Der Jagdtrieb ist was ganz Normales beim Hund... Kann passieren, sollte aber kein zweites Mal passieren - aber Ihr wißt ja nun, daß er jagt, insofern kann man da gegensteuern: erstmal Leine (in den Händen von wem, der den Hund auch halten kann, wenn er mal unvermutet reinspringt), und dann Antijagdtraining.
Auch die Begleithundeausbildung ist zu empfehlen, denn da wird ja vor allem der Grundgehorsam beigebracht (natürlich vorausgesetzt, daß man das dort Gelernte auch daheim fortführt...), und kann Tips kriegen, wie man Jagdtrieb in den Griff bekommen kann. Vor allem den Abruf solltet Ihr intensiv üben.
Wäre ja noch schöner, wenn man nur mit fehlerlosem Hund die Ausbildung machen könnte - kein Hund wird so geboren, daß er die nicht mehr bräuchte... ;-)
Zu dem 8jährigen Sohn: schaut mal in Eure Haftpflichtversicherungsunterlagen: normalerweise versichert keine Haftpflichtversicherung einen Hund, wenn der von Kindern unter 14 Jahren geführt wird. Gerade beim großen Hund ist ja zu erwarten, daß ein Kind diesen keinesfalls halten kann - der braucht bloß mal unvermutet eine Person freudig anzuspringen, weil diese ihn anspricht (oder gar ein Kind!) und dabei zu Fall zu bringen, sodaß sie Kopfverletzungen erleidet - Hilfe.... oder der Hund erschrickt auf der Straße, macht nen Satz auf die Seite, landet dabei auf der Hauptstraße - und reißt Dein Kind noch mit. Mag mir das gar nicht vorstellen, was da alles passieren kann.
Das Harmloseste ist sicherlich noch, daß Dein Sohn zusehen mußte, wie der geliebte Hund das Kaninchen tötet, das reicht ja schon dicke in dem Alter.... Könnte auch passieren, daß der Hund plötzlich nen anderen Hund anpöbelt, wenn der Sohn alleine mit ihm unterwegs ist. Wie will der 2 sich prügelnde Hunde wieder auseinanderkriegen?? Wie stellst Du sicher, daß er da eben nicht dazwischen geht und selbst verletzt wird? Woher soll er wissen, wie er da reagieren muß? Da sind oft schon erwachsene Hundehalter beim ersten Mal vollkommen überfordert, selbst wenns nur Pöbelei ist und dabei nichts Ernstes passiert.
Es ist toll, wenn die Kinder lernen, mit dem Hund umzugehen - aber man muß ganz vorsichtig sein, wann, wo und in welchen Situationen. Und das können auch die Kinder verstehen, daß das gefährlich werden kann. Aber wenn sie mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernehmen dürfen, lernen sie dazu, und sind genauso stolz. In dem Alter kann er z.B. Futter hinstellen (alles immer in Anwesenheit von Euch!), oder mal im Park eine kleine Strecke führen, wenn sonst nichts los ist (vorausgesetzt, Ihr habt eine Sicherung gegen Losrennen bei Kaninchensichtung, z.b: zweite (längere) Leine am Hund als "Backup"), oder er darf versuchen, ob der Hund einem Sitz-Kommando gehorcht etc. (solange er ihn dann nicht den ganzen Tag mit sinnlosen Kommandos nervt *gg).... Oder den lieben langen Tag knuddeln mit ihm - solang´s dem Hund gefällt (auch das nämlich muß der Kleine lernen...).