Beiträge von Patti

    Könnte durchaus Wolfslosung sein.

    Und da mein sarkastischen Unterton hier kritisiert wurde: ja, verstehe ich. Aber hier redet jemand von den dünn besiedelten Flächen, die ja für Wolfspopulationen toll wären, scheinbar ohne zu wissen, dass dort schon seit etlichen Jahren Wölfe leben und genau dort (obwohl so dünn besiedelt) die Probleme immer größer werden. Was soll man dazu noch sagen?

    Wohin denn? Wild geht doch immer dort hin, wo es etwas zu fressen findet; ganz global betrachtet. Und genau dort hin folgen auch die Jäger. Und das ist in D nun einmal die Siedlungsnähe. Völlig unabhängig davon, ob sie dort auch noch obendrein ein Quäntchen mehr Sicherheit finden, weil Mensch ganz sicherlich nicht den Wolf in seinen Vorgärten dulden wird.

    So generell ist diese Aussage doch wirklich Unsinn. Es gibt zum Beispiel den Pfälzer Wald mit rund 1700km², den Nationalpark Eifel mit 10700ha, grad in Süddeutschland und auch in Ostdeutschland gibt es viele dünn besiedelte Regionen, selbst das Ruhrgebiet hat größere Flächen zu bieten: https://www.wildes-ruhrgebiet.de/news/ruhrgebie…ind-wolf-hurra/

    Ja, Herzchen. Gerade in Ostdeutschland - wie du schon bemerkt hast - gibt es dünn besiedelte Flächen. Da LEBEN übrigens auch schon Wölfe. Und gar nicht mal so wenige... https://www.wolf.sachsen.de/wolfsvorkommen…chsen-4342.html

    Und genau deshalb kommt es da vermehrt zu Problemen. Weil: Wölfilein bleibt eben nicht - wie in "schlaue Buch geschrieben" im Wald. Wölfilein ist cleverer - Wölfilein geht nämlich dahin, wo er immer Fressbares findet. In menschliche Nähe.

    Niedersachsen (Lüneburger Heide) ist übrigens auch sehr dünn besiedelt. Alleine in unserem Landkreis gibt es inzwischen 7 Rudel. Führt auch immer mehr zu Problemen. Was willst du uns jetzt sagen?

    Wenn Wölfe regelmässig dicht in menschlicher Umgebung jagen (sprich: hinterm Vorgarten oder durchs das Dorf traben) soll das ein "normaler Zustand" sein, an den ich mich gewöhnen soll? Geht es noch?? Schon mal überlegt, was das für Folgen für die dort Lebenden hat? Kann ich mit meinem Hund noch spazieren gehen? Könnte ich abends noch ne Gassi-Runde gehen oder muss ich erst checken, ob Wölfe anwesend sind? Hallo? Das sind Wölfe. Raubtiere! Ziemlich intelligente dazu. Die sich problemlos anpassen. Und die sollten lernen, dass es keine gute Idee ist, sich menschlicher Umgebung zu nähern - auf KEINEN Fall. Sonst wird das eh nix mit dem Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf.

    Da helfen auch keine tollen Zitate und Beobachtungen aus irgendwelchen schlauen Büchern, die ganz andere Bedingungen beobachtet haben.

    Meine Herren....:doh:

    Nach inzwischen 35 Jahren Pferdehaltung kann ich nur sagen: Es gibt nicht DIE perfekte Pferdehaltung.

    Irgendwelche Kompromisse muss man immer eingehen.

    Ich habe von eigenem Stall mit 40 Boxen, danach Selbstversorger (insgesamt max 8 Pferde im Stall) bis hin zu Vollpensionsstall alles durch und eins weiß ich: Es kommt vor allem auch auf das Pferd an und auch darauf, was man mit dem Pferd machen will/kann.

    Mit meiner Stute, bin ich wegen einer Sehnenverletzung vom Vollpensionsstall (halbtags Weide) wieder in einen Selbstversorgerstall gewechselt - dort haben wir die Pferde morgens rausgebracht (kleine Gruppe, 4 Pferde) und abend wieder reingeholt, im Sommer waren die auch 24 Stunden draußen - die Pferde hatten Paddockboxen. Das war in dem Moment - für mein Pferd - das Beste.

    Nachteil: es gab keinen Reitplatz, man konnte wirklich nur ins Gelände. Für meine alte Stute war das ok, die war damals schon 21 Jahre alt - da muss tägliches Dressurreiten und Kringeln auf dem Platz nicht mehr zwangsweise sein, da reicht auch 3 x die Woche sinnig im Gelände reiten.

    Nach ihrem Tod habe ich mir einen 9 jährigen P.R.E. geholt. Den hatte ich auch erst ein Jahr dort so stehen - das Problem: für den ist 24h Weide einfach nicht gut - der wird schlicht zu fett und das ist ungesund. Dazu kommt noch: ein 9jähriges Pferd hat einen anderen Bewegungsdrang, der möchte auch gerne nochmal etwas tun. Das war in dem Stall nicht möglich, wenn du im Winter abend um 18.00 in den Stall kommst, Box machen, Paddock abäppeln, Weiden abäppeln, Wasser vorbereiten (Eis wegkratzen), Heunetze vorbereiten und aufhängen. Da war dann nix mehr mit reiten - und das war für uns in dem Fall mit DEM Pferd suboptimal.

    Also bin ich wieder in einen Stall mit Halle und Reitplatz und Vollpension gewechselt. Dort kommen die Pferde im Sommer tagsüber raus (früh morgens bis ca. 17.00 Uhr), im Winter kommen sie in kleinen Gruppen halbtags auf Paddocks. Mein Pferd hat deutlich abgenommen, ist ordentlich bemuskelt, da ich ihn täglich reiten und ist viel fitter.

    Man muss halt sehen, was man will und was für das jeweilige Pferd am besten ist.

    Und Nachtrag:

    Zitat:

    "Dem Protokoll zur ersten Überprüfung der Gefährlichkeit

    von "Z." vom 6. Februar 2018 lässt sich zwar entnehmen, dass die ermittelnde

    Polizistin eine weitere Arbeit des Tieres im Hundeverein zu dessen Auslastung für

    sinnvoll hielt. Dem Protokoll lässt sich hingegen auch entnehmen, dass "Z." eine ausgeprägte

    Territorialaggression zeigte, er sich auch nach längerer Zeit nur geringfügig

    beruhigte und eine geringe Frustrationstoleranz hatte. Eine beabsichtigte Kontaktaufnahme

    mit dem Hund außerhalb des Zwingers hielt der Antragsteller für nicht möglich,

    so dass sie unterblieb."

    Aus dem ersten Beschluss.

    Der Antragssteller ist der Hundebesitzer. Wenn der doch eine Kontaktaufnahme mit dem Hund außerhalb des Zwingers für nicht möglich befindet, spricht das doch schon....Bände.

    Ganz ernsthaft.

    Naja,

    Thomas Baumann bescheinigt jedenfalls dass keine Verhaltensstörung vorliegt, das Zeus eine konditionierte Leinenaggression hat (ohne Leine brav und umgänglich)

    Genau das bezweifelt das Gericht ja, auf Grund der Tatsache, dass der Hund auf dem Grundstück ja ohne Leine lief, aber massiv gegen das Tor gesprungen ist, bis es aufging. Das ist schon durchaus ne andere Nummer als reine Leinenaggression.

    Und ja, auch Herr Baumann ist nur ein Mensch. Sollte man auch berücksichtigen....