Beiträge von Patti

    Und noch nen Nachtrag zu Reitvereinen: Vereine sind ganz anders organisiert als private Betriebe. Das fängt schon beim Vorstand an, der alle 3 Jahre neu gewählt wird. Und hört dabei auf, dass Vereine auf die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder angewiesen sind, um beispielsweise das rein und rausbringen der Pferde zu organisieren etc. Muss in Zukunft der Vorstand mindestens eine Person haben, die sich mit HSH auskennt? Ernsthaft?

    Gerade in Vereinen sollen die Kinder/Reitschüler den Umgang mit dem Pferd lernen. Pferde vor dem Reiten von der Weide holen, beispielsweise. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Eltern da auf die Barrikaden gingen, wären da HSH auf den Weiden.

    Es geht doch um Herdenschutz. Natürlich haben viele Stallbetreiber nen Hund auf dem Hof. Der ist aber auf dem Hof und nicht auf den Weiden!

    Unsere Weiden fangen 200 Meter entfernt vom Hof an. Die Pferde werden morgens gruppenweise auf eine Art Ziehweg gelassen, und laufen dann selbständig zu ihrer Weide. Eine Person vom Stallpersonal fährt mit m Mofa hinterher und schliesst das Weidetor, sobald die Gruppe auf der Weide ist. Die letzte Weide ist ca 800 Meter vom Stall entfernt.

    Zwischen Hof und der ersten Weide liegt ein kleines Wäldchen (was einen anderen Besitzer hat). Du kannst also nicht vom Hof auf die Weiden sehen.

    Das ist auch der Grund, weswegen bei uns die Pferde seit 2 Jahren nachts nicht mehr rauskommen. Ist dem SB zu gefährlich wegen der Wölfe, verständlicherweise.

    Da sich die Gruppenzusammensetzung auf den Weiden immer Mal wieder ändert (weil neue Pferde dazukommen etc, oder sich bestimmte Pferde nicht in die ein oder andere Gruppe integrieren lassen - warum auch immer) kann es also gut sein, dass in diesem Jahr 4 Gruppen ausreichend sind, im nächsten Jahr müssen es aber 5 sein. Oder vielleicht auch nur 3.

    Wie soll ein SB darauf reagieren? Prophylaktisch 10 HSH halten?

    Ich bleibe dabei: bei den allermeisten Reitbetrieben und auch gerade bei den Reitvereinen kann und wird das nicht funktionieren.

    Da ist auch dieses "dann muss man halt" irrelevant. Wieso "muss man"? Einen Sch... Muss man! Dann hört man eben auf. So einfach ist das.

    Das ist alles Humbug und funktioniert im Leben nicht!

    Wie nett. :muede:

    So kann man natürlich denken.

    Nur kommt man damit in Sachen Herdenschutz nicht weit.

    Das magst du wohl so sehen. Fakt ist allerdings, dass ich keinen Reitbetrieb hier kenne (und ich kenne einige) der das irgendwie (außer maximal mit Zäunen - die, wie wir ja wissen, nicht wirklich helfen) mit nem Rudel HSH zu regeln wüsste. Das tut sich kein Stallbesitzer, kein Verein an, diesen Stress. Alleine unser Reitverein, wo wöchentlich 100 Kinder Unterricht haben - und dazwischen ein paar HSH. Da kommt keiner mehr zum Unterricht, und dann ist der Verein tot. Punkt.

    Das wird sich kein Stallbesitzer antun.

    Dann werden die aufhören (es ist ja jetzt nicht so, dass Reitanlagenbesitzer in Geld schwimmen) und dann wird es halt kaum noch Pferdehaltung und Reitsport geben.

    Ist dann halt so.

    HSH auf Pferdeweiden in Pensionsbetrieben halte ich für völlig utopisch und unrealistisch.

    Mein Pferd steht auf einer Anlage, wo insgesamt 35 Pferde stehen. Mit den entsprechenden Besitzern. Plus deren Kinder. Plus deren Hunde.

    Die Pferde stehen tagsüber auf den Weiden (derzeit 4 Gruppen), aber eigentlich werden den ganzen Tag über einzelne Pferde von den Besitzern wieder rein- und rausgebracht, wenn sie reiten wollen. Abends kommen die Pferde rein, in ihre Boxen. Bei derzeit 4 Weidegruppen müssten ja schonmal 8 HSH her. Wo bleiben die, wenn die Pferde um 17.00 in ihre Boxen kommen?

    Was passiert in der Zeit von November bis April mit den Hunden, wenn die Pferde in Kleingruppen auf den Winterpaddocks stehen?

    Das ist alles Humbug und funktioniert im Leben nicht!

    feldhasen, mäuse etc sind eine viel stressfreiere und viel verfügbarere beute.

    Feldhasen gibt es zumindest in De immer weniger und Mäuse dürfte mühsam sein. Immerhin braucht so ein Wolf 3+ kg Fleisch am Tag.

    So lange es ausreichend Reh- und Rotwild gibt wird die Mehrheit der Wölfe brav bei dieser Beute bleiben. Wird es warum auch immer knapp, erschließen sie ganz sicher auch neue Quellen.

    Es gibt mehr als ausreichend Reh-, Rot- und auch Schwarzwild. Das hindert den Wolf aber nicht daran, Schafe, Rinder und Pferde zu jagen.

    Unsere Jäger hier beobachten übrigens, dass sich gerade das Rotwild jetzt, seit Wölfe da sind, vermehrt in grossen Rudeln sammelt und eher im Wald bleibt. Was vermehrte Waldschäden zur Folge hat.

    Ich finde, gerade in den Luftaufnahmen (und in der Beschreibung) sieht man auch, auf welcher Fläche die Schnucken da weiden. Also nicht die Heidefläche an sich, sondern in welcher Breite die da durch gehen - und das ist ja auch so gewollt. Die stehen nicht im Pulk und fressen Heidekraut, sondern die "schnökern" da breit aufgefächert auf einer großen Fläche und sind ständig in Bewegung.

    Ich habe meine Hunde immer (!) nach dem Aufstehen gleich raus gelassen. Ich habe allerdings auch ein Grundstück, wo das geht. Auch wenn wir mit Hund im Urlaub waren, bin ich immer - vor dem Frühstück, gleich nach dem Aufwachen, mit dem Hund raus.

    Ich kann auch nicht morgens, mit voller Blase, erstmal 2 Stunden lang rumdödeln, bis ich endlich auf's Klo darf. Was ist denn DEIN erster Gang morgens?