Beiträge von BieBoss

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    Das is ja schon ne ganze Menge! Dank schon mal;)
    Aber wie kann ich dem hund genau lernen leine von spielzeug zu unterscheiden?:)

    Ich habs so gemacht: Leine nehmen, dem Hund zeigen, benennen, auf den Boden legen. Bringen lassen mit "Bring Leine". Dann mal (später) Handy benennen, hinlegen, bringen lassen. Als Biene das beherrscht hat, beides hingelegt. Dann: "Bring Leine" - und sobald sie in Richtung Leine gegangen ist, NEIN gesagt, und auf das Handy gezeigt. Leckerli dann auch nur gegeben, wenn sie die Leine gebracht hat.

    Kannst auch erstmal nur Leine und dann Leine und nen unbekannten Gegenstand hinlegen, und dann sagen "Bring Leine" (oder was auch immer Dein Kommando für´s apportieren ist). Evtl. fällts dem Hund leichter, erstmal nur Leine bringen, dann jeweils Leine mit einem anderen, noch nicht benannten Gegenstand zusammen hinzulegen und die Leine rauszusuchen. Wenn das dann sitzt, einen zweiten Gegenstand benennen, den erst einzeln bringen lassen, dann neben einen "fremden" Gegenstand legen, raussuchen lassen etc. Und wenn das sitzt, Leine und den anderen Gegenstand zusammen hinlegen, und jeweils den richtigen raussuchen lassen. Körperliche/stimmliche Hilfe macht nix - soll ja nur Spaß sein, es prüft ja keiner ;-)

    Biene bringt z.B. auch Schuhe - allerdings unterscheidet sie nicht, welche - wenn ich also sage "bring Schuhe", bringt sie einen (der am nächsten steht, oder am besten duftet? *gg) - und wenn ich dann sage "noch eins" für den zweiten, bringt sie einen weiteren - das kann dann auch mal einer von meiner Tochter sein *hust..... Aber das zeigt: sie weiß, was ein Schuh ist ;-) Ich hab mehr halt nicht trainiert - könnte ja unterscheiden zwischen Schuhe-Stiefel-Schlappis etc., das ginge sicherlich auch.

    Und das Spielzeug jeweils dann eben auch mit extra Namen belegen. Ich nehm manchmal Tempo-Packungen, leere Medikamenten-Papp-Schachteln, meinen Schlüssel, das Handy, ein Halsband, Balli, Spieli (Zerrseil), Schweinchen (Quietschi) etc. - aber meist nur bis zu 3 Stück, das langt dann wieder, die dreht sonst voll hoch.

    Hallo,

    also, erstmal, ich verstehe Deine Sorge um Deinen Hund.

    Aber ganz ehrlich, wie kann man sich, wenn die Nachbarn eh schon zicken, noch nen zweiten Hund holen, und dann auch noch in ner Mietwohnung einen Listenhund? Die Tips von wegen "such Dir ne neue Wohnung" sind ja gut und schön - aber es ist doch heute schwer genug, überhaupt eine Mietwohnung zu finden, wenn man Hunde hat, und dann noch mehrere - wie soll das mit nem Listenhund gehen? Da tut man sich doch noch schwerer...

    Da hilft echt nur eines: hart dran arbeiten, und das auch entsprechend kommunizieren. Sag den Nachbarn höflich (alles andere bestätigt nämlich nur das Bild des Listenhalteer-Prototypen, der alle Leute anprollt, so wie Deine Bemerkung mit der Erziehung sicherlich eh schon rübergekommen ist beim Nachbarn!!), daß Du den Hund noch nicht lange hast, daß Du derzeit daran arbeitest, ihn zu erziehen und in den Griff zu kriegen, daß Du zum Trainer gehst (und mach das auch wirklich!). Und vor allem: tu alles, um Situationen, wo Du denen (und auch unterwegs Leuten mit Kindern oder Hunden, solange Du die Situation noch nicht einschätzen kannst) begegnest, zu deeskalieren. Sprich: Maulkorb IMMER draußen, dann den Hund, sobald die in der Nähe sind, zu Dir rannehmen, kommen sie Dir entgegen, setz den Hund hinter Dir zum Zaun hin ab, sodaß Du dazwischen stehst, und der Hund nicht an die Leute geschweige denn Kinder rankommt. Gemeinschaftsgarten - darauf würde ich verzichten, lieber draußen Gassi gehen. Oder, wenn Du mal in nem umzäunten Grundstück üben mußt, vorher den Nachbarn kurz Bescheid geben, daß Du für ne Viertelstunde im Garten trainierst mit Trainer, und sie bitten, in der Zeit den eigenen Hund dort nicht reinzulassen, aus Sicherheitsgründen. Zeig ihnen, daß Du Dir Gedanken um die Sicherheit der Kinder und des Welpen machst, daß Du selbst bemüht bist, Risiken zu vermeiden und das Problem in den Griff zu kriegen!

    Mit Leute anmaulen hat noch keiner Verständnis bekommen.... Und wenn die NOCH so Unrecht hätten mit ihrem Gemecker - Du bleibst freundlich, höflich, zuvorkommend. Entschuldigst Dich, wenn der Hund zu dicht an sie rankommt, weil Du grad net aufgepaßt hast o.ä. - als Listenhundbesitzer stehst Du immer im Mittelpunkt der Beobachtung durch die Menschen. Jeder wartet nur darauf, daß Du einen Fehler machst, daß der Hund irgendwie reagiert. Jedes Knurren, weil er Abstand einfordert, wird als Aggression gedeutet, etc. Umso mehr bist Du in der Pflicht, Dir keinen Fehler zu leisten - nicht nur, damit es keine weiteren Verschärfungen der Gesetzgebung gibt, weil Du Dir als Halter der Verantwortung nicht bewußt bist und leichtfertig den Hund ohne Leine laufen läßt, sondern auch Deinem eigenen Hund und nicht zuletzt Dir selbst zuliebe - damit er bei Dir bleiben kann, und nicht in einen schlechten Ruf kommt, sodaß jeder nen Bogen um Euch macht, wenn er Euch sieht. Damit machst Du Euch das Leben nur noch schwerer.
    Wenn Du nicht alleine wohnst, schick Deinen Partner o.ä. vor, wenn Du an der Haustüre des Nachbarn vorbeikommst, der kann Dich warnen, wenn dort die Türe aufsteht, oder denen sagen, Achtung, Du kommst mit Deinem Hund vorbei, macht kurz die Tür zu o.ä. - einfach, damit der Welpe nicht mehr in Eure Nähe gelassen wird. Oder teil den Nachbarn Deine Gassizeiten o.ä. mit, damit die sich darauf verlassen können, daß der Hund jeden Tag zur gleichen Zeit durchs Haus geht, und sie sich in der Zeit zurückziehen können mit den Kindern und dem eigenen Hund - irgendwie muß sich das doch lösen lassen, Ihr seid doch erwachsene Leute...

    Ich weiß, daß das doof ist, und finde die ganze "Kampf"hund-Diskussion immer zum K.... - aber andererseits, woher kommt´s denn? Weil einige Wenige mit ihrer Verantwortung als Hundehalter nicht umgehen konnten/können und die Tiere entsprechend in Verruf gebracht haben. Und dazu gehört auch, einen Listenhund, den man noch nicht so gut kennt, ohne Leine in der Öffentlichkeit laufen zu lassen oder Kinder an ihn ranzulassen, wenn man noch nicht weiß, wie er darauf reagiert. Man muß doch einen neuen Hund auch selbst erst mal kennenlernen, bevor man weiß, wie der in welcher Situation tickt.... Du bist mit Listenhund grundsätzlich erstmal in der Defensive - leider..... Aber nachdem das so ist, muß man sich entsprechend verhalten.

    Fuß wird halt dann erstmal daheim und in umzäuntem Gelände geübt, und wenn der Welpe (oder ein anderer Hund) unterwegs her kommt, nimmt man den eigenen Hund und bleibt z.B. nicht stehen, sodaß er den Welpen auch noch fixieren und angreifen kann, sondern gibt Kommando WEITER, oder sagt "NEIN - komm mit!" (also Abbruch und Alternative bieten), und kehrt um/macht nen Bogen, oder man stellt sich vor den Hund und blockt den Welpen oder bittet den Nachbarn, den kurz wegzunehmen, damit Ihr durch könnt, damit der Kleine dann wieder ungefährdet laufen kann. Da muß man halt mal reagieren. Aber immer höflich.

    Und als Auftakt kannst Dich gleich mal bei denen entschuldigen, denn auch wenn Du mit dem Erziehen Recht hast: die Frau hat ja nach Deiner eigenene Aussage hier schon dem Kind gesagt, daß es vorm Hund nicht rennen soll - sie erzieht es also schon in die richtige Richtung. Aber Kinder sind genausowenig perfekt wie offenbar Dein Hund - den Nachbarn mußt Du auch Zeit geben für die Erziehung.....

    Und letztlich: ja, es ist doof, sich immer korrekt benehmen zu müssen und tausendprozentig aufzupassen - aber die "Kampf"hund-Diskussion gibt´s ja nicht erst seit heute, und ich gehe davon aus, daß Du wußtest, was Du Dir mit Deiner Auswahl für Probleme an Land ziehen kannst....

    Also: nix wie hin zu einem guten Trainer (wo wohnst Du, hier geben Dir sicherlich einige Leute gerne Tips, wer gut ist in Deiner Umgebung), arbeite dran, zeig den Nachbarn, daß Du gewillt bist, die Verantwortung zu übernehmen dafür, daß von Deinem Hund keine Gefahr ausgehen kann. Wer keine Angriffsfläche bietet, dem kann auch keiner ans Bein pinkeln! Am besten, Du arbeitest auf irgendeine Prüfung hin, Begleithundeprüfung o.ä., um nachzuweisen, daß Du den Hund im Alltag "im Griff" hast - Wesenstest wirst ja eh machen müssen, schätze ich. Je mehr Prüfungen, desto besser kannst Du Dich wehren, wenn einer irgendwelches Zeugs über den Hund erzählt.

    Spielzeug mal ne Ebene höher hängen, ins Gebüsch/an einen Baum. Leckerli im Haus oder unterwegs verstecken und suchen lassen. Im Haus kann man schön variieren - unterm Sofa ans Eck, aufs unterste Regal, unter einer Teppichecke, unter einem umgestülpten Blumentopf, damit kann man auch Geruchs-Unterscheidungsspiele machen - also einen Gegenstand in einem von mehreren Blumentöpfen verstecken und suchen lassen.

    Verschiedene Dinge apportieren lassen, die er unterscheiden muß: "bring Schlüssel", "bring Tempo" (ne Packung Tempos), "bring Leine" oder was auch immer man so dabei hat unterwegs. Alle drei Sachen in die Wiese werfen, aber nur bestätigen, wenn er das richtige bringt. Oder Dinge von A nach B bringen lassen (z.B. daheim Spielzeug in eine Kiste räumen o.ä.)

    Um Gegenstände herumlaufen (Bäume, Mülleimer, Pfosten, Buswartehäuschen u.v.a.), die Du ihm anzeigst, mal von vorne anlaufen lassen, mal auf die Seite schicken, um diese zu umrunden. Erst kleiner, dann größerer Abstand.

    Fußgehen lassen vorwärts und rückwärts (ausprobieren, wie er´s am ehesten versteht), Slalom durch die Beine machen lassen. Generell so Trick-Sachen, da gibt´s glaub ich im Internet tausend Websites mit Ideen für ;-)

    Weil das Thema Dog Sharing vorhin erwähnt wurde - man muß ja nicht mit Fremden den Hund teilen. Aber wenn man z.B. eine Ausbildung machen möchte, einfach nen anderen Azubi suchen, der auch gerne einen Hund hätte, und sich derzeit noch keinen leisten kann, und dann einfach ne WG aufmachen (eigene Wohnung ist eh teuer für einen Azubi), in der sich beide um den Hund kümmern. So gehört er dann komplett einer Person, nämlich Dir, und der andere freut sich, wenn er sich mit kümmern darf, während Du z.B. arbeitest.

    Oder, wenn das von den Zeiten her besser hinhaut: einen Studenten, der andere Anwesenheitszeiten hat als Du.

