Also, in meinem realen Umfeld, gibt es ganz wenig "Problemhunde". Aktuell fällt mir da sogar nur einer ein, den man vielleicht als solchen bezeichnen könnte, den kenne ich aber nur, weil ich ihn auf unseren Gassi-Runden ab und an sehe. Ob der Besitzer ihn tatsächlich als problematisch beschreiben würde, weiß ich gar nicht, der Hund ist halt nur bei Hundebegegnungen ziemlich griffig und deswegen kenne ich den nur angeleint.
Wenn man hier durchs Forum liest, fällt auf, dass viele Probleme aus den übersteigerten Erwartungen der Besitzer bestehen. Das sind eigentlich keine wirklichen Probleme im Sinne von "Problemhunde". Wenn der Rückruf bei nem 1jährigen Hund noch nicht immer klappt, der Hund mit 3 Monaten noch nicht stubenrein ist, der Welpe auf "Nein" nicht reagiert! kann man nicht von Problemhunden sprechen. Mich wundert da nur immer, mit welcher Erwartung an einen Hund rangegangen wird....
Dann gibt es natürlich den Trend (ich sage das jetzt mal bewusst) zum Tierschutzhund aus irgendwo. Der dann aus Mitleid geholt/adoptiert wird. Der ist immer und grundsätzlich traumatisiert.
Und wenn dann - aus lauter Mitleid - der Kopf völlig ausgeschaltet wird, kann es durchaus sein, dass man ein echtes Problem bekommt.
Es gibt sicherlich wirklich tolle Hunde aus dem TS, ohne Frage. Das Problem sehe ich nur darin, dass die Art und Weise der Vermittlung es leider häufiger begünstigt, dass da.....wie sage ich es jetzt mal ..... eventuelle Probleme, die der Hund evtl hat, mit dem großen, weichen Mantel des Mitleids übertüncht werden.
Und Mitleid ist in der Situation leider oft kein wirklich guter Ratgeber. Ein kleines bisschen mehr Ratio ist da schon wünschenswert.