Beiträge von Niani

    Maja ist nach der ersten Hitze im Alter von 16 Monaten kastriert worden. Der Grund ist einfach: Ich wusste es damals nicht besser und habe es für das Richtige gehalten. Eine Veränderung an sich habe ich bei ihr nicht feststellen können, wie auch schon die Läufigkeit bei ihr ziemlich "beiläufig" ablief. Bereut, ich weiß nicht... Mich vielleicht geärgert, weil ich manchmal doch überlegt habe, ob dieser Hund nicht schneller/besser erwachsen geworden wäre, wenn ich da nicht so "eingegriffen" hätte. Aber auch sie ist irgendwann erwachsener geworden, spielt nicht mehr mit jedem, aber ab und an tut sie es dennoch.

    Ob ich damit nun einem durch Hormone beinflussbaren Krebs Einhalt geboten habe, werde ich wohl nie erfahren, ob ich damit andere KRebsarten begünstigt habe, wohl auch nicht. Ich kann höchstens, wenn dieser Hund irgendwann mal über die Brücke gegangen ist, sagen, ob er Krebs hatte oder nciht und ob das dann nun durch die Kastra beeinflusst war oder nciht, ist ja dann auch wieder noch eine andere Sache.

    Fakt ist, dass passiert ist, was passiert ist und dass ich es nicht rückgängig machen kann. Ich kann nur draus lernen für die Zukunft. Meine nächste Hündin wird solange nicht kastriert, wie keine medizinische Indikation vorliegt oder sie kommt aus dem TS und ist bereits kastriert ;)

    LG, Henrike

    Da hätten wir das nächste Problem: Wenn ich weiß, dass da was liegt, geht Madame auch nicht dran. Ich habe keine Ahnung, ob meine Körpersprache oder was auch immer ihr "mitteilen", dass ich das nun weiß, dann läuft sie scheinheilig dran vorbei. Dazu kommt das Problem der Entfernung: Bin ich in ihrem "Einwirkungsbereich", könnte also innerhalb von 1-2 Schritten bei ihr sein, gilt mein "Nein" auch meistens dann, wenn ich es vorher nicht wusste (wohlgemerkt, meistens, das Viertel Frolic, das konnte ich ihr zwar wieder abnehmen, aber sie hatte es bereits im Maul und das, obwohl ich direkt neben ihr war). Bin ich weiter weg und würde dann versuchen, sie davon abzubringen, würde sie drauf sch****. Zu oft weiß ich aber nichtmal, dass irgendwo wieder irgendwas liegt und sie hat ihre Erfolgserlebnisse. Und solange sie nur bei einem von 20 Versuchen Erfolg hat, wird sie es auch weiterhin versuchen. Ich bin kurz davor, diesem Hund einen MK zu kaufen, um überhaupt eine Grundlage zu haben fürs Training, damit sie nicht immer wieder Erfolge hat, bei denen ich buchstäblich keine Chance habe, weil sie schlicht und ergreifend schneller ist und mit ihrer besseren Nase im Vorteil...

    Und dann stellt sich mir die Frage, wie ich genau an diesem Problem arbeiten soll, wie ich genau da deutlich mache, dass sie einfach nicht da dranzugehen hat...

    LG, Henrike

    Also, ich hab ja nicht ganz ohne Hintergedanken gefragt ;) Ich hab zwar keinen jagenden Hund, im Gegenteil, aber dafür einen "fressenden" Hund. Und wenn ich lese "Der Hund hat dies und jenes nicht zu tun", dann denke ich mir immer "Toll, mein Hund hat unterwegs auch ncihts zu fressen" und komme an dem Punkt nicht weiter. Denn: Mein Hund hört. Sie ist aus so ziemlich jeder Situation abrufbar, die einzige Entscheidung, die sie "eigenständig" treffen darf ist die, ob sie einen nervigen Junghund zusammenfaltet, für alles andere gibts hier klare Regeln. Maja darf keine Straße ohne Erlaubnis überqueren, das Auto nicht ohne Kommando verlassen, das Haus nicht, mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen, all das erfolgt auf mein Kommando. Maja ist auch auf dem Weg zu einem zu apportierenden Gegenstand ansprechbar, ich könnte sie selbst zum Futternapf schicken und unterwegs doch nochmal "Halt" sagen und der Hund würde nicht an seinen Futternapf gehen.

    Aber wenn dieser mein bekloppter Hund unterwegs ausgekotzte Nudeln (irgendwer muss hier wohl Bulimie haben :roll: ) oder ein paar blöde Brötchen für die Enten findet, dann ist vorbei mit dem Gehorsam. Dann hört sie schlicht und ergreifend nciht mehr. Und in solchen Situationen wüsste ich gerne, wie ich ihr dann klarmache, dass sie das jetzt nicht zu fressen hat... Absoluter Leinenzwang ist übrigens völlig unwirksam, denn selbst an der 1,5m-Leine ist sie teilweise schneller als ich (riecht den Viertelring Frolic, bevor ich überhaupt schalten kann...) und hat so ihre Erfolgserlebnisse. Das Verhalten von Schlaubis Trainerin würde sie wohl auch nciht wirklich beeindrucken, beim nächsten Eisstiel wäre das längst vergessen...

    Sorry für mein OT, Doris...

    Lg, Henrike

    Zitat

    Ohne Leckerliebeutel bist du ein Gangster ohne Waffe in den Straßen von New York :D .


    *kreisch* DER ist gut :D

    Und btw: Es gibt Zeiten, da mag man es nicht glauben, es gibt Tage, da KANN man es nciht glauben, aber sie werden kommen: Die Tage, in denen auch die verrücktesten LAbbis ruhiger werden. Meine kleine wilde Humme, mein Labbi mit dem Pfeffer im Hintern, von dem ich immer gesagt habe "DIE und ruhig? Niemals!" auch die ist cooler, gelassener geworden. Und pflegeleichter. Ich glaube fest daran, dass auch eure Biester mit dem Pfeffer im Hintern eines Tages so sein werden, dass ihr all die Unfälle und Verletzungen wegen der Schleppleine vergessen habt, dass ihr nicht mehr daran denkt, was nicht alles von der Einrichtung dran glauben musste und dass ich nicht mehr all euren zerstörten Nerven hinterher trauert :)

    Und bis dahin zeig ich euch ne lange Nase, weil mein Labbi schon ruhiger geworden ist :P

    Lachende Grüße, Henrike

    Zitat

    Es ist völlig egal, was der Hund sieht, wo er hin will und warum, wenn er nicht darf hat er nicht zu gehen, so einfach ist das. Niemand, der mit seinem Hund arbeitet lenkt ihn ab, um ein Kommando durchzusetzen.

    Schlaubi, ich hoffe es ist okay, wenn ich mich hier einfach mal mit einer Frage hintendran hänge...

    Staffy, wie bewerkstelligst du das, genau DAS dem Hund zu vermitteln? Wenn ein Hund mit einem Reiz konfrontiert wird, der ihn so wahnsinnig fasziniert, dann wird ihm schnurzpiepegal sein, dass ich der Meinung bin, dass er nicht zu gehen hat. Wie arbeitest du da, um ihm genau das klarzumachen, dass er nicht zu gehen hat?

    LG, Henrike

    Was ich spannend fände, ob Zampa eher der Sichtjäger ist oder geht sie doch eben lieber den Spuren nach?

    Und wie wärs mit einem "einführenden" Antijagd-Seminar z.B. bei Pia Gröning oder so, um eben nicht schon in Eigenregie Fehler zu machen und schonmal Ansatzpunkte zum Arbeiten in Eigenregie zu haben. Also dir von einem "versierten" Menschen Tipps und Anregungen zu holen, einerseits wie Zampa in diesen Situationen tickt, aber auch, wie du dann reagieren kannst/solltest.

    Dann wäre für euch vielleicht schonmal ein Anfang geschaffen und du wärst nicht so drauf angewiesen, jemanden in deiner direkten Nähe zu finden, der euch hilft, wo du wöchentlich hingehst, sondern du machst einmal ein Seminar, das vielleicht auch bissle weiter weg ist und kannst danach vielleicht "konkreter" und selbstsicherer mit Zampa arbeiten? :)

    LG, Henrike

    Solchen Leuten schenke ich inzwischen keinen Glauben mehr, Punkt. Die haben irgendwann mal was in einer Rassebeschreibung von "lieb, gelehrig, Familienhund" gelesen und übersehen dabei völlig, dass der Will-to-please bei Labbis ein will-to-fress ist und dass das unendlich sture Esel sind.

    Ja, manche Dinge hat Maja mir in der Erziehung wahnsinnig leicht gemacht. An anderen Dingen haben wir bis zum Umfallen gearbeitet.

    Heute kann ich sagen, dass Maja ein recht gut erzogener Labrador ist, ja. Aber keiner, der den Labbi für einen einfachen Familienhund hält, würde mir glauben, WIE viel Arbeit, Nerven (und LEckerchen ;)) in diesem Hund stecken ;) Und dann wundern sie sich, dass ihr Labbi nicht ebenso funktioniert wie Maja...

    Lass dich nicht verunsichern. Wenn du konsequent bleibst, ist das shcon die halbe Miete. Labbis sind kleine Kindsköpfe, Clowns, die immer wieder mal was in Frage stellen und bestimmte Themen auch einfach "diskutieren" ;)

    LG, Henrike

    *lach*

    Maja wird bald 4 und wirklich "erwachsen" ist sie noch immer nicht. Aber und das verspreche ich euch: Es wird besser. Ich muss bestimmte Dinge immernoch mit Madame diskutieren, aber im Großen und Ganzen ist sie ein toller Hund geworden, absolut sozialkompetent, ohne richtige "Macken", lediglich die labbitypischen Eigenschaften wie "Ich fresse alles" und "Ich springe in alles rein, was nach Wasser aussieht" hat sie nicht abgelegt.

    Ich hätte es, als sie 1,5 Jahre alt war, niemals für möglich gehalten, dass ich mal so einen entspannten Hund bekommen würde, der nicht mehr jeden anspringt, nicht mehr mit jedem Hund auf Biegen und Brechen spielen muss. Und jetzt hab ich genau diesen Hund hier neben mir liegen und schnarchen.

    Ich kann auch unterschreiebn, dass ein Labbi nicht innerhalb von 2 Jahren perfekt erzogen ist, Maja ist bis heute nicht "perfekt" und an manchen Themen feilen wir noch, manche Sachen testet sie immer mal wieder aus, aber so generell ist sie mein kleiner Traumhund, der mir nicht immer wieder aufs Neue die Nerven raubt.

    Und so ab und an muss das ja auch mal sein, sonst wüsste man es ja nimmer zu würdigen ;)

    LG, Henrike

    Zitat

    Die Trainer dieser Hundeschule haben eben unter anderem Erfahrung mit Jagdhunden. Und ich erhoffe mit dort wirklich fachkundige Anleitung zur artgerechten Auslastung meines Hundes. Und zwar in dem Maß, dass es Zampa und mir Spaß macht.

    Rettungshundearbeit ist nicht in meinem Sinn, denn dafür ist ein Einsatz erforderlich, den ich zeitlich nicht leisten kann. Und das ist - da stimme ich Dir zu - nichts, was man halbherzig machen kann. Entweder ganz oder gar nicht.

    Daher eben meine Frage an andere Jagdhund-Halter, was die so mit Ihren Hunden unternehmen, um sie auszulasten.

    Doris

    Schau dir doch mal die Seite von AuraI an, sie hat da wahnsinnig viel zusammengetragen, was man wie machen kann, um die jagdlichen Triebe in sicherere Bahnen zu lenken =)