    Alternative wäre auch z.B. irgendein Schüler oder Nachbar, der Hunde mag und gerne mittags ne Runde Gassi geht mit Deinem für ein kleines Taschengeld im Monat oder gegen ne Runde Rasenmähen (beim Nachbarn) - so kämst Du mit Deinem Budget vielleicht besser über die Runden. Dafür braucht´s dann aber natürlich einen nicht zu großen (also körperlich für den Anderen beherrschbaren) und freundlichen, gut erzogenen Hund (da kann der ja mit dran arbeiten in Absprache mit Dir), und schlichtweg ne Haftpflicht-Versicherung, die das Ausführen durch Andere mit einschließt.

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    Bianche:
    Naja die Threadstellerin hat ja anscheinend nichts besseres zu tun, als ihre Nachbarin zu stalken und sich über Dinge aufzuregen, die sie nichts angehen. Zumal sie ja nichtmal Beweise hat, dass alle Kothaufen, die sie findet, von der Nachbarin stammen.

    Die sie nichts angehen? Naja - wenn sie Gefahr läuft, daß man ihr nachsagt, das (v.a. vor ihrem Haus!) seien Häufchen ihres Hundes, und sie deswegen Ärger mit dem Vermieter kriegen könnte, geht sie das sehr wohl etwas an, finde ich! Ich glaube nicht, daß ich wem, den ich beim Liegenlassen eines Haufens erwische, einen Beweis vorlegen muß - der weiß das meist recht gut, was er da gerade (nicht) getan hat...... *gg

    Du hast echt Humor, mein lieber Schwan......

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    Das mit den 3 stunden ist 1. nur ein ungefährer Richtwert, außerdem ist er ja immer dabei sobald jemand zuhause ist, und die 3 stunden sind dann auch aktive beschäftigung also nicht nur "er ist dabei" sondern es wird mit ihm gespielt, geübt, gesucht, geschwommen etc.
    ....

    Ah - gefunden.... Genau das hatte ich vermutet. Ich behaupte mal ganz dreist, nicht mal ein Mali braucht so viel gezielte Action..... Manchmal macht man zu viel, einfach weil man ein schlechtes Gewissen hat, weil der Hund während der Arbeitszeiten alleine bleiben muß. Aber vergeßt nicht: ein Hund schläft/döst 16-18 Stunden am Tag....
    Wenn der jetzt von den verbleibenden 6-8 Stunden die Hälfte nur Action hat, ist´s kein Wunder, wenn er dann hochdreht. Meine Meinung..... Lieber kürzere Spiele (Nasenarbeit o.ä., was RUHIGES halt), dafür dabei konzentriert arbeiten, und dann wieder runterfahren lassen. Ruhiger Spaziergang o.ä. danach, was auch immer. Nur kurze Sequenzen üben unterwegs, nicht dauerbeschäftigen.

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    ........Er bekommt mindestens ca. 3 Stunden Beschäftigung über den Tag verteilt.
    ...

    3 Stunden?? Also, wenn ich das mit meinen Terriertieren machen würde, die täten auch am Rad drehen.....
    Zumindest verstehe ich Beschäftigung, daß mit ihm aktiv gearbeitet wird. Dazu zähle ich jetzt keinen Spaziergang oder so, sondern Suchspiele, Unterordnung etc.

    Vielleicht ist´s nicht zu wenig, sondern eher zu viel Beschäftigung? Oder Du verstehst einfach unter Beschäftigung einfach was anderes..... Kannst Du dazu nochmal was schreiben?

    Nachdem das auch auf ner anderen Wiese passiert: könnte es sein, daß dort irgendwas wächst, das für ihn unangenehm ist? Disteln, die pieksen? oder irgendwas, auf das er evtl. allergisch reagiert, sodaß die Füßchen weh tun oder so? (müßte man halt testen)

    Nachdem auf Druck immer GEgendruck kommt, hilft Runterdrücken meist nix. Bei meinen hilft´s bei nem "vergessenen" Sitz, einfach mal kurz am Fall überm Poppers nach oben zu zupfen - dann weichen sie automatisch nach unten aus. Und dann halt richtiges Timing beim Bestätigen ;-)

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    ........

    Also wenn hier jemand mal mit meinen jungs spazieren gehen will, immer gerne. .......


    Gerne - wann kann ich sie abholen? *ggggg

    ich bring sie aber net wieder...... ;-)