Beiträge von BieBoss

    Die Terris wurden ja hier schon häufiger genannt - und ich werf mal den Dt. Jagdterrier in die Runde.

    Meine alte Maus ist schon 14 (Schätzung von mehreren TA unabhängig voneinander, als sie zu mir kam - kommt aus dem Tierschutz), die trailt noch, ist topfit, hat im Juli erst ne OP wegen Darmverschluß überstanden. Und wenn wir rausgehen, dann muß ich im Stechschritt gehn, damit ich überhaupt hinterherkomme, bzw. galoppelt sie noch regelmäßig richtig los vor lauter Freude (v.a. als es wieder kühler wurde, mit der Wärme hatte sie bisser Probleme).

    Das Fell ist noch komplett schwarz und glänzend am Rücken, nur im Gesicht/am Fang bisserl grau, und die Zehen. Bossi ist im Gesicht viel grauer als sie (er ist 9) - aber auch noch irre lebhaft. Terriertypisch halt.

    Neulich im Café hat mich wer gefragt: "Die ist aber noch ganz jung, gell?", weil Frieda um den Tisch herum fröhlich auf Krümelsuche war und überall drüberkletterte (Sonnenschirmständer, Füße unterm Nachbartisch *hust, inne Blumenkübel rein....). Ich hab gesagt: "Ja - 14...." *ggg Antwort: "WAAAAS???" - die wolltens nicht glauben.

    Meine Biene als Zwergpudel hat hoffentlich auch noch viele Jährchen.

    Hatte mal auf Google ein Video von nem 21jährigen DJT gesehen..... Und ich bin gespannt, was mein Friedalinchen noch so alles treibt in den nächsten (mindestens!) 15 Jahren bei mir *ggg

    Generell verstehe ich schon, wenn jemand auf Langlebigkeit beim Hund achtet - was will ich mit nem Riesenhund wie ner Dogge z.B. in der Rettungshundearbeit, wo der Hund vielleicht mit 1,5 Jahren die BH macht, anschließend (wenn der HF sich entscheidet, was er noch machen möchte mit dem Hund) 2-3 Jahre ausgebildet wird, und dann mit 4,5 Jahren Prüfung macht - ein Alter, in dem die Dogge schon aufs Altenteil geschickt werden kann, wenn sie das überhaupt erlebt, dank Magendrehungsrisiko...... Dafür bilde ich doch nicht so aufwendig aus (egal, wie - auch Blindenhunde haben ne aufwendige Ausbildung, oder Assistenzhunde), daß ich den Hund gleich in Rente schicke..... *gg

    Und wenn ich z.B. kleine Kinder habe, die sollten auch nicht gleich nach 5-6 Jahren von ihrem Hund Abschied nehmen müssen, auch da würde ich lieber zu einer Rasse greifen, von der ich weiß, die hat ein paar Jährchen länger. Klar, dazwischenkommen kann immer mal was, ob ein Unfall, Krebs oder sonstwas. Aber bei manchen Rassen ist es ja quasi vorprogrammiert, daß die net älter werden als xy, und das fände ich schon schade. Und wenn ich das weiß, muß ich das ja nicht unterstützen, oder solch einen Hund trotzdem nehmen, wenn ich vorher weiß, der wird z.B. eine aufwendige Ausbildung machen.

    Nochmal zu der Wasserflasche, als Erklärung, warum die Methode sch.... ist: der Hund ist auf 180, wahrscheinlich aus Unsicherheit gegenüber dem anderen Hund, also massiv unter Streß. Ziel eines solchen "Aggro-Verhaltens" ist eigentlich nur eines: den Anderen von sich fernzuhalten, um ungeschoren davonzukommen.

    Und dann kommst Du von hinten und verunsicherst diesen eben schon vollkommen panischen Hund auch noch mit dem Wasserspritzen - dann kann danebengehen. Beim ersten Mal hilfts noch, weil er erschrickt - beim nächsten Mal bringt ihn dieser Streßfaktor evtl. erst recht dazu, sich rumzudrehen - und dann ist es nicht mehr nur Übersprung, weil er sich genötigt fühlt, sich auch noch gegen Dich zu wehren - von vorn bedroht ihn der andere Hund, von hinten das Fraule! Wo soll er hin?? Der KANN nur noch nach vorne, egal ob dem Hund oder Dir gegenüber! Das ist der Effekt, den solche eine Methode beim Hund haben kann: zusätzliche Unsicherheit, weil er sich auch noch vom Halter bedroht fühlt.

    Da ist es doch besser, so zu arbeiten, daß der Hund künftig zu Dir das Vertrauen entwickelt, daß Du solche Situationen für ihn regeln kannst, sodaß er sich erst gar nicht mehr so reinzusteigern braucht. Abstand halten zu anderen Hunden; Signale Deines Hundes wahrnehmen, wenn er sich in einer Situation nicht mehr wohlfühlt, ihm den benötigten Abstand geben, den Fremdhund abblocken, weggehen von dem, was ihn verunsichert - und dabei selbst immer schön ruhig bleiben, souverän sein. Dann kriegt er Vertrauen und wehrt sich nicht mehr selbst.

    PS: zu dem Reizmagen: der könnte durchaus auch durch den Streß hervorgerufen worden sein, den sie sich mit dem Gekläffe macht, mit der Erwartungshaltung etc.

    Vielleicht verschwindet das schneller als Du glauben kannst, wenn Du einfach mal nichts machst, bis sie ganz ruhig ist unterwegs. Dann kannst wieder mit kleinen Aufgaben bestätigen, oder die gelungenen (kleinen und wenigen) Aufgaben mit Leckerli belohnen.

    Gepflegte Langeweile will auch gelernt sein ;-)Könnte es sein, dass sie das noch nicht so richtig aushalten kann?

    Ne - ich glaub, das isses in dem Fall nicht. Die wollen einfach arbeiten. Pudel sind wahnsinnig intelligent, die zeigen halt gern, was sie schon können, und ich kenns von Biene her auch so - dieses zum Arbeiten auffordernde Gekläff: "hopphopp, jetzt mach schon!" in die Richtung geht das. Wenn sie ne Chance dazu sehen, daß sie gleich arbeiten dürfen, geht´s halt los... *gg Deswegen ist die daheim trotzdem gechillt und döst vor sich hin, da stört sie die Ruhe keineswegs.

    Und je nachdem, wie intensiv die Pudel es zeigen, kann man´s aushalten (bei mir hauptsächlich bei der Staffel, ansonsten ists einfach verhinderbar, indem ich keine Leckerlis dabei habe), oder muß halt gucken, was man tut, damit sie merken, mit dem Gekläffe kommen sie nicht mehr zum Erfolg, Fraule reagiert darauf nicht. Arbeiten geht´s nur noch, wenn ich ruhig bin. Dann geht das schon irgendwann weg.

    Oh mein Gott..... *ggg Jetzt versteh ich *zumzwergpudelhintermirschiel.......

    Meine Biene ist auch so, aber hauptsächlich, wenn wir arbeiten in der Rettungshundestaffel. Nehm ich sie aus dem Auto, geht´s los: *kreischspringkläff....... Grad noch, daß ich ihr die Kenndecke anziehen kann, aber auch nur, weil ich das Gewicht halten kann *gg Die hüpft und wendet sich wie ein Fisch, weil sie los will.

    Aber ansonsten ist sie zum Glück net sooo schlimm. Problem: das bei der Arbeit auszubremsen, ginge glaub ich nur über massiven Druck. Und dann würde sie mir höchstwahrscheinlich nicht mehr suchen.

    Andere Variante: sie darf nicht mehr losstarten, bevor sie nicht ruhig sitzt. Dann fährt sie mir aber so weit runter, daß die Suchfreude sicherlich ebenfalls leiden würde - da will ich mir nix reinbringen. Also laß ich sie - ist ja nicht so, daß ich 5 vor Freude tobende Kilos nicht 2 Minuten bis zum Ansatz halten könnte... *gg Und beim Kleinsthund hat das Rumgehüpfe meist eher ein Grinsen des Prüfers zur Folge, als daß da jemand was gegen sagen würde - steadyness vorm Start gehört nicht zu den Anforderungen an einen Suchhund *schwitz.....

    Würde sie das aber immer machen, ich glaub, ich würde Variante 2 versuchen, umzusetzen - daß sie nichts mehr arbeiten darf, wenn sie nicht vorher anständig mit mir zum Start geht.

    Punkt 3 und 4 kenne ich auch - hab ich Leckerli dabei, rennt sie überall hin, will auf Pfosten springen, irgendwo untendurch krabbeln, Büsche umrunden, oder auf nen Baum klettern - weil sie als Welpe dafür halt Leckerli bekommen hat. Da gehts dann aber mehr ums Futtern als um die Aufgaben an sich, obwohl sie es auch suptertoll findet, wenn sie mit mir arbeiten darf - egal, was. Und da bellt sie dann auch gern mal auffordernd, wenn ich ihr die Aufgaben nicht schnell genug zuteile. Folge: ich geh nur noch ohne Leckerli raus, um diese Erwartungshaltung nicht zu haben. Dann geht´s gut und sie kann völlig entspannt Gassigehn.

    Ansonsten: gib ihr keine Aufgaben mehr, solange sie plärrt. Sondern immer dann (unvorhersehbar), wenn sie grad komplett gechillt am Schnüffeln ist unterwegs oder so. Das kannst dann auch bestätigen. Und dann ein deutliches Zeichen für "jetzt gibt´s nichts mehr zu arbeiten", damit sie sich wieder entspannen kann.

    Ich kann ihn nicht halten auf der Treppe :mute: Er springt und zieht so schlimm, wenn es runter geht.. da würde ich echt hinterherfliegen...

    Das macht mein Bossi auch gerne - daheim gehe ich ins Meideverhalten und lasse ihn sichdie Haxn selbst brechen und die Treppen ohne Leine runterpoltern (wir sind nur 2 Wohnungen im Haus, und die Anderen sind tagsüber nicht da, und selbst wenn - sie kennen ihn und grinsen über ihn).

    Wenn ich aber die Geduld mal habe, oder ein Fremdhund im Haus ist, nehme ich ihn an die Leine und dann gibt´s kein Gezerre - sobald er mich überholt, setze ich meinen Schritt vor seine Nase und schiebe ihn beim Laufen mit den Beinen zurück, sodaß er hinter mir die Treppe runter muß.

    Für Dich (bei großem Hund): ich würde ganz rechts gehen, Leine mit dem Hund rechts, den Hund mit dem Bein und Leinenhand hinter Dich drängen, und dann ganz gemütlich die Treppe runtergehen (am besten 2 Personen nebeneinander, sodaß er nicht dazwischen durchkommt). Beim ersten Anzeichen, daß er sich zwischen den Füßen durchdrängeln will, gibt´s ne Korrektur: NEIN und abblocken oder so. Notfalls geh echt Stufe für Stufe, laß ihn zwischendurch absitzen oder sonstwas (Turnschuhe, keine High Heels bitte *gg). Oder erste Stufe absitzen, die zweite Platz machen, auf der Dritten Pfötchen geben, auf der Vierten ein Leckerli aufsammeln, etc. Dann isser beschäftigt, und wer arbeitet, plärrt net *gg Wenn das gut klappt, nur noch auf dem Treppenabsatz eine Aufgabe geben, nicht mehr auf jeder Stufe. Probier´s mal, vielleicht hilft´s... Kannst schon in der Wohnung damit anfangen: Leine holen vorm Gassigehn und apportieren, Halsband holen. Dann SITZ (währenddessen ziehst ihn an). Raus zur Türe und wieder SITZ. Tür abschließen und 2 Schritte im Fuß (kann er das?) zum Treppenabsatz gehen, wieder SITZ.

    Generell würde ich der Halterin sagen, daß Du den Hund SO nicht mehr nehmen kannst und zu nehmen bereit bist. Das kann ja wohl nicht sein, daß am Ende Du selbst keinen Hund mehr halten darfst, weil ihrer so ein Theater veranstaltet hat!

    Mögliches Problem mit externer Hundetagesstätte: die wollen sicher nen Vertrag mit dem Besitzer, weil die Angst haben, auf Kosten sitzenzubleiben! Und gibst Du den Hund auf Deine Verantwortung dort hin, bleibst evtl. auf den Betreuungskosten sitzen.

    Andere Idee: kannst den Hund evtl. in die Arbeit mitnehmen? Dann hast das Theater nur einmal am Tag: morgens beim Rausgehen. Mittags Gassi und evtl. Suchspiel zum Auslasten. Abends, bevor Du heimkommst, nochmal Gassirunde mit Kopfarbeit, und dann geht´s Schlafen bis zum nächsten Morgen.

    Wenn das Frustrationstoleranztraining nix hilft, war die Anforderung für den Hund noch zu hoch. Einfach noch einen Schritt weiter zurückgehen, und nur absolut minimal Frust verursachen, sodaß der Hund so wenig Streß bekommt, daß er damit umzugehen lernt. in dem Moment, wo Du die Toleranzschwelle schon überschritten hast, ist er nicht mehr in der Lage, etwas aufzunehmen und zu lernen. Abbrechen, später, wenn er sich beruhigt hat, nochmal versuchen mit reduzierter Anforderung - so weit reduziert, daß er auf alle Fälle Erfolg haben kann.

    zB beim Abendessen: Hund muß 2 Sekunden im Sitz warten, bis er den Napf kriegt - bellt. Dann halt beim nächsten Mal nur noch 1 Sekunde warten lassen, - bellt er dann immer noch, dann besser sofort, wenn er sich setzt, Napf hinstellen. Und dann, wenn das gut klappt, weiter ausbauen, wieder mit 1 Sekunde anfangen etc. etc.

    Da gibts tausend Möglichkeiten, das auch im Alltag zu trainieren: Absitzen und warten, bevor man die Haustür zum Gassi öffnet. Absitzen und warten, bevor der Hund Freilauf kriegt.
    Absitzen und warten, bevor der Hund durchgeknuddelt wird.
    Absitzen und warten, bevor der Hund sein Spielzeug bekommt.

    Ansonsten: prüf generell mal, ob Ihr evtl. zu viel mit dem Hund macht, wenn der immer auf 180 ist. Denn ist seine Grundstimmung generell gereizt, oder er überfordert mit einem Zuviel, wird er bei jedem Blätterrascheln losbellen. Ist er unterwegs gechillt, dann ist die Reizschwelle meist höher.

    Gib dem Hund Alternativen zum Käffen - bevor er loslegt. Wenns klingelt und er springt auf - Kommando "Körbchen" o.ä., dort mit Kauknochen bestätigen. Sodaß er lernt, das ereignis hat nix mit Aufregen zu tun.

    Geh nicht aus dem Haus, solange der Hund kläfft. Sobald er zu kläffen beginnt, setz Dich wieder hin, zieh die Schuhe aus.

    Wenn er am Tor zur HuSchu kläfft, kehr auf dem Absatz um und geh zumindest zurück ans Auto. Wird er ruhig, nächster Versuch. Kann sein, daß Ihr die Stunde damit zubringt - dann fang halt einfach ne Stunde vor Beginn des Trainings damit an.

    Wenn ers dann echt bis auf den Platz geschafft hat: nur ruhige Sachen machen, nix, was hochpusht, kein Agility oder sowas, eher Konzentrationsaufgaben. Kein Hundegerenne oder Gespiele, sondern ruhige Dinge - Suchaufgaben o.ä.

    Wenn Du jedes Mal, obwohl der kläfft, weitergehst bzw. raus gehst zum Gassi, lernt der Hund: wenn ich kläffe, komme ich irgendwann dort hin (der weiß ja nicht, daß er ohne Gekläffe auch oder viel eher hinkäme).

    Ansonsten: was ist der Hund für ne Rasse? Manche Rassen neigen zum Käffen oder zum Aufgeregtsein. Dann wirst es nicht ganz wegbekommen.

    Und wenn sie, wie Du schreibt, ängstlich und hypersensibel ist, dann gib ihr Sicherheit. Wenn sie merkt, Du kümmerst Dich um ihre Sicherheit, braucht sie nicht mehr zu kläffen und dreht nimmer so hoch. Wenn sie so sensibel ist, dann achte darauf, daß erstmal keiner mehr an den Hund drankommt, damit sie nicht aufdrehen muß. und ich denke, darauf wollte flying-paws hinaus: wenn der Hund in der HuSchu nur hcohdreht, weil er dort unsicher ist - dann geht erstmal nimmer dort hin, sondern arbeitet an der Sicherheit in Deiner Gegenwart. Macht doch keinen Sinn, wenn der Hund da hochgepusht wird, weil er dauernd unsicher kläffen muß, und damit mehr unter Streß gesetzt wird, als nötig. Vollkommen kontraproduktiv.

    Und: wer Erste Hilfe beim Hund net kennt - ein Kurs für Erste Hilfe am Menschen schadet übrigens auch nie..... *gg

    Ansonsten kannst vielleicht Deinem Hund nächstes Mal weiterhelfen, aber wenn Du mal zu nem Unfall kommst, stehst da und weißt nicht, was tun! Das Bißle, was man beim Führerschein lernt, ist doch schon vergessen, bevor man den Raum wieder verlassen hat..... Und nach ein paar Jahren weiß man doch oft gar nicht mehr, wie sich "Erste Hilfe" überhaupt schreibt.

    So - das mußte jetzt noch sein *gg

    In der Humanmedizin gibt es eine Notfallmaßnahme, den Heimlich-Handgriff - den kann man auch auf kleinere Vierbeiner umgemodelt anwenden. Schau Dir den mal bei Tante Google an und lass ihn Dir ggf. mal bei einem EH-Kurs für Hunde oder vom TA zeigen.

    LG, Chris

    ...aber nicht vergessen: hinterher trotzdem umgehend zum Doc, beim hund wie beim Menschen! Man kann mit dem Griff Einiges innen kaputtmachen.

    .........Klar berichte ich vom Trainer. Er hatte letztes Mal, wo wir auch die ganze Anamnese besprochen hatten, allen ernstes vor ihn in einer Gruppe zu trainieren. Ich werde da aber gleich mit ihm nochmal in Ruhe drüber reden. Ich halte das für absolut fatal und fast schon grob fahrlässig. Aber gut, wie es wirklich weitergeht will er eh erst heute besprechen.

    .....

    Hm - ich hab mir mal seine Website angeschaut - die Qualifikationen scheinen zumindest ok. Aber das muß man natürlich live sehen. Ja, besprich das mit ihm. Vor allem nach dem letzten Vorfall, evtl. kommt er ja auch zu dem Ergebnis, den Kerle erstmal allein zu trainieren, denn wenn er sich nicht hochspult, kann man besser Unterordnung trainieren, und ich stelle es mir vorteilhaft vor, einen Hund auch in Ausnahmesituationen u.U. über die unterordnung wieder in den Griff zu kriegen - Rückruf, wenn er sich auf Andere stürzen will o.ä.......

    Nichtsdestotrotz kann man natürlich testen, in welcher entfernung von anderen Hunden er noch aufnahmefähig und kooperationsbereit ist, und es wäre sicher auch für euch hilfreich, zu wissen, wie viel er bereits ertragen kann - ist eine Gruppe mit 2 Hunden zu viel, oder geht das, wenn die Abstand halten oder solche Fragestellungen eben.

    Aber das würde ich persönlich nicht austesten, solange schon ein Hund daheim (nämlich der Ersthund) für diesen Hund noch gelegentlich eine Überforderung darstellt. Immer schön ein Schrittchen nach dem Anderen. Daheim streßfrei wäre schonmal einen gute Basis (auch um den Streßs fürs Ersthundi zu minimieren - der muß ja derzeit dauernd mit unvorhersehbaren Übergrifen rechnen), und erst, wenn das klappt, einen Versuch mit EINEM anderen Hund auf Entfernung starten. Kann sein, daß er 5 Hunde 5 Minuten lang aushält, bei 3 Hunden 10 Minuten Ruhe gibt oder sowas. Einfach Grenzen kennenlernen, damit Ihr ihn auch besser einschätzen könnt, und wißt, daß z.B. eine Gruppe von xy Hunden derzeit noch zu viel ist.

    Sollte der Trainer tatsächlich mit einer Gruppe anfangen wollen, und Euch gegenüber das schlüssig begründen - dann macht das, aber gesichert mit Mauli. Ist blöd, ja - Kommunikation ist nunmal klarer erkennbar ohne den Mauli, aber ich würde da an Eurer Stelle kein Risiko eingehen. Der Hund lernt ja mit jedem Mal, wo er so vorgeht, daß er mit dem Verhalten durchkommt, weil Ihr ihn derzeit noch nicht rechtzeitig stoppen könnt (weil Ihrs nicht erkennt). Wenn Du aber dabei Bauchschmerzen kriegst, dann laß es - denn es gehört schon Vertrauen in den Trainer dazu, solche Dinge erfolgreich bearbeiten zu können. Wenn das nicht da is, hilft auch der beste Trainer nicht weiter, denn dann ist nicht gewährleistet, daß seine Tips im Alltag auch zuverlässig umgesetzt werden, wenn Du als Halter nicht dahinterstehst. Dann setzt mans nur halbherzig um, es geht dadurch schief und hinterher heißt es: "wir haben bei xy trainiert, und der hat nicht geholfen". Wäre ja blöd.....

    Du kannst den Trainer auch durchaus konkret nach einem Plan fragen, wie er vorzugehen gedenkt (oder in der jeweiligen Stunde nach einem Ziel der Stunde und der ausgedachten Methode fragen), und jeden Schritt mit ihm zusammen durchgehen und abnicken. Oder eben sagen, wobei Du ein schlechtes Gefühl hast und was Du lieber nicht machen möchtest. Letztlich kannst Du auch die Zusammenarbeit mit einem Trainer jederzeit beenden, wenn Dir was suspekt vorkäme, oder Du merkst, für Deinen Hund und Dich wäre das nicht der richtige Weg. Aber erstmal würde ich da schon mit nem Vertrauensvorschuß hingehen, alles Andere wäre unfair dem Trainer gegenüber...

    Alles Gute!