Beiträge von Niani

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    200 :schockiert:

    Mein eigenes Springen ist auf 166 und da laufen schon fast nur Harlekins und Xanthoi mit...

    Aber falls ich mal irgendein Springen schubsen soll =)

    Ich weiß nicht, ob du in meines noch reinkommst, das steht derzeit auf 116 (glaub ich). Wenn du da mal schubsen magst so zwischendrin?

    Mir stoßen an dieser Geschichte zwei Dinge auf:
    1. Kann ich einem Jäger vertrauen, dass er abschätzen kann, ob dieses Tier wirklich so stark verletzt ist, dass man ihm nicht mehr helfen kann, wenn er nichtmal weiß/es ihn nicht interessiert, dass ers den Hund gar nicht erschießen darf? Ich zweifle hier arg an den Fähigkeiten des Jägers, dass er in der Lage ist bzw. das Wissen hat, festzustellen, wann ein Hund nicht mehr gerettet werden kann.

    2. Ich mag die Einstellung dieser Besitzer nicht. Da muss ja eine wahnsinnig innige emotionale Bindung zu den Hunden sein, von der die Besitzerin da spricht, wenn man die Hunde an ein Fallrohr bindet und es von ihnen gewohnt ist, dass sie sich schonmal häufiger losreißen und weglaufen...

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    Hallo ihr lieben, ich brauche mal eure Hilfe und zwar suche ich schubser für mein Galopp- Spring- Barell- Wettbewerbe 1 mal am tag.

    Habt ihr ein Pferd was gut im Galopp ist?
    Eins das gut im Springen ist?
    Und eins das gut im Tempo ist?

    Wäre super lieb wenn ihr mir helfen würdet.

    Lg

    Wenn ich dran denk, kann ich meine eine Stute bei dir im Barrel und im einen Galopprennen anmelden. Aber auch nur, solang du net hochschraubst ;)

    Solche Boxen würd ich nicht nutzen. Ich hatte irgendwann mal die Situation, dass ich Maja mit an der Uni hatte und danach noch schnell was bei Ikea besorgen sollte. Da ist dann eine Freundin von mir, die Maja abgöttisch liebt, mit ihr draußen geblieben und hat auf sie aufgepasst.

    Ansonsten fahre ich auch nur ohne Hund zu Ikea.

    Ich komm grad erst von meinem Termin, darum jetzt erst meine Antworten.

    Zuallererst: Ich arbeite mit dem Clicker. Das hat mehrere Gründe. Einerseits lernt Maja sehr gern mit dem Clicker, weil der halt immer einen Keks gibt, mein verbales Lob ja nicht immer. Andererseits habe ich mich an eine Erklärung hier erinnert (ich glaube, von Shoppy), dass das Clickergeräusch anders im Hirn verarbeitet wird als z.B. die Stimme und den Hund somit eher erreicht wenn er grad mit den Gedanken völlig woanders ist (nämlich bei dem, was er da Leckeres gefunden hat...)

    Der Aufbau war etwas "unorthodox". In der Anfangszeit habe ich nämlich geclickt, wenn Maja gerade mit der Nase auf dem Weg zu dem war, was sie fressen wollte, aber nicht sollte. Das hat bei ihr für einige Verwirrung gesorgt. Dass ich sie davon abhalten wollte, Dinge zu fressen, kannte sie und konnte es wunderbar überhören. Dass es dafür neuerdings eine Bestätigung gab, war neu. Diesen kurzen Moment habe ich genutzt, ihr den Keks zu geben und hatte damit den ersten Teilerfolg: Der Hund war gedanklich nicht mehr in völlig anderen Sphären, sondern wieder bei mir, zumindest halb. Daraufhin habe ich sie vor dem Gefundenen absitzen lassen. Das gab den nächsten Keks. Dann sollte sie einmal Blickkontakt mit mir aufnehmen, wieder Keks. Und dann sollte sie mit mir gemeinsam daran vorbeigehen, das "Weiter"-Kommando kannte sie schon aus anderen LEbenslagen.

    Diesen Ablauf haben wir bis zum Umfallen trainiert. Hier im Haus, im Hof, im Garten, auf der Terrasse, im Keller, überall... Und sehr schnell zeigte sich, dass Maja, wenn sie etwas fand, nicht mehr sofort losstürzte, sondern langsamer wurde. Sie hätte es noch immer gefressen, keine Frage, aber sie wurde verhaltener, weil sie auf ihren ersten Click wartete. In der ersten Zeit bin ich NIE ohne Kekse und ohne Clicker aus dem Haus. Auf den Spaziergänge hatte ich den Clicker immer im Anschlag, um rechtzeitig reagieren zu können.
    Natürlich gab es die Momente, in denen sie doch was aufnehmen wollte. Das hab ich ihr dann wieder weggenommen und sie hatte erneut die Chance. Wer anzeigt, kriegt Kekse. Wer nicht anzeigt, kriegt nix.

    Irgendwann hat sie sich dann von sich aus hingesetzt. Aber oftmals nur, wenn es die Lebensmittel waren, die ich selbst hingelegt hatte. Dennoch konnte ich den ersten Click, den es fürs Sich-Nähern gab, langsam abbauen, nämlich dann, wenn sie sich von sich aus setzte. Auch den Blickkontaktsclick habe ich Stück für Stück weggelassen. Sie nimmt immernoch Blickkontakt auf, danach kommt dann mein "Weiter".

    Irgendwann merkte ich, dass oftmals ein alleiniges "Weiter" reicht, ohne Anzeige. Ansonsten habe ich für die Anzeige ein Kommando eingeführt. Wenn ich selbst sehe, wo etwas liegt, lasse ich anzeigen. Sehe ich nicht, wo etwas liegt (roter Frolic-Ring auf rotem Laub kommt nicht gut, wenn man schnell reagieren will), schicke ich sie ohne Anzeige weiter.
    Das heißt, dass ich nie unaufmerksam mit ihr gehen kann, denn kommt keine Ansprache meinerseits, würde sie es auch immernoch aufnehmen. Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass sie sich von alleine hinsetzt und anzeigt. Aber so wie es jetzt ist, reicht es mir.

    Generell denke ich, dass unser Training aus verschiedenen Gründen erfolgreich war. Einerseits natürlich, weil sie gelernt hat, dass Anzeigen bzw. Weitergehen viel toller und erfolgreicher ist, als einfach fressen. Andererseits ist mein Eindruck, dass dieser Trainingsaufbau extrem viel an Impulskontrolle gebracht hat. Impulskontrolle kann ja vieles heißen, aber speziell aufs Fressen bezogen. Vorher war der Fressreiz größer als alles andere. Maja hat aber gelernt, sich auch angesichts von Essbarem zurückzunehmen, sich nicht sofort draufzustürzen, abzuwarten. Sie hat sich selbst besser unter Kontrolle. Und das ist in meinen Augen einfach entscheidend.

    Von Tauschgeschäften mit dem Hund, wenn er scon etwas im Maul hat, halte ich gar nichts. Zumindest würde das bei Maja kein Stück klappen. Für MAdame wäre das lediglich die Aufforderung, in Zukunft erst recht alles ins Maul zu nehmen, auf dass wir dann tauschen. Muss ich nicht haben. Ich setze vorher an, der Hund soll nicht lernen, dass ers ins MAul nehmen muss, damit ichs ihm wieder abnehme, sondern dass ers NICHT ins Maul nehmen darf, damit es die tolle Belohnung gibt.

    LG, Henrike

    Ich bin 3,5 Jahre lang dran verzweifelt. Dann habe ich alles komplett neu aufgebaut und zwar dahingehend, dass Maja gefundene Dinge anzeigen soll und sich dann weiterschicken lässt. Daraus hat sich entwickelt, dass der Hund sich inzwischen einfach so dran vorbeischicken lässt. Heute geht sie mit mir über Volksfeste und Weihnachtsmärkte und lässt sich an Pommesschälchen und Würstchenresten vorbeischicken. Das Training im Grundaufbau hat ca. 6 Monate gedauert. Das relativ sichere Weiterschicken auf Entfernung weitere 6 Monate. Das Weiterschicken unter extrem großen Ablenkungen: Ebenfalls 6 Monate. Kostet insgesamt viel Zeit, viele Nerven, viele viele Leckerchen.

    Aber mir wars das wert.

    LG, Henrike

    Jap, mit Kaninchen.

    Bis morgen abend reicht (hoffen wir, dass ich dann nciht heute nacht auf 21 sinke ;) aber ich bin optimistisch)

    "Bunte Isländer"