Beiträge von BieBoss

    Zitat

    Hallo

    ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass Hunde nicht aufs Sofa sollten, da dies schlecht für die Unterordnung, bzw. Rangordnung ist.

    Ist das so- bzw. was muss man beachten, wenn Kind(3) und Hund im gleichen Haushalt leben....

    Ach was - hat nix mit Rangordnung zu tun. Das Sofa ist schlicht und einfach bequem - deswegen sitzen wir ja auch drauf- oder sitzt wer auf dem Sofa, um seinem Hund zu demonstrieren, er sei der Chef? *gg

    Bei uns ist es so: so lange der Hund "fragt", ob er rauf darf (sprich, mich angucken und wedeln und "bittebitte" in den Augen *gg), oder ich nix dagegen sage, darf er rauf, auf seine Decke auf dem Sofa darf er jederzeit (bei uns heißt Fleecedecke = Hundeplatz, das wissen die - weißes Sofa....-war vor dem hund da, sonst hätt ich was Anderes ;-) ); wenn er maulen würde, weil jemand nicht aufs Sofa soll, flöge er (natürlich net echt, nur wird er halt verbal runtergeschickt! Bisher hat´s keiner von denen probiert.). Dabei unterscheide ich aber durchaus, ob er vielleicht nur "mault", weil er gerade im Tiefschlaf gestört wird dadurch, daß ich ihn beim Setzen berühre, oder ob er ernsthaft sagen würde, daß ich net drauf soll..... Manchmal möchte Bossi nicht, daß Biene neben ihm liegt, wenn die dazukommt (er möchte beim Schlafen seine Ruhe) - dann gibt er das deutlich zu erkennen. Dann weise ich ihn zurecht, sorge aber dafür, daß Biene eben ins andere Sofaeck oder auf meine andere Seite geht, und ihn nicht stört. Daß er seine Ruhe vor ihr will (die kaspert gern mal rum, bevor sie einschläft), respektiere ich, bringt mich ja nicht um und betrifft mich ja nicht mal. Aber die Entscheidung, daß sie drauf darf (oder nicht), lasse ich mir von ihm nicht abnehmen; das Sofa ist groß genug für uns drei und im Zweifel noch mehr (Vorteil Kleinhunde... *gg)

    Bei Kind und Hund im gleichen Haushalt würde ich sagen: immer ein Auge drauf haben, dem Kind erklären, der Hund ist kein Spielzeug, kann auch Schmerz empfinden und erschrecken und möchte manchmal seine Ruhe (erklären: "der ist jetzt müde und möchte schlafen"). Ruheplatz für den Hund einrichten, wo Kind nicht hin darf, aber nach Möglichkeit auch einen Platz, wo das Kind sich zurückziehen kann, wenn der Hund nicht mit soll (z.B. damit er dem Kind nicht das Spielzeug klaut, wenn er gerne damit spielen würde oder so). Das kann das Kinderzimmer sein, oder ne Ecke im Wohnzimmer, die nur dem Kind als Spielecke gehört. Dem Kind die Körpersprache des Hundes erklären (weggucken= "laß mich in Ruhe", weggehen ebenso, Lefzenlecken = Beschwichtigung, Knurren/Lefzenheben = Warnung, und vor allem: was der Hund erstmal hat, gehört IMMER IHM, Punkt - wenn das Kind das wieder haben will, geht´s ab zu Mama, die kümmert sich darum, dem Hund das wieder abzunehmen. Niemals wird dem Hund vom Kind was weggenommen oder der Hund auf seinem Ruheplatz bedrängt, damit´s da zu keinem Mißverständnis kommt. Wenn der Hund schläft, dann schläft er - Kind sollte ihn dann nicht antatschen und damit erschrecken oder darüberklettern oder so. Und evtl. Eure geplanten Hausregeln wie: nix "fällt" vom Tisch, wenn Ihr das nicht wollt (um Betteln zu vermeiden; Erklärung "dann kriegt der ganz schlimm Bauchweh" oder so, das versteht ein Dreijähriges Kind besser), Kind ißt am Tisch, hat aber sonst in der Wohnung nichts zu Essen in der Hand, damits da keine Zwistigkeiten gibt, der Hund ihm was wegnehmen kann o.ä. (könnte beim Zugreifen die Fingerchen mit erwischen).
    Das Kind sollte evtl. anfangs auch den Hund nur von vorne kommend anfassen, damit er sieht, wer auf ihn zukommt und ihn berührt (um Erschrecken zu vermeiden), nicht in die Augen langen, an den Ohren ziehen etc. Wenn er weggeht, will er nimmer, und dann nicht hinterhergehen, sondern in Ruhe lassen.
    Aber das sind nur Vorschläge und Ideen (mein erster Hund kam, als Kind schon 14 war) - wie Ihr das handhaben möchtet, ist natürlich Eure Entscheidung.

    Wir haben es so aufgebaut, daß ich gesagt habe, "Bring´s xy(name)", auf die Person gedeutet habe, und dann die Person, sobald Biene das Teil aufgenommen hatte, sie hergerufen hat, und dann wir beide gelobt haben, wenns richtig ankam.

    Hat sie´s nur zu mir zurückgebracht, hat die 2. Person nochmal gerufen, dann hat sie´s verstanden und das Ding hingebracht.

    Also, ich weiß nicht - ich hab ja nen blinden Hund. Die liebt alles, was 2 Füße hat, kommt mit Kindern super klar. Wenn sie vor irgendwas erschrickt, weil´s auf sie zurennt, dann bleibt sie stehen und macht sich klein, das war´s. Bei meinem Staubsauger z.B.: wenn ich mit dem ankomme, dreht sie mir und dem Ding einfach nur den Hintern zu und bleibt auf meinem Bett liegen. Sie mag´s net, zeigt das deutlich mit dem Wegdrehen, aber sie flüchtet weder panisch noch greift sie das Ding oder jemanden dann an.

    Mit der kannst echt alles machen - fremde Leute, die sie antatschen oder umarmen, Dinge, die runterfallen, stören sie überhaupt nicht, etwas gröberes Anfassen (Kinder sind ja manchmal etwas unsanft) - überhaupt kein Thema. Kinder, die sie als Kissen "nutzen" - toll, schön warm..... Solange ich dabei wäre, hätte ich mit so nem Job für sie überhaupt kein Thema gehabt (geh mal davon aus, daß sie nicht alleine 50 Kindern ausgesetzt würde *gg, hast Du ja geschrieben, nur 2 zu einer Zeit), natürlich unter der Voraussetzung, sie wäre noch jung genug, eine Ausbildung in die Richtung zu machen, und man lernt den Hund genügend kennen, um das Verhalten Kindern gegenüber so überhaupt einschätzen zu können - dafür braucht´s halt ne Weile, das kann man ja nicht in ner Glaskugel lesen. Also einfach nehmen und ausbilden - da könnte sich eben im Laufe der Ausbildung herausstellen, daß sie manche Situationen nicht mögen, das Risiko hat man dann eben, wenn man sich für einen Tierschutzhund (ob sehend oder nicht) entscheidet. Darf natürlich, wenn blind, dann auch kein Hund sein, der mit einer frischen Erblindung erstmal zurechtkommen muß und dadurch total verunsichert ist - aber das ist ja eh klar.

    Täglich Kinder um sie herum, das wär für meine ein Paradies.... Da wär sie überall dabei.

    @Yvonne&Bobby: Mit atypischen Bewegungen klarzukommen, ist für nen blinden Hund kein Thema - er sieht sie nämlich eh net.... *lach. Meine Maus liest Menschen anhand ihrer Ohren und Nase. Sie hört Leute laufen, sprechen, riecht sie, schätzt sie ein, evtl. auch anhand des Tempos beim Laufen, oder wie stark jemand auftritt. Alles Dinge, für die sie keine Augen braucht. Komischerweise braucht sie beim Menschen keinerlei Mimik, Gestik, um sie zu lesen - aber bei Hunden ist sie verunsichert, weil die eben nicht so "laut" kommunizieren, da entfällt ja die verbale Sprache und der Tonfall, an dem sie sich orientieren könnte.

    Ich finde immer, es kommt sehr auf den Hund an, wie sehr ihn die Blindheit belastet oder eben nicht, und wie sehr man dem Hund Hilfen geben kann. Und es schadet niemandem, wenn er lernt, daß der Hund, bevor er berührt wird, evtl. erstmal angesprochen wird o.ä. - wobei Frieda nichtmal eine unvermutete Berührung schockt, da dreht sie sich nur neugierig zur Person hin und "guckt" (riecht), wer das ist. Leute, die auf sie zukommen, kennt sie - kein Problem, auch in der Fußgängerzone, die dirigiert sich da mit der Nase durch.

    Ich würde aber natürlich die Eignungsbeurteilung nie einer Vermittlerin überlassen, sondern selbst entscheiden, nachdem ich den Hund kennenlernen konnte. Die können sonstwas erzählen und kennen die Anforderungen nicht. Das mußt Du selbst sehen, was Du brauchst, und austesten und unterschiedlichsten Situationen.

    @Themis:
    Hunde kommunizieren durch Mimik und Gestik, ja - aber sie nutzen viel, viel mehr als nur die Augen, um das Gegenüber einschätzen zu können. Tonfall, Ausstrahlung, Berührungen, was auch immer, was sie eben mit Ohren und Nase sowie taktil wahrnehmen können. Beispiel: wenn ich mit Frieda traile - egal, wie die Versteckperson dasteht/-sitzt: die geht drumherum und findet die Vorderseite (!) der Person, und setzt sich vor die Person zum Anzeigen! Ist es die Nase? Intuition? (Sagen tun die Leute ja nichts in dem Moment) Dir Füße, über die sie stolpert? Keine Ahnung..... Aber: es klappt - Punkt.... ;-)

    bonanza: Eine Interaktion lenken dem Hund gegenüber kann ich auch verbal. Ich kann sagen "ist ok, name", oder "Geh auf die Seite" oder "Laß das", "Geh weiter" - der Hund kann das auch ohne Dich zu beobachten, verstehen (ein blinder Hund hört ja trotzdem....). Und eingreifen mußt Du bei einem sicheren Hund (und nur mit dem würde ich diese Ausbildung machen) dann wohl eher auf Seiten des Kindes, wenn es sich falsch verhält. Und dafür muß der Hund nicht sehen können.

    Ich glaube, Ihr unterschätzt da die Wahrnehmungsfähigkeiten eines blinden Hundes um ein Vielfaches!

    Klar muß der Rest auch passen, die Eignung des Hundes - aber das ist bei sehenden Hunden nicht anders.

    Zitat

    .....Wenn dann schmiere ihn doch mal mit Kokosöl ein, dann riecht er nach Raffaello.

    Das ist ja noch gemeiner - dann kommt Fraule immer zum Hund, wenn es sie grad nach was Süßem gelüstet, und der arme Kerl wird angeknabbert..... *gg

    Zitat

    Huhu, habe ja jetzt seit einer Woche meinen Leo, ein 10 Monate alten Rottweiler, zu meiner Hündin dazu geholt. Es wird kommende Woche sterilisiert, zum kastrieren ist er ja noch viel zu jung und ich würde das auch gerne vermeiden. Den Trieb hat er natürlich trotzdem noch wie ein intakter, deswegen die Frage: Wie handhabt ihr das mit euren intakten Pärchen / Rudeln? Wie reagiert die Hündin zu Anfang der Läufigkeit auf aufdringliche Rüden? Also ich meine dann, wenn sie schon gut riecht aber noch nicht will. Soll ich den Rüden dann maßregeln wenn er der Hündin zu sehr auf den Geist geht? Oder sollte ich sie das selbst regeln lassen? Was soll ich in den Stehtagen machen? Soll ich die dann machen lassen wie es Mutter Natur vorgesehen hat oder sollte ich sie trennen, weil es zB zum Verletzungen beim Decken kommen kann?

    Würde mich sehr freuen wenn ihr mir Tipps geben könntet.

    Also, wenn, dann würde ich ihn gleich richtig kastrieren lassen - weiß gar nicht, ob die Ärzte heute überhaupt noch sterilisieren...... Vom Aufwand her dürfte das nicht viel unterschied machen, schätze ich.

    Wann rechnest Du denn mit der Läufigkeit bei Deinem Mädel? Evtl. hast ja noch ein bisserl Zeit, und kannst dann kurz vorher kastrieren, sodaß der Rüde noch 2-3 Monate Zeit hat mit der Kastra?

    Oder eben einfach während der ersten Läufigkeit noch trennen, und danach erst kastrieren, wenn der Kerle halbwegs ausgewachsen ist, und bevor die 2. Läufigkeit ansteht.

    Ich selbst hab meinen Bossi aus dem Tierheim geholt, da war Biene gerade zum 1. Mal läufig geworden, und er 9 Tage nach der Kastration, sprich hatte die Fäden noch drin.... Am nächsten Tag Fäden raus, alles ok. Paar Tage später war Biene in der Standhitze - und die zwei hingen zusammen, als ich aus dem Bad kam. Hatte gedacht, da geht nix mehr... ging auch net - aber die Mechanik klappt heute noch *gg So kurz nach der Kastration ist das interesse also definitiv noch da. Hab die Biene dann im weiteren Verlauf etwas beschützen müssen, wenn er aufdringlich wurde - inzwischen ist es aber besser, und er ist entspannt, wenn sie läufig ist. Nur fremden Rüden gegenüber wird er in der Zeit gerne mal unhöflich, wenn die ihr zu nahe kommen - an der Wahrnehmung, daß die läufig ist, ändert sich nach der Kastra halt nix...

    Zitat

    Also ich stimme mit Tüpfels Meinung gar nicht überein und bin froh, dass ich eine Schulhundeausbildung mache die damit auch nicht konform geht.

