Was ist denn überhaupt Hundesport? Alles das, wobei mein Hund sich körperlich betätigen muss oder auch andere Beschäftigungen, mit denen man rein theoretisch irgendwelche Wettbewerbe bestreiten könnte?
Maja macht momentan aktiv mit mir ZOS, Trickdogging und in Grundzügen Obedience.
All das völlig ohne Leistungsdruck, ich will und werde mit ihr keine Turniere laufen, ich mache das, weil sie da Spaß dran hat. Und ja, ich erkenne den Spaß, den mein Hund hat schon, ich kenne schließlich auch meinen Hund.
Tricks erarbeiten wir über Futtertreiben oder mit dem Clicker - und ich muss die Utensilien nur rausholen und sie hellwach und aufmerksam dabei.
Obedience, wir trainieren bestimmt schon seit 1,5 Jahren an vernünftigem Fußlaufen, wir kommen über die Grundposition und einen, maximal zwei Schritte nicht hinaus - das macht ncihts, solange Maja konzentriert mitarbeitet.
ZOS, Maja sucht konzentriert, ich habe lange anch etwas gesucht, wo sie ihre Nase einsetzen kann, denn dass ihr das liegt hat sie mir vorher schon bewiesen und es klappt super.
Naja, ich hab nen Labbi, der hat eh an allem Spaß, wofür es Leckerchen gibt. Aber der nächste Punkt, um den es mir geht: Sowohl beim Erarbeiten von Tricks als auch beim Obedience macht sie etwas MIT mir und ich weiß, dass auch das für sie "Spaß" bedeutet.
Die liebe Sylvi aht völlig Recht, man kann es keinem Recht machen. Macht man was mit dem Hund, macht man es aus falschem Ehrgeiz heraus und lässt den Hund nicht mehr Hund sein. Macht man nix mit ihm, wird einem unterstellt, man habe kein Interesse am Hund, würde ihn nicht auslasten und hätte ihn nur als Statussymbol.
Man möge mir mal bitte vorschlagen, was genau ich mit meinem Hund machen soll, wofür man mir dann nciht unterstellen kann, dass ich das nur mache, um mich zu profilieren, weil ich ja die Größte bin, weil mein Hund so tolle Sachen kann (den Gedankengang möge man mir bei nächster Gelegenheit sowieso mal erklären ;)).
Was ist denn als Beschäftigung akzeptabel?
Mir scheint, Anti-Jagd-Training ist das einzig Vernünftige, was anerkannt werden würde, weil man da ja keine Wettbewerbsgedanken unterstellen kann. Das Dumme nur: AJT brauchen wir nicht - Maja ignoriert von der kleinsten Maus bis hin zum Reh alles, was ihr unterwegs über den Weg läuft. Und nu?
Egal was ich mache, selbst wenn ich nichtmal Turniere laufen will, könnte man mir vorwerfen, dass ich unsere Beschäftigungsformen nur mache, damit mich andere Spaziergänger bewundernd angucken, was mein Hund doch tolle Tricks kann oder sooo schön Fußlaufen kann usw. usf. Aber das amcht nix
Solange es meinen Hund auslastet und unsere Bindung stärkt, soll mir das wurscht sein, was man mir alles an Profilierungssucht unterstellen könnte 
LG, Henrike