Beiträge von Niani

    Öhm, naja, die Allergien sind bei LAbradoren schon sehr verbreitet. ch finde es allerdings grob fahrlässig, einen Welpen, der noch lange nciht ausgewachsen ist über einen so langen Zeitraum so unausgewogen zu ernähren. Da sind die Gelenkkrankheiten ja schon vorprogrammiert - nunja, so ziehen sich die Ärzte ihre gelenkkranken Patienten für später heran... Sorry, bin diesbezüglich etwas polemisch.

    Ich an deiner Stelle würde versuchen ein gutes getreidefreies Futter zu finden, das nach Möglichkeit noch eine etwas "exotischere" Proteinquelle hat als Rind oder Lamm, das dann noch für Welpen geeignet ist.

    Wird das nciht vertragen, würde ich zu einem Allergietest raten. Ich persönlich bin kein Fan mehr von den Blutallergietests, war allerdings beeindruckt, was in der Bioresonanz alles an Allergien gefunden wurde (ja, ich glaube daran ;)). Der Bioresonanztest hat auch nur ein Drittel des Bluttests gekostet.

    Aber 8 Wochen Diät halte ich für grob fahrlässig. Gibst du wenigstens ein Calciumpräparat dazu, das auf ihren Bedarf ausgerichtet ist? Sorry, ich will nicht dich attackieren, ich bin nur fassungslos, wie ein TA das so raten kann bei einem Welpenbesitzer...

    LG, Henrike

    Hier spricht doch niemand davon, dass man den eigenen Hund zwingen muss zu spielen. Sozialkontakt ist doch nciht gleichzusetzen mit Spielen/Rennen/Toben. Ein Hund kann doch auch einfach weitergehen und sich dafür entscheiden, den anderen Hund zu ignorieren.

    Maja spielt bei weitem nicht mehr mit jedem Hund, es kommt sehr häufig vor, dass sie mal einmal schnuppern geht und dann wieder ihr eigenes Ding macht. Aber dieses schnuppern gehen ist ihr schon wichtig (nein, mein Hund darf nciht bei JEDEM Hund mal eben "Tach" sagen gehen, auch Maja musste lernen, dass man auch mal dran vorbeigehen kann, ohne Theater zu machen)

    Aber mir persönlich ist es lieber, dass mein Hund auch gelernt hat, dass er frei entscheiden kann, wie er eine Situation handhabt, weil es ihm auch dann in den Situationen, in denen wirklich mal eine Begegnung "ungeplant" vorkommt, weiterhilft insofern, als dass er auch dann der Situation gewachsen ist, weil er schon häufig fremden Hunden gegenüberstand und abwägen musste, wie er diese nun einschätz und wie man selbst sich verhalten sollte.

    LG, Henrike

    Zitat

    Die Frage von mir war aber was das ganze bringt. Ich habe es noch nicht wirklich verstanden. Sozialisierung läuft in nur einem Bruchteil des Hundelebens ab, ab dann weiß er sich auszudrücken.

    Was es bringt?

    1. Kontakt mit Artgenossen, die auf derselben Ebene kommunizieren
    2. die immer neue Auseinandersetzung mit Situationen, in denen der Hund vorher noch nciht weiß, wie sie ausgehen werden
    3. die Fähigkeit des Hundes, andere einzuschätzen und sich dem anzupassen (und ich schwöre dir, das hat mein Hund nicht mit 4 Monaten gelernt, sondern da lernt sie heute mit 4 Jahren noch dazu)
    4. im Umgang mit fremden Hunden erfährt der Hund auch sich selbst. Er wird seiner selbst bewusst (Gott, ich kling wie ne Pädagogik-Tussi ;)), er lernt, dass diese und jene Aktion seinerseits diese und jene Reaktion hervorruft und er lernt, aktiv, sein Verhalten zu steuern
    5. Konfrontation mit Stresssituationen, um den Umgang mit Stress zu erlernen/zu festigen


