Mein Beileid zum Verlust deiner Mutter.
Lissi war nicht menschenscheu bei der Züchterin zumindest nicht zu ihr. Sie wurde ja von ihr gepäppelt. Diese menschenscheue hat sich erst bei uns herauskristallisiert. Für mich so als Ganzes betrachtet, nichts ungewöhnliches, dass wir es erst bemerkt haben
Hmmmm. Ich kann mir das gerade ehrlich gesagt nicht vorstellen. Also in dem Sinne, dass es der Züchterin nicht aufgefallen ist oder gab es da keinen Menschenbesuch in der Aufzuchtzeit?
Und was heißt hier in dem Kontext Menschenscheu? Also MenschenSCHEU hieße: ihr seht den Hund nicht. Der Hund läuft Riesen Bögen um auch. Spaziergänge in belebten Regionen NICHT ohne zumindes deutliches Meideverhalten vis Angst möglich, weil die Ausweichmöglichkeiten für einen Menschenscheuen Hund in nem EK nicht gegeben sind. Kontaktaufnahme durch den Menschen wird mit deutlichem Ausweichen bis Flucht beantwortet. Ohne Hausleine am Hund is da nicht viel mit machen...
Also weit über Hund hat kein Interesse an Interaktion mit Menschen und nimmt einfach kein Kontakt auf.
Ich versuch das mal mit meinen zu differenzieren: Also, meine sind ja per se als Rasse Fremden gegenüber sehr reserviert. Eggi&Hazeli waren es als Welpe auch schon bei der Züchterin gegenüber Welpeninteressenten (Eggi = unsichtbar, Hazeli = keine Kontaktaufnahme von ihr aus). Mir gegenüber nicht, weil sie mich quasi ab Geburt kennen und ich ab da sehr viel Zeit in der Wurfbox verbracht habe. . Hazeli können Bekannte und Freunde und Fremde draußen locken, ums Verrecken nicht würde sie da hin gehen und Kontakt aufnehmen. Weder mit 12 Wochen, noch mit 12 Jahren. Besuch ist aber wieder was Anderes.
Der Nog hat nach der Abholung 2 Tage mit Frank auch noch daheim gefremdelt, musste dann mit ihm ins Büro von daher war es ok. Fremde Draußen als Welpe: bei Lockversuchen/ Kontaktversuchen seitens der Menschen ist er tatsächlich in den Rückzug gegangen bzw. Flucht. Fremde Mensche sind draußen nach wie vor eher schwierig, Besuch ist nachm Kennenlernen zumindest ok.
Die Erbse tickt da schon ein bisschen anders. Sie war als Welpe zum Glück recht aufgeschlossen, auch Menschen gegenüber. Draußen ignoriert sie jetzt im Alter alle, Besuch wird begrüßt, aber viel mehr ist da dann auch nicht immer. D.h. unter Umständen sieht Besuch sie dann einfach nimmer. Ihr fällt immer noch die Kommunikation in mancher Hinsicht mit Menschen extrem schwer.
Also Ati und Aaron 1 Kann man sich das so vorstellen: ihr habt Lissi und Sami einander vorgestellt, Lissi hat - wie nicht ganz unüblich, beschlossen, sich natürlich erstmal nen Hund als Soziale Referenz auszusuchen, weil Mensch-Hund im Welpenalter noch weiter gelernt werden muss, Hund-Hund aber i.d.R. schon besser ausgebildet ist. Und damit war euer Ersthund dann erst mal Lissis Orientierung, sie hat euch --- ignoriert? Kam nie zum Kuscheln? Ließ sich von euch nicht anfassen? Ist ausgewichen? Hat euch gegenüber Meideverhalten gezeigt? Hat sie auf Geräusche oder Körpersprache von euch reagiert oder eben nicht reagier? Und wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr das einfach laufen lassen, weil eure Versuche im Sande verlaufen sind?
Päppelwelpen können durchaus in ihrer Entwicklung verzögert sein (kommt ja auf den Grund zum Päppeln an), je nach Grad der Päppelung (sehr, sehr häufiges Trennen von der Mutter& den Geschwistern kann es zu Defiziten bei Hund-Hund kommen, massives Stressgeschehen im sehr, sehr kleinen Hundekörper etc.), das kann alles schon was mit dem Kleinen Körper machen - vorübergehend bis nachhaltig. Natürlich kann auch einfach sowas wie Taubheit eine Rolle spielen, Hunde kommunizieren extrem viel über Körpersprache und verstehen viel über Lesen der Körpersprache. Der Mensch ja nu leider nicht so. Der isses ja eher gewöhnt, verbal zu kommunizieren und in einer Welt, in der Hund nix hören kann, muss sich Mensch erstmal damit auseinander setzen, was er da seinem tauben Hund gegenüber Körpersprachlich kommuniziert, damit er seinem Hund nonverbal mitteilen kann, was er eigentlich von ihm will und sehr wahrscheinlich komplett umlernen. 
Also wie gesagt, ich werde da jetzt nicht so ganz schlau aus dem bisher geschilderten Hund. Aber ja, sollte Lissi so in ihrer eigenen Welt leben, wäre zumindest der eine oder andere Test beim TA sinnvoll.