Beiträge von Patti

    Doch, natürlich ist das in dem Fall durch den Wolf verursacht. Weil ohne ihn war das nicht nötig.

    Der Wolf hat sich hingesetzt, sich mit seinem Kumpels beraten und dann sind sie gemeinsam zu dem Entschluss gekommen: Dem Menschen, dem zeigen wir es jetzt, jetzt fressen wir dem die Viecher weg, damit der Ausstirbt. ???

    Oder ist die Ursache 20 Menschen hinter einem Schreibtisch die sagten: "Wolf, och Wölfe sind niedlich. In Tierdokus sehen die ganz putzig aus. Die will ich auch in D."

    Wolf oder Mensch? Wer hat das Problem verursacht? Und ich verweise hier gerne auf das Wort "Ursache"?

    Und der Wolf ist glaube ich die unschuldigste Partei von allen. Wenn dich jemand zu sich nach Hause einlädt und dich an einen gedeckten Tisch setzt, möchtest du doch auch nicht, das man sagt: "Ja, der war es. Der hat die Lammkeule gegessen." Und dann noch mit dem Finger auf dich zeigt.

    Ähm, in der Form durchaus die zweite Variante, aber ich muss gestehen - ich verstehe irgendwie nicht, worauf du hinaus willst. Ich versteh dich grad nicht :ka:

    Ist mir echt unklar, wie sich Menschen so verhalten können.

    Wenn ich irgendwo lang laufe und das ist gesperrt /gesichert/beschriftet dann gehe ich woanders entlang. Dieses: meine Befindlichkeiten haben vor allen anderen Vorrang geht mir tierisch auf die Nerven.

    Ja, das ist nervig.

    Ich fürchte aber, das IST heutzutage einfach so. Das IST die Realität. Und deswegen bin ich ziemlich sicher, dass dieses unbeschränkte "Wolfsmanagement" (errechnet theoretisch max. 4.000 Wölfe in D) im Leben nicht funkionieren wird. KANN gar nicht.

    Das ist alles lieb und nett - so aus der Ferne betrachtet, wenn einen die Auswirkungen nicht direkt betreffen. Aber ich sagte ja schonmal: wenn sich das erste Wolfsrudel in Hannover in der Eilenriede angesiedelt hat, dann ist Schluss mit lustig. Weil DANN auch der urbane Raum direkt betroffen ist.

    Es gibt keine Lösung, fürchte ich. Es ist einfach einer der Fälle von "Der Wolf kommt, die Artenvielfalt geht mit den Weidetieren", die sich in den nächsten Jahren häufen werden.

    Wenn ich alleine daran denke, wie viele kleine Paradiese ich in 40 Jahren Draußen-Pferdehaltung rund um die Offenställe von Freunden und Bekannten habe entstehen sehen, so mit selbstgepflanzter und - gepflegter Hecke rundum und Schwalben im Stall, wird mir ganz flau. Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir alle vor derselben Entscheidung stehen wie dieser Bauer.

    Nein, es gefällt mir nicht (siehe oben), aber ich muss dir zustimmen. Leider.

    Ich wollte schon vor Tagen eigentlich nachfragen, warum das so sein sollte, habs aber gelassen, weil ich die genannten Reaktionen eigentlich schon erwartet habe. Und jetzt tu ich es dennoch: "Kurti", der Menschen und ihren Behausungen deutlich zu nahe kam und keine Scheu mehr gezeigt hat (außer bei den Vergrämungsaktionen), wurde erst mit Vertreibungsversuchen versucht, auf Linie zu bringen, dann erschossen, weil es zu gefährlich für Menschen und deren unmittelbare Haustiere wurde. Also eigentlich genau das Vorgehen, das im verlinkten Artikel für diese polnische Region (der Wolf steht dort auch unter Schutz) beschrieben ist.

    Aber hier im Thread wird das so hingestellt, als seien die deutschen Entscheider alle eigentlich doof und naiv. Dabei würde ein Wolf oder mehrere, die mehrfach innerörtlich Menschen bedroht, Hunde gerissen oder schwer verletzt haben, auch hier bei uns geschossen werden.

    Naja, es gab bei "Kurti" ja einige Geschehnisse am Rande, die mehr als denkwürdig waren. Der Name des Hundebesitzers, dessen Hund gebissen wurde, wurde in einer bestimmten "Pro-Wolf-Gruppe" öffentlich gemacht und der Hundebesitzer wurde gestalkt und beschimpft. Der hat letztendlich deshalb den Wohnort gewechselt.

    Genauso bescheuert ist das doch mit dem Rodewalder Rudel. Klar, da gibt es eine Abschussgenehmigung. Und die wird ja nicht ohne Grund erteilt. Da gibt es aber wieder eben diese Pro-Wolf-Gruppe, die den Abschuss verhindern will.

    "...Man trifft sich regelmäßig, um mit Nachtwanderungen durch das Revier die Wölfe in Deckung zu treiben und eine sichere Jagd zu sabotieren. Neben dem Schadensersatz für das gerissene Vieh, den das Land leisten muss, treiben sie so auch die Kosten des Einsatzes in die Höhe – zu Lasten aller Steuerzahler." (Zitat https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/a…t;art309,197070 )

    Bei "Kurti" war das noch relativ einfach. Bei dem neuen Fall Rodewalder Rudel gestaltet sich die Umsetzung offensichtlich sehr schwierig - alleine die Tatsache, dass die Jäger, die dafür eingesetzt werden, anonym gehalten werden müssen, damit sie und ihre Familien nicht bedroht werden, spricht doch Bände. Wo sind wir denn??

    Also bei den Kommentaren ist ja wieder die creme de la creme der Vollidioten unterwegs (und zwar in beide Richtungen). Ist ja kaum ein vernünftiger Kommentar drunter.

    Keine Ahnung, ich lese die Kommentare nicht.

    Die ändern ja nichts an der Tatsache, dass das im Link beschriebene genau das ist, was hier immer wieder gesagt wird - Weidehaltung wird in vielen Gebieten nicht mehr möglich sein, weil sich das keiner mehr antut.


    Und hat keine Ahnung davon, wie mühsam Zaunbau sein kann und mit welchen bürokratischen Hürden er verknüpft ist.. Ganz zu schweigen davon, dass Nutztierhaltung im Neben- und Haupterwerb am Ende des Tages kein reines Minusgeschäft sein darf. Und wenn Schaf- und Mutterkuhhaltung in Extensivbeweidung ohne Wolf schon kaum Gewinn abwerfen, dann wird ein theoretischer wolfssicherer Zaun (der in aller Regel gar nicht gebaut werden darf) , der pro Hektar nochmal xxx € zusätzlich kostet, zum entscheidenden Zünglein auf der Waage. Dann ist der Betrieb nicht mehr überlebensfähig und muss dicht machen. Nicht betroffen sind die Mutterkühe, die in Ställen mit Kunstlicht aufwachsen und deren Kälber nie was anderes als gefilterte Luft aus der Lüftungsanlage schnuppern.

    Ich empfinde es hier auch so, dass man keinerlei andere Meinung haben darf, als es die Masse der Gegner hat. Sobald man in einem Punkt abweicht, wird sofort gefordert, dass man Lösungen präsentieren soll und wenn man das (verständlicherweise) nicht hat, wird man als "Stadtkind" diffamiert. Egal, was man ansonsten noch sagt.

    Mogambi (?) hat zum Beispiel mehrfach betont, dass sie dafür ist, den Wolf bejagen zu dürfen. Trotzdem wird sich bei ihr ausschließlich auf die Punkte gestürzt, die "pro Wolf" sind bzw. die Fragen stellen, was Nutztierhalter tun können. Da heißt es dann gleich: was ist denn dein Vorschlag, man kann ja nix nix nix machen und ist allem komplett ausgeliefert.

    Mag sein, dass das so ankommt. Das hat vielleicht einfach damit zu tun, dass man - bevor man sich in eine solche bestehende Diskussion einklinkt - sich in diese etwas mehr einlesen sollte.

    Hier hat Chris lange Zeit mitgepostet - und die arbeitet mit HSH an ihren Rindern. Die hat das Ganze mal aus ihrer Seite beschrieben - mit dem ganzen Rattenschwanz, den das nach sich zieht. Auch bezüglich der Zäune. Und auch, welchen Arbeitseinsatz sie da letztendlich leistet.

    Und wenn jetzt jemand in diese Diskussion einsteigt mit der Aussage "bisschen Zäune, bisschen mehr Einsatz bitte, alles easy" - ja ehrlich, dann kann einem schonmal der Puls kurzzeitig auf 180 hochspringen. Warum macht man sich nicht die Mühe, hier mal ein bisschen im Thread zu stöbern? Ist doch alles nachzulesen.

    Und ja - unterm Strich bleibt doch die Frage, was die Nutztierhalter tun können!

    Und ja, natürlich erwarte ich von jemandem, der die Nutztierhalter kritisiert, praktikable Vorschläge, wie sie es denn ändern können. Was denn sonst?