Beiträge von lillameja

    Hallo!

    Erst mal ein dickes :gut: , dass ihr den Hund trotz Behinderung geholt habt, das muss ein echter Hundeglückspilz sein.

    Ich würde nicht abwarten bis Probleme auftreten, sonder versuchen mit einer guten Pyhsiotherapie dagegen anarbeiten. Muskelaufbau, Entspannung und dazu noch eine gute Ernährung können sicher nicht schaden. ;)

    Wenn du so vorgehst wie beschrieben, kann ich mir nicht vorstellen, dass dein Hund eine Verknüpfung zwischen "beißen" und ausgesperrt werden herstellt. Dazu passieren viel zu viele Sachen dazwischen: getragen werden, streicheln, wahrscheinlich sprichst du auch noch mit ihm.
    Ignorieren sollte im richtigen Moment kommen, heißt exakt beim Fehlverhalten. Im besten Fall: Hund beißt, aufstehen, weg gehen und gegebenenfalls dabei eine Tür vor der Welpennase schließen. Hunde sind nicht nachtragend, deshalb würde ich die Tür max. ein paar min zu lassen, eher weniger.

    Als Alternative zum reinbeißen ein Spielzeug anbieten finde ich weitaus sinnvoller. So lernt der Hund auch was er darf und soll, nicht nur was er nicht darf.

    Ganz allgemein finde ich aber, dass der Welpe viel zu viel alleine ist (so wie es klingt den ganzen Vormittag plus die ganze Nacht). Dann dauert es eben auch länger bis er solche Dinge wie Beisshemmung gelernt hat, ist doch ganz klar.

    Zitat

    Manchmal brauchts etwas Nachdruck...

    Ja, das brauchts manchmal. Und wenn es sogar eine längere Wirkung hatte war das Timing wohl perfekt. :D

    Eleanor: Ich schleiche die Schleppleine in diesem Sinne nicht aus, ich nutze sie nur seltener.

    Im Moment trainieren wir viel Impulskontrolle, heißt aktuell ich werfe unerwartet den Futterdummy und Hund muss beim Sichtreiz sofort auf Sitz reagieren. Beim ersten Mal hat sie erst sehnsüchtig im Stehen ihrem Dummy hinterhergeschaut, dann habe ich mir eben das Ding selber geholt. :p Da hat sie etwa so ausgesehen: :schockiert: Frauchen, meins!!!!
    Tja, und beim nächsten Versuch saß sie wie eine Eins - und durfte natürlich losflitzen.

    Hasen werden im Moment an der Leine ignoriert, da ich dem Frieden aber nicht traue bleibt die Leine noch dran. =)

    Ich denke auch, dass im Moment die Körpertemperatur eher höher ist. Warme Ohren und die Nase finde ich nicht so aufschlussreich, meine Hündin hat z.B. immer nach dem Schlafen eine warme trockene Nase.

    Bei Mia hat sich die recht niedrige Körpertemperatur jetzt übrigens auf eine Schildrüsenunterfunktion zurückführen lassen.

    Hi,

    wie ist denn deine Hündin ganz allgemein? Eher neugierig, ängstlich, frech, ..?

    Zitat


    Die Personen dürfen sich auch nicht näheren dann wird es richtig tief das Knurren und sie versucht geduckt wegzulaufen.

    Das klingt nach einer eher unsicheren Hündin. Einen unsicheren Hund würde ich nicht durch erschrecken "erziehen", also keine Schlüssel werfen, ... damit machst du den fremden Menschen nur noch unheimlicher.

    Bei meiner Hündin hilft es wenn ich ihr ein Alternativkommando gebe, z.B. leg dich auf deinen Platz. Dort fühlt sie sich dann sicherer. Zudem wird der "böse" Besuch angewiesen den Hund zu ignorieren, auch das hilft unheimlich gut. Wenn ich dann merke meine Hündin ist wieder ruhig (und der Besuch kann mitspielen) darf sie mal Hallo sagen und schnüffeln. Dabei soll der Besucher den Hund immer noch ignorieren! Meistens kann der Besucher den Hund dann spätestens nach ein paar Minuten streicheln, ... aber das hängt natürlich von Hund und Mensch ab. :smile:

    Wir hatten gerade eine sehr lustige Trainingssituation:
    Ich ziehe also mit Mia los, Hasen suche. Bewaffnet mit Schleppleine und Futterdummy. Ganz gezielt nähern wir uns dem Hasenfeld, das Timing war super den ich habe die Hasen vor Mia gesehen und konnte meinen Hund beim ersten Blickkontakt ins Sitz rufen. Hat super geklappt, Hund saß wie angegossen.

    Da nahte das Unheil... :p Eine Dame auf dem Rad mit einem Labbi der wirklich allen Vorurteilen dieser Rasse entspricht: unerzogen, distanzlos und zu dick. Und heißt Jenni. Jenni Jennifer (muss wohl sehr laut ausgesprochen werden :roll: ).
    Ich: Achtung, da sitzen Hasen auf dem Feld (und mein braver Hund =) )
    Sie: Oh, nicht das mein Hund auf die Straße rennt (die direkt hinter dem Feld verläuft)... Hallo Süße, hallo Süße, hall0 Süße (damit war wohl nicht ich sondern meine Hund gemeint, der immer noch wie angewachsen saß und sehnsüchtig den Hasen hinterherstarrte).

    Inzwischen sprang der Labbi um Mia herum, die wurde langsam sauer (immerhin musste sie sitzen bleiben und durfte nicht Hasen jagen, armer Hund).

    Als Labbi und Frauchen endlich weg waren und Mia inzwischen zitternd vor Aufregung immer noch brav saß durfte sie zur Belohnung flitzen - dem Futterdummy hinterher. ;) Die Hasen hatte schließlich der Labbi mit seinem Gehüpfe längst verjagt, Mia hat brav zugeschaut.

    Merkt man wie stolz ich heute auf meinen Hund bin? :D

    Meine Hündin war die ersten 2 1/2 Lebensjahre auch tagsüber bei einer Sitterfamilie. Sie hat sich gefreut wenn wir morgens dort hinkamen und kam mindestens genauso gerne abends wieder mit heim. Unserer Bindung hat es nicht geschadet, auch auf gemeinsamen Spaziergängen mit meinem Sitter war immer ich die erste Bezugsperson.
    Ich habe also gute Erfahrungen gemacht. :smile:

    Zitat

    ...unsere Trainerin meinte ihren Korb mitzunehmen, aber ich kann doch nich allen Ernstes dieses Riesending immer mitschleppen, das ist doch nicht Sinn und Zweck...

    Ich habe für Mia immer eine Decke dabei, die ist dann ihr "Körbchen". Das Kommando "Körbchen" (leg dich auf deinen Platz) beinhaltet bei uns quasi jegliche Art von Unterlage, kann eine Decke, ein Kissen, eine Box oder auch nur ein altes Handtuch sein. ;)

    Eine Faltbox ist auch sehr praktisch zum mitnehmen und hat den Vorteil, das der Hunde (wenn er die Box positiv kennengelernt hat) dort gut entspannen und auch mal sicher verwahrt werden kann.