    Niemand sagt, dass du deinen Hund mit jedem anderen Hund zusammenlassen musst. Ebensowenig sage ich, dass es notwendig ist, dass dein Hund von 5 anderen Hunden gehetzt wird, würde ich bei MAja auch nicht dulden. Aber du kannst andere Hunde nicht ersetzen. Und zwei Mal die Woche Hundekontakte mit immer denselben Hunden werden auch langweilig. Das Bedürfnis nach Kontakten mit Artgenossen ist da, das sehe ich immer wieder und wird, wies scheint nur dadurch gestillt, wenn täglich das eigene Kleinrudel um den Hund rumherum ist oder der Kontakt zu anderen Hunden ermöglicht wird und zwar eben auch täglich. Dabei finde ich es nicht schlimm, wenn dieses Bedürfnis eben nicht täglich befriedigt wird, ist dies ja auch ein Training für die Frusttoleranz des Hundes.

    Drehen wir den Spieß mal um: Was bringt es, wenn dein Hund 2x die Woche Kontakt zu Artgenossen hat? Was hat er davon? Genügst du nicht? Warum ist 2x die Woche in deinen Augen angemessen und woran machst du diese Frequenz fest?

    LG, Henrike

    Mag ja sein, dass Hunde, die mit mehrern Hunden in einem Sozialverband leben oder zumindest Kontakt zu ihrem eigenen Kleinrudel haben, damit zufrieden sind.

    Nur wie viele der Einzelhunde oder jene mit max. einem weiteren Hund im Haus haben denn täglich Kontakt zur immer wiederkehrenden Gruppe, dass man das als eigenes Kleinrudel bezeichnen könnte?

    Klar kenn ich einige Hunde, von denen ich weiß, dass sie in Ordnung sind. Maja aber nur noch mit denen zusammenzulassen hieße, dass mein Hund u.U. auch mal mehrere Tage keine Sozialkontakte mit anderen bekäme, eben weil ich all diese Hunde nicht täglich treffe.

    Und Björns Beispiel zeigt es ja recht gut: Als Janosch & Emma noch zu zweit waren, haben sie durchaus Interesse an anderen Hunden gehabt, welches erst nachließ, als regelmäßiger Kontakt (und zwar täglich) zu mehreren anderen Hunden gegeben war. Daraus leite ich ein Bedürfnis der Hunde ab, sich mit anderen Hunden zu umgeben, welches weder der Halter noch ein einzelner zweiter Hund im Haushalt befriedigen kann. Nur wer von den Einzelhund- oder Zweihund-Haltern hier kann es denn seinen Hunden ermöglichen, täglich den Kontakt mit immer denselben Hunden zu haben, damit dieses Bedürfnis befriedigt ist?

    Solange mein Hund mir anzeigt, dass er gerne zu anderen Hunden hinwill und sei es nur, um den anderen mal kurz abzuchecken, möchte ich ihm das auch weitestgehend ermöglichen. Wer sagt denn, dass der Stress schlecht ist? Es gibt auch positiven Stress. Und selbst wenn wir von negativem Stress reden: Das schadet doch nix. Im Leben eines Hundes ist so vieles Stress, dass ich es sogar für sinnvoll halte, einen Hund immer wieder in Stresssituationen zu bringen, damit er damit umgehen kann. Ein Hund, der sein Leben lang in Watte gepackt wird (der könnte ja sonst Stress haben), wird mit der leisesten Schwankung nicht umgehen können, im Gegensatz zu dem Hund, der immer mal wieder Stress hatte und gelernt hat, dass und wie man damit klarkommt.

    LG, Henrike

    Mein Hund hat eigentlich täglich Hundekontakte. Klar kommt es mal vor, dass wir keinen treffen oder sie aus Krankheitsgründen mal nicht hindarf, aber so ganz prinzipiell hat sie häufig Begegnungen mit anderen Hunden. Und dann darf sie selbst entscheiden, wie sie damit umgeht. Ob sie spielen möchte, ob sie nur kurz schnüffelt und dann desinteressiert weitergeht oder ob sie einen übermütigen Junghund auch mal zurechtweist, wenn er an ihr rumhüpft.

