Beiträge von Quebec

    Per se finde ich den JRT einen bildhübschen Hund, mir gefällt sogar sein Hang zum Größenwahn. Er ist halt durch und durch ein Terrier.

    Aber....

    Wer 20 Jahre lang täglich von mindestens 7 - 8 völlig unerzogenen, kläffenden Jackies schon beim Aussteigen aus dem Auto empfangen wird, sich dieser anspringenden Meute erwehren muß, ist nun mal genervt.

    Und es geht weiter. Keine Tasche, kein Beutel mit Möhren oder Äpfeln kann abgestellt werden. Entweder wird es angepinkelt oder ausgeräumt, dasselbe mit der Putzkiste. Gefühlte 85 mal rennst du deiner Bürste oder deinem Striegel hinterher. Pferdeleckerchen in der Putzkiste ein no go. Dein Pferd aus der Box holen und die Tür auflassen - unmöglich - die Box wird sofort zugesch...en. Trense am Sattelplatz anhängen, während man sattelt, geht nicht, am Zügel kauen garantiert drei dieser entzückenden Köterchen.
    Usw. usf.....
    Gespräche mit den HH, gleichen der Unterhaltung mit der Eiche auf dem Hof.
    Gespräche mit dem Reitstallbesitzer, ja, er hat volles Verständnis und bringt Schilder an: Hunde sind an der Leine zu führen. Ergebnis=0

    Und nochmals, ich weiß, daß der JRT nichts dafür kann. Ich kann aber auch nichts dafür, daß ich mittlerweile von dieser Rasse genauso genervt bin, wie von seinen HH.

    Fazit der ganzen Sache, meine Tochter und ich sind mit unseren Pferden vor 2 Jahren auf einen Hof gezogen, auf dem keine Hunde frei laufen dürfen und dies auch strikt eingehalten wird.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Zitat

    Quebec: :???:
    Ich zweifle doch deine Erfahrungswerte auch nicht an, oder?
    Warum ausgerechnet der Jackie ein Reitbegleithund sein sollte, kann ich jetzt ja nicht soo nachvollziehen, aber wenn das bei euch in der Gegend eben so ist. :???:
    Oder hab ich dich jetzt total missverstanden?

    Ob Du mich missverstanden hast, weiß ich nicht. Aber gelesen hast Du nicht richtig.
    Der JRT ist nicht als Reitbegleithund sondern als Reiterinnen-Begleithund gehalten worden bzw. wird er noch immer gehalten.

    Das Ausreiten mit Hund war und ist bei uns in Berlin so gut wie unmöglich.
    Reitwege, früher in West-Berlin in den Berliner-Forsten, lagen nicht in den Hundeauslaufgebieten, also Leinenzwang für Hunde.
    Heute, wo wir ein Umland - Brandenburg - haben, ist das Freilaufen der Hunde auch nur auf bestimmte Flächen begrenzt (Brandenburg hat Leinenzwang) und selten da, wo das Reiten erlaubt ist.
    Ergo, die Hunde sind in der Pferdebox eingesperrt oder machen den Reiterhof unsicher.
    Dabei fällt mir ein, das ist nicht seit fast 20 Jahren so, nein das ist seit weit über 20 Jahren so, die ersten JRT waren lange da, bevor die Rasse überhaupt anerkannt wurde. Darum war es ja auch so "chic" in Reiterkreisen diesen Hund zu halten.

    Hier noch etwas zum Schmunzeln über den Jacky:

    http://www.hundezeitung.de/satire2/jackrussel.html

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs


    "Allerdings hab ich auch schon den Oma-Dackel-Ersatz-Jackie gesehen, der dank der falschen Haltung unausstehlich war."

    Na, das ist ja mal wieder eine richtig fundierte Aussage!

    Ich kenne den Jack Russell Terrier seit bald 20 Jahren, als den Hund der jungen Reiterinnen. Unerzogen, kläffend, auf den Reiterhöfen frei laufend, jeden, ob Mensch oder anderen Hund terrorisierend. Reitet man wird der Hund in die Pferdebox gesperrt, da darf er dann so richtig seine Stimmgewalt zeigen.
    Selbst bei der Läufigkeit während der Stehtage wurden die Hündinnen mitgebracht, denn zu Hause allein lassen ging nicht - die zerlegt mir ja die Wohnung - ich krieg Ärger mit den Nachbarn - usw.
    Wenn dann der Rüde der anderen Reiterin drauf war, nicht so schlimm, es gab noch genug Reiterinnen, die noch keinen JRT hatten.
    Blutige Beißereien waren eigentlich normal. Keiner regte sich darüber auf. In der Pferdeapotheke war ja etwas zum Behandeln drin und gut war´s.
    Ich habe in diesen langen Jahren nicht einen einzigen JRT kennen gelernt, der auch nur den Hauch einer Erziehung genossen hat.
    Ich weiß, daß der Hund selber nichts dafür kann, bin aber einfach nur genervt von dieser Rasse und ihren Besitzern.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Was mich beim Lesen dieses Threads doch wieder mal erstaunt, sind die Antworten auf diese Frage:

    Modehunde bei euch in der Umgebung?!

