Beiträge von LaLouna

    Hi Schnauzermädel,

    das beruhigt mich nun nicht wirklich. :/

    Lunas Verhalten erinnert mich zu sehr an die bereits verstorbene Hündin meiner Mutter. Sie wollte von anderen Hunden grundsätzlich nichts wissen. Weder draußen und schon gar nicht in ihrem Revier zuhause. Sie war nicht aggressiv, aber absolut "angekotzt" von anderen Hunden.
    So war sie seit ihrem 3./4. Lebensjahr bis zu ihrem Tod.
    Für sie war es damals schon schrecklich als wir Luna bekommen haben, obwohl die beiden Hunde nicht in einem Haushalt zusammen gelebt haben.

    Ich habe Angst, dass es sich nicht mehr ändert. Luna wirkt so unglücklich!
    Das tut mir so weh, dass ich inzwischen beginne an unserer Entscheidung zum Zweithund zu zweifeln, was widerum super unfair Mex gegenüber ist :sad2:
    Für mich ist das gerade eine richtige sch*** Situation.

    Hallo zusammen,

    seit Mittwoch haben wir einen zweiten Hund aus dem Tierheim zu unserer Labbihündin Luna dazugeholt.
    Luna ist eine, die andere Hunde sehr gerne mag, ist allen Hunden offen gegenüber und spielt sehr gerne.
    Mit unserem Zweithund Mex versteht sie sich auch gut, keine Agressionen oder dergleichen, aber sie hat sich in den letzten Tagen richtig verändert, was mir irgendwie total weh tut.
    Sie geht ganz anders auf uns zu.
    Ein paar Beispiele dazu...

    Wir nannten sie immer "das Rudeltier" da sie bisher immer bei uns sein wollte, das war ihr ganz wichtig. So lange wir abends wach waren hat sie bei uns im Körbchen im Wohnzimmer geschlafen, wenn wir ins Bett sind ist sie ohne Aufforderung mit ins Schlafzimmerkörbchen. Selten ist sie mal alleine vor uns ins Schlafzimmer.
    Seit Mex da ist, verkrümelt sie sich gegen 20 Uhr ins Schlafzimmer. Ab und zu kommt sie mal ins Wohnzimmer gelaufen, guckt kurz und geht wieder ins Schlafzimmer.

    Oft ist sie abends dann an die Couch gekommen und hat sich durchknuddeln lassen. Von sich aus sucht sie seit Mex da ist kaum noch Kontakt zu uns.

    Wir haben für Mex zwei neue Körbchen in die Wohnung gestellt, eins im Schlafzimmer, eins im Wohnzimmer. Legt sich Mex mal in Lunas altes Körbchen weil Luna gerade irgendwo anders liegt, läuft sie hin, guckt doof und zieht mit gesenktem Kopf ab ins Schlafzimmerkörbchen.

    Bisher klopfte Luna immer mit dem Schwanz wenn wir das Zimmer betreten haben, in dem sie gerade war. Nix mehr, sie guckt uns nicht mal mehr an.

    Sie wirkt beleidigt, wie als würde sie sich als 5. Rad am Wagen fühlen und zieht sich richtig zurück. Ich sehe sie nur noch einen Bruchteil der Zeit, wie bevor Mex bei uns eingezogen ist.

    Wir haben sie aber nicht zurückgesetzt. Sie bekommt dann Leckerlie, wenn Mex auch was bekommt, sie wird auch getreichelt, wenn Mex gestreichelt wird. Sie wird aber auch nach wie vor alleine gestreichelt. Mex interessiert das nicht, er drängt sich dann nicht dazwischen. Sie tut das allerdings, wenn wir Mex streicheln, drängt sich dazwischen.
    Wir schicken Luna nicht weg oder behandeln sie anders als vorher.

    Mir tut diese Entwicklung sehr weh, auch wenn ich Mex inzwischen schon in mein Herz geschlossen und echt lieb habe, Luna ist für mich die Nr. 1.
    Ihre Lebensfreude, die sie sonst immer versprüht hat, ist auf ein Minimum zurückgegangen, ganz krass könnte man sagen sie ist nicht mehr der Hund, den wir seit 1 1/2 Jahren kennen.

    Mir war klar, dass es zu Veränderungen in unserem Alltag kommt, sobald ein zweiter Hund im Spiel ist. Ich hatte allerdings damit gerechnet, dass Luna eher Eifersucht entwickelt und ihren Stand in unserer Familie ganz klar verteidigt. Tut sie aber nicht, sie zieht sich zurück.
    Und das obwohl Mex ihr gegenüber unterwürfig ist.

