Da du mich ja persönlich angesprochen hast, bin ich mal so frei:
ZitatEs geht immer noch nicht darum, dass der Mensch die Verantwortung abgeben und die Hunde einfach machen lassen soll, egal was passiert
Ähm ja, laut dieser Theorie SOLL man aber die Hunde in ihrem Charakter und Tun machen lassen und nur mit EINEM, diesem komischen Dingens da vorne kommunizieren, einfach weil die Hunde ja dann von sich aus in ihren Stellungen laufen. Weil jedes Zutun des Menschen ja diese Stellungen verändere.
Der Charakter meines Jungrüdens, meiner Hündin und die Rasse der beiden sind aber nun mal geprägt von einem ausgeprägten Territorialtrieb. Und da geht es denen sonst wo vorbei, ob sie da gerad nen Gleichrangingen, Nachrangingen, Vorrangingen oder was auch immer vor sich haben. DAS interessiert sie nicht die Bohne und da scheren die sich einen Dreck um irgendwelche angeborenen Stellungen etc. Ihr Revier ist ihr Revier.
ZitatNein, dass die Hunde nicht in Stellung leben, hat nicht zwangsläufig zur Folge, dass das totale Chaos herrscht. Das ist ein totales Missverständnis!
Es geht nur darum, dass kleinere Unstimmigkeiten mal auftauchen können, dass recht viel miteinander gespielt und interagiert wird. Das kostet Energie und bringt Stress. Mit diesem Stress ist jetzt auch nicht gemeint, dass die Hunde totale Nervenbündel sind und es ihnen ganz schrecklich geht, sondern eben leichter Stress.
In einer solchen Gruppe werden Aufgaben evtl. mal so oder mal so verteilt, bestimmte Hunde denken vielleicht, Aufgaben übernehmen zu müssen die eigentlich gar nicht ihr Zuständigkeitsbereich wären und sind damit mal überfordert oder sowas.Ich denke du missverstehst die ganze Sache irgendwie
lg,
Sanne
Ah ha. Laut deiner Aussage, müssten Hunde, die in perfekter Stellung leben, in absoluter HARMONIE miteinander leben und niemals nicht auch nur winzige Unstimmigkeiten auftreten. Joa, äh, erklär mal bitte, wie das funktionieren soll? Es sind Lebewesen mit unterschiedlichen Charakteren, mit unterschiedlichen Bedürfnissen und genauso wenig, wie ich daran glaube, dass eine 7er WG ohne jegliche kleine Auseinandersetzungen leben kann, glaube ich nicht daran, dass das INDIVIUM Hund mit all seinen Ecken, Macken und Kanten in einem Rudel ohne auch nur die kleinsten Streitigkeiten leben kann.
Vielleicht kann sich bitte jemand, der ein bisschen Ahnung von Verhaltensbiologie etc. mal dazu äußern, denn mir als Laie ist es schlichtweg unmöglich, daran zu glauben, dass da dann wirklich zu 100 % Friede, Freude, Eierkuchen herrscht.
Wo habe ich geschrieben, das recht viel miteinander gespielt wird? Bei uns wird gespielt, aber relativ selten und nur wenn alle Lust und und Laune darauf haben.
Ich hänge mich gerade an diesem kleinen Satz auf:
Zitatdass recht viel miteinander gespielt und interagiert wird.
Was verstehst du unter viel interagieren? Schließt du in diesen Satz Kommunikation mit ein? Sehr deutliche Kommunikation, wie in dem Video? Die Kommunikation zwischen meinen Hunden ist teilweise gut sichtbar, aber teilweise so minimal, dass man schon sehr genau hinsehen muss, weil z.B. Inchens Öhrchen gerad gezuckt hat und sie Sam damit zu verstehen gegeben hat, dass er mal an die Tür laufen soll und gucken gehen.
Ich wage zu behaupten, dass ich schon mitbekomme, wenn einer meiner Hunde mit der ihm von der "Stellung" her übertragenen Aufgabe überfordert wäre. Aber bei den Swiffern ist es so, dass sie - in meinen Augen - ziemlich genau wissen, was sie wann, wie und wo tun.
Ich kann mir viel eher vorstellen, dass ein Welpe!, der den Job des Wachens und Schützens übernehmen soll, aufgrund seiner Stellung in der Gruppe, mit diesem Job vollkommen überfordert ist.. Denn auch das ist, wie vieles andere auch, bei Hunden ein LERNPROZESS! Und tut mir leid, aber ein Welpe wird wohl kaum mit dem Wissen auf die Welt kommen, wann und wie und wo er genau im Sinne des Wachens, was zu tun hat!
Und nee, ich glaube nicht, dass ich die Theorie missverstanden habe, ich wollte nur anhand meiner "Gruppe" aufzeigen, dass hier drei unterschiedliche Altersklassen, mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenleben und die sich fröhlich munter durch den Alltag austauschen, ohne dabei Stress zu haben, ohne dass es zu einem großen Chaos kommt, ohne dass hier wild durch die Gegend getobt wird -ohne, ohne, ohne... Ganz im Gegenteil, hier läuft alles ruhig und rund. Was aber ja laut der Theorie ein Ding der Unmöglichkeit sein soll!