Ich musste solch eine Entscheidung letztes JAhr Ende Oktober/ Anfang Nov. treffen. Meine Lotte hatte Gesäugekrebs, seit Anfang letzten JAhres wussten wir, das auch bereits Metastasen inder Lunge waren. Der Tumor am Gesäuge ist im August/ September esplosionsartig innerhalb von 2-3 Wochen um das doppelte gewachsen. Anfang Oktober haben wir dann unsre Wilma geholt und da hätte ich nie im Leben gedacht das die beiden nur noch knapp 3 Wochen zusammen erleben durften.
Lotte war 11,5 Jahre alt, eben nicht mehr die fitteste, ich konnte sie morgens raus lassen, sie ist auf die Wiese neben unsrem Naus und wenn sie fertig war hat sie sich vor die HAustür gelegt.
Die NAchbarskatze wurde lediglich noch sehr interessiert beobachtet, je nach LAune hat man sich mal bequemt dafür aufzustehen, aber von hinterher jagen keine Spur mehr.
Lotte hat aber auch ganz schleichend angefangen immer weniger zu fressen. Ende Oktober war sie dann auch so mager, das ihre Wirbelsäule auffallend rausragte. Aber Schmerzen hat sie immer noch keine GEZEIGT!! Sie kam dann mit der Hinterhand auch kaum noch hoch. Von den Fliesen fast gar nicht und auf dem Teppich musste sie auch recht plötzlich kämpfen. Hinzu kam das sie mehr oder weniger von heute auf morgen nur noch hinter mir her lief, wenn ich mit ihr raus bin. Sie ist mir also wirklich nur noch hinterher getrottet.
Und ich habe es auch immer noch rausgezögert, weil ich dachte, sie HAT doch keine Schmerzen, und hinterher lass ich sie einschläfern und es ging ihr doch gar nicht so schlecht...
Mein MAnn hat dann Allerheiligen gemeint, ob es nicht besser wäre wir würden am nächsten Tag zum TA fahren. Das war dann für mich die schlimmste Nacht meines Lebens (mir kommen jetzt beim schreiben schon wieder die Tränen).
Wir sind dann auch gefahren und der TA brauchte nur eine Katzendosis zu spritzen obwohl Lotte noch gut und gerne 28-30 kg auf die Waage gebracht hat. Sie war also richtig fertig und wahrscheinlich hat sie sich auch mehr gequält als wir oder ich es gesehen haben oder sehen wollten.
Und Lotte war auch ein Hund der kaum schmerzen gezeigt hat. Vor ein paar JAhren war ich mit einer 1 Tag alten Wunde am Vorderbein ind er TK, da wurde dann eine Wundauffrischung gemacht (es wurde richtig drin rumgepult), und das ganze ohne irgendeine Betäubung. Und meine Lotte stand da wie ne 1 und hat nicht einmal gezuckt....
Ich weiß bis heute noch nciht, ob ich ihr nicht einen Gefallen getan hätte, wenn wir noch paar Tage früher gefahren wären.... :/ Aber auch diese Frage wird mir nie jemand beantworten können. Letztendlich war ich im nach hinein froh das wir den entschluss gefasst haben und ihr somit ein weiteres dahin siechen erspart haben.
Man muß sich meiner Meinung nach ganz hart fragen: Möchte ich nicht mir dem Hund zum TA weil ICH mich nicht trennen kann/ will, oder tue ich meinem Hund wirklich keinen Gefallen??
Leider kommt es immer wieder vor, das eben der Egoismus des HH den Hund im Endeffekt doch mehr leiden lässt als vielleicht notwendig.
Aber es ist nun mal so, das das jeder HH für sich selbst entscheiden muss.
Deshalb kann ich dir auch keinen "Tipp" geben, was du jetzt tun sollst.
Ich wünsche dir aber viel Kraft bei deiner Entscheidungssuche, egal wie sie ausgeht!