    Ich zwinge ihr diese Kontakte mit Sicherheit nicht auf und ich erwarte auch, dass andere das nciht tun, indem sie ihre Hunde hinlassen, solange meine an der Leine ist (weil sie da dann nicht wegkann), aber wenn sie möchte, dann darf sie. Voraussetzung ist halt, dass ich vorher die anderen Besitzer frage, ob die Hunde Kontakt haben dürfen und wenn jemand sagt, dass das nicht geht (sei es, weil die Hündin ein Problem mit anderen Mädels hat oder weil der Hund generell ein Angstbeißer ist oder was auch immer), dann geht es eben nicht. Mein Hund muss nicht zu jedem anderen hin und darf es auch nicht. Aber ich habe sehr gemerkt, wie dringend sie das braucht, als ich ihr krankheitsbedingt einige Wochen den Kontakt mit anderen verbieten musste.

    Der Illusion, ich sei meinem Hund als Sozialpartner genug, gebe ich mich nicht hin. Ich kann meinem Hund ebenso wenig bieten, was andere Hunde ihm bieten, wie andere Hunde das für ihn bedeuten was ich für ihn bedeute. Das kann man nicht vergleichen.

    Und nur durch Kontakt mit fremden Hunden hat MAja gelernt, andere Hunde einzuschätzen, ja auf andere Hunde zu achten. Ihre Kumpanen kennt sie. Neue Hunde, mit denen sie noch nicht getobt hat, die sind die Herausforderung, da zu schauen, wie die reagieren, ob man die anspielt, ob man sie ignorieren kann, ob man sich besser mal kurz hinschmeißt oder ob man sie sogar zusammenfalten sollte, weil sie sich daneben benehmen, das hat sie nur gelernt, weil sie die anderen Hunde lesen musste.

    LG, Henrike

    Sehr gerne ;)

    Allerdings möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass das etwas ist, wovor ich mich lange gedrückt habe, weil das nichts ist, was man "mal eben" macht. Es hat mich einiges an Selbstdisziplin gekostet, immer wieder damit anzufangen, einfach weil das Training über Wochen und Monate läuft und das nicht nur 1x pro Woche für eine Stunde, sondern IMMER. Auf jedem Spaziergang, bei jeder noch so kurzen Pipi-Runde und auch daheim immer wieder zur Festigung.
    Ich will euch nicht davon abhalten, es auf diesem Wege zu versuchen, keineswegs. Wenn dem so wäre, hätte ich gar nicht erst beschrieben, wie ich das mit Maja angegangen bin. Dennoch nehm ich euch mal lieber vorher evtl. vorhandene Illusionen, dass das zum schnellen Erfolg führen könnte. Eine Woche "Ausprobieren" reicht da nicht. Ich mein damit nun nicht explizit irgendwen, sondern will nur schonmal alle, die darüber nachdenken, es so zu versuchen, darauf einstimmen, dass auch dieser Weg ein steiniger ist ;)

    LG, Henrike

    Zitat

    Ohrreiniger gibt es in jedem Tierfachmarkt, da ist nicht zwingend der Gang zum TA notwendig.

    Und dennoch wäre es sinnvoll einfach mal einen TA hinzuzuziehen, der auch mal ins Ohr schaut und guckt, ob keine Entzündung vorliegt.

    Einfach auf bloßen Verdacht hin mit Ohrreiniger zu behandeln, ohne dass ein Arzt sich das Ohr mal angesehen hat, halte ich für grob fahrlässig.

    Wenn die Ohren eines Hundes dauerhaft schnoddrig sind, stimmt da was nicht. Dann sollte evtl. mal abgeklärt werden, woran das liegt (Allergien, Malassezien usw.).

    Ich würde nciht ewig daran rumdoktorn wollen mit Ohrreiniger, wenn es eine Ursache gibt, die es zu bekämpfen gilt.