    Was meint ihr denn zu alle dem?

    Ratlose Grüße
    LaLouna

    Was alles in ihm drin steckt weiß keiner so genau...
    Fast alle, die ihn das erste mal gesehen haben sagten, der Kopf würde total an einen American Staffordshire erinnern, würde ich jetzt nicht ausschließen, aber für mich kommt er eher an einen Pointer ran. Sein Schwanz ist gebogen, was dann wieder zum Podenco passen könnte.
    Rennen tu er wie ein Windhund, gaaaaaanz weite Sprünge in weiten Kreisen macht er und ist viel schneller als Luna.
    Ich muss mal schauen wie unsere Fotos von ihm geworden sind, dann lass ich euch hier mal überlegen was alles in ihm drin sein könnte.
    Der Kerl lässt sich nämlich nicht gerne fotografieren wenn er wach ist, zu interessant findet er dann die Kamera.

    Gestern sind wir (mit Leine) auf dem Feld gewesen, in 200-300 Meter Entfernung war eine große Schafherde neben uns. Er hat sie nicht wahrgenommen, wirklich nicht mal gesehen.
    Eine Hund mit Jagdtrieb würde sowas doch nicht durch die Lappen gehen, oder sehe ich das falsch und es war nur Zufall?

    Hi Conny,

    danke für deine Antwort!

    Den Freilauf habe ich gestern nur gewagt, weil er total auf mich fixiert ist.
    Zudem natürlich an einem Ort, an dem es kaum Gefahrenquellen für ihn gibt. Offenes Feld, keine Straßen oder Schienen weit und breit auch kein Wald. Alles sehr gut überschaubar. Sonst wäre mir das auch zu "heiß" gewesen. ;)
    Aber deinen werde ich beherzigen, schließlich möchte ich Mex nicht in Gefahr bringen.

    Gibt es eigentlich genaue Anzeichen an denen man feststellen kann, ob Jagdtrieb vorhanden ist oder nicht? Wir hatten bisher noch keinen Jäger... Luna beschränkt sich dabei auf Schmetterlinge, selten wird mal ein Rabe verjagt, aber das wars dann auch.

    Zur Stubenreinheit: Er hat die letzten Tage tatsächlich recht viel getrunken, jedenfalls im Vergleich zu Luna. Heute hat er jetzt noch nicht so viel getrunken.
    Ich denke, das muss sich wohl alles erst noch einpendeln, oder?
    Sein Trofu bekommt er mit Wasser gemischt, Rat des Tierheims, sonst schlingt er nämlich zu sehr.
    Wir werden ihn jetzt auch recht schnell auf unser Futter (Platinum) umstellen. Er pupst nämlich erbärmlich und die Beschaffenheit des Outputs lässt auch zu wünschen übrig... rießen Haufen, mal fester, mal flüssiger und stinken tut der Output... widerlich!

    Da er nicht nur unser erster Junghund ist, den wir übernehmen, sondern auch der erste Rüde, bin ich eben unsicher was die Stubenreinheit angeht.
    Rüden können doch aber grundsätzlich genau so lange aushalten wie Hündinnen, oder?
    Luna kommt 4 mal am Tag raus, 3 richtig große Gassirunden und kurz vor dem Schlafen nochmal fix in den Garten. Wobei letzteres eher Gewohnheit ist als dass sie tatsächlich muss, es kommen immer nur ein paar Tröpfchen. Stört uns aber nicht dann nochmal rauszugehen, deswegen haben wir es einfach beibehalten.

    LG
    LaLouna

    Hallo ihr Lieben,

    seit Mittwoch wohnt nun unser Zweithund bei uns.
    Ich möchte diesen Thread gerne nutzen um Fragen zu klären, die uns in den letzten Tagen begegnet sind und wovon sicher noch mehr aufkommen werden ;)

    Zunächst ein paar Eckdaten...

    Ersthund: Labradorhündin Luna, *15.10.2007
    Zweithund: Mischlingsrüde Mex, *01.03.2008
    beide kastriert

    Mex ist ein Spanier, den wir aus dem Tierheim übernommen haben.
    Grundgehorsam hat er so gut wie keinen, von "Sitz" hat er eine leichte Ahnung.
    Den Namen haben wir ihm gegeben, da sein Tierheimname absolut nicht zu ihm passte und er eh nicht drauf gehört hat. Ich meine er versteht schon, dass er mit "Mex" gemeint ist.
    An der Leine haben wir keine Probleme mit ihm, er kennt zwar noch kein "Fuß", zieht aber auch nicht.