    Meine Hunde müssen ganz sicher nicht alles über sich ergehen lassen und auch nicht immer cool bleiben. Wichtig ist, dass sie nicht aggressiv nach vorne gehen und dass ich sie lesen kann, um sie rechtzeitig aus Stresssituationen zu retten. ....

    Das wollt ich gerade schreiben, da les ich Deine Antwort ;-)

    Die Kinder sollen doch lernen, wie man mit nem Hund umgeht. Und das lernen sie bestimmt nicht, wenn ich sie mit dem Hund alles machen lasse, ihn bedrängen lassen, umstellen lasse, anfassen lassen, wenn ers grad net mag etc.! Denn wenn ich das bei meinem Hund zulasse (egal, wie gut er das ab kann!), transferieren die das nach draußen, und um stellen den nächstbesten Spaziergängerhund in der Stadt - und der verträgt´s evtl. net, und schon hat man den Salat.....

    Ich finde also gerade DAS wichtig: daß nicht der Hund lernt, alles mit sich machen zu lassen, sondern, daß die Kinder lernen, NICHT alles mit dem Hund machen zu dürfen. Klar muß der Schulhund trotzdem einiges ab können, wenn man grad mal wegguckt, soll nicht die Gefahr bestehen, daß er zu schnappen beginnt. Aber generell müssen die Kinder den korrekten Umgang mit dem Hund lernen, und nicht, daß sie jeden Hund gefahrlos antatschen und bedrängen können.

    Zitat

    ......
    So wie bei euch beiden hör ich auch immer nur von Sonderpädagogen/Erziehungswissenschaftlern, dass sie solche Hunde einsetzen... aber als "normale" Lehrerin?!...

    Wir haben bei uns in der Staffel eine Lehrerin, die an einer Förderschule arbeitet, die kann ihren Hund zur Arbeit mitbringen. Kein ausgebildeter Therapiehund, sondern noch Junghund (unter 1 Jahr). Die liegt dann in ihrer Näheund pennt während des Unterrichts, ab und an gibt´s auch mal vorsichtig Konakt (gesteuert, net alle stürzen sich drauf *gg), hat sie mir neulich erst erzählt.

    Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß es viele so fortschrittliche Schulen gibt, die das erlauben. Meist werden dann wohl die Eltern vorgeschoben, schätze ich, die einverstanden sein müssen, daß ein Hund im Klassenzimmer ist, schätze ich mal. Deutsche Bürokratie halt.... *gg

    Bei uns wird im Garten auch net geschäftelt - mein Garten ist doch kein Hundeklo..... Reichen schon die Katzenhaufen von Nachbar´s Katzis, ist ekelhaft genug im Gemüsebeet.... Ich sitz im Garten, grille mit Freunden oder Familie, baue Gemüse/Obst an, da möchte ich beim Arbeiten oder Laufen nirgendwo reingreifen oder -treten. Sollte man was passieren, hab ich Tütchen dabei, wird eben dann umgehend entsorgt. Als Welpe hab ich die Biene auch nie in den Garten gebracht nachts - das wurde am Straßenrand (Grünstreifen) erledigt und umgehend entsorgt. Wollte ihr nicht beibringen, Geschäfte im Garten zu erledigen, wäre auch ne weitere Strecke gewesen als auf die Straße raus, und außerdem hab ich im Garten kein Licht, sprich, da hätt ich mir bestenfalls noch die Haxn gebrochen *gg

    Aber bevor ich in den Garten gehe, erledigen die Hunde normalerweise ihr Geschäft draußen, sprich, wir gehen erstmal Gassi vorher. Klar wird im Garten trotzdem mal an ner Stelle markiert oder so - aber das sind ja nur Tropfen, und keine Seen, und schon gar keine Haufen ;-) Ne g´scheite Wiese hält das schon aus.... Bossi verläßt sogar den Garten freiwillig, wenn er geschäfteln muß (er kennt jedes Loch im Zaun, eines führt zum Fluß (da darf er, ist meine Seite vom Wasser, da geht niemand) und in den Park, die anderen zu den Nachbarn - letztere Zaunlöcher sind dann natürlich tabu ;-) ), die Biene würde im Garten machen, wenn ich nicht vorher Gassi ginge.

    OK, wenn ich z.B. mal so richtig krank wäre, und niemanden hätte, der mit den Hundis Gassi gehen kann, dann würde ich vorübergehend sicherlich auch den Garten nutzen können - aber bis dahin sind wir schon über eine Straße gelaufen, und die Hunde konnten sich lösen (Garten ist über die Straße - naja, Sträßchen- rüber, nicht direkt am Haus). Und meist ist meine Tochter auch da, die kann das dann übernehmen, wenn ich außer Gefecht bin, bisher brauchten wir diese Option also nicht zu nutzen.