Beiträge von Patti

    Ich komme immer wieder auf den Standpunkt zurück: wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.

    Im Pensionsstall, wo mein Pferd steht, sind 10 ha Weide für die Pferde zur Verfügung. Dies "wolfssicher" einzuzäunen würde gut und gerne 55.000 € kosten. Dazu ist das teilweise noch Pachtland.

    Jetzt mal ganz ernsthaft: WER bitte, glaubt ernsthaft, dass das vom Stallbesitzer (25 Pferde) leistbar ist? Das ist schlicht und einfach unmöglich.

    Wer Wölfe hier in dem Maße will, ja, der soll halt auch mal in die Tasche greifen. Im Moment ist es ja so, dass die Tierhalter die Suppe auslöffeln müssen, die andere ihnen einbrocken (die es putzigerweise überhaupt nicht betrifft!).

    So ne "Natursteuer" wäre doch ne feine Sache. Pro Kopf 250 € im Jahr - dann wollen wir mal sehen, was dann passiert.

    Lebensräume verändern sich, Arten sterben aus, ist so und schon immer so gewesen. Nein, das ist keine Katastrophe. Und warum ihr da jetzt den Wolf mit reinbringt? Um den geht's mir gar nicht, sondern um die Argumentation, wenn die Heide nicht mehr beweidet wird verwaldet die und "das darf nicht sein!". Warum darf das nicht sein? Für die Umwelt wäre das nun keine Riesenproblem. Hab jetzt aber auch keine Lust, noch weiter zu diskutieren.

    Die Heide ist schlicht ein Beispiel - und zwar ein recht praxisnahes - für das, was in einem Habitat passiert, wenn man die Wolfsverbreitung weiterhin so zulässt. Das ist dann auch erstmal nicht mehr reversibel.

    Das nächste Beispiel wäre ja die Weidewirtschaft.

    Die würde ja auch weniger werden, weil sicherlich viele Tierhalter einfach aufgeben würden. Und die Weiden werden dann halt anders genutzt - erfahrungsgemäß gehen die dann in die Landwirtschaft und da werden dann Felder draus.

    Hab ich irgendwo was von aufforsten geschrieben? Nein, hab ich nicht. Es wäre aber auch nicht die Katastrophe, wenn sie verschwinden, die von manchen daraus gemacht wird.

    Natürlich wäre es für die dort lebenden Tiere eine Katastrophe! Viele davon haben sich auf dieses Habitat seit Jahrhunderten spezialisiert und eingestellt. Und ich frage gerne nochmal: warum ist das Birkhuhn weniger wert als der Wolf?

    Nun, ich finde, dass was Zurimor betreibt, ist "Einäugigkeit". Dabei wird halt immer nur eine Seite eines Problems beleuchtet. Zusammenhänge erkennt man auf diese Art und Weise der Betrachtung halt nicht.

    Abgesehen davon merkt man deutlich, dass es sich hier um jemanden handelt, der nix aus der Praxis beizutragen hat. Die Vorschläge, die kommen, sind ja auch fernab jeder Realität.

    Patti Wir hatten es auch schon vor ein paar Seiten, daß sich das auf die Heideflächen bezog. So von wegen lesen und verstehen. Und doch, es hat einen Einfluß und es geht um jedes Miligrad, von wegen Kipppunkte.

    Ja eben. Es geht um die Heideflächen - innerhalb der Lüneburger Heide. Die - nebenbei bemerkt - im 19. Jhd. eine deutlich größere Fläche einnahmen - also die Heideflächen. Dass, was jetzt noch da ist, ist sozusagen ein Relikt. Und ansonsten ist das Gebiet der Lüneburger Heide immer noch eins der waldreichsten Gebiete Deutschlands.

    Nochmal jetzt: warum willst du jetzt partout die Heideflächen aufforsten?

    Es ist nun nicht so, als sei es eine Katastrophe, wenn die Lüneburger Heide verwaldet. Ist dann halt so, dem Klima würd es gut tun.

    Auch wenn manche das nicht toll fänden. Es gibt halt nicht nur die eine Seite und ein objektives "darf aus gar keinen Fall passieren, weil...", sondern hätte durchaus auch seine positiven Seiten. Auch wenn manch einer die nicht sehen will.

    Lesen und verstehen ist nicht so dein Ding, oder?

    Hatten wir das nicht vor Seiten schonmal, dass die Lüneburger Heide eins der waldreichsten Gebiete ist?

    Die paar Heideflächen, die es noch gibt, haben sicherlich keinen Einfluss auf das Klima - während diese paar Heideflächen Lebensraum für viele Tiere ist. Mehr als für Wälder, btw.

    Warum soll ich nun also Heideflächen aufforsten? In einer Gegend, die EH schon sehr waldreich ist?

    Der Wolf ist da und wird nicht wieder verschwinden, auch nicht für dich.

    Es geht doch gar nicht ums das Verschwinden des Wolfes - hast du das immer noch nicht gerafft? Es geht um ein Management, da die ungehemmte Vermehrung des Wolfes nicht funktionieren wird. Da kannst du noch so feste mit dem Fuß aufstapfen. Isso,

    Und es ist kein Unsinn, beschäftige dich mal mit Klimaschutz. Ein Wald bindet mehr CO2 und sorgt für mehr Abkühlung als z.B. Heide- oder Weidefläche.

    Also, du willst nicht nur die ganze nordeutsche Tiefebene "entvölkern", sondern auch Gebiete wie Heideflächen, Weiden und Felder abschaffen und überall aufforsten.

    Großartig. :wallbash::doh::drgreen:

    Ich sag doch, zu diesem Unsinn brauche ich gar nix sagen. Merkste schon selber, oder? :applaus:

    Daß einzelne Arten verschwinden kommt vor, ist übrigens ein völlig natürlicher Vorgang.

    Das stimmt. Und warum wäre es jetzt so dramatisch, wenn der Wolf hier im dicht besiedelten Gebiet verschwinden würde? Der ist ja noch nicht mal vor dem Aussterben bedroht!

    Das ist doch auch ein völlig natürlicher Vorgang.

    Im Übrigen wären weniger offene, freie und mehr bewaldete Flächen angesichts des Klimawandels sicher nicht das Verkehrteste, ist dann kein Artenschutz, aber Klimaschutz und ohne den werden viele Arten ohnehin aussterben.

    Diesen Unsinn lass ich mal unkommentiert stehen.