Beiträge von BieBoss

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    Ich finde im Gegenteil, dass Deine Ansicht vermenschlicht ist. Ist nicht böse gemeint, aber auch da muss ich von Hund zu Hund unterscheiden.

    Bei meiner Kleinen, harmlosen Pudeline bestand ich da nicht drauf - obwohl oder vielleicht gerade deshalb, weil sie nie ihr Futter verteidigte. Nun aber hab ich hier ein Elefantenbaby, was sich nimmt, was es braucht (gut so, das ist gesund). Aber gerade der Jungrocker darf nie einfach so ans Fressen, sondern hat sich neben der Maus artig hinzusetzen (ein Bild für Götter - Pat und Patachon :lol: ) und zu warten auf "Falco, nimm's!".

    Ich bin so ein Weichei und mag halt keine Ringkämpfe, wenn ich Raubtierfütterung mache. ;)


    Nehm ich nicht böse, keine Angst ;-)

    Ist doch aber ein Unterschied, ob ich nem Welpen beibringe, sitzend zu warten, oder ob ich nen Hund von der Straße habe, der gelernt hat, Futter zu verteidigen, und mich dann zum "Feind" mache, indem ich erstmal beibringe, daß alles Fressen MIR gehört....

    Und ich finde es AUCH beim Welpen schöner, wenn er den Knochen über Tauschgeschäfte herzugeben lernt (sag mir nicht, Du nimmst den einfach ersatzlos weg, das glaub ich nicht *gg), als erstmal über den Weg "ich muß mir alles wegnehmen lassen", weil der Mensch der stärkere ist und darauf besteht. Denn wenn der Hund lernt, er kriegt was dafür, werden ja genau die Ringkämpfe vermieden, auf die man sich einließe, wenn man sagte "ich bin die Stärkere und Du mußt Dir von mir alles wegnehmen lassen". Das ist im Endeffekt (selbst wenns dann klappt, weil der Hund eher ein Schisser als ein Ressoucenverteidiger wäre) immer noch negativ besetzt, statt mit Freude wie es auf dem Weg übers Tauschgeschäft der Fall ist.

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    Ein Hund ist kein Mensch. Regeln müssen vom ersten Tag aufgestellt werden. Alles andere ist Verunsicherung des Hundes.

    Recht hast Du, daß Regeln wichtig sind. Aber bei MIR lautet die Regel: was ich dem Hund gebe, gehört IHM. Meine Hunde können mir vertrauen. Punkt.

    Und die Regel, daß ich ihm im Laufe der Zeit mal was wegnehme, um das zu inspizieren (weil es im Notfall klappen muß), das kommt in der Fortgeschrittenen-Lektion, von ganz alleine. Weil die Hunde gelernt haben, sie brauchen nicht um ihr Futter zu kämpfen.

    Vielleicht mal ein ganz krasses Beispiel zur Verdeutlichung (der Hund der TS ist seit 4 Wochen bei ihr, und 60 cm groß. Das Verhalten hat sie bereits erschreckt (auch DAS hat der Hund längst notiert, daß er mit Warnen Erfolgt hat)): So, jetzt stell Dir Dich vor, ein in Deinem Haus neuer Hund, lassen wir uns als Beispiel nen hübschen kleinen Rottweiler nehmen, ausgewachsen, wie viel Kilo haben die, so 50? Gehst Du, nachdem der erst seit 4 Wochen bei Dir lebt, her und sagst, ich setze jetzt mal ne Regel, und die heißt: laß Dir alles wegnehmen ohne Widerstand?? Da möcht ich bitte Mäuschen sein...... ;-)

    Will sagen: das kannst bei nem Welpen machen, ist sicherlich dort einfach, weil das noch net so weh tut, wenn der zulangt. Aber das einem Neuling zu empfehlen, wo der Hund schon gezeigt hat, daß er das nicht dulden wird, ist glaub ich net sehr klug..... Warum werden solche Tips gegeben, wenn doch so offensichtlich ist, daß das schiefgehen kann? Nicht jeder hat nen Toy-/Zwergpudel (hab auch nen Zwerg, also darf ich das sagen *gg), mit dessen Antwort er dann so fertig wird, daß dem HH nichts Schlimmes passiert (aber vertrauenerweckend ists auch für den Zwerg nicht!!).

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    Nun die Freigabe find ich völlig sinnig, denn ich finde es respektlos, wenn meine Hunde mich das Essen
    nicht in Ruhe hinstellen lassen.
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    Entschuldige bitte, aber: wie nötig muß man es haben, wenn man den Hunger der Hunde oder deren Vorfreude aufs Essen mit Respektlosigkeit sich selbst gegenüber assoziiert!! Wenn mein Hund Hunger hat, freut er sich aufs Essen, ja, das darf er sogar. Und wenn ich die Näpfe runterstell, dann kommen sie alle miteinander angerannt, vollkommen undiszipliniert. Sie salutieren auch nicht respektvoll vor dem Napf in meine Richtung - nein, sie FRESSEN (oh mein Gott!) einfach drauflos......

    Und - ob Du´s glaubst oder nicht, sie haben bisher noch nicht die Weltherrschaft übernommen.....

    Mensch, Mädel, laß doch die Hunde leben, das sind keine Menschen, die brauchen keinen Knigge beim Futtern!

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    QuoVadis
    warum ? Er bekommt es doch gleich wieder von mir hingestellt.
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    Jein - da fehlt ein winzig kleiner Zwischenschritt: der, bei dem der Hund (bei entsprechender Neigung) sagt: "Stop - Du hast mir das Teil gegeben, jetzt ist es meins!". Noch bevor Du das Teil wieder zurückstellen kannst.....

    Warum sollte der Hund sich das wegnehmen lassen, noch bevor er gelernt hat, daß Du das Ding wieder hinstellst? Nochmal: der Hund ist neu, keine Beziehung zum Halter bisher (normal, nach nur 4 Wochen). Der packt halt dann mal zu, wenn man das Knurren ignoriert!

    Generell hast Du schon recht, daß der Hund sich im Notfall was wegnehmen lassen wird. Aber nicht, solange noch kein Vertrauen da ist. Ich habe gerade mit Frieda da auch erst dran üben müssen. Die kam zu mir, hat erstmal Knochen verteidigt. Hintergrund: sie hat auf der Straße gelebt, und schon dort ihr Futter gegen andere Hunde verteidigen müssen, als blinde Hündin! Sie hat auch was gelernt - aber keinen Respekt: auf der Straße nämlich, und zwar, daß das, was sie findet, immer verteidigt werden muß! Das muß man doch erstmal rauskriegen! Sonst bestrafe ich den Hund für etwas, das er auf der Straße gelernt hat. Sehr vertrauenerweckend...... *ironieoff....

    Ich habs geschafft, indem ich immer wieder an sie ran bin beim Fressen, aber IMMER akzeptiert hat, wenn sie Grenzen gesetzt hat: sobald sei z.B. steif wurde und zu fressen aufhörte, bin ich mit "ist gut" stehengeblieben. Nicht ausgewichen, aber auch nicht weiter ran. Die Distanz wurde immer geringer, weil sie damit lernen konnte, daß ich nichts wegnehme und ihre Körpersprache verstehe. Dann, als ich ganz nah ran konnte, ohne daß sie was sagen mußte, weil sie mir DANN vertraute, hab ich immer mal wieder mit "schau mal" was in ihre Richtung gehalten, das noch viel besser roch, und es dann in den Napf fallen lassen. Inzwischen ist es so, daß ich ihr jederzeit auch nen Knochen mal wegnehmen kann (z.B. mit "zeig mal" und sofortigem Zurückgeben plus verbalem Lob oder einfach Freigabe, daß sie´s wieder nehmen kann.).

    Gemerkt hatte ich das damals übrigens, weil ich ganz naiv ihr nen (Fleisch-)Knochen wegnehmen wollte, weil sie nachts um 2 damit neben meinem Bett ewig rumgeknuspert hat, und ich schlafen wollte.... Ich war das von den anderen beiden gewohnt, daß ich denen jederzeit was wegnehmen konnte, und hab -halb schlaftrunken- nicht nachgedacht. Das Echo hab ich mir nur einmal angetan, ich war reichlich erschrocken....... *gg Sie hat mit einem richtig lauten Knurren in meine Richtung geschnappt. Nicht erwischt, aber die Warnung war deutlich, ich hab wohl die vorherigen (bei Frieda normal seeehr deutlichen) Zeichen übersehen. Seitdem achte ich auf die Kommunikation meiner Hunde..... Du siehst, auch ein Halter kann was dazulernen, ohne sich nen Zacken aus der Krone zu brechen..... ;-)

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    Ach und übrigens :
    JA ICH bin der Meinung, dass Regeln Sicherheit bedeuten !!!!

    Generell ja, Regeln geben Sicherheit.

    Aber wie lautet die Regel dann in dem genannten Fall: Der Knochen, den ich Dir überlassen habe, gehört gar nicht Dir - ellabätsch? Ich kann Dir jederzeit irgendwas wegnehmen? Na, DAS möcht ich sehn, wie Du SO Vertrauen aufbaust...... Der Hund weiß doch nie, ob er grad an das Teil xy ran darf oder nicht, und wird völlig verunsichert, traut sich entweder gar nichts mehr - oder traut sich, und verteidigt dann aus der Unsicherheit der Situation raus, weil er nicht weiß, was er sonst tun soll.

    Armer Hund, der so leben muß.....

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    Ich kann mich nicht erinnern schonmal eine Hündin gesehen zu haben, die
    sich von ihren Welpen auf dem Kopf rum tanzen lässt !!!
    Respekt lernt ein Hund schon von klein auf !!

    Richtig - er LERNT es. Du kannst es nicht voraussetzen. Und er lernt es, indem er Dich als souveränen Anführer kennenlernt, auf den er sich immer verlassen kann: u.a. darauf, daß Du das, was er von Dir kriegt, nicht unvermutet und grundlos wieder wegnimmst.

    Der Hund ist erst 4 Wochen da - wann soll er es gelernt haben?

    Und von klein auf lernt er Respekt demjenigen gegenüber, bei dem er lebt. Kommt er als Erwachsener zu einem neuen Halter, muß er erst wieder LERNEN, ob er dem vertrauen und ihn respektieren kann.

    Nicht der Stärkere ist der, der das Rudel führt, sondern der, auf den man sich in kritischen Situationen genauso wie im Alltag verlassen kann.

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    ....... Wenn ich Kinder hätte und mein Ältester sich einfach die Autoschlüssel nehmen würde um runzucrusen, ich ihn dabei erwische und die Schlüssel einfordere, er mich dabei drumm anblöken würde, dann gäbe das Konsequenzen, weil das respektlos ist. Man muss sich doch nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

    Hab jetzt noch nicht alles gelesen - aber das Beispiel hinkt. Warum? Ganz einfach: weil Dein Sohn mit Sicherheit vorher von Dir erfahren hat, daß das Dein Auto ist, und er die Finger von zu lassen hat.

    Der Hund aber weiß bisher noch gar nichts, und vertraut Dir noch nicht (das vertrauen muß man sich erarbeiten), und warum sollte er Respekt haben vor Dir? Weil Du die Größere bist? "Chef" ist beim Hund jemand, der in allen Situationen souverän reagiert, der nicht um den Besitz eines Knochen kämpft, und nicht derjenige, der sagt "Ich bin der Größte, ich bin der Chef". Der Hund weiß nämlich, daß derjenige, der am lautesten plärrt, keine Führungspersönlichkeit ist.

    Wenn der Hund Dich näher kennenlernt und im Laufe der Zeit erfährt, daß Du in kritischen Situationen souverän reagierst, immer konsequent und verläßlich bist (d.h. immer dieselbe Reaktion beim gleichen Verhalten von ihm), DANN wird er lernen, daß Du "CHEF" (sprich fähig, zu führen) bist - aber nicht Kraft eines Schreiben, das Du ihm vor die Nase hälst, á la "Ich bin der Chef", gemäß dem Motto "wer am lautesten schreit, ist Chef"... Das funktioniert nur beim Menschen - Hunde sind da nicht so dumm, die checken erst Deine Fähigkeiten als Führungspersönlichkeit ;-) und entscheiden dann, ob sie mit Dir arbeiten oden nicht.

    Um zum Beispiel zurückzukommen: Dein Sohn weiß, er darf das Auto nicht nehmen, also muß er mit den Konsequenzen leben. Woher aber soll Dein Hund wissen, daß der Knochen Dir gehört? Du hast ihn ihm doch gegeben, und damit Deinen Anspruch auf den Knochen aufgegeben! Du hast ihm das Ding überlassen. Warum jetzt wieder wegnehmen? Das ist kein schlüssiges Verhalten, damit bist Du für ihn unberechenbar. Klar - er wird den Knochen hergeben müssen, wenn Du ihn dann einfach mit Gewalt wegnimmst - aber Hunde sind konsequent: DU mußt dann mit den Folgen leben. Sprich: sagt der Hund dann auf seine Weise, daß er nicht bereit ist, den Knochen an Jedermann abzugeben (den er noch dazu (noch) nicht als -ich nenns mal "führungsfähig" -kennengelernt hat) , dann viel Spaß! Und das passiert bei einem neuen Hund, den man noch nicht kennt, recht fix. Du weißt nicht, was der für Vorerfahrungen mitbringt.

    Einem Anfänger also solche Tips zu geben, ist reichlich fahrlässig! Wenn Du das mit Deinem Hund oder künftigen Hunden machst - viel Spaß (ich muß dann ja nicht erste Hilfe leisten, und bin auch nicht der Hund, der mit "so einem" Halter zusammenleben muß) - aber bitte nicht an Neulinge solche Tips......

    Anknurren ist nichts anderes als Kommunikation und heißt nur: "bis hierher und nicht weiter". Wenn ich das ignoriere, wie soll dann Vertrauen beim Hund entstehen? Selbst wenn ich einen Hund schon jahrelang habe, und der dann irgendwann anfängt, solche Dinge zu verteidigen (es sei denn, es ist was ganz außergewähnliches, für ihn supertolles, das er sonst nie kriegt), dann würde ich mich schon fragen, was ICH falsch gemacht habe....

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    Heißt nix anderes,das jeder Fall nun einzeln verneint wird,von Vermietern die keine Hunde dulden wollen.

    Nicht ganz - ich schätze, wenn der Vermieter keine handfesten Argumente vorbringt (massive Störungen im Haus oder Ähnliches nachgewiesen), hat er, wenns der Mieter drauf ankommen läßt (sprich vor Gericht) keine Handhabe, die Haltung zu verbieten, oder?

    Und evtl. kommt jetzt jemand, der aus beruflichen Gründen einen Hund hält, vor Gericht eher zu einer Genehmigung, diesen Hund halten zu dürfen, auch wenns dem Vermieter einfach nur "nicht recht" ist, solange der Hund nicht irgendwie nachweislich negativ auffällt (stundenlanges Gebell oder sonstige massive Beeinträchtigung der Mitmieter). So verstehe ich das zumindest.

    Mal sehen, wie sich das künftig bemerkbar macht in der Rechtsprechung in solchen Fällen....

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    ....... ich will eigentlich nur einen Maschendrahtzaun machen...

    Ich hab auch nicht soo die Angst dass sie abhauen will aber wenn sie halt draussen ne Katze, nen anderen Hund oder sonstwas sieht will ich einfach nicht, dass was passiert.

    Also bei nem Hund dieser Rasse, der eh schon in Gefahr ist, irgendwann auf diverse Listen gesetzt zu werden (zumindest in den Bundesländern, wo das nicht schon eh der Fall ist), würd ich da schon in etwas mehr als nur nen Maschendrahtzaun investieren.... und da geht´s nicht um ein etwaiges Verfolgen von Katzen. Da ärgert ein Kind den Hund am Zaun oder sowas blödes, der knurrt einmal, Kind erschrickt - und dann wird Dir sicherlich seeehr genau auf die Finger gekuckt und geprüft, ob Du ausreichend Sicherheit gewährleisten kannst...

    Und beim katzen- oder hundebedingten Wettkampf Rotti gegen Maschendraht setz ich ehrlich gesagt auf den Rotti *gg

    Daß ein Rotti höher als 2 Meter hoch aus dem Stand springt, das möcht ich sehn - in der Gewichtsklasse? Der müßte doch Sprungfedern im Poppers haben *gg Ich denke, das sollte reichen, aber drunter würd ichs nicht halten..... schon zur Sicherheit für den Hund, damit keiner reingriffelt.