Zitat
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Da sie Vollzeit arbeitet kann die Erkrankung nicht so einschränkend sein. Schließlich muss sie dort auch zuverlässig sein....
Das Problem ist, daß es hier nicht darum geht, wie sie nach außen hin wirkt und ihren Job machen kann. Sondern daß dieser Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit merken wird, DASS sie ihn nicht führen kann, weil sie schwankenden Stimmungen unterliegt. Ein Hund bemerkt Dinge (gerade psychische Stärke/Schwäche), die ein Arbeitgeber gar nicht sehen kann, und evtl. auch nie bemerken wird. Solange jemand seine Arbeit macht, ist dem das "wurscht", ob derjenige sich dabei wohl fühlt, oder gerade lieber allein im Wald sitzen würde.
Der Hund aber bemerkt es, daß er nicht mehr das ist, worauf sich der Hundeführer konzentriert, wenn dieser gerade nicht in der Lage ist, ihn anzuführen und zu leiten. Und manche Rasse mag das dann eben selbst in die Hand nehmen und den Hundeführer in gewissen Situationen dann dumm stehen oder dastehen lassen, und Dinge selbst regeln, die er besser nicht selbst regeln sollte (z.B. Begegnungen mit fremden Menschen für Hunde der gewünschten Rasse, wie ich das hier so rausgelesen habe).
Hier wird der Hund gewünscht, um den HF zu stützen, und dafür sollte man in meinen Augen vielleicht besser einen nehmen, der dies auch (in Maßen - ohne ihn zu überfordern!) gewährleisten kann. Und der Saarloos scheint nach dem, was ich hier gelesen habe, eher ein Hund zu sein, der 24/7 souveräne Führung braucht, weil er sonst schnell in Schwierigkeiten kommt bzw. Schwierigkeiten bereitet. Wenn dem wirklich so ist, würde das nicht ganz passen.
Klar kann die TS dann den Hund trotzdem mitnehmen zum Gassigang etc., er wird bestimmt in dieser Zeit auch nicht verhungern. Aber vielleicht mal ne "Prügelei" mit anderen Hunden anzetteln (Fraule verteidigen?), auf Leute zurennen o.ä. Zumal, wenn das ein ein-Mann(Frau)-Hund ist, der Partner dann evtl. ebenfalls nicht in der Lage sein könnte, den Hund auszuführen, wenn der Hund sich (wider Erwarten) nicht an ihn, sondern die TS binden würde.
Ist ja nicht so, daß keiner der TS einen Hund gönnen würde, aber wenn sie schon fragt, darf man doch ehrlich sein, und Tips geben, auf was sie bei der Auswahl und Realisierung ihres Wunsches in einigen Jahren berücksichtigen und bedenken muß.
Wie die Situation dann tatsächlich sein wird, können nur sie selbst und ihr Partner einschätzen, und die beiden werden entsprechend entscheiden. Der Partner kennt sie ja ebenfalls und kann wohl auch nach längerem Zusammenleben einschätzen, inwieweit die TS sich das tatsächlich zumuten kann oder nicht (wenn Ihr schon sagt, sie könne das selbst eben nicht einschätzen!), und wird bei der richtigen Entscheidung unterstützen.
Auf mich macht die TS schon den Eindruck, als macht sie sich sehr viele Gedanken um das Thema (sonst hätte sie ja hier gar nicht schreiben müssen) - und die vielen Tips, Ideen oder Gedanken muß man ja auch erstmal verarbeiten (zumal wenn man sich schon gewissen Vorstellungen gemacht hat vom Zusammenleben mit dem Hund) - sie hat ja noch Zeit für ihre Entscheidung. Vielleicht läuft ihr sogar in der Zeit bis dahin irgendein anderer Hund bzw. eine Hunderasse über den Weg, in den/die sie sich spontan verliebt, weil´s einfach paßt....