Zitat
Gaby, wieviele der eingetragenen Rasseverbände mussten diesen Weg tatsächlich gehen? Gerade die der Gebrauchshunde?
Bitte nicht falsch verstehen, ich finds gut wenn die Neueinführung von Rassen stark erschwert wird, aber bei der ganzen Deklaration von Rassen sollte man mal genauer hinschauen... es geht oftmals auch um Politikum... Leider.
Ein Satz von Dir herausgegriffen: "Spätestens die F5-Generation muß ein einheitliches phänotypisches Gesamtbild..."
Warum? Das kann eigentlich keiner im Vorfeld vorlegen, oder?
Der Aussi hat bis heute, obwohl reinrassig, verschiedene Gesichter... manche ähneln sich nicht mal innerhalb eines Wurfes. und wie lange werden die nun gezüchtet?
Einen eindeutigen Verwendungszweck als Zuchtziel JA, das wäre von Nöten um überhaupt vernünftig darüber dirkutieren zu können. Nur wird es schwer sein, bei den vorhanden Rassen noch Defizite im Gebrauch zu finden.
Schwierig das ganze Thema. In den Kernaussagen muss ich Patrick vollkommen Recht geben und zwar was das Verhalten gegenüber Labradoodle-Besitzer anbelangt.
Andererseits meine ich, wozu das Ganze?
Jörg, der FCI wurde 1911 gegründet und man begann, die damals gebräuchlichsten und bekannten Rassen zu standardisieren.
Gerade bei den Gebrauchshunderassen gab es ja schon einige, die mußten natürlich nicht durch ein "Versuchsprogramm".
In etwa schon. Das regelt ja die Mendelsche Vererbungslehre. Das "Aussi´s" verschiedene Gesichter haben ist doch normal. Der Phänotyp bezeichnet das Erscheinungsbild also die Gesamtsumme der typischen Merkmale. Du wirst keinen Aussi mit Löckchen wie einen Pudel finden oder mit einem Molossergesicht. Der Phänotyp soll einheitlich sein, wie Klone sollen unsere Hunde nicht aussehen.
@greenleaf
Ich zitiere Dich hier: "Dieser Verein ( ca 60-70Jahre alt) will für alle anderen Menschen auf der Welt entscheiden können, ob eine Rasse entstehen darf oder nicht."
Erstmal der VDH wurde 1906 gegründet (ist übrigens einer der fünf Gründungsmitglieder des FCI) ist kein Verein sondern ein Verband und ist nicht berechtigt über die "Entstehung" einer Rasse zu entscheiden.
Ein in Deutschland durchgeführtes seriöses Zuchtprogramm, mit dem Ziel eine neue Hunderasse zu schaffen, wird beim VDH beantragt und wissenschaftlich begleitet. Ist dieses Zuchtprogramm erfolgreich, wird es einer FCI-Rassekommission vorgelegt. Diese Kommision setzt sich aus Vertretern der 80 Mitgliedsländer der FCI zusammen.
Weder Möpse noch einige andere Rassen, die heute unter den Begriff "Qualzuchten" fallen, haben sich unter der "Federführung" des VDH so entwickelt.
Der Mops, Dein Beispiel, wurde sehr wahrscheinlich vor über 2000 Jahren in China, aus Molosserartigen, gezüchtet. Im 16. Jahrundert wurde er in die Niederlande gebracht. Von dort trat er seinen Zug durch Europa an. Das Patronat für diese Rasse hat Groß Britannien und ist somit Standardgeber für diesen Hund.
Gerade in Deutschland bemühen sich nicht wenige Mopszüchter eine längere Schnauzenpartie heraus zu züchten und auch die anderen Probleme (Geburtschwierigkeiten z. B.) auszumerzen.
Bitte beschäftige Dich doch mit dem Thema bevor Du darüber schreibst. Dieses Halb- oder Garnichtwissen, Halb- oder Unwahrheiten verbreiten, ist hier im Forum, für alle die etwas erfahren möchten, nicht hilfreich.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs