Habe ich irgendwo geschrieben, daß Hunde im Stall aufwachsen?
Ich spreche jetzt von den Züchtern, die ich kenne.
Die Welpen werden im Haus, meist im Schlaf- oder Wohnzimmer, geboren. Da leben sie, bis sie der Wurfkiste entwachsen sind und die Welt erkunden wollen und müssen.
Ab diesem Zeitpunkt ziehen sie entweder in einen speziell für sie eingerichteten Raum mit Zugang zum Welpenauslauf im Garten oder in ein Welpenhaus. Ebenfalls mit Welpenauslauf.
Das heißt nicht, daß sie nicht zeitweise umschichtig auch in die Wohnräume kommen. Sie erleben da Haushaltsgeräusche, aber nicht permanent.
Ich würde keinen Züchter als nicht verantwortungsvoll bezeichnen, der seine Wohnräume nicht von einem 10er Wurf vollgepieselt und gekackt bekommen möchte.
Das Befördern von ungeimpften Welpen zum TA, empfinde ich nicht als verantwortungsvoll und auch nicht besonders förderlich.
Zitat
Bevor ich mit der Zucht begonnen hatte, habe ich lange und ausführliche Gespräche mit einer Tierpsychologin gehalten, die damals "Patientin" in der TA-Praxis war, in der ich gearbeitet habe.
Sie erzählte mir, daß es gerade bei großen Rassen wichtig sei, diese nicht vor der 12ten Woche abzugeben, weil eben diese Spätentwickler sind und mindestens bis zur 12ten Lebenswoche die Hundesprache von Mama und den anderen Althunden beigebracht bekommen. Sie hatte viele Hunde in ihrer Praxis, die mit der 8ten Woche abgegeben wurden und einfach nicht "hündisch" sprachen. Diese hatten dann die verschiedensten Probleme.
Wobei ich auch zum Beruf der Tierpsychologin/en so meine Meinung habe. Ein "Studium", was sogar per Fernlehrgang absolviert werden kann und bei dem als Voraussetzung, Berufe wie Tierpfleger oder Hundetrainer "empfohlen" werden, läßt mich doch etwas an der Kompetenz der Person zweifeln.
Ich selbst habe im Laufe der Jahrzehnte 8 Neufundländerwelpen aufgezogen, ich kannte und kenne unzählige Hunde, die im Alter von 8 Wochen plus 1 Tag ins neue Heim kamen, ich selber hatte/habe keinen und ich kenne auch keinen, der nicht hündisch sprach.
Darunter ist sogar die Mehrzahl der Hunde als Einzelhund aufgewachsen. Es liegt wohl nicht am Abgabealter des Hundes, wenn er die Hundesprache nicht versteht, sondern am Umgang seines Halters mit ihm.
In jeder Welpenstunde, bei jedem Spaziergang lernt der Kleine hündisch, wenn man ihn läßt.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs