Beiträge von Patti

    Also, in meinem realen Umfeld, gibt es ganz wenig "Problemhunde". Aktuell fällt mir da sogar nur einer ein, den man vielleicht als solchen bezeichnen könnte, den kenne ich aber nur, weil ich ihn auf unseren Gassi-Runden ab und an sehe. Ob der Besitzer ihn tatsächlich als problematisch beschreiben würde, weiß ich gar nicht, der Hund ist halt nur bei Hundebegegnungen ziemlich griffig und deswegen kenne ich den nur angeleint.

    Wenn man hier durchs Forum liest, fällt auf, dass viele Probleme aus den übersteigerten Erwartungen der Besitzer bestehen. Das sind eigentlich keine wirklichen Probleme im Sinne von "Problemhunde". Wenn der Rückruf bei nem 1jährigen Hund noch nicht immer klappt, der Hund mit 3 Monaten noch nicht stubenrein ist, der Welpe auf "Nein" nicht reagiert! kann man nicht von Problemhunden sprechen. Mich wundert da nur immer, mit welcher Erwartung an einen Hund rangegangen wird....

    Dann gibt es natürlich den Trend (ich sage das jetzt mal bewusst) zum Tierschutzhund aus irgendwo. Der dann aus Mitleid geholt/adoptiert wird. Der ist immer und grundsätzlich traumatisiert.
    Und wenn dann - aus lauter Mitleid - der Kopf völlig ausgeschaltet wird, kann es durchaus sein, dass man ein echtes Problem bekommt.
    Es gibt sicherlich wirklich tolle Hunde aus dem TS, ohne Frage. Das Problem sehe ich nur darin, dass die Art und Weise der Vermittlung es leider häufiger begünstigt, dass da.....wie sage ich es jetzt mal ..... eventuelle Probleme, die der Hund evtl hat, mit dem großen, weichen Mantel des Mitleids übertüncht werden.
    Und Mitleid ist in der Situation leider oft kein wirklich guter Ratgeber. Ein kleines bisschen mehr Ratio ist da schon wünschenswert.

    Zitat

    Eigentlich geht es hier um die Seite Rudelstellungen-klargestellt. Wenn man die Verpackung Mist findet, und alle Kritikpunkte relativiert, warum hat man dann ein Problem mit dieser Seite? Und dem dortigen Inhalt?

    Genau das frage ich mich jetzt auch die ganze Zeit schon.

    https://www.youtube.com/watch?v=MWUJvTyl-m4

    :D

    Freigeist,

    nochmal: es geht um das Thema "ererbte Rudelstellung" und den daraus folgenden Lehren.

    Du plädierst dafür, aber:

    - doch lieber ohne "ererbt", bzw. es ist dir egal. (ist aber ein Eckpfeiler der BE'schen Lehre)
    - Beschäftigung mit dem Hund/Förderung/Erziehung sollte deiner Meinung nach schon dabei sein, im Rahmen dessen, was dem Hund gut tut. (laut der BE'schen Lehre wird das aber eher nicht gemacht)
    - Hundetausch - findest du auch nur bedingt gut. (laut BE'schen Lehre ist das aber notwendig)

    Also - wovon reden wir hier??

    Dass ein Hund in einer Gemeinschaft eine bestimmte Rolle, eine Aufgabe, eine Position einnimmt, ist doch jetzt nix Neues, oder? Da wird dir hier auch keiner widersprechen. Dass diese Rolle/Aufgabe/Position abhängig vom Wesen/Charakter des Hundes ist, wird auch von keinem bestritten. Und dass die Art des Interagierens des Menschen mit dem Hund auch immer mit dem Wesen/Charakter zu tun hat, ist doch auch nix Neues.

    Dass diese Rolle/Aufgabe/Position aber von Geburt an festzementiert ist, ist doch der Punkt wo hier - zu recht - widersprochen wird.

    Mal meine Gedanken dazu:

    Wer grundsätzlich das Wesen von Hunden auf 7, von Geburt an festgelegten "Rubriken", begrenzt und der Meinung ist, diese "Rubriken" sind zeitlebens unumstößlich, ist doch ein armer Tropf.
    Der begrenzt sich doch selber, der baut sich doch selber meterhohe Mauern um sich rum auf.
    Und natürlich (!) sieht man dann nur das, was man erwartet zu sehen.
    Weil die Mauern einen weiteren Blick verbaut haben.