    LG, Henrike

    Uff, ich versuchs mal:

    Am Anfang haben wir das Anzeigen in der Wohnung geübt, ich hab sie sogar aufgefordert "mal gucken" zu gehen. Und dann hab ich mir den Tipp von jmd. anders zunutze gemacht, mit dem Clicker zu arbeiten und schon zu clicken, bevor der Hund das Teil überhaupt mit der Nase berührt hat. Mehr oder weniger "Ah, da liegt was" und kurz bevor die Nase das Objekt der Begierde berührt, kommt ein Click und die Belohnung. Das ist fast wie ein Abbruchsignal gewesen, Madame war anfangs ziemlich verwirrt, warum das jetzt gut war, dass sie den Apfelschnitz oder das halbe Brötchen "angeguckt" hat. Das war mein erster Click. Dann kam ein leises "Sitz" von mir und wieder Click und Belohnung. Einmal Augenkontakt (Maja hat dafür kein Kommando, sie sucht den Augenkontakt aber generell von sich aus) und das gab den nächsten Click (diesen Zwischenschritt habe ich eingebaut, um zu fördern, dass sie sich davon wegkonzentriert und mir ihre Aufmerksamkeit zuwendet). Dann die Armbewegung in die entsprechende Richtung und ein "Weiter" dazu und wenn sie sich dann nicht wieder dem LEckerbissen zugewendet hat, sondern meinem Arm gefolg ist, gab das den letzten Click mit Belohnung (zugegeben, ich hab immer eine kleine Party gefeiert ;)).

    Nachdem dieser Ablauf einigermaßen klar war und sie wusste, wie ich das haben will, hab ich das ausgedehnt. Erstens hatte ich in dieser Zeit immer den Clicker in der Hand, wenn wir unterwegs waren, damit ich, wenn sie was gefunden hat, wovon ich nicht wusste, clicken konnte, noch bevor sies im MAul hat und so unser Ritual einleiten konnte. Zweitens habe ich gezielt Sachen ausgelegt. Am Anfang eingiermaßen langweilige Dinge wie halt Apfelschnitze oder trockene Brötchen, später dann auch Salami und Wienerle.

    Gleichzeitig habe ich bemerkt, dass Maja langsamer an die Sachen heranging. Klar, sie wollte immernoch alles fressen, aber sie hat sich nciht mehr draufgestürzt, sondern hat mehr oder weniger gewartet, ob von mir was kommt. Kam nix, hatte ich Pech gehabt ;) Anfangs habe ich noch meinen einleitenden Click gegeben, danach sind wir dazu übergegangen, dass sie es bemerkt hat und sich auf ein leises "Sitz" hingesetzt hat. Irgendwann konnte ich dann das Sitz wegfallen lassen und sie hat sich automatisch hingesetzt, wenn sie was gefunden hat, zumindest bei meinen präparierten Sachen ;)

    Und dann irgendwann habe ich festgestellt, dass es besser klappt, sie einfach "weiter" zu schicken (sie läuft viel frei und gerade, wenn sie etwas entfernt war, ging ein "Weiter" besser, als dass ich sie auf Entfernung aufforderte, sich hinzusetzen). Und genau das machen wir momentan exzessiv. Etwas ist spannend (das kann von mir aus auch ein toller Geruch oder ein Hundekumpel sein, mit dem man spielen möchte) und sie wird weitergeschickt. Dieses ganz gezielte Training, sich von etwas abzuwenden, was man eigentlich unbedingt will, das bringt uns halt mit dem "weiter" unserem Ziel sin Stück näher.

    So und nun hoffe ich, ich hab nicht zu wirr geschrieben und man versteht, was ich meine. Ansonsten frag einfach nochmal nach.

    LG, Henrike

    edit: Labdog: Könntest du meinem Hund dann bitte nochmal erklären, dass das eine Phase ist, die bitte auch mal vorbeigehen könnte? ;) Leider ist Maja zu allem Überfluss auch noch Allergikerin, so dass ich ihr die ganzen Stinkesachen leider nicht bieten kann... Und irgendwie frisst mein Hund unterwegs nicht nur Stinkiges, sondern alles :gott: