Beiträge von Niani

    Ganz einfach: Es spielt keine Rolle, wo die anderen laufen, ob vor euch, hinter euch, neben euch oder über euch ;) Eure Hunde merken bloß, dass ihr nicht so konzentriert seid und euch nicht so durchsetzt, wie wenn ihr alleine unterwegs seid. Da hilft nur eines: Genau das tun. Auch wenn ihr wen dabei habt (nehmt am Anfang am besten wen Geduldiges mit), immer, wenn sie sich reinhängen, stehenbleiben oder umdrehen, (so wie ihr es halt gemacht habt, als ihr alleine wart und wie sie es kennen), so lange, bis kein Druck mehr auf der Leine ist. Und dann geht es erst weiter. eure Hunde schlagen euch hier ein schönes Schnippchen. Die sind nicht doof, die merken ja, dass Frauchen mit ihren Gedanken beim Sohnemann ist oder ins Gespräch vertieft mit der Freundin, die man unterwegs getroffen hat. Weißesüße, du ahst damit ja nun schon angefangen und verzeichnest ja auch erste Erfolge ;) Wenn du mit beiden Kindern unterwegs sein kannst, ohne dass sie zieht, kannst du ja wirklich mal wen aus dem Freundeskreis mitnehmen, immer unter der Bedingung, dass du dich auch wirklich durchsetzt und nicht um der Begeleitung willen einfach weitergehst, ohne dass dein Hund zieht.

    Ich habe es mit Maja damals sogar so gemacht, das ich trotzdem stehengeblieben bin und wenn ich das meiner Begleitung nicht zumuten wollte (im Normalfall Leute, die ich unterwegs auf der Gassi-Runde getroffen habe), dann habe ich irgendwann "Sorry! Das geht so nicht, geht ihr mal ruhig vor und wir gehen dann gleich links" oder sowas in der Art gesagt. Maja hatte absolut keinen Erfolg beim Ziehen (am Anfang schon ein paarmal und ich habe prompt die Quittung bekommen), denn wenn wer dabei war, habe ich das auch konsequent durchgezogen, dass ich unser Leinenführigkeitsprogramm eben nicht vergessen habe. Heute muss ich ab und an nochmal stehenbleiben, wenn etwas allzu Spannendes unseren Weg kreuzt, aber ich spiel je gerne immer mal wieder "Baum" und bleie wie angewurzelt stehen :)

    Viel Spaß beim Üben,
    Henrike

    Hallo Burgit, hallo Reinhard

    ich lese es erst hetzt, aber ich freue mich aufrichtig für euch! Und für Apollo sowieso. Es ist schön zu lesen, dass ihr quasi alles richtig gemacht habt und dass er nun auch auf dem Papier bestätigt bekommen hat, dass er wieder fit ist.

    Positive Nachrichten sind mir immer die liebsten :)

    Liebe Grüße, Henrike

    Zitat

    Vielen Dank!

    Die Sache mit was grossen, schweren im Futternapf werde ich ausprobieren, damit er langsamer frisst! Sollte ich auf die Idee kommen, ihn aus der Hand zu füttern, würde er mir vermutlich die Finger abreissen un verschlingen. Das versuche ich lieber erst gar nicht.

    Ist schon tröstlich, dass mein Hund kein Einzelfall ist! Glücklicherweise sabbert er wenigstens nicht.

    Aber auch das kann man üben!
    Absitzen lassen, Leckerchen hochhalten und langsam der Nase nähern. Springt er oder ist nicht vorsichtig genug, geht die Hand sofort hoch. Und das LEckerchen gibts erst, wenn er es langsam und vorsichtig aus der Hand nimmt. Nie im Leben würde ich es dulden, dass mein Hund mir etwas so stürmisch aus der Hand nimmt, dass ich die Befürchtung haben müsste, dass er mir dabei ernsthaft wehtut. Sorry, aber das ist absolutes No-Go für mich. Dein Hund will was von dir, oder? Also kann er sich auch DEINEN Regeln anpassen was die Annahme von Futter angeht. Und die Regeln heißen halt eben, dass es die Leckerlis nur gibt, wenn er die langsam und vorsichtig nimmt.

