Hallo,
entschuldigt, dass ich mich erst wieder über einen Monat nach meiner Frage melde, fand aber nicht eher die Zeit etwas ausführlicher auf eure Beiträge einzugehen.
Vielen lieben Dank für eure Antworten!
Erstmal möchte ich euch berichten, wie sich unsere Baustellen entwickelt haben...
Thema Fußgänger: Inzwischen sind sie ihr wesentlich gleichgültiger geworden. Wenn sie gerade auf der Wiese mit Schnüffeln oder anderem beschäftigt ist, schaut sie kurz "aha ein anderer Mensch" und widmet sich wieder ihrer Beschäftigung. Läuft sie gerade auf dem Weg direkt auf den Fußgänger zu, kann ich sie abrufen und sie kommt her, bleibt auch bei mir.
Einziges "Problem" hier noch... wenn der Fußgänger einen auf "hutschi dutschi duu" macht "ach bist du liiiiiieeeeeb und süüüüüüß, na komm mal her" und sie zu sich lockt, habe ich keine Chance mehr.
Aus meiner Sicht ist das nun aber nicht direkt ein "Problem", da kann man dem Hund wohl keinen direkten Vorwurf machen, wenn sie so gelockt wird.
Wünschenswert wäre es natürlich, wenn sie sich dann immer noch nur auf mich konzetriert, allerdings hatten wir das bei keinem unserer bisherigen Hunde rausgekriegt und haben dann damit gelebt.
Leute die einen Hund so anlocken, wollens dann ja nicht anders. 
Diese Verbesserung habe ich mit Uuuuuuunmengen Leckerlie, spielerische Ablenkung und bewußtes Gassigehen auf Wegen mit vielen Fußgängern erreicht (schließlich muss sie ja damit konforntiert werden, wenn sie es lernen soll).
Thema andere Hunde:
Ich hatte mich mit der Beschreibung "kein Halten mehr" wohl etwas falsch ausgedrückt, das klingt zu extrem.
Sie spielt eben gerne mit anderen Hunden und möchte grundsätzlich auch zu ihnen hin, aber sie flippt nicht absolut aus und zerrt mich durch die Gegend oder so. Ich muss in diesen Situationen zwar aufmerksam sein und ihr deutlich klar machen was ich wünsche, aber das geht gut.
Nur wenn der andere Hund seinem Herrchen/Frauchen nicht hört und um Luna herumhüpft wirds natürlich schwieriger für mich... das ist die Situation, die uns in den letzten Wochen häufig begegnet.
Ich denke auch hier kann man einem Hund nicht unbedingt einen Vorwurf machen.
Für mich sind diese beiden Dinge jedenfalls nicht (mehr) so dramatisch, dass es mich stresst, ich kann mit ihr ganz entspannt spazieren gehen und muss keine Sorgen haben, wenn uns ein Fußgänger oder anderer Hund begegnet. Eine Zeit lang war es so (noch bevor ich dieses Thema eröffnete), ich war nur damit beschäftigt zu schauen... kommt ein Fußgänger... kommt ein anderer Hund... um ja auch rechtzeitig reagieren zu können.
Jetzt ist das alles ganz easy für mich.
Gestern z.B. sind 5 m hinter uns 3 große Pferde geführt worden. Sie hat sie kurz angeschaut und ist weiter ihres Weges gegangen. Mensch war ich stolz auf meinen Hund! 
Ich bin weiter auf eure Antworten gespannt...!
Aktuell ist es so, dass wir aus dem Tierheim einen Rüden im Auge haben.
Er kommt ursprünglich aus Spanien, ist ein Mix und im März ein Jahr alt geworden, ist bereits kastriert. Er ist etwas kleiner als unser Labbi und viel schmächtiger... Luna sieht neben ihm aus wie eine Dampfwalze.
Er stammt aus einer Räumung. Hier in der Gegend gibt es eine Frau, die ständig Hunde aus dem Ausland einführt und hier weitervermitteln möchte. Nur leider gelingt ihr das nicht so ganz... so wurden Mitte Januar von ihrem Hof 35 Hunde durch das Veterinäramt abgeholt und auf die umliegenden Tierheime verteilt. Er ist also nun etwa 2 Monate im Tierheim.
Nach Aussage des Tierheims war das nicht das erste mal bei dieser Frau... traurig.
Wir waren nun schon zwei mal mit dem Rüden gassi, beim ersten mal alleine beim zweiten mal mit Luna und es hat gut geklappt.
Die beiden wollte miteinander spielen, da wir den Rüden aber nicht von der Leine lassen durften, ist das natürlich ausgefallen.
Wir haben aber einen Termin vereinbart, wo die beiden auf einem eingezäunten Grundstück sich ohne Leine näher kommen dürfen.
Die Platzkontrolle bei uns ist erfolgt und das Tierheim würde uns den Hund bedenkenlos übergeben.
Der Rüde ist verträglich mit allen Hunden im Tierheim, sie können ihn mit allen zusammenlassen, er zeigte keinerlei Aggressivität oder Dominanz.
Ich hatte auch die Problematik angesprochen, dass ein Rüde ja oft gerne "seine" Hündin verteidigt wenn es Zusammentreffen mit anderen Hunden gibt, das Tierheim sieht bei ihm da weniger Probleme, da er so sozial sehr verträglich ist.
Unsere Tierärztin ist zufällig die Haustierärztin des Tierheims, kennt den Rüden also sowie unsere Hündin und hat sich auch dieser Meinung angeschlossen. Durch sein Leben mit über 30 anderen Hunden hat er wohl diese absolute Verträglichkeit entwickelt.
Natürlich kann man es nicht völlig ausschließen, aber die Weichen sind bei ihm zu diesem Thema sehr positiv gestellt.
Übrigens verhält er sich auch Menschen gegenüber sehr offen. Egal ob Mann oder Frau, Erwachsenen oder Kindern.
Er ist auf die Mittelmeerkrankheiten gestestet und negativ, unsere Tierärztin hat ihn sich gestern von sich nochmal genauer angeschaut weil sie eh im Tierheim einen Termin hatte. Später hat sie mich angerufen, sie meint ihrer Ansicht nach können wir den Hund bedenkenlos übernehmen, er ist topfit und macht auch charakterlich nach wie vor einen super Eindruck.
Er müsse nur weiterhin zunehmen, leider war er sehr stark unterernährt als er ins Tierheim kam. Auch jetzt ist er natürlich noch zu dünn, seine Rippen sieht man mehr als deutlich.
Der "Kleine" kennt allerdings noch keinerlei Grundkommandos. Er ist nicht direkt leinenführig. Er zieht zwar nicht durchgehend, kennt aber natürlich noch kein "Fuß".
Bei "Sitz" sind wir uns noch nicht ganz sicher, ob er es zufällig macht oder da schon eine leise Ahnung hat.
Jedenfalls macht er einen super gelehrigen Eindruck (auch laut Tierheim und Tierärztin). Ein kurzes Zubbeln an der Leine reicht schon, er dreht sich sofort um als wollte er sagen "Ja? Was soll ich machen? Sags mir!"
Der "Will to please" scheint meiner Meinung nach bei ihm sehr ausgeprägt zu sein.
Ich muss gestehen, unsere Entscheidung ist eigentlich schon fast gefallen.
Das Thema Zweithund ist bei uns schon sehr lange ein Thema, nach Entdeckung des Rüden ist das Thema natürlich intensiver geworden, wir haben diskutiert und überlegt.
Meine Mutter wäre auch bereit zwei Hunde zu hüten, wenn wir mal einen Hundesitter brauchen, wir sind bereit auch mit dem neuen Hund auf den Hundeplatz zu gehen, das Auto ist groß genug, finanziell ist es auch drin...
Und natürlich sind wir uns auch über den Mehraufwand bewußt, wobei wir denken, der lässt sich prima in unseren Alltag integrieren. Zur Umstrukturierung sind wir natürlich auch bereit.
Wir machen uns die Entscheidung also nicht leicht.
Die Hündin, von der ich im Eingangsposting erzählte, ist übrigens vermittelt. Wobei die Tierpflegerin auch gemeint hat, die wäre nicht so gut für uns geeignet gewesen, weil sie sehr, sehr fordernd war/ist und nicht so passend für unsere Luna gewesen wäre, wie der Rüde den wir jetzt im Auge haben.
Das ist nun lang geworden... danke fürs "zulesen" 
LG
LaLouna