Beiträge von Niani

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    Hört zu, ihr lacht mich jetzt vielleicht aus - aber genau DAS befürchte ich eben manchmal! Dass Maja sich denkt, dass ich sie nicht mehr alleine lasse wenn sie eben nur genug Sachen kaputt macht... Und damit soll sie eben keinen Erfolg haben... :|

    Meine Güte Anni, bitte, hör endlich auf diesen Hund zu vermenschlichen. Damit tust du weder Maja einen Gefallen, noch dir...

    Ja, sie hat Frust, wenn sie alleine ist. Aber sicherlich nicht, weil es nun die letzten zwei Wochen anders war, sie darüber nachdenkt und nun wieder möchte, dass es wieder so wird und gezielt den Plan ausheckt, dass sie nun Dinge zerstört, damit sie dies erreicht.

    Sie kann es schlicht nicht mehr, weil sie sich nun halt an die Gegebenheit "Frauchen ist ständig da" gewöhnt hat.

    Schau, ich geb dir ein Beispiel: Wenn ich Semesterferien habe, gehe ich oft spät ins Bett und schlaf dafür morgens länger, weil ich ein "Nacht-Lerner" bin und meine produktivsten Phasen meist so in der Zeit von 22.00-1.30 habe. Wenn ich das nun eine Weile so gemacht habe, ist mein Organismus darauf getrimmt, spät schlafen zu gehen und später aufzustehen. Sind die Semesterferien rum und ich muss in die Uni, kann ich da nicht auf der Matte stehen, wie es mir und meinen Schlafgewohnheiten passt, sondern ich muss da sein, wenn die Seminare halt stattfinden. Heißt, ich muss früher aufstehen, als ich es vielleicht noch aus der vorlesungsfreien Zeit gewöhnt bin. Und ohne das zu wollen oder beeinflussen zu können, fällt es mir in der Anfangszeit immer sehr schwer, früh schlafen zu gehen und dafür auch eher aufzustehen. ICh mag vielleicht früh ins Bett gehen, aber der Schlaf kommt erst später. Da der Wecker aber dennoch früh klingelt, bin ich dann halt gerädert.

    Und so geht es Maja derzeit. Sie ist noch im "Frauchen ist immer da"-Modus. Der kannst du auch nicht erklären, dass sie sich wieder umstellen soll, die Umstellung muss langsam erfolgen, auf dass sie irgendwann wieder im "Frauchen kann auch mal weggehen"-Modus landet. Ich als Mensch verstehe, warum ich dann morgens gerädert bin und warum ich da nun mal in den sauren Apfel beißen muss, bis mein Organismus im neuen Rhythmus ist. Darum kann ich mich auch von Knall auf Fall umstellen. Dem Hund kannst dus aber eben nicht erklären. Und deswegen kannst du bei Maja auch nicht von heute auf morgen versuchen, die Modi zu wechseln. Für mich wäre es auch "schonender", wenn ich mir für die Semesterferien entweder keinen neuen Rhythmus angewöhnen würde oder halt rechtzeitig anfangen würde, mich stückchenweise wieder in den alten zu versetzen... Und genau das musst du mit Maja machen. Entweder stückchenweise zurück in den alten Modus oder halt gar nicht erst umgewöhnen auf "Frauchen ist immer da". Letzteres geht nur noch für die Zukunft, denn jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Also bleibt dir nicht viel ;)

    LG, Henrike

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    Danke, das sehe ich genauso! Es gibt einfach Grenzen. Ich gebe meinen Hunden ziemlich viel, da kann ich doch auch mal ein bisschen zurückverlangen.

    *lach* Es ist schon schwierig, diese Logik einem Kind beizubringen. Selbst Teenies haben damit mitunter ihre Probleme (nagut, bei denen scheiterts dann wirklich am Wollen :D), da kannst du nicht erwarten, dass ein Hund so denkt.

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    Sie hat auch irgendwas gesagt in die Richtung, dass die Hunde es dann nicht mehr einsehen allein zu bleiben wenn es eben auch anders geht.

