Die fehlende Lobby, nehme ich an. Ich bezweifle, dass er viele Birkhuhnromantiker gibt....
Glaubst du etwa, die bösen Wolfsromantiker sind verantwortlich für nationales und europäisches Artenschutzrecht, inkl. Vogelschutzrichtlinie (!) und FFH-Richtlinie? Und wie kann es nach dieser Logik sein, dass z. B. das Birkhuhn ebenso streng geschützt ist wie der Wolf?
Im Naturschutz kann es immer wieder Zielkonflikte geben, das ist bei komplexen Themen ganz normal. Davon abgesehen ist das Beschwören der Auslöschung aller anderen Arten durch den bösen Wolf totaler Quatsch und vollkommen übertrieben. Ich hab ja in diesem Thread schon gelesen, dass der Wolf sogar an Maiswüsten schuld sei ... Träumt weiter. Das hat wirklich ganz andere Gründe und ist ein sehr komplexes Problem, da ist e natürlich viel einfacher, auf den bösen Wolf und die doofen Wolfsromantiker zu schimpfen. Ich find's ja immer ganz putzig, wie beim Thema Wolf plötzlich immer alle ihr ganz großes Herz für alle anderen geschützten Arten entdecken - das ist so ähnlich wie die plötzlich zahlreichen Fledermaus- und Naturfreunde bei großen Bauprojekten.
Ja, so kann man die Realität auch verdrehen.
Fakt ist doch, dass in den ganzen tollen Vorgaben "man müsse nur ordentliche Zäune bauen oder x HSH anschaffen" ein wesentlicher Faktor völlig aussen vor gelassen wird, und das ist der Mensch selber. Und der einzelne Mensch wägt ab und entscheidet für sich.
Wenn ich ein Hobby habe, was monatlich 300€ kostet und dies nun plötzlich 800€ monatlich kosten soll, ja dann geb ich das Hobby auf. So einfach ist das. Das ist nunmal die Realität. Und bei Tierhaltung (Schafe, Ziegen, Pferde etc) hat das andere Auswirkungen als beispielsweise bei Tischtennis. Bei Weidetieren ist immer die Landschaft involviert. Und natürlich wird sich diese dann ändern, wenn es weniger Weidetiere gibt.
Was ist daran nicht zu verstehen?