ZitatIch bin auch der Meinung, daß es gerade einem ängstlicheren unsichereren Welpen nur gut tun kann, wenn er möglichst viele Erfahrungen in seinem gewohnten vertrauten Umfeld machen kann, um dann, wenn er mehr Selbstbewußtsein erlangt hat, Neues zu erkunden.
Übrigens stimmt das definitiv NICHT:
Schon Aldington konnte feststellen, daß das Umfeld enormen Einfluß auf die Entwicklung des Welpen hat. Ein Welpe, der in dem einen Umfeld der totale Looser ist, total unterwürfig und ängstlich, kann sich innerhalb kürzester Zeit in einem anderen Umfeld zu einem draufgängerischen Rüpel entwickeln. Wovon zig Menschen berichten können und was zudem immer wieder wissenschaftlich belegt wird.
Ein Welpe lernt durch seine Erfahrungen, die er macht. So wird es z.B. einem draufgängerischen Welpen gut tun, wenn er von der Mutter und auch von seinen Geschwistern immer mal wieder einen auf den Deckel kriegt. Einem ängstlichen Welpen wird es gut tun, wenn er in der Vertrautheit der Familie neue Erfahrungen machen kann und nicht draußen auf sich alleine gestellt ist. So kann es gerade auch bei nem selbstbewußten Welpen nach hinten los gehen, wenn er schon ab der 8. Woche die Erfahrung macht, daß sich alles nur um ihn dreht. Man muß immer abwägen, aber da für mich nur ein verantwortungsbewußter wirklich fähiger Züchter in Frage kommt, werden meine zukünftigen Welpen immer eher länger bei ihrer Familie bleiben dürfen. Ein verantwortungsvoller Züchter wird sich auch um jeden Welpen einzeln kümmern und ihn fördern. Auch wenn es viel Zeit erfordert und stressig ist, aber nur das macht ihn in meinen Augen zu einem ordentlichen Züchter...
Was für neue Erfahrungen macht in der Regel ein Welpe in seinem gewohnten vertrauten Umfeld?
Keine. Er ist von immer den gleichen Hunden und Menschen umgeben. Im Idealfall ein Rudel bestehend aus alten und jungen Tieren. Oftmals hat er aber nur seine Mutter.
Wieviele Züchter nehmen ihre Welpen mit ins Haus, damit sie den alltäglichen Betrieb eines Haushaltes kennenlernen? Wenige.
Hast Du schon mal einen Züchter erlebt, der sich mit 12 - 13 Welpen z. B. zum TA begibt? Na gut, vielleicht einen Chi Züchter, aber mit Sicherheit keinen Großhunde Züchter.
Ich könnte noch lange aufzählen, ich finde keine neuen Erfahrungen im gewohnten vertrauten Umfeld.
Ich habe Aldingtons Bücher auch in Besitz und gelesen. Der Spruch: "Umfeld prägt den Menschen", ist schon vor Aldington auf den Hund erweitert worden. Buchtipp: Konrad Lorenz - Das sogenannte Böse
Wenn Du meine Bemerkungen richtig gelesen hättest, wäre Dir klar geworden, daß sie sich auf das Abgabe Alter des Welpen bezogen und nicht auf die Entwicklung eines Hundes.
Nun, ob ein Züchter bei einem 12er Wurf jeden einzelnen Welpen fördern kann, laß ich mal dahin gestellt sein, kümmern wird er sich um jeden. Denn machen wir uns nichts vor, ob er nur kostendeckend züchtet oder doch einen Gewinn heraus wirtschaftet, da läuft bares Geld rum.
Es mag ja jeder händeln wie er will. Der eine möchte einen älteren Welpen, der andere mag seinen Welpen so früh wie möglich.
Ich nehme nur Welpen in der 9. Lebenswoche, denn ich stehe auf dem Standpunkt, ich versau mir meinen Hund alleine.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs