Beiträge von Quebec

    Wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, den Mops mit den Molossern zu vergleichen erschließt sich mir nicht. Weil er ebenfalls einen kräftigen Körperbau hat und etwas gelassener ist, als die meisten anderen Kleinhunde?

    Zitat


    FCI-Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde
    Sektion 11 Kleine doggenartige Hunde.Ohne Arbeitsprüfung.

    http://www.hundund.de/rassen/franzoesischebulldogge/

    In der Sektion 11 sind der Mops, die französiche Bulldogge und der Boston Terrier gelistet.

    Wenn Du dir die Mühe machst und die Geschichte dieser drei Hunderassen nachliest, wir dir klar, warum sie als doggenartige zu den Molossern gezählt werden. Es sind morphologische Merkmale, die diese Rassen als zu den Molossern gehörig identifizieren.

    Vor der 1987 beschlossenen Nomenklatur der Hunderassen, gehörte z. B. der Neufundländer in die FCI Gruppe 9. Niemand wird heute bezweifeln, daß diese Rasse morphologisch zu den Molossern gehört.

    Ich sage nur, er könnte seine Rolle als Dachverband deutlicher nutzen (>-Medien), damit Neu-Hundekäufer eben NICHT auf die Grabbeltischwelpenzüchter reinfallen.

    Der VDH hat eine recht erfolgreiche "Keine Wühltisch-Welpen" Aktion.

    Was wir alle zu bemängeln haben ist, daß er nicht mehr und deutlich auf die Problematik der Brachycephalie aufmerksam macht. Das wurde hier vor vielen Seiten schon mehrfach erwähnt.

    Hä?

    Es ging in der Diskussion doch um den VDH, unter dessen Schirmherrschaft auch brachycephale Hunde gezüchtet werden und die Begründung war, man kann den Kennel Club nicht ändern usw. darauf bezog sich mein "Nur weil man die anderen nicht ändern kann, muss man selbst nicht dabei mitmachen.". Damit war also der VDH gemeint, mit dem ich im Übrigen überhaupt kein Problem habe, auch wenn du mir das unterstellst, sondern irgendwie nur in diesem Bereich...

    Dann tut es mir leid, deinen Satz habe ich nicht mehr im Bezug zu Crufts und VDH gesehen.

    Aber, ich sehe ja so gut wie nie ins Facebook rein, daher weiß ich nicht, welche Filme von der Crufts der VDH zeigt.

    Bringt er den explizit Vorführungen von brachycephalen Hunderassen auf seiner Facebook Seite?

    Ich kann die anderen vielleicht nicht ändern, aber ich muss deshalb nicht dabei mitmachen.

    Wer macht dabei mit?

    Bin ich Mopszüchter oder Halter, sind die Mehrheit der Schreiber hier Züchter und Halter von brachycephalen Hunden?

    Und wo machst Du dabei nicht mit?

    Wahrscheinlich, weil Du keinen Hund aus VDH-Zucht hast, fühlst Du dich reingewaschen. Oder irre ich mich?

    Wer sich nur an Hand von Filmausschnitten oder Fotos, selbst Hundeausstellungen nur über eine Hunderasse informioert, der will wahrscheinlich gar nicht mehr darüber wissen.

    Dabei ist es heute so leicht sich intensiv mit Zucht zu beschäftigen, sich zu informieren, auch über Krankheiten der Tiere, wie noch nie.

    Daß das nicht getan wird, Brachycephalie zum Teil schön geredet wird, von Haltern und Züchtern, ist nun nicht unbedingt Schuld des VDH, auch wenn er Ausschnitte der Crufts zeigt.

    Aber, wenn man den VDH als Ursache allen Übels ansieht, dann ist hier ja eigentlich jedes Wort dagegen müßig.

    Man hat sein Feindbild gefunden und die Welt ist in Ordnung. Schade, diese Einseitigkeit.

    Im Gegensatz dazu bewirbt der VDH auf seiner Facebookseite mit vielen Einträgen die Crufts....
    Tja.

    Die Crufts ist nun mal die größte Hundeschau der Welt. Trotz aller Kritik sollte man nicht vergessen, daß die überwiegende Mehrheit der gezeigten Rassen keine Qualzuchten sind.

    Überspitzt gesagt, wegen 5 faulen, werfe ich keinen Zentner Äpfel weg.

    @Patti

    Den Britischen Kennel Club als Ausrichter der Crufts interessiert die Kritik oder der Hinweis auf gezeigte Qualzuchten herzlich wenig, zumal, wenn das aus dem Ausland kommt.

    2008 hat die BBC sich geweigert die Crufts, wegen der gezeigten Qualzuchten, weiter zu übertragen. Selbst das hat die Briten nicht gestört und Eukanuba übernahm die Übertragung. Inzwischen läuft es auf You tube.

    Eine Abgrenzung des VDH würde auch in Deutschland wenig bis gar keinen Erfolg bringen. Die Crufts ist doch vorwiegend in Züchter- und Ausstellerkreisen bekannt. Ein Hinweis auf die Qualzuchten, die ja bei uns auch ausgestellt werden, ist da unsinnig.

    Und solange die Zucht des brachycephalen Hundes nicht per Gesetz verboten wird, kann diese Zucht auch seitens des VDH nicht verboten werden, das Ausstellen auch nicht.

    Achso. Der VDH als großer Dachverband hat ja eh keine Kompetenz, ich vergaß. Na dann ist ja alles in bester Ordnung.

    Der VDH ist der Dachverband in Deutschland und ja, er hat in England bzw. Groß Britannien keinerlei Kompetenz.

    Falls Du fragen möchtes, nein , auch die FCI hat dort keine Kompetenz, da der KC (britische Kennel Club) kein Mitglied, sondern nur ein Assoziationspartner ist.

    @Patti

    Als "arm" würde ich den Cocker nun nicht unbedingt bezeichnen, die Länge seines Fells ist natürlich Geschmacksache, mir gefällts auch nicht, aber, da er ja seiner Bestimmung, Jagdhund, im Leben nicht mehr nachgehen muß, ist dieser Behang auch keine Qual. Oder würdest Du auch sagen, der Pudel bei den Crufts Winnern war "gequält" weil seine Löwenmähne extrem lang und buschig war? Mit diesem "Krönchen" wäre der Wasserhund abgesoffen.

    Es werden doch seit vielen, vielen Jahren Hunde nicht mehr für ihre ursprüngliche Verwendung gezüchtet. Wie auch, wir sind keine Jäger und Sammler mehr. Die kleine Gruppe, die noch einen Hund für die Jagd braucht, ist doch kaum der Rede wert. Und dennoch werden Jagdhunde gezüchtet, ihnen ihre "Bestimmung" per Antijagdtraining aberzogen.

    Wieviel Hütehunde hüten noch, wieviele klassische Hofhunde bewachen noch, wieviele Arbeitshunde, Berner Sennen, Rottweiler, Neufundländer müssen heute noch Lasten ziehen?

    Hundeausstellungen zeigen bei vielen Rassen den derzeitigen "Modetrend" und ehrlich, so lange das nur die "Frisur" betrifft, ist es mir herzlich egal. Fell kann ich schneiden, ohne dem Hund Schmerzen zuzufügen, deformierte Körperteile nicht.

    Quebec, es geht mir gar nicht primär um den Chi im Detail. Es geht darum, was aus dem Bild, was durch die Medien geprägt wird, gemacht wird.
    Und ja, ich habe verstanden, dass der eine Verband Rassestandards festlegt, der andere Verband Zuchtstandards. So hat sich jeder seine Nische aufgebaut und kann bei Kritik immer mit dem Finger auf die anderen zeigen. Schon klar. Sowas ist ha auch in Stein gemeisselt und niemals nicht veränderbar. Und schon ist eine Diskussion darüber obsolet - weil Bestimmungen hier und Standards da....

    Den Rassestandard legt kein "Verband" fest, sondern der RZV aus dem Land aus dem die Hunderasse stammt oder der das Patronat übernommen hat, wenn es keinen entsprechenden RZV im Herkunftsland gibt.
    Der Rassestandard beschreibt nur in Worten das Erscheinungsbild einer Rasse, den Phänotyp, das Wesen und Fehler, die diese Rasse nicht zeigen sollte. Der Rassestandard beschreibt also nur, wie ein Deutscher Schäferhund, ein Whippet oder ein Kangal aussehen soll. Wie die Zucht geregelt wird, steht dort mit keinem Wort.

    Der "Verband", bei uns der VDH gibt eine Rahmenzuchtordnung im Abgleich an die Zuchtordnung der FCI (Weltverband) heraus. Auch hier dürfen schärfere Maßnahmen greifen, aber die FCI-Zuchtordnung nicht unterschritten werden.
    Die RZV geben sich Zuchtordnungen, die sich im Rahmen der VDH-Zuchtordnung bewegen müssen. Die ZO regelt die Bedingungen unter denen gezüchtet werden darf. Darunter welche Formalitäten ein zukünftiger Züchter einhalten muß, wie die Zuchtstätte beschaffen sein soll, welche Untersuchungen etc. vorgenommen werden müssen, evtl. wieviele Ausstellungen, ab wann und wielange Hunde in die Zucht dürfen, wie oft und in welchem Abstand Hündinnen belegt werden dürfen, wann, wie oft der Zuchtwart kommen muß und verschiedenes mehr.

    Beides sind zwei paar Stiefel und ergeben daher keinen Grund, daß ein "Verband" auf den "anderen Verband" mit den Fingern zeigen könnte.