    Also mal los mit den Fragen...

    1. Die für mich wichtigste Baustelle mit ihm ist zunächst das Abrufen.
    Gestern Abend bin ich mit ihm alleine gegangen und habe ihn auch frei laufen lassen. Das ganze mit einer Futtertube voll Katzenfutter.
    Zuerst habe ich ihn an der langen Leine laufen lassen und immer wieder hergerufen... schon beim dritten mal ist er mir wegen der Futtertube nicht mehr von der Seite gewichen. Schlauer Kerl.
    Ich hab ihn losgemacht und er ist auf mein Rufen und Wedeln mit der Futtertube zu 90% sofort angerannt gekommen, die andere 10% hat er erst noch kurz fertig geschnüffelt und ist dann gekommen.
    Anfangs hielt er Abstand zu mir, so dass er an die Futtertube kam, aber ich ihn nicht "packen" hätte können. Das hat sich nach ein paar Mal gebessert und ich habe ihn während der Belohnung mit der Tube noch gestreichelt.
    Dann ist er irgendwann nur noch wenige Meter weit weg gelaufen und immer wieder freiwillig hergekommen... wollte Futtertube.

    Ich würde den Versuch als vollen Erfolg bezeichnen, er scheint sehr schnell kapiert zu haben, dass es sich lohnt wenn er zu mir kommt.
    Was meint ihr dazu?
    Mir ist natürlich aber klar, dass es damit nicht erledigt ist und wir noch weiter üben müssen!

    Bei einem bin ich mir unsicher... gebe ich ihm auch aus der Futtertube wenn er freiwillig zu mir kommt oder nur wenn ich ihn rufe?
    Ich hatte es mir nun so gedacht, dass er die erste Zeit auch dann bekommt, wenn er freiwillig zu mir trabt. Später dann abbauen und nur noch dann, wenn ich ihn rufe?


    2. Gestern Abend haben die beiden Hunde einen Kauknochen bekommen. Luna hatte ihren etwas schneller verputzt, Mex hat irgendwann aufgehört, obwohl noch ein Stück übrig war.
    So lange Mex an seinem gekaut hat, schaut Luna ihm nur zu. Als er ihn jedoch dann einfach vor sich auf dem Boden liegen hat lassen, wollte Luna das Stück Kauknochen mopsen. Das hat ihm dann widerum nicht gepasst und er wollte ihn wieder.
    Welches Verhalten ist in solch einem Fall von uns richtig?
    Machen lassen, Luna verbieten seinen Knochen zu nehmen...?


    3. Mex ist ein recht gemütlicher Geselle. Er liegt hier in der Wohnung fast nur rum und schläft. Luna lässt ihn dabei oft nicht in Ruhe. Wenn sie spielen will, hat er gefälligst mitzumachen.
    Sollten wir hier eingreifen oder die beiden machen lassen?
    Mex ist sehr unterwürfig und ich bin mir nicht sicher ob er in der Lage ist sich tatsächlich gegen Luna durchzusetzen.
    Sie haben sowohl im Wohnzimmer als auch Schlafzimmer jeder ein eigenes Körbchen. Also im Grunde genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen.


    4. Stubenreinheit
    Mex ist noch nicht stubenrein. Er hält die Nacht komplett durch (von ca. 23 Uhr bis ca. 7 Uhr), tagsüber pieselt er öfter mal wohin. Wir halten es mit ihm wie mit einem Welpen: nicht aus den Augen lassen, schimpfen wnn wir ihn direkt beim Pieseln erwischen und sofort raus vor die Tür mit ihm.
    Natürlich braucht das auch seine Zeit, was mich aber nachdenklich macht ist die Menge, die er rauslässt. Beispiel: um 8 Uhr richtiger Gassigang. Zwischen 10 und 11 Uhr bringen wir ihn dann runter damit er sich lösen kann. Das ähnelt dann einem kleinen Sturzbach.
    Richtiger Gassigang dann wieder zwischen 13 und 14 Uhr, wieder ein großes Bächlein.
    Mich wundert also die Menge, die er alle 2-3 Stunden rauslässt und kann mir im Moment schlecht vorstellen, dass er es irgendwann von einer richtigen Gassirunde bis zur nächsten aushalten kann.
    :???:

    Das wars erstmal... :smile:

    LG
    LaLouna

    Hallo!

    Gestern ist unser Zweithund aus dem Tierheim bei uns eingezogen.
    Er kommt ursprünglich aus Spanien, wurde nach Deutschland gebracht und hier vom Veterinäramt mit über 30 anderen Hunden von einem Hof eingezogen.
    Als er ins Tierheim kam (Mitte Januar) war er stark unterernährt, laut den Pflegerinnen im TH ein absolut grausiger Anblick.
    Er hat in der Zwischenzeit gut zugenommen, aber ist immer noch zu dünn. Man sieht ganz deutlich seine Rippen, wenn man ihn streichelt merkt man einfach, dass absolut nichts dran ist an ihm.

    Wir haben ihn gewogen, er hat 16,6 kg bei ca. 50 cm Schulterhöhe (haben wir nicht genau messen können, er hält nicht still :D )

    Im Tierheim wurde er jetzt nur noch einmal am Tag gefüttert, ganz am Anfang drei mal, dann zweimal...
    Bei uns ist zwei mal am Tag Fütterungszeit, morgens und abends.

    Mir wurde im Tierheim gesagt, ich solle ihm das Doppelte der normalen Menge geben bis er richtig im Futter steht und dann auf Normalmaß reduzieren.
    Ist das der richtige Weg ihn zu "mästen"?
    Vergrößert sich dadurch sein Magen nicht zu sehr, so dass er mit einer Reduzierung der Menge nicht klar kommen könnte?

    Er bekommt im Moment noch das Tierheimfutter (Benno Premium), soll aber auf Platinum umgestellt werden. Ich hoffe er verträgt es.

    Vielleicht könnt ihr mir dazu noch Hilfestellung geben, ich kenne mich nur mit dem Gegenteil aus... alle unsere bisherigen Hunde mussten stets wohl dosiert gefüttert werden damit sie nicht rund werden. ;)

    LG
    LaLouna

    Ich hatte deswegen im Tierheim nachgefragt, ihnen ist kein Jagdtrieb aufgefallen.
    Ausschließen kann man es aber wohl nicht, da man auch nicht genau sagen kann was ihn im drin steckt.
    Das Hinterteil (gebogener Schwanz) erinnert an einen Podenco, der Rest kommt einem Pointer nahe, kann aber auch komplett falsch sein.
    Von den Bewegungen her könnte Windhund im Spiel sein, er macht ganz weite elegante Sprünge und rennt gerne in weiten Kreisen.
    So die Tendenzen.

    Als wir die zweite Gassirunde mit ihm im Tierheim gedreht haben, kam an uns eine Kutsche vorbei. Die fand er super interessant und ich wäre mir nicht sicher gewesen, dass er nicht hinterher gerannt wäre, wenn ich ihn nicht an der Leine gehabt hätte.
    Ob das nun nur Interesse war weil er es nicht kennt oder ein Zeichen für Jagdtrieb kann man wohl hier auch nicht mit Sicherheit sagen, oder?

    Wir haben ihn gestern jedenfalls mitgenommen nachdem die beiden bei ihrem Freilauf-Date so gut harmoniert haben :smile:
    Mehr Einzelheiten in anderen Threads, hab da noch ein paar Fragen. ;)

    LG
    LaLouna

    Hallo,

    entschuldigt, dass ich mich erst wieder über einen Monat nach meiner Frage melde, fand aber nicht eher die Zeit etwas ausführlicher auf eure Beiträge einzugehen.

    Vielen lieben Dank für eure Antworten!

    Erstmal möchte ich euch berichten, wie sich unsere Baustellen entwickelt haben...
    Thema Fußgänger: Inzwischen sind sie ihr wesentlich gleichgültiger geworden. Wenn sie gerade auf der Wiese mit Schnüffeln oder anderem beschäftigt ist, schaut sie kurz "aha ein anderer Mensch" und widmet sich wieder ihrer Beschäftigung. Läuft sie gerade auf dem Weg direkt auf den Fußgänger zu, kann ich sie abrufen und sie kommt her, bleibt auch bei mir.
    Einziges "Problem" hier noch... wenn der Fußgänger einen auf "hutschi dutschi duu" macht "ach bist du liiiiiieeeeeb und süüüüüüß, na komm mal her" und sie zu sich lockt, habe ich keine Chance mehr.
    Aus meiner Sicht ist das nun aber nicht direkt ein "Problem", da kann man dem Hund wohl keinen direkten Vorwurf machen, wenn sie so gelockt wird.
    Wünschenswert wäre es natürlich, wenn sie sich dann immer noch nur auf mich konzetriert, allerdings hatten wir das bei keinem unserer bisherigen Hunde rausgekriegt und haben dann damit gelebt.
    Leute die einen Hund so anlocken, wollens dann ja nicht anders. ;)

    Diese Verbesserung habe ich mit Uuuuuuunmengen Leckerlie, spielerische Ablenkung und bewußtes Gassigehen auf Wegen mit vielen Fußgängern erreicht (schließlich muss sie ja damit konforntiert werden, wenn sie es lernen soll).

