Beiträge von Niani

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    Was ich interessant finde, ist dass ihr offenbar immer ganz sicher seid, dass der Hund weiss, was von ihm erwartet wird, schon vom 1. Tag an. Irgendwie tönt es, als hättet ihr für Anfänger und Fortgeschrittene dieselben, unveränderlichen Kriterien, aber das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen....

    Ich kann nur von mir sprechen, aber ich gebe nur Kommandos, die mein Hund kennt und kann und erwarte dann, dass sie auch umgesetzt werden. Kommandos, die neu sind, baue ich langsam auf und gehe immer nur so weit, wie ich mir sicher bin, dass sie das auch packen kann. Gehe ich doch mal zu weit und fordere zu viel, gibt das keine "Konsequenzen" in dem Sinne, dass ich strafe, aber ich fordere meist eine Ersatzhandlung stattdessen.

    Ich würd es mal darauf schieben, dass sie auf anderen Untergründen wegrutscht. Wenn meine Hündin auf LAminat Sitz macht, rutscht der Hintern immer weiter nach hinten und die Hinterbeine immer weiter nach außen, das ist einfach nicht so angenehm. Draußen an der Straße ist es im Zweifelsfall nicht so glatt, von daher kannst du ja ruhig auch mal auf anderen Böden das Sitz trainieren wie Waldboden, Asphalt, Wiese usw. Da dürfte sie auch nicht so wegrutschen.


    LG, Henrike

    Leela, darf cih fragen, warum du die Konsequenz so vermeidest? Fällt es dir so schwer? Oder kann Numa damit so schlecht umgehen, wenn Frauchen etwas durchsetzt? Oder hat nen anderen Grund?

    Neugierige Grüße, Henrike

    Ich schließe mich Bordy an. Konsequenz heißt, dass Regeln, die ich aufstelle, auch durchgesetzt werden. Ich hab halt fixe Regeln, die immer gleich sind und an denen auch nicht gerüttelt wird und ich hab "veränderliche Regeln", deren eigentliche Regularität nur darin besteht, dass mein Kommando gilt. Bei uns läuft das Passieren von anderen Menschen nicht immer gleich ab, das Passieren von Hunden ebenfalls nicht, im Freilauf darf sie mal mehr, mal weniger. Es ist nichts, was sie "verinnerlichen" könnte oder sollte, dazu ist halt zu viel Abwechslung drin. Aber in der Umsetzung von "In den Situationen entscheide ich, was gemacht wird" bin ich sehr konsequent.

    LG, Henrike

    Generell bin ich schon recht konsequent. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel ;)

    Es gibt Kommandos, die ich kompromisslos durchsetze und auch immer einfordere (z.B. Straße nicht ohne meine Aufforderung betreten), da gibts kein wenn und aber.

    Es gibt aber auch Dinge, die handhabe ich "lose". Für Maja gilt, dass sie umso mehr Freiheiten hat, je besser sie sich benimmt. Hört sie gut, muss sie nicht für jeden Kleinscheiß an die Leine bzw. bekommt überhaupt Freilauf. Hat sie so "Durchzug"-Tage, ist sie schneller an der Leine, als sie "Du kannst mich mal" sagen kann. Das kann für den Rest des Spaziergangs sein, das kann aber auch nach 10 Minuten schon wieder erledigt sein, das mache ich wirklich davon abhängig, wie aufmerksam sie dann ist. Maja kriegt das meist so "schubweise", dass sie dann doch nochmal testen muss. Wochenlang klappt alles bestens und ich triumphiere innerlich und denke "So kanns bleiben" und dann sticht sie mit einem Mal der Hafer und sie meint, sie könne machen, was sie will. Ich diskutiere da nicht lange und stecke die Grenzen wieder merklich enger und prompt rafft sies dann auch und weiß wieder, was ich von ihr will ;)

    Aber so im großen und ganzen bin ich konsequenter, als ich es früher mal für möglich gehalten hätte und wohl auch, als mein Umfeld es für nötig hält ;)

    LG, Henrike

    Hmpf, soooo lange halte ich ja nun keinen eigenen Hund. Vier Jahre sind es nunmehr und ich hab schon auch was dazugelernt. Ich bin froh, dass Maja nie wirklich extreme Fehler meinerseits ausbaden musste, weil ich schon aus Zeiten meiner Pflegehunde einiges mitnehmen konnte und auch die erste HuSchu in der wir waren, "relativ" gewaltfrei arbeitete. Vor allem habe ich gelernt, dass es verschiedene Wege gibt, die zum Ziel führen, dass nicht jeder Hund gleich ist und dass man manchmal auch mal von seinen Wegen runter muss und neue Wege ausprobieren muss, um gemeinsam mit dem Hund etwas zu erarbeiten. ICh habe gelernt, dass Erziehung kein notwendiges Übel ist, sondern dass Erziehung zwar notwendig ist, aber kein Übel, sondern etwas, was Spaß machen kann, sowohl dem Hund als auch dem Halter. Außerdem greife ich inzwischen mehr bei Hundebegegnungen regulierend ein, was Maja zu deutlich mehr Selbstbewusstsein verholfen hat.

    Und vor allem bin ich aufmerksamer geworden. Ich achte mehr auf Feinheiten, hinterfrage Verhaltensweisen, überlege mir, warum Maja nun ein bestimmtes Verhalten zeigt und entscheide dann, ob ich daran etwas ändern will und wie oder ob es eigentlich gut ist, was sie tut.

    LG, Henrike

    Zitat


    Niani
    danke, endlich mal ein bisschen verständnis :smile:

    Nicht, dass wir uns missverstehen, mein Verständnis erstreckt sich lediglich auf den Maulkorb, nciht auf deine Methodenn, den Hund auf den Rücken zu legen, um ihn zu erziehen ;)