetzt werden, sowie Hunde mit VDH/FCI Ahnentafeln von VDH-Mitgliedern dürfen nicht außerhalb des VDH/FCI zur Zucht eingesetzt werden.
2. Der VDH läßt keine Hunde ohne VDH/FCI anerkannter Ahnentafel zu seinen Zuchtschauen zu.
3. Der VDH verbietet den Mitgliedern seiner Mitgliedsvereine auf Zuchtschauen außerhalb des VDH/FCI-Bereiches auszustellen.
4. Einige VDH-Mitgliedsvereine lassen keine Registrierung von Hunden ohne VDH/FCI-anerkannten Ahnentafeln zu.
Im 1. Punkt folgte das Bundeskartellamt dem VDH, der durch Darstellung seiner Satzungsziele insbesondere "rassereine, gesunde Hunde" zu züchten, tierschutzrechtliche Auswirkungen deutlich machen konnte.
Für Punkt 2 - 4 verpflichtete sich der VDH, daß seine Mitgliedsvereine ein Register (Livre d `attend) als Anhang zum Zuchtbuch zu führen haben. Dort kann - auf Antrag - jeder Hund ohne VDH/FCI-anerkannter Ahnentafel eingetragen werden. Allerdings erst nach einer von zwei Zuchtrichtern durchgeführten phänotypischen Rassebestimmung.
Die Zuchtzulassungsbestimmungen der VDH-Mitgliedsvereine bleibt unberührt.
Also, wenn Du schon das Urteil des Bundeskartellamtes bemühst, dann solltest Du auch schreiben um was es ging und nicht hier etwas "behaupten". Eine Vorgehensweise, die Du an anderer Stelle bemängelst.
Wie und unter welchen Zuchtordnungen im DRC-Soltau gezüchtet wird, ist im Internet nach zu lesen. Es gelten für alle Rassen, die dort gezüchtet werden die gleichen Zuchtbestimmungen. Es wird auf die rassespezifischen Erkrankungen keine besondere Aufmerksamkeit gelegt.
Untersuchungen und Tests, die in VDH-Vereinen schon längst Routine sind, gibt es dort einfach nicht. Es gibt z. B. keine zentrale Auswertungsstelle für HD/ED/OCD Röntgenaufnahmen. Schon gar nicht gibt es einen Obergutachter.
Das alles sind Tatsachen und keine Behauptungen.
Und wenn Du dich mit der Kynologie beschäftigt hast, mußt Du auch fairerweise zu geben, daß sich erst wirklich in den letzten 10 Jahren, die Wissenschaft intensiv mit der Erforschung der Gene des Hundes beschäftigt. Das nicht viel mehr Hunde z. B. mit erblichen Erkrankungen des Bewegungsapparates geboren werden, ist letzendlich ein Verdienst der Züchter, die immer schon den "Verdacht" Erblichkeit hatten und selektiert haben.
Ein Züchter kann noch so sauber und ordentlich seinen Zwinger führen, Welpen liebevoll aufziehen, gut sozialisiert an den Welpenkäufer abgeben und hat trotzdem genetische kranke Tiere in die Welt gesetzt. Und das nur, weil er eben nicht über das Hintergrundwissen verfügt, was ihm ein großer Verband bietet.
Wer heute noch meint, er habe alles getan, wenn er zwei, durch einen TA untersuchte und für gesund befundene, Hunde verpaart, der spielt in meinen Augen russisches Roulett.
Ein einziger engagierter Welpenkäufer, mit einem genetisch kranken Hund, kann für solch einen Züchter, dank des Verbraucherschutzgesetztes - Gewährleistung - finanziell an den Rand des Ruins gebracht werden.
Abgesehen von dem Leid des kranken Hundes und des Leidens der Welpenkäufer, ist es das wert?
Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs