Beiträge von Niani

    Mehr Zubehör als ich Kleidung im Schrank hat Maja nicht... Aber sie hat zwei Regalbretter in meinem "Sachen"-Schrank. Eins dieser Regalbretter besteht irgendwie komplett aus medizinischem Zubehör (Medikamente für den Hund, diverse Globuli, Verbandszeug, usw.) und Futterzusätzen usw. Hat sich alles irgendwie so angesammelt. Achja, die Hundehandtücher lagern da auch. Das andere Regalbrett besteht aus sonstigem Kram. Hundespielzeug, Halstuch, momentan nicht benutzte Dummys, Kuscheltiere (Madame hat zwei recht große Kuscheltiere, die sie immer mit sich rumschlörrt, dementsprechend sehen die dann aus, daher ist eins immer gewaschen im Schrank und wird rausgeholt, wenn das andere in die Maschine wandert), ein selbstgebasteltes Intelligenzsspielzeug, der Trockenanzug, sowas halt. Hat sich irgendwie auch angesammelt ;)

    Maja hat zwei sich regelmäßig im Gebrauch befindliche Geschirre (bei einem Wasserhund irgendwie unerlässlich), eine normale Leine (erklärt sich irgendwie von selbst ;)), eine Schleppleine (um bestimmte Dinge trainieren zu können, aber GsD lang nimmer im Gebrauch), eine Flexi-Leine (für morgens um halb sechs im Dunkeln), eine Retrieverleine und zwei Halsbänder (eins für "schick" und eins für wenn alle Stricke reißen und beide Geschirre nass/dreckig sind).

    Ich hab also mehr als nur eine Leine, ein HB für den Hund, kann aber schon behaupten, alles was ich hier so lager auch regelmäßig zu brauchen. Gut, bei den Medis nun nicht unbedingt, aber da reiß ich mich auch nicht drum ;)

    LG, Henrike

    Ohnein... Terry, es tut mir einfach nur unsäglich leid.

    Mir fehlen ein wenig die Worte, aber dennoch möchte ich dir einfach viel Kraft in der kommenden Zeit wünschen.

    Henrike

    So, ich bin eine jener Leute, deren Hund zumindest ein gewisses "Straßentraining" ohne Leine bekommen hat/bekommt. Das muss ich nicht in der Innenstadt machen, auch nicht neben der nächsten Bundesstraße, aber ich lege Wert darauf, intensivst geübt zu haben, dass an Bordsteinkanten immer angehalten und gewartet wird, bis ein entsprechendes Kommando kommt.

    Nun könnte man sagen, dass ich das doch gar nicht trainieren müsste, wenn mein Hund immer und an jeder Straße angeleint ist.

    Da stellen sich für mich aber ein paar Probleme. Erstens: ab welcher Entfernugn zur nächsten Straße darf der Hund denn abgeleint werden? Egal wie tief ich mit Maja in die Pampa fahre, irgendwo ist immer die nächste Straße. Wo also zieht man da die Grenze, dass die Entfernung zur nächsten Straße ausreichend ist, dass man nicht befürchten muss, dass der Hund den Verkehr gefährden könnte, weil er nicht zu hundert Prozent berechenbar ist? Zweitens: Was mache ich, wenn der Hund wirklich mal abhaut und nie gelernt hat, dass an der Straße eisernes Gesetz ist, dass man anhält, egal, wo Frauchen ist und egal, was Frauchen macht? Drittens: Was mache ich, wenn mein Hund verletzungsbedingt mal weder Halsband noch Geschirr tragen kann?

    Die letzten beiden Sachen sind Situationen, in denen ich persönlich äußerst dankbar wäre, wenn mein Hund dann entsprechendes Straßentraining hatte. Das mit den Verletzungen hatte, ich glaube cjalas wars, mal geschrieben. Eine ihrer Hündinnen war so übelst zusammengebissen worden, dass weder Halsband noch Geschirr praktikabel gewesen wären, aber sie musste zur Wundversorgung dennoch zum Tierarzt. Sollte das (hoffentlich nie) mal eintreffen, weiß ich, dass ich extrem gute Chancen habe, mit meiner Hündin beim Tierarzt anzukommen, ohne dass Madame mir auf die Straße hüpfen würde.
    Die Story mit dem Weglaufen ist was, was einer Bekannten von mir passiert ist. Da war, ich glaube ihr Vater mit dem Hund unterwegs und ich weiß nicht, ob er sich losgerissen hat oder der Vater unachtsam war oder irgendwie sowas, der Vater kam jedenfalls ohne Hund wieder heim. Also ist sie losgezogen und hat den Hund gesucht, der an der nächsten Straße hockte und drauf wartete, endlich sein Kommando zum Überqueren zu bekommen. Wäre er kopflos nach Hause gerannt, nicht auszumalen...

    Nein, mein Hund muss nicht neben der Bundesstraße abgeleint laufen. Aber ja, mein Hund muss an gewissen Straßen abgeleint laufen (können). Wir haben das Training in einer Sackgasse begonnen, wo dahinter nur noch ein Wendehammer kam und entsprechend wenig Verkehr war. Das wurde ausgeweitet auf 30er-Zonen, in denen abends ab 18.00 normalerweise die Bürgersteige hochgeklappt werden. Um 19.00 kann man dann da super trainieren, ohne dass in der Zeit nur ein Auto vorbeikäme.
    Achja, während einer Fußball-WM/-EM kann man wenn die Spiele gerade laufen auch ganz wunderbar üben, es begegnet einem niemand, absolut niemand ;)

    Wollte ich meinen Hund wirklich überall anleinen, wo jemals Autos vorbeikommen könnten, sie würde ein Leben an der Leine fristen. Will ich sie freilaufen lassen, muss ich mit ihr raus in die Felder und bei uns in den Bauernschaften rumtapern. Wunderbare Gassi-Strecken. Aber ab und an kommen da halt auch Autos vorbei, weil ich auf den Wegen bleibe und den Bauern ihre Felder nicht zerstöre. Und nu? Rein theoretisch könnte sie mir da auch die Mittelkralle zeigen und mal nicht hören, wenn ich rufe oder sich erschrecken und mir auf den Weg springen, wenn ein Trecker an uns vorbeifährt und ich sie nur am Geschirr festhalte.

    Dieses "überall, wo Straße ist, muss der Hund angeleint sein" ist mir zu schwarz-weiß.
    Mein Hund muss da angeleint sein, wo ich der Meinung bin, dass wirklich was passieren könnte, sei es, weil sie einen schlechten Tag hat, sei es, weil die Gegend so unübersichtlich ist oder sonstwas. Aber da, wo ab und an mal ein Auto vorbeikommt, werde ich sie nicht aus Prinzip anleinen, weil rein theoretisch irgendwann vielleicht mal was passieren könnte. ICh nenne das auch nicht fahrlässig, sondern realistisch. Ich kann nicht allen Gefahren im Leben aus dem Weg gehen. Da wo ich es kann und wo es praktikabel ist, tue ich es. Aber leben muss ich schon auch noch und dazu gehört, dass ich für mich auch tragbare Risiken eingehe. Das fängt schon da an, wo ich morgens aus dem Haus gehe und am Straßenverkehr teilnehme. Der MEnsch ist nunmal auch keine Maschine und hundertprozentig berechenbar - mir persönlich sind schon mehr Menschen vors Auto gelatscht, weil sie gedankenverloren "mal eben" über die Straße sind und nicht geguckt haben, als dass ich hätte für Hunde bremsen müssen...

    LG, Henrike

    Ein junger Mann heute auf einen Rechtschreibfehler aufmerksam gemacht: "Aaaach, das ist doch nur ein Tippfehler..."

    *hust* es handelte sich um eine Klassenarbeit und die werden bei uns noch mit der Hand geschrieben :D

    Sorry, das sind einige harte Worte von mir, aber ich denke, du hättest hier nicht nachgefragt, wenn du nicht wirklich ehrliche Worte hättest hören wollen ;)

    Ich stimme PaulaNina daher nicht wirklich zu, dass es am Charakter des Hundes liegt. Der Charakter mag dahingehend ausschlaggebend sein, dass sie halt aufgedreht reagiert, aber Auslöser ihrer Reaktion ist meiner Meinung nach euer Tempo, das sie so nicht mitmachen kann. Dabei ist es evtl. hilfreich für dich, im Hinterkopf zu behalten, dass du mit ihr ZOS machen wolltest, damit sie etwas ein bisschen ruhiger und langsamer machen kann. Und da musst du bei dir und deinem Trainingstempo anfangen, da fängt nämlich das "ruhiger und langsamer" schon an ;)

    LG, Henrike

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    Wenn man einen ständigen und unsinnigen Konditionsaufbau macht ,muss man auch rechtzeitig vor der Herbstzeit langsam aufhören. damit bei beginn des Herbstes alles klappt. Das muss Deine Hundeschule doch im Griff haben ? Oder Du? Da zeigt sich eben auch, das man die leute weiter zum Umsatz drängt solange bis frost kommt, anstatt das richtige für das Tier zu machen . Bzw denen das vorher erklärt und denen sozusagen antrainiert-den haltern!

    Nur damit dem Hund nicht kalt werden kann, soll er den Winter über weniger rauskommen/beschäftigt werden?

    Gesundheit ist wichtig, sicherlich. Aber eine vernünftige Auslastung ebenfalls. Und damit beides auch im Winter geht, gibt es doch so tolle Hilfsmittelchen wie Mäntel. Da muss man gar keine Entweder-oder-Entscheidung treffen...

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    Niani

    Ich komme eigentlich aus Düsseldorf, bin aber fürs Studium nach Essen gezogen. Und ja, ich bin noch an der Uni (hier am Campus Essen).. noch etwa 2 Semester ;)

    Hihi, ich tu mir grad die ganzen Erstsemester-Lehramtsveranstaltungen an :D

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    Mit der Einstellung kriege ich als angehende Lehrerin aber sicherlich noch Spaß im Berufsleben :D :roll:

    Ich seh grad, du kommst aus Essen. Darf ich fragen, ob du noch an der Uni bist? Und wenn, wo?

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    Heute sollen die Eltern die Hausaufgaben NICHT korrigieren, weil die Lehrer so nur perfekte Arbeiten sehen würden und keinen Überblick über den Wissensstand der Schüler haben.
    (PS: meine Kinder haben eine recht gute Rechtschreibung)

    Tja und auch die Medaille hat wiederum zwei Seiten. Wenn ich Fehler gemacht habe, konnten die genau durchgesprochen werden, warum das nun falsch ist, welche Regel dahintersteht und wie es richtig geht. Wenn mir einer erklären kann, wie ein Lehrer das bei einer ganzen Klasse täglich bewerkstelligen soll, immer her damit...

    Ich hatte die Chance, aus meinen Fehlern zu lernen und sie beim nächsten Mal nicht mehr zu machen. Ein Kind, das im Unterricht nicht immer mitkommt, dessen Lehrer nicht jeden Fehler mit ihm genau durchgeht, hat die Chance nicht. Ergo ist auch kein Lerneffekt da. Und ich finde einen Lerneffekt für die Kinder wichtiger als die korrekte Bewertung der Kinder durch den Lehrer. Die Noten halten für ein halbes Jahr - die Rechtschreibung besten- oder auch schlimmstenfalls für ein ganzes Leben.

    Meine Erfahrung ist, dass die Lehrer nicht wollen, dass die Eltern den Kindern die Hausaufgaben machen bzw. hinterher einfach alle Fehler beseitigen, auf dass das Kind perfekte Hausaufgaben mit zur Schule nimmt, ohne dass es selbst damit was zu tun gehabt hätte. Ein "gemeinsames" Korrigieren hingegen wird begrüßt, eben unter der Voraussetzung, dass das Kind dabei etwas lernen kann. Dabei ist aber eine gewisse Kompetenz der Eltern gefragt und auch daran scheitert es oftmals.

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    Naja, ganz simpel staffy, die Kids lernen es nicht wirklich. Geschrieben wird in den ersten Jahren so, wie es gesprochen wird.

    Und in der dritten/vierten Klasse erzählt man dann den Kids, dass es auch so etwas wie die Grammatik gibt.

    Gedichte lernen, gemeinsam Bücher lesen in der Klasse mit verteilten Rolle? Selten, ganz selten....

    Birgit

    Ganz so simpel ist es ja dann doch nicht, Birgit. Einerseits steckt auch ein bestimmtes Lehr- & Lernkonzept hinter diesen "Schreiben wie die Schüler es hören"-Programmen.

    Andererseits gibt es da durchaus noch diverse Dinge, die mit in den Schrifterwerb reinspielen. Dazu gehören u.a. die Klassengröße (lass mal alle Kinder in der Klasse einen Text vorlesen, wenn du mehr als 30 Kinder in der Klasse hast), die Unterstützung der Kinder durch die Eltern (und das fängt an beim Wecken erster Lesebegeisterung durch Vorlesen), natürlich das regelmäßige Schreibtraining, das durch Schreibübungen und Hausaufgaben natürlich stattfindet und auch "Leseangebote" (immer mehr Büchereien werden aufgrund finanzieller Kürzungen geschlossen).

    Meine Hausaufgaben wurden früher regelmäßig von einem Elternteil korrigiert, dementsprechend konnte ich nie eine "Ich pfeif auf meine Rechtschreibung"-Einstellung entwickeln. Wie viele Eltern können das noch leisten und wenn sie es können, wie viele wollen das?
    Ich war eine regelrechte Leseratte (und bin es noch), auch das hat viel bewirkt. Nur, wie soll ein Kind Begeisterung für Bücher entwickeln, wenn es das von Haus aus nicht kennenlernt und dahingehend unterstützt wird?
    Ich durfte regelmäßig in die Bücherei fahren und dort selbstständig Bücher ausleihen - mit meinem eigenen Ausweis. Wie viele Kinder erhalten dazu die Möglichkeit, wenn es immer weniger Büchereien gibt und immer weniger Eltern, die das unterstützen, indem sie dem Kind die Bücherei nahebringen?
    Und zu guter Letzt: Schreiben lernt man nur durch Schreiben. Ein Grundsatz, den man nicht oft genug wiederholen kann. Aber dazu muss man die Kinder ans Schreiben kriegen - wie soll ein Lehrer das tun, wenn er dabei noch von Eltern boykottiert wird, die der Meinung sind, dass das Kind viel zu viele Hausaufgaben bekommt und viel zu wenig Freizeit hat? Auch hier ist die Rolle der Eltern nicht zu unterschätzen: Ich durfte nie "Minimalhausaufgaben" machen. Nur die Kinder, die dringend mehr schreiben müssten, weil sie damit so eklatante Probleme haben, sind genau die, die ihre Hausaufgaben mengenmäßig immer am unteren Limit machen.

    Es ist zu einfach, einfach dem Schulsystem und den Lehrplänen die Schuld daran zu geben, dass die Rechtschreibung bei Kindern irgendwie "vor die Hunde" geht.

    LG, Henrike