    LG, Henrike

    Wow, das nenne ich eine tolle LEistung. Es ist schön zu hören, dass sie diese Probleme alle in den Griff bekommen hat und nun einen so tollen hund hat. Hut ab vor soviel Mut, sich einen solchen Hund ins Haus zu holen und noch mehr davor, so viel Durchhaltevermögen aufzubringen, mit ihm so zu arbeiten, dass er zu dem wurde, was er nun ist.

    Schöne Grüße auch an deine Freundin.

    LG, Henrike

    Wenn es ihre eigene Brille ist, kommt dann für sowas nicht die eigene Haftpflicht- oder Hausrats- oder Glasbruchversicherung auf? Irgendwas muss es da doch geben und ich hab von sowas ja eher wenig Ahnung, meine aber schon, dass die Brille meiner Ma mal von der Versicherung gezahlt wurde, als sie bei einem Sturz zu Bruch ging.

    Zuallererst: Man kann sich nciht immer darauf verlassen, dass die Mengenangaben auf dem Futtersack auch wirklich so angemessen sind. Der eine Hund benötigt mehr, der andere weniger, um sein Gewicht zu halten. Es kann also gut sein, dass er noch Hunger hat, auch wenn ich die Mengenangaben nun auch recht "groß" finde.

    Wenn er so schnell frisst, kannst du ihm entweder etwas Großes Schweres in den Napf legen, dass er sich die Dinger da einzeln so rausangeln muss und sich nciht einfach draufstürzen kann oder du fütterst ihn per Hand.

    Zum eigentlichen Problem: Da hilft nur Erziehung und ziemlich viel Vorsicht. Sprich: Sei nicht mehr so unachtsam, dass er an alles drankann. Mach die Türen zu den Räumen zu, wo er was klauen könnte, sobald er unbeobachtet ist. Stell den Kompost in den Küchenschrank.
    Und dann die Erziehung. Zuerst einmal muss er lernen, dass der Küchentisch tabu ist. Nicht nur aus hygienischen und erzieherischen Gründen, sondern auch, weil das mal gefährlich werden kann, wenn er da raufspringt (Ich nehme mal an, dass er raufspringt, wenn er an die Nudeln in der Spüle rankam). Und dann leg dich auf die Lauer. Provoziere bewusst Situationen, in denen er dazu verführt wird, sich etwas zu klauen und wenn er dann dranwill, dann gibts Ärger. Und damit er nicht doch Erfolge feiern kann, wenn mal keiner auf der Lauer liegt, gilt es, diese Möglichkeiten vorher schon auszuschließen. Er soll nur dann in Versuchung geführt werden, wenn jemand ihn dabei kontrollieren und stoppen kann bzw. belohnen kann, wenn er nicht drangeht. Er soll diese Art "Big Brother"-Gefühl haben, dass du selbst dann kontrollierst, wenn er sich gar nicht kontrolliert fühlt. Dieses "Ich sehe alles!", das funktioniert aber wirklich nur, wenn er IMMER merkt, dass da wirklich wer ist, obwohl er dachte, dass da keiner sei. Und: Wie gesagt, wenn keiner da ist, immer alles so wegräumen, dass er nicht drankann. Noch heute, obwohl Maja es noch nie richtig versucht hat, an Sachen auf dem Küchentisch zu kommen, mache ich die Küchentür zu, wenn ich aus dem Haus gehe, weil ich ihr nicht das Erfolgserlebnis gönnen will, dass sie sich doch was aus dem Obstkorb klaut, während ich nicht daheim bin und keiner das kontrollieren kann.

    LG, Henrike

    Zitat


    Woher kennst du es "so"? Von wem? Und wie begründet derjenige dieses Verhalten?


    Ich würde sagen: Von jedem rücksichtsvollen HH. Und er begründet es, wie sollte es anders sein, mit Rücksicht. Ich denke das ist hier einfach das Zauberwort. Mein angeleinter Hund hat bei einem anderen angeleinten Hund nichts zu suchen. Ebenso wenig hat mein unangeleinter Hund bei einem angeleinten Hund etwas zu suchen. Und wenn der andere abgeleint ist, dann wird gefragt, ob meiner hindarf und erst, wenn das geregelt ist, darf mein Hund dorthin. Hielte sich da jeder dran, dann würden die "Unfälle" und Mistsituationen, die viele Hunde schon einen Teil ihrer Sozialisation gekostet hat, auf ein absolutes Minimum reduziert.