Beiträge von Die Swiffer

    Ich hab aber aktuell auch nur stabile Hunde die nicht Probleme generell mit der Umwelt haben oder unausgewogen sind. Das macht auch n Unterschied mEn

    Natürlich macht das einen Unterschied, wenn nicht sogar DEN Unterschied zwischen normalem Junghundetum oder Junghund mit Defiziten durch Epigenetik, Genetik, Stress während der Trächtigkeit, Aufzuchtsbedingungen plus Charakterzügen.

    Das wäre Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Die Swiffer nicht darum, das eins zu eins nachzubauen

    Das is lieb von dir.

    Aber ich bin dann definitiv jetzt auch raus.

    =)

    Ich drösel bei Fragen gern auf, erkläre auch durchaus gern.

    Aber wenn man Dinge nicht einfach mal stehen lassen kann, weil es Leute aus welchen Gründen auch immer anders haben.

    Würd es was bringen, Videos von im Freilauf tobenden, oder an der Leine hüpfenden oder pöbelnden Hunden zu zeigen? Wahrscheinlich gäb es dann auch wieder ein Haar in der Suppe wie BuZ, "darfst du das, wenn das nicht deine Wiese ist?" Oder "geh mal zu einem Trainer".

    ach nee, moment, es war ja Leinenführigkeit das Thema...

    :ugly:


    Schade, ich kenn den Frust mit der Leinenführigkeit nämlich nur zu gut.

    Vielleicht ist das einer der Gründe, wie so einige, warum ich da so genau bin.

    :ka:

    Aber für was? Ich glaube was dragonwog sagen wollte, gezieltes in die Stadt fahren um da xy darzustellen bringt doch niemandem was. Also ich entnehme ja schon deinen Posts, dass du da eine ganz andere Lebensrealität hast

    Aye super. Dann kann ich mir ja die Gurkerei sparen.

    :mrgreen-dance:

    Murmelchen wenn du nen Video vom Lösen an lockerer Leine haben willst, sag Bescheid. Dann kriegst eines per PN.

    :nicken:

    betrifft halt die von Neala erwähnten Privilegien, die halt nicht jeder zur Trainingssteuerung hat..

    Aber ist es deswegen falsch, andere mögliche Wege aufzeigen? Ideen zu geben? :ka:

    Wie man dann was umsetzen kann und was nicht, ist doch noch mal wieder was Anderes.


    Am Anfang stehen doch die möglichen Fehlerquellen, noch bevor ich überhaupt damit anfange. Ich hab ja z.B. mit meinen Servicehunden auch keine Trainingsprivilegien - das einzige Privileg, das ich habe: ich kann auf den Punkt sein in diesen 30 Minuten und biete - weil es ansonsten ja keinen Alltag mit mir gibt, keine weiteren 23h30Minuten mich zu lesen und mich um den Finger zu wickeln. Dessen bin ich mir bewusst. Aber das macht einem auch bewusst, was die anderen 23h30 für Möglichkeiten bieten.

    Und nochmal: Leinenführigkeit heißt für mich mehr als nur lockere Leine. Einige Bausteine dazu setze ich sogar im Miteinander daheim. =)


    Mögliche Fehlerquellen sind z.B.

    - die eigene Definition von Leinenführigkeit und wie man sie sich vorstellt

    - Wie wurde der Hund vielleicht diesbezüglich schon trainiert und welche Lücken hat er da gefunden (siehe Arm als Leinenverlängerung)

    - Erwartungshaltung/ Aufregung(positiv wie negativ)

    - wie bemüht oder auch krampfhaft bemüht ist der Halter, alles richtig zu machen

    - mach ich es mir und dem Hund an Stellen unnötig schwer, wo es vielleicht überhaupt gar nicht sein müsste

    - Welche Management -Maßnahmen kann man ergreifen, ohne sich selbst Stolpersteine in den Weg zu legen

    Ich begründe mit den möglichen Fehlerquellen mal, warum ich das bei Freaks so gemacht habe, wie ich es gemacht habe.

    I.d.R. Reizoffene, reaktive, territorialmotivierte Hunde: machen mir einen sauberen Aufbau direkt vor der Haustür (wo so ziemlich hinter jedem Zaun nen Hund pöbelt, Hunde generell pöbeln dürfen, ganz so ruhig isses hier doch nicht) einfach schwerer, denn da kommt recht schnell die negative Erwartungshaltung - die wissen, dass sie angepöbelt werden und würden zu gern zeigen, was sie davon halten.

    (Bei Welpen:

    Lange Leine baue ich bei den Kleinen erst auf, wenn das Prinzip kurze Leine verstanden wurde.

    Ich kenn mich: wenn ein Hund pinkeln muss, drück ich eher mal ein Auge zu und würde Hundi quasi beibringen, dass es ok is, bis zur geeigneten Pippistelle zu ziehen.

    Um mich selbst auszutricksen schon getestet, aber für mich persönlich als untauglich erachtet: auf Leinenführigkeit bestehen, aber dann darf Hund eben nach 3 Metern in den Rinnstein pinkeln. Die Straße runter tragen bis zum nächsten Grünstreifen: geht nur bis zu einer bestimmten Größe.

    Leinenkarabiner in den Brustring am Geschirr: wenns schnell gehen muss, dauert das Geschirr anziehen oft zu lange.)

    Also fahr ich für den Aufbau raus, bis es soweit ritualisiert und etabliert ist, dass es für die 15Minuten Löserunde durchs Dorf definitiv reicht.

    Käme dann schon direkt der Freilauf, hätte sich die nächste Erwartungshaltung ganz schnell etabliert, die echt noch mal ne Menge abverlangt.

    Also gehe ich so lange im Ort nur die entspannte Löserunde an der kurzen Leine und fahre dann für die große Gassirunde und die weiteren Schritte der Leinenführigkeit raus, bis das alles so fest verankert ist, dass da keine Erwartungshaltung das Leben schwer machen kann.

    Dann natürlich zwischendurch Selbstreflexion: wie bin ich, was vermittle ich meinem Hund... bin ich vielleicht selbst angespannt, hetze von A nach B, steh unter Strom/Stress, bin ich klar in meiner Handlung und in meiner Haltung.

    Quasi von "wie laufe ich selbst und was macht eigentlich mein Kopf unterdessen?"....

    Ich hab mehr oder weniger den ganzen Tag irgendwelche Hunde an der Leine und mach nix Anderes, als Gassi gehen - ich wäre froh, wenn's der einen oder anderen Aufwand weniger wäre.

    Du sagst doch gerade selbst, dass es bei einigen Hunden schwieriger als bei anderen war...also keine Ahnung .

    Genau bei Eggi, der in vielerlei Hinsicht echt zum Katastrophenhund sein neigt, war die Leinenführigkeit seit jeher die sichere Bank. Genau dieser stark ritualisierter Aufbau war der Gamechanger bei Eggis erstem Seminar. Mittags ins Ritual und an der kurzen Leine Gassi gehen: zack- Hund kam besser mit der Situation zurecht und konnte runterfahren. Wenn nix mehr geht, die LF zum Runterfahren geht immer.

    =)