Beiträge von reggy

    z.B. Leckerlis verstecken und ihn suchen lassen - zuerst drin, dann draußen und immer schwieriger. Dann kannst du auch mal richtige Fährten legen, die er suchen muss, das strengt richtig an.

    Apportieren - er soll nicht nur den Ball hinterher, sondern absitzen, du wirfst den Ball, er holt ihn und gibt ihn mit Vorsitzen ab. Oder er wartet, du versteckst den Ball, er sucht. Oder du nimmst 2 Bälle und lässt ihn abwechselnd apportieren.

    Tricks üben, Konzentrationsübungen, Bei Fuß gehen...

    Agility klingt doch auch gut zur Abwechslung, vielleicht schaust du dir mal ein paar Vereine an in deine Nähe.

    Ich denke du kannst mit dem Hund wirklich viel machen und er wird euch beiden Spaß machen!

    Wenn ich meinen Hund ausnahmsweise mal draußen warten lasse, dann ohne Leine und am besten auch ohne Halsband. So kann sie keiner "mal eben" mitnehmen und sie ist wirklich entspannt, weil sie ja nicht angebunden ist.

    Allerdings verhält sie sich auch wirklich vorbildlich, bellt nicht und ignoriert alles um sie herum. Das aber nur, weil wir das in ganz kleinen Schritten aufgebaut haben.

    Sollte mein Hund Passanten anspringen, verbellen oder sonstwas, würde ich es einfach lassen, meinen Hund mitzunehmen - warum allen Beteiligten den Stress antun, wenn es sich vermeiden lässt?

    Stoffelfrauchen: Es ist leider gerade bei den "Kampfis" wichtig, dass sie sich vorbildlich benehmen. Ehrlich gesagt würde auch mir nicht wohl dabei sein, wenn ich aus nem Laden gehe und ein schwarzer Hund mit Maulkorb versucht mich anzuspringen. Deswegen finde ich es gut, dass du das nochmal mit ihm übst, denn diese Hunde haben es (zu Unrecht) schon schwer genug.

    Du hast dir da eine hammer-Mischung ins Haus geholt. Ein absoluter power-Gebrauchshund mit einem absoluten power-Laufhund.
    Und dann noch im besten Alter. Da gibt es leider keine andere Lösung, als den Hund beschäftigen, so dass er möglichst müde ist, wenn er allein ist. Und das ist bei diesem Mix wirklich schwierig.
    Nur mit Laufen wirst du ihn nicht beschäftigt kriegen, es ist wichtig dass er sowohl körperlich ausgepowert wird als auch was zum Nachdenken hat.

    Bezüglich Hundesitter - vielleicht findest du bei http://www.gassi-gassi.de jemanden? Die Seite ist gut, da habe ich auch wen gefunden.

    Mach am besten täglich was für den Kopf mit ihm - Leckerchen suchen, Tricks lernen, also eher was ruhiges und was nicht so hochpuscht wie z.B. Zerrspiele.

    Zur Sicherheit kannst du ja versuchen was "Leckeres" an die Ecken zu schmieren, die er anknabbert - scharfen Senf, Zitronensaft oder so. Vielleicht reicht es schon. Und wenn du ihn erwischst, ihm natürlich klarmachen, dass es nicht ok ist.

    Wenn er natürlich wirklich Langeweile hat, wird er zwar aufhören die Ecken anzuknabbern, aber sich was neues ausdenken. Es ist also schon wichtig ihn besser zu beschäftigen.

    Vizsla ohne Jagdtrieb? Also das glaube ich wirklich nicht. Vielleicht hatte er einfach noch keine Gelegenheit? Ist oft so in der Stadt, bis auf ein paar Kamikaze-Kaninchen haben wir hier auch nix zum Jagen.

    Ich kenne viele Geschichten mit Viszlas, und diese Hunde haben zwar ein tolles Wesen undsind tolle Familienhunde, sind aber mehr als zeitintensiv, sie brauchen sehr viel Beschäftigung um glücklich zu sein. Außerdem kenne ich keine seriösen Züchter, die an nicht-Jäger abgeben...

    Zitat

    Wisst ihr, sonst sagen hier immer alle jeden Hund kann man erziehen, Geduld haben, Trainer nehmen, mit Leckerli arbeiten und und und...

    Also ich meine es gibt auch Fälle, bei denen man realistisch sein muss. Dieser Hund hat bis auf wenige Tage in seinem Leben nur Schlechtes vom Menschen Erfahren, und dann noch diese Tortur der letzten Monate.
    Der Hund ist psychisch nicht nur angeknackst, sondern zutiefst traumatisiert und über die Sache mit Leckerlis längst hinaus.

    Ich glaube schon, dass wenn man viel an ihr arbeitet, sie irgendwann bestimmte Menschen akzeptiert und auch ihre neue Lebensart. Aber wie gesagt - man muss eben realistisch bleiben.

    Aber zuerst muss man sie einfangen, das ist das wichtigste. Und dann würde ich mich natürlich freuen, wenn ich mich irre mit meiner Einschätzung :/

    Ich glaube dein TA erzählt Quatsch. Allerdings muss man mal schauen, welche Impfungen sie genau bekommen hat.

    Erst mit 5 Monaten zu impfen war recht fahrlässig wie ich finde, denn die Immunisierung durch die Muttermilch nimmt ab der 6-7. Lebenswoche ab und da ist es eben wichtig die Erstimpfung zu geben. Die Immunstoffe sind auch nur ganz kurz nach der Geburt in der Milch enthalten und nicht die ganze Zeit.
    Das nur zur Info "fürs nächste Mal". ;)

    Natürlich wird sie nie ein normaler Haushund werden und wird ihr Misstrauen Menschen gegenüber wohl auch nie verlieren. Aber es ist die einzige Möglichkeit, ihr das Leben zu retten, denn es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis sie erfriert, verhungert, sich tödlich verletzt, erschossen oder überfahren wird.
    Ich bewundere das Engagement der Leute, die sie einzufangen versuchen, hoffentlich gelingt es ihnen bald. Und vielleicht findet man eine Möglichkeit, sie halbwegs "artgerecht" zu halten...