In manchen Beschreibungen erkenne ich meinen Labrador vor ca. 3 Jahren wieder
Daher hier meine Beschreibungen, wie ich es mit dem Riesenbaby gemacht habe, ob das bei euch dann passen könnte, müsstest du dann beurteilen 
Schlingen: Etwas besser ist es geworden, seit es kein TroFu mehr gibt, sondern sie entweder bekocht wird bzw. NaFu bekommt. Deutliche Besserung hat das absolute "Nicht-Dasein" des Hundes während des Fressens gebracht. Während Maja frisst, ist sie für sämtliche Familienmitglieder nicht existent. Vorher hat der ein oder andere sie ab und an nochmal versucht, durch ein "Laaaangsam, Maja" oder so zu bremsen und das Gegenteil erreicht. Ich stelle den NApf nur noch hin und gehe. Erst wenn sie den Napf wirklich das fünfte Mal durch die Gegend geschoben hat und sich dann irgendwohin verzogen hat zum Schlafen, gehe ich hin und sammle ihn ein. Inzwischen klappt das so gut, dass man auch wieder beim Fressen anwesend sein kann und wenn ich was vergessen habe, darf ich sie sogar kurz ansprechen oder einen Wassernapf tauschen, ohne dass sie wieder in Hektik verfällt. Allerdings muss sie komplett getrennt von anderen Hunden fressen, sonst kriegt sie wieder einen "Ich muss fertig werden, bevor es mir einer klaut"-Koller.
Individualdistanz: Konsequentes "Wegschicken" und darauf beharren, dass sie wegbleibt. Ein "Körbchen"-Kommando war da recht hilfreich. Ich hatte da vielleicht den Vorteil, dass Maja schon als Welpe gelernt hat, dass meine Kommandos keine netten Vorschläge sind, sondern Handlungsanweisungen, an denen nicht zu rütteln ist. Sie versucht es heute noch ab und an, lässt sich aber durch ein "Nein" stoppen. Bei mir akzeptiert sie es besser als bei denen, die das nie so deutlich durchgesetzt haben (liegt daran, dass sie halt mein Hund ist, der Rest der Familie ist dafür auch einfach nicht verantwortlich).
Leinenziehen: Ich hab ewig gedacht, dass sie das nicht schnallt. Bis ich während einer Schonphase, in der sie eh nicht viel laufen durfte, es wirklich wirklich mal durchgesetzt habe. Wir haben ca. eine Woche lang für ne kurze Runde um den Pudding so lang gebraucht wie für normale Spaziergänge, aber es hat sich gelohnt. Nachdem sie es einmal geschnallt hatte, gings dann recht schnell bergauf. Was ich immer recht problematisch finde, ist, dass man es ggf. nicht konsequent macht. Bei Maja bot sich diese Krankheitsphase dafür an, dass ich das IMMER durchsetzen konnte, dass an durchhängender Leine gelaufen wurde. Bei meinem Gassi-Pudel wirds schon anstrengender, weil da halt Maja immer dabei ist und dann wird man einfach nachlässiger (ich zumindest ;)).
Einzig das Jagen war bei Maja nie ein Thema - aber ich find deinen Setter toll, ich tät den wohl nehmen 
LG, Henrike