    Thema andere Hunde:
    Ich hatte mich mit der Beschreibung "kein Halten mehr" wohl etwas falsch ausgedrückt, das klingt zu extrem.
    Sie spielt eben gerne mit anderen Hunden und möchte grundsätzlich auch zu ihnen hin, aber sie flippt nicht absolut aus und zerrt mich durch die Gegend oder so. Ich muss in diesen Situationen zwar aufmerksam sein und ihr deutlich klar machen was ich wünsche, aber das geht gut.
    Nur wenn der andere Hund seinem Herrchen/Frauchen nicht hört und um Luna herumhüpft wirds natürlich schwieriger für mich... das ist die Situation, die uns in den letzten Wochen häufig begegnet.
    Ich denke auch hier kann man einem Hund nicht unbedingt einen Vorwurf machen.


    Für mich sind diese beiden Dinge jedenfalls nicht (mehr) so dramatisch, dass es mich stresst, ich kann mit ihr ganz entspannt spazieren gehen und muss keine Sorgen haben, wenn uns ein Fußgänger oder anderer Hund begegnet. Eine Zeit lang war es so (noch bevor ich dieses Thema eröffnete), ich war nur damit beschäftigt zu schauen... kommt ein Fußgänger... kommt ein anderer Hund... um ja auch rechtzeitig reagieren zu können.
    Jetzt ist das alles ganz easy für mich.
    Gestern z.B. sind 5 m hinter uns 3 große Pferde geführt worden. Sie hat sie kurz angeschaut und ist weiter ihres Weges gegangen. Mensch war ich stolz auf meinen Hund! :D

    Ich bin weiter auf eure Antworten gespannt...!

    Aktuell ist es so, dass wir aus dem Tierheim einen Rüden im Auge haben.
    Er kommt ursprünglich aus Spanien, ist ein Mix und im März ein Jahr alt geworden, ist bereits kastriert. Er ist etwas kleiner als unser Labbi und viel schmächtiger... Luna sieht neben ihm aus wie eine Dampfwalze.
    Er stammt aus einer Räumung. Hier in der Gegend gibt es eine Frau, die ständig Hunde aus dem Ausland einführt und hier weitervermitteln möchte. Nur leider gelingt ihr das nicht so ganz... so wurden Mitte Januar von ihrem Hof 35 Hunde durch das Veterinäramt abgeholt und auf die umliegenden Tierheime verteilt. Er ist also nun etwa 2 Monate im Tierheim.
    Nach Aussage des Tierheims war das nicht das erste mal bei dieser Frau... traurig.
    Wir waren nun schon zwei mal mit dem Rüden gassi, beim ersten mal alleine beim zweiten mal mit Luna und es hat gut geklappt.
    Die beiden wollte miteinander spielen, da wir den Rüden aber nicht von der Leine lassen durften, ist das natürlich ausgefallen.
    Wir haben aber einen Termin vereinbart, wo die beiden auf einem eingezäunten Grundstück sich ohne Leine näher kommen dürfen.
    Die Platzkontrolle bei uns ist erfolgt und das Tierheim würde uns den Hund bedenkenlos übergeben.
    Der Rüde ist verträglich mit allen Hunden im Tierheim, sie können ihn mit allen zusammenlassen, er zeigte keinerlei Aggressivität oder Dominanz.
    Ich hatte auch die Problematik angesprochen, dass ein Rüde ja oft gerne "seine" Hündin verteidigt wenn es Zusammentreffen mit anderen Hunden gibt, das Tierheim sieht bei ihm da weniger Probleme, da er so sozial sehr verträglich ist.
    Unsere Tierärztin ist zufällig die Haustierärztin des Tierheims, kennt den Rüden also sowie unsere Hündin und hat sich auch dieser Meinung angeschlossen. Durch sein Leben mit über 30 anderen Hunden hat er wohl diese absolute Verträglichkeit entwickelt.
    Natürlich kann man es nicht völlig ausschließen, aber die Weichen sind bei ihm zu diesem Thema sehr positiv gestellt.

    Übrigens verhält er sich auch Menschen gegenüber sehr offen. Egal ob Mann oder Frau, Erwachsenen oder Kindern.
    Er ist auf die Mittelmeerkrankheiten gestestet und negativ, unsere Tierärztin hat ihn sich gestern von sich nochmal genauer angeschaut weil sie eh im Tierheim einen Termin hatte. Später hat sie mich angerufen, sie meint ihrer Ansicht nach können wir den Hund bedenkenlos übernehmen, er ist topfit und macht auch charakterlich nach wie vor einen super Eindruck.
    Er müsse nur weiterhin zunehmen, leider war er sehr stark unterernährt als er ins Tierheim kam. Auch jetzt ist er natürlich noch zu dünn, seine Rippen sieht man mehr als deutlich.

    Der "Kleine" kennt allerdings noch keinerlei Grundkommandos. Er ist nicht direkt leinenführig. Er zieht zwar nicht durchgehend, kennt aber natürlich noch kein "Fuß".
    Bei "Sitz" sind wir uns noch nicht ganz sicher, ob er es zufällig macht oder da schon eine leise Ahnung hat.
    Jedenfalls macht er einen super gelehrigen Eindruck (auch laut Tierheim und Tierärztin). Ein kurzes Zubbeln an der Leine reicht schon, er dreht sich sofort um als wollte er sagen "Ja? Was soll ich machen? Sags mir!"
    Der "Will to please" scheint meiner Meinung nach bei ihm sehr ausgeprägt zu sein.

    Ich muss gestehen, unsere Entscheidung ist eigentlich schon fast gefallen.
    Das Thema Zweithund ist bei uns schon sehr lange ein Thema, nach Entdeckung des Rüden ist das Thema natürlich intensiver geworden, wir haben diskutiert und überlegt.
    Meine Mutter wäre auch bereit zwei Hunde zu hüten, wenn wir mal einen Hundesitter brauchen, wir sind bereit auch mit dem neuen Hund auf den Hundeplatz zu gehen, das Auto ist groß genug, finanziell ist es auch drin...
    Und natürlich sind wir uns auch über den Mehraufwand bewußt, wobei wir denken, der lässt sich prima in unseren Alltag integrieren. Zur Umstrukturierung sind wir natürlich auch bereit.
    Wir machen uns die Entscheidung also nicht leicht.

    Die Hündin, von der ich im Eingangsposting erzählte, ist übrigens vermittelt. Wobei die Tierpflegerin auch gemeint hat, die wäre nicht so gut für uns geeignet gewesen, weil sie sehr, sehr fordernd war/ist und nicht so passend für unsere Luna gewesen wäre, wie der Rüde den wir jetzt im Auge haben.

    Das ist nun lang geworden... danke fürs "zulesen" ;)

    LG
    LaLouna

    Unsere Nr. 1 ist im Oktober 2007 geboren, also bald 1 1/2 Jahre alt.
    Erziehungstechnisch fertig würde ich sie nicht nennen.

    Genau genommen sind es zwei Dinge, an denen wir noch arbeiten, die aber auch ehemals viel schlimmer waren.
    Das eine sind andere Hunde: sie rennt zwar nicht zu Hunden hin, die noch weit entfernt sind, allerdings gibts kaum ein Halten mehr, wenn wir direkt einem anderen Hund begegnen. Sie liebt andere Hunde und will spielen, spielen, spielen.

    Zum Zweiten sind es Fußgänger/Jogger, sie will jeden begrüßen. Radfahrer sind ihr inzwischen schon völlig egal, da brauche ich sie nicht mal abrufen. Bei Fußgängern allerdings muss ich sie rechtzeitig rufen und absetzen bis derjenige an uns vorbei ist. Sonst startet sie ein Begrüßungsritual.
    Ist sie gerade auf der Wiese beschäftigt, kann der Fußgänger auch so an uns vorbei, er darf dann nur nicht "Hallo" zu mir sagen... "Guten Tag" ist ok, "Hallo" löst Begrüßungsritual aus :roll:

    Da Luna andere Hunde über alles liebt, kann ich mir schlecht vorstellen, dass sie Probleme mit einer Kumpeline an ihrer Seite hätte. Sie begegnet jedem Hund grundsätzlich freundlich.
    Aber man weiß ja nie, ist nur schlecht vorstellbar bei ihr.