    Habe ich etwas verpaßt?

    Ist da irgendwo ein Untertitel, der da heißt: "Wie sind die Hunde erzogen und welchen Ernährungszustand haben sie?"

    Ich weiß, ich weiß, es ist OT, aber ich konnte es mir nicht verkneifen.

    In meinem bevorzugten Auslaufgebiet tummeln sich:

    Golden Retriever
    Labrador
    Australian Shepard
    Border Collie
    Beagle

    Das sind z. Zt. die dominierenden Rassen.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Also ich staune auch 80 cm = 80 kg. Mein lieber Schwan, der größte meiner drei Neufundländer ist 77 cm SH und wiegt 65 kg.

    Aber, das war ja hier nicht die Frage.

    Meine drei Rüden haben ständig die Möglichkeit raus in den Garten zu gehen. Wo sind sie nun?
    Im Haus in meiner Nähe, denn das ist das wichtigste für einen Neufundländer. Er möchte stets in der Nähe seines/seiner Menschen sein.

    Wenn man mit dem Dreck, den ein Neufundländer ins Haus, in die Wohnung trägt, leben kann, sich nicht vor Sabber ekelt, bereit ist mindestens zweimal die Woche ordentlich zu bürsten und zu kämmen, dann ist es möglicherweise der richtige Hund.
    Wenn man damit leben kann, das jedes Kommando erstmal hinterfragt wird, das durchaus nicht auf´s Wort, jedenfalls nicht auf´s erste, gehorcht wird, wenn man es erträgt von einer liebevoll gereichten Pfote fast erschlagen zu werden, wenn man keine Angst hat in nassen Schlabberküssen zu ertrinken, wenn man lachen kann, auch wenn der Sabber bis an die Decke fliegt, wenn man den schicken Sportwagen aus den Gedanken verbannt und sich einen Kombi kauft, dann ist man bereit für einen Neufundländer.
    Wenn dann alle Familienmitglieder sagen, ja wir können mit ständigen Sabberflecken auf der Kleidung leben, es macht uns auch nichts aus, ständig irgendwo lange schwarze, braune Haare zu finden. Auch auf dem frisch gedeckten Tisch, dem frisch bezogenen Bett, dem sauberen Handtuch aus dem Schrank, auf Tellern, in Tassen, im Kochtopf, dann ist der Neufundländer der richtige Partner für die ganze Familie.

    Sollte nur einer Zweifel anmelden, dann laßt es. Ihr werdet mit dem Hund nicht glücklich und er nicht mit euch.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Der Welpe wurde - laut Tierarzt - und mit Vertragsunterschrift der Käufer, als gesund übergeben. Ich gehe auch davon aus, daß alle bis zur 8. Lebenswoche erforderlichen Impfungen gemacht wurden und daher ein Ausbruch einer Infektionskrankheit vor der Wiederholungsimpfung dem Verkäufer nicht zur Last gelegt werden kann.
    Dem Käufer eines Welpen muß klar sein, daß ein Welpe bei Übernahme noch keinen 100% Impfschutz besitzt und muß daher Vorkehrungen, die eine Infektion verhindern, treffen.

    Solange der Käufer nicht beweisen kann, das 1. der Hund krank übergeben wurde und 2. der Tod durch einen Gendeffekt (erblich bedingt) eintrat, ist der Verkäufer weder zu Schadenersatz noch zur Erstattung des Welpenpreises verpflichtet.

    Siehe:
    http://www.rechtsanwalt-heiermann.de/welpen2frame.html

    Zu allen anderen Aussagen, "Bedarfszüchtung", Abgabe des Welpen an Menschen, die ich nicht kennen gelernt habe, die sich einen Welpen per Inet aussuchen, möchte ich mich nicht äußern.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Hallo Villete,

    da hast Du natürlich recht. Angeschlossen im Sinne von "Mitglied" bei der FCI natürlich nicht.

    Asoziiert wäre der richtige Terminus gewesen.

    D. h. die Verbände erkennen gegenseitig den jeweiligen Rassestandard, die Ahnentafeln, auch die Zuchtrichter an.

    Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Hallo Shima-Stacie,

    natürlich kannst Du auch schon eine zuchttaugliche Hündin kaufen und dann mit dieser eine Zucht beginnen.

    Aber Grundvoraussetzung ist immer die Vereinszugehörigkeit zu der Hunderasse Deiner Wahl. Die Überprüfung der Zuchtstätte (Zwinger) durch einen Zuchtwart. Bei nicht wenigen Rassezuchtvereinen ist auch eine gründliche Neuzüchterschulung Pflicht. Bei anderen mußt Du dir nur einen erfahrenen Züchter als Zuchtpaten suchen. Der begleitet Dich dann unterstützend bei Deinen ersten drei Würfen.

    Sind diese Voraussetzungen erfüllt kannst Du Zwingerschutz bei Deinem Verein anmelden. Dazu mußt Du dir ca. drei Namen unter denen Du züchten möchtest ausdenken. Einen davon wirst Du dann als geschützten Zwingernamen bekommen.

    Wenn Du einen Hund mit FCI/VDH Ahnentafeln hast, kannst Du bei allen Internationalen, Nationalen und Spezialausstellungen ausstellen. Dazu mußt Du nicht Mitglied eines Vereines sein. Aber jeder Verein freut sich über neue Mitglieder, denn aktive Mitglieder sind wichtigster Bestandteil eines Rassehundevereins.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Zitat

    Ich sitz hier gerade breit grinsend vor dem PC.

    Hier wird doch tatsächlich behauptet, dass nur bei Hunden, die aus VDH-Zuchten stammen, gewährleistet ist, dass sie von den Hunden abstammen, die in den Papieren stehen. Alle anderen Verbände schreiben also irgendwelche Ahnen in ihre Papiere, die ihnen gerade so einfallen. Aha!!

    Bei näherer Überlegung würde das also bedeuten, dass bei jedem Deckakt eines VDH-Züchters ein Verantwortlicher des Verbandes (also wahrscheinlich der Zuchtwart) daneben steht, um bescheinigen zu können, dass genau der Rüde, der auch in den Papieren eingetragen wird, der tatsächliche Vater der Welpen ist. Soso!!

    Leider kenne ich zu diesem Thema zuviele Vorkommen, bei denen Züchter, die selbst mehrere Deckrüden halten, hier eifrig drauflos gemauschelt haben bei der Wahl und der späteren Angabe der Zuchttiere.
    Und: Ja klar gibt es inzwischen den Gen-Test, der zweifelsfrei die Abstammung belegt. Aber mal ehrlich: In wievielen Fällen wird dieser Test denn tatsächlich angewandt? In den meisten Fällen doch nur, wenn sich erhebliche Zweifel an der genetischen Abstammung auftun.

    Und jetzt erzählt mir doch nicht, dass sich nur durch VDH-Papiere die Vorfahren der Hunde bis zum Sanktnimmerleinstag nachvollziehen lassen. Dazu gibt es neben dem VDH viele alte Zuchtverbände, deren Zuchtbücher sehr weit zurückreichen.

    Und um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Für mich ist ein Hund ein Rassehund, wenn er aus zwei Elterntieren abstammt, die der gleichen Rasse angehören und selbst reinrassig sind, egal ob und welche Papiere er besitzt. Da kann der VDH behaupten was er will. Denn der VDH ist kein Monopolträger, der bestimmen darf, was reinrassig ist und was nicht. Auch wenn er das vielleicht gern wäre.

    zum 1. Mein Lieblingssatz im Forum: "Ich kenne einen/mehrere usw. usf."
    Ohne Nachweis/Quellenangabe sind das Behauptungen/Unterstellungen. Pure Lippenbekenntnisse - keine Tatsachen.

    zum 2. Beispiele - Quellenangaben? Bei welchen Zuchtverbänden in Deutschland lassen sich die Eintragungen in den Zuchtbüchern 100 Jahre und länger zurück verfolgen.
    Bis jetzt nur eine Behauptung.

    zum 3. Und wieder nur eine Behauptung und Unterstellung.
    Wenn überhaupt jemand die Rassereinheit definieren kann, dann ist es die FCI. Der VDH maßt sich nicht an, über Rassereinheit zu "bestimmen".
    Geh´ auf die VDH Homepage und lies mal selber. Dort steht als Empfehlung für Welpenkäufer nur der Satz, Zitat: "Wer auf der sicheren Seite sein will, kauft beim FCI/VDH Züchter (sinngemaß zitiert)".

    Ich sitze nun nicht "breit grinsend" vor dem PC, sondern "kopfschüttelnd" über soviel Ignoranz und Unwissenheit und die Unverfrorenheit, dieses auch noch öffentlich zu verbreiten.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs