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Meine Chefin hat mir auch schon vorgeschlagen den Hund im Auto zu lassen und in meiner Pause raus zu gehen! Habe alle 4 stunden pause, und dann bei der kälte im auto lassen? die läuft ja nicht ganz rund!
So richtig auspowern kann ich sie auch gar nicht...werfe den ball und irgendwann hat sie keine lust mehr und ist nur am schnüffeln...nix mit rum rennen dass sie mal aus der Puste ist!
Bei der Kälte im Auto macht gar nix. Bei meinen hab ich ne dicke Decke über der Gitterbox, wenn ich z.B. beim Training bin und sie gerade nicht dran sind. In der Box nen Haufen Fleecedecken, wo sie auch drunterkriechen können. Und wenn alle Stricke reißen, kommt´s Mäntelchen raus. Die Kälte ist da glaub ich das geringste aller Deiner Probleme.... Darfst net vergessen, im Auto fällt der kalte Wind schonmal weg. War gestern erst so unterwegs, und jedes Mal, wenn ich den Hund aus dem Auto geholt hab, war´s drin angenehm temperiert, und der Hund schön warm.
Auspowern wirst den Hund mit Bällchenwerfen eh net. Es geht ja nur darum, ihn in der Pause rauszulassen, daß er etwas Bewegung kriegt und sich lösen kann. Auspowern ist dann vor oder nach der Arbeit angesagt, und zwar mit Kopfspielchen statt Bällchen, und halt für den Körper mit ner größeren Gassi-Runde.
Solange der Hund daheim rumlärmt, bringt es nix, solche Lösungen zu verdammen, die Alternative ist nämlich der Auszug (von Hund oder Euch). Wobei ich ehrlich gesagt bezweifle, daß ihr diesen noch verhindern könnt: immerhin hattet Ihr lange genug zeit, auf erste Beschwerden zu reagieren. Und zum Thema Geld für Sitter oder Training: tut mir leid, aber sowas weiß ich vorher, daß ein Hund Geld kostet. Wenn ich nicht willens bin, das nötige Geld notfalls per Nebenjob herzukriegen, dann schaff ich mir keinen an. Ich sage nichts, wenn s ne größere unvorhergesehene OP ist (und auch dagegen kann man sich versichern) - aber vorhersehbare Dinge wie Trainer und Hundesitter sollte man schon leisten können, wenn der Hund nicht gelernt hat, zu dem Zeitpunkt alleinezubleiben, zu dem man arbeiten gehen muß.
Es wäre nur eine vorübergehende Lösung, bis der Hund das Alleinebleiben gelernt hat. Dann erst würde ich versuchen, ihn wieder daheimzulassen -aber ausschließlich mit vorgewarnten Nachbarn, die wissen, daß es ein Test ist, und so nett sind, euch anzurufen und Bescheid zu geben, wenn der Hund unruhig wird, damit Ihr eingreifen könnt. So sehen die Nachbarn, Ihr tut (endlich) was, Ihr arbeitet daran, und ihr nehmt ihre Hilfe in Anspruch, sodaß sie evtl. etwas geduldiger werden.
Bis dahin: kleine Brötchen backen, entschuldige Dich bei ihnen, frag sie, ob sie nen guten bezahlbaren Trainer kennen (wenn sie selbst Hunde haben), und den Hund nicht mehr alleine daheimlassen.
Und so Sprüche wie "Die ist ja nicht ganz rund" kannst Dir in dieser Situation sparen, die Chefin will Dir mit Sicherheit nur helfen und Dir einen Ausweg zeigen. Wenn Du generell mit so ner Einstellung auf die Menschen zugehst, wundert mich das nicht, daß die Nachbarn langsam unduldsam werden....... ;-)
Abgesehen davon, könntest Du mit der Chefin nochmal reden: evtl. darfst alle 2 Stunden mal für 5 Minuten raus, um zu gucken - die lieben Raucher haben ja auch immer Pause, die sie sich bezahlen lassen....
Und wenns wärmer wird: Gitterbox (die ist schön luftdurchlässig) mit Vorhängeschloß hinten rein und Kofferraum auflassen (am besten auf dem abgeschlossenen Firmenparkplatz, auf der Straße ist immer blöd so..... (mußt ja sicherstellen, daß der Kofferraum offen bleibt!), Auto in den Schatten stellen, Decke drüber als Schutz gegen die Sonneneinstrahlung. Funktioniert, wir machen das im Sommer alle in der Rettungshundestaffel, wenn wir im Training sind! Natürlich würde ich auch hier ab und an runtergehen, und checken, ob´s paßt, evtl. Auto in den Schatten umparken, Wasser nachfüllen etc. Am besten das Auto so stellen, daß Du´s vom Fenster aus sehen kannst, wie auch immer.