Grüß Gott,
Guten Morgen 
ich suche nach einem Ersthund und habe mich momentan in die Ecke Wolfshund (Tamaskan, Saarloos, TSW, aber auch Husky usw.) verguckt. Ich muß die Suche leider z.T. aus optischer Sicht beginnen, da es nicht im Interesse des Hundes wäre, wenn z.B. der freundliche Dackel - nicht meinem Typ entsprechend - einen geteilten Bezug genießen müsste.
Geteilter Bezug bedeutet in dem Fall das Du an einem Hund der Dir optisch nicht wirklich gefällt keinen richtigen Spaß hättest und ihn auch nicht so in Dein Herz schließen würdest wie es sein sollte?
Frage, was wäre wenn der für Dich optisch beste Hund Dir von Wesen und Bedürfnissen her nicht entsprechen würde?
Es das Zusammenleben, so wie Du es jetzt im Kopf hast, nicht geben wird?
Der besondere Hund sich als sehr anstrengend und anspruchsvoll erweist und Du lange richtig viel Arbeit mit ihm haben wirst?
Könntest Du das besser und mit mehr Spaß leben als mit einem charakterlich passenderem Hund der leichter zu händeln und zufriedenzustellen ist wenn auch optisch nicht Dein Traum?
Überlege Dir das gut, es betrifft eine Zeitspanne von 10 - 14 Jahren.
Gleichwohl sind mir die Haltungsschwierigkeiten dieser Hunde bewusst, möchte doch auf Grund der recht spärlichen Informationen "auf den ersten Blick", eine fachkundige Meinung einholen.
Ich glaube hier gibt es einige Leute die solche Hunde haben, ich denke sie werden Dir einige Infos dazu geben können.
An der Zeit und Zuwendung soll es nicht liegen, ich studiere und arbeite zuhause, bin demnach rund um die Uhr beanspruchbar, was sich so schnell auch nicht ändern sollte; es sollte mir also möglich sein, mich auch intensiver mit einem Hund zu beschäftigen.
Das klingt super.
Obgleich ich etwas abseits der Stadt in der Nähe eines Flußes wohne, mache ich mir jedoch etwas Sorgen, ob ich einem solchen Hund das nötige bieten kann. Hundehalter oder Hundewiesen sind mir nicht bekannt,
Das kommt automatisch wenn man Hundebesitzer wird.
ein konstantes Rudel kann ich also nicht garantieren.
Das sind eh nicht die Hunde die man beim Spaziergang trifft.
Das bist Du.
Auch einen herkömmlichen Garten kann ich nicht bieten, er existiert zwar, ein Rasen ist jedoch nicht vorhanden. Auch die freie Natur wäre ein paar Autominuten entfernt, wild in den Wäldern toben wäre also nicht zwangsläufig Tagesprogramm.
Viel wichtiger als die Bodenbeschaffenheit ist ob der Garten eingezäunt ist.
Ansonsten gilt, Garten ersetzt Spaziergang nicht.
Einen zu haben ist toll wenn man einen Hund hat der gerne draußen ist.
Dennoch musst Du, gerade bei den Rassen die Du im Kopf hast, für viel Bewegung und Auslastung sorgen.
Zuletzt muß ich noch auf das Haus zu sprechen kommen: Leider ist es etwas feiner gestaltet, demnach wäre ein Hund, der sich regelmäßig mit dem Interieur beschäftigt nicht ganz das wahre.
Ich sags mal so, man wird dem Haus auf jeden Fall anmerken das dort ein Hund lebt.
Auch der bravste guterzogenste Hund verliert Haare, tropft beim Trinken, riecht ein bißchen wenns draußen feucht ist, schleppt mal Dreck mit rein.
Und der Hund der vom ersten Tag an nichts kaputtmacht wurde auch noch nicht erfunden.
Du hast nicht geschrieben ob Du einen Welpen oder erwachsenen Hund möchtest.
Bei zweiterem sind die Chancen etwas größer das er nichts kaputtmacht sofern er vorher an einem Platz war wo er lernen konnte.
Solltest Du einen Welpen nehmen wird das ein oder andere Teil leiden.
Das erste Lebensjahr mit einem Hundekind ist schwierig weil es erst mal lernen muss was es darf und was nicht.
Man kann Glück haben und erwischt einen pflegeleichten Welpen, muss aber nicht sein.
Und da sollte man auch nichts beschönigen.
Mir ist bewusst, daß ich einem Wolfshund bzgl. Umgebung vermutlich zu wenig bieten kann, bin mir dessen aber nicht 100% sicher, vielleicht weiß da jemand mehr !? Generell würde ich mich sehr über Ratschläge freuen, vielleicht kann mir jemand eine Rasse empfehlen, welche zwar das gewisse etwas, aber nicht gleich eine Farm als Mindesvoraussetzung hat 
Ich denke da gibt es viele Möglichkeiten.
Das Platzangebot das man großen Hunden bieten muss wird oft überschätzt.
Bei genügend Beschäftigung und Auslastung fühlt sich ein großer Hund auch in einer kleinen Wohnung wohl.
Und eine Farm ist sicher nur für wenige Rassen wie HSH oder Border wünschenswert.