    Gut, wer sich so beschränken will, muss das wohl tun. Und da hilft auch kein "aber ich habe es ja gesehen" - wer seine Sichtweise zu zugebaut hat, sieht halt nicht mehr. Das tut mir wirklich leid für diejenigen. Muss schwer sein, so begrenzt durch's Leben zu gehen......
    Traurig ist nur, dass da eben noch die Hunde betrifft.

    Zitat

    na, das sind doch schon mal kleine Nenner, auf die wir uns einigen können.
    Mir ist doch egal, wie der Mensch sie nennt. Hauptsache, sie erkennen, was für wundervolle Hunde sie da vor sich haben und behandeln sie entsprechend.
    Leider ist das nicht so selbstverständlich, wie das hier klingt. Tatsächlich ist es eher die Ausnahme, denn es bedeutet, wirklich zuzuhören und auch mal Pläne zu ändern.
    Es sind Hunde, die überzeugt und nicht bestochen werden wollen. Es sind Hunde, die man mit den meisten Hundesportarten beleidigt. Es sind Hunde, die sich die Hunde, mit denen sie zu tun haben wollen aussuchen und die auch mal wollen, dass der Mensch mit ihnen tut, was der Hund gerade will.
    Da fällt einem bei Eckhunden kein Zacken aus der Krone, sondern man erlebt einen Hund, der aus tiefstem Herzen sich freut, ernst genommen zu werden und anfängt, freiwillig und gerne zu kooperieren.
    Die meisten Halter trauen sich das nicht, weil sie fürchten, die Kontrolle zu verlieren.

    Und für diese Erkenntnis braucht man die ererbte Rudelstellung???
    Um Gottes Willen - das ist doch armselig....

    Zitat

    ich amüsiere mich schon länger über die Bemühungen, das Wort Rudel immer wieder neu zu definieren. Man klammere etwas aus und schwuppdiwupp wie durch Zauberhand ist alles was Rudel betrifft nicht mehr zutreffend.

    Rudelstellungen kann es also nicht geben, weil Hunde die zu mehreren in einem Haushalt leben, kein Rudel bilden, weil es per definitione kein Rudel ist. So einfach ist das also.

    So. Und nun gehe ich her und benenne Rudelstellungen einfach um in "Gemeinschaftsstellungen" und schwuppdiwupp, schon gilt alles wieder, was zuvor unter Rudelstellungen gelaufen ist, denn die Hunde leben ja eindeutig in einer Gemeinschaft.
    Ist das nicht großartig? :lol:

    Und was soll das jetzt bringen?

    Das Thema, was BE vertritt ist: ererbte Rudelstellung!
    Darum geht es.
    (Warum nur muss ich dabei immer an "Andorra" von Max Frisch denken....)

    Nun, BE scheint es - zumindest einigen Berichten nach - nun auch nicht immer zu können. Und nu?

    Im Übrigen finde ich es gerade hochinteressant, wie man eine Darstellung aus anderer Sicht von anderen Betroffenen mal eben so als "hasserfüllt" etc abstempelt. Wirklich, hochinteressant.

    Da hat der Freigeist aber ganz schnell seine Grenze.... |) :lachtot:

    Zitat

    Habe verdammt viele private Hundebetreuer in meinem Umfeld. Worauf sollte man verstärkt achten ?! Habe solche Dienstleister Referenzen, welche man erfragen sollte ?!

    In 6 Wochen starte ich in einem neuen Arbeitssystem, was mir ermöglicht, das Maggie nur an 5 Tagen im Monat für mehrere Stunden allein bleiben muss. Aber eben erst in 6 Wochen :-/

    Wie sollte hinsichtlich dieser Tatsache die Betreuung gestaltet sein ?!

    Meine Freundin geht um 9 aus dem Haus und ich komme um 14 Uhr wieder. Reicht da eine intensive Beschäftigung von 11-12.30 Uhr seitens der Hundebetreuung ?!

    Also ich persönlich würde da ganz klar nach Bauchgefühl gehen. Schau dir die Leute an, sprech mit denen, schau wie die mit Hunden umgehen (also es sollte auf jeden Fall schon mal Erfahrung mit Hunden vorhanden sein), horch in dich rein und entscheide dann.

    Zu den Betreuungszeiten:
    KANN gut gehen (die unbetreute Zeit von 2 Stunden), MUSS aber nicht.... Und in 2 Stunden kann so'n Welpengetier schon ne Menge Panik schieben und die Bude auf den Kopf stellen.
    Besser wäre es doch, wenn deine Freundin um 9.00 Uhr den Hund zur Betreuung wegbringt und du ihn dort dann um 14.00 Uhr wieder abholst?