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Ich habe da ganz andere Möglichkeiten, gerade wenn sowas noch greift, reicht bei mir noch ein Entsapnnungsignal oder ein Umorientierungssignal. Ist er doch schon drüber, nutze ich den konditionieren Geschirrgriff oder die Clickersalve, das entscheide ich dann der Situation entsprechend. Allerdings schaue ich zu, das sich seine Aufmerksamkeit gar nicht erst wiedererlangen muss, sondern dass ich schon vor der Reizschwellenübertretung handle.
Na, in dem Punkt sind wir uns ja einig - wenn möglich, natürlich rechtzeitig...
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1. Der Clicker ist nach einigen Trainingseinheiten (ca. 2 -3 Tage, eine Einheit dauert höchstens ein paar Minuten) im Normalfall konditioniert
Du willst mir ernsthaft erzählen, daß DAS, was Du als reaktiven Hund bezeichnest, mit nem Klicker aus der Situation zu bringen ist? Dann ließe er sich aber wirklich auch mit anderen Mitteln da rausholen, DAS verstehe ich nicht unter reaktiv. Nen echt reaktiven Hund kriegste mit SOWAS net runter.....[/quote]
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Und schon wieder eine solch arrogante Aussage. Das hat nichts mit "im Griff haben" zu tun. Eine Übersprungshandlung ist deshalb eine Übersprungshandlung, weil der Hund sie nicht kontrollieren kann. Er richtet sich auch nicht absichtlich" gegen den Halter (oder gegen einen Zweithund, denn man dabei hat)...
Schon wieder so ein blödes Mißverständnis: mit im Griff haben meine ich, daß man seinen Hund kennt und weiß, wie er reagieren wird, und daher sicher ist, daß er eben nicht sich rückwärts auf Dich richtet. Sprich, daß man ihn einschätzen kann. Bei nem Fremdhund würd ich mit sowas selbstverständlich vorsichtig - deswegen hatte ich das doch dazugeschrieben.
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Also... die Logik hinkt ja ein bisschen. Wann hast du denn die Grenze gesetzt?....
Ich setze die Grenze z.B., indem ich ihm, sobald ich merke, er hat den anderen Hund bemerkt und fängt an, sich aufzubauen, z.B. ein Kommando gebe wie Fuß oder ich sage NEIN-weiter. Versuche also, eine Alternative anzubieten, was der Hund tun soll, und einzugreifen, bevor der sich richtig "aufmantelt", und ihn vorher abzufangen, wenn er den Hund schon wahrgenommen hat. Das ist meine Grenze: wahrnehmen darf er, aufgebaut und rumgepöbelt wird nicht. Evtl. nach Möglichkeit etwas Bogen laufen, wenn der Weg breit genug ist. Ich unterbreche das Pöbel-Verhalten also nicht aus dem "Nichts".
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............Leinenaggression hat verschiedene Gründe. Nicht selten ist es so, dass der Halter die Bedürfnisse des Hundes gar nicht sieht oder ihnen aus Bequemlichkeit oder Unwissen nicht nachgibt.
..........Der Hund durfte als Welpe zu allen Hunden (oder zu sehr vielen)... nicht wenige lassen dies zu, ist ja noch klein und versteht sich super.
Genau das ist bei meinem Hund der Fall. Er durfte überall hinziehen (hab ihn erst mit eineinhalb Jahren bekommen), die Vorbesitzer haben sich nicht getraut, Grenzen zu setzen (deren Aussage, ich hatte Kontakt, das ist also keine Unterstellung), daher hatte er mit seinem Verhalten Erfolg. Und jetzt ist es schlicht weg meist Frust, weil er nicht gleich hin darf. Ohne Leine rennt er zu allen Hunden hin, "muß" alles abchecken, ist mit fast allen verträglich, fordert zum Spielen auf etc., und an der Leine entlädt sich dann eben der Frust, nicht hin zu dürfen, in Angepöbel. Ist ein bißchen eine Frage der Impulskontrolle, denn wie schon geschrieben, kann er auch anders - auch wenns anstrengend ist, aber es klappt ;-) Er geht halt dann fiepend weiter, aber ohne gespannte Leine, so weit ist er schon in der Lage, sich zu beherrschen. Insofern kannst Du schon recht haben, wenn Du sagst, er sei nicht "reaktiv".
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......Wenn ich, und das ist selten, Menschen sehe, die an der Leinenaggression positiv verstärkend arbeitet, dann ist es die Leckerli-Ablenkungs-Methode. Die würde ich als Management auch nicht ausschließen. Allerdings habe ich ja schon erklärt, dass das für mich nicht in Frage käme - ich will, dass der Hund sich mit dem Auslöser beschäftigt.
Das ist ja auch sinnvoller langfristig *zustimm....