    Dazu müsste der Hund in der Lage sein, reflexiv zu denken. Ist er aber nicht. Ebensowenig, wie er ein Verständnis von Intentionalität und Kausalität hat, brächte er aber für solche "Varianten". Der Hund ist es dann vielleicht einfach nicht mehr gewöhnt und kann es deswegen nicht mehr, aber der Hund denkt sich sicherlich nicht "Ach, das hat nun zwei Wochen geklappt, dass Frauchen immer bei mir ist und jetzt ist sie wieder weg, da mach ich doch direkt mal alles kaputt, was ich so finde, damit sie vielleicht doch wieder mehr bei mir bleibt"

    Bei einfachem Regen gehen wir ganz normal. Wenns richtig stürmisch ist und wie aus Eimern gießt, schränke ich das schon ein wenig ein. Aber eher mir zuliebe, dem Hund ist das wurscht, die juckt Regen nicht die Bohne. Aber länger als eine Stunde am Stück halte ich ins Gesicht peitschenden Regen schlicht nicht aus.

    LG, Henrike

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    Habe ich irgendetwas falsch gemacht oder ist es ok?

    *das ZOS-Mantra raushol* Du bist zu schnell!

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    Nun habe ich vor einer Woche damit angefangen. Ich werde die einzelnen Schritte die ich in den letzten Tagen gemacht habe hier aufschreiben und es währe nett, wenn ihr mir sagt ob ich alles richtig mache und wie ich weiter machen soll.

    Mach langsamer und gönn ihr mehr Pausen! *das ZOS-Mantra wieder einsteck*

    Sorry, was ich hier so "unfreundlich" verpacke, ist allen ZOSlern hier ein ernstes Anliegen. Wir predigen hier Woche für Woche, dass man als Anfänger nicht übertreiben soll und langsam machen soll und nicht täglich üben soll. Wir sagen das nicht, weil wir euch ärgern wollen.

    Es ist schön, wenn deine Hündin bislang noch "mithalten" kann und noch hinterherkommt. Aber das Gelernte muss sich doch erstmal festigen. Das kann nicht funktionieren, wenn du immer sofort zum nächsten Schritt weitergehst, sobald sie ein, zweimal das richtige Verhalten gezeigt hat. Mach mal Stopp, wenn sie ein, zweimal das richtige Verhalten gezeigt hat und frage genau dies nach ein paar Tagen Pause wieder ab. So hat deine Hündin eine Chance, das Gelernte zu verarbeiten und dauerhaft abzuspeichern.

    Wenn man immer wieder hopplahopp weiterspringt, wird es irgendwann einen Punkt geben, an dem sie eben nicht mehr mitmachen kann, weil das Gelernte nie dauerhaft hängenbleiben konnte. Dann fängst du wieder ziemlich weit vorne an und musst es mühsam wieder neu aufbauen. Da wäre es dann schon einfacher, von Anfang an etwas Tempo rauszunehmen :)

    LG, Henrike

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    Was daran, um Gottes Willen, hat das mit "wenn was nicht so klappt, dann lassen wir es eben" zu tun??? Ich brauche dennoch Gehorsam und komme wesentlich leichter zum Ziel, wenn ich eventuelle Probleme und/oder Eigenheiten des Hundes beachte. DAS wiederum scheint allerdings vielen HH schon zu viel zu sein.

    Hund hat zu gehorchen. Punkt.

    Herr lass Hirn regnen...

    Ich kann den Gedankengang, dass ein Hund manchmal eben auch Dinge tun soll, die er nicht tun mag, schon verstehen. Es gibt ja doch genügend Situationen, in denen man einen Gehorsam des Hundes nicht einfach umgehen kann. Gut, ob der Hund nu anhält, indem er ein "Steh" befolgt oder ein "Sitz" ist im Zweifelsfall egal, Hauptsache er hält an. Wenn es aber darum geht, ob Hund sich nun von dem anderen Hund abrufen lässt, ob er das, was er grad fressen will, liegenlässt, ob er nun dem Hasen hinterhergeht usw. da gibt es keine Optionen, da gibt es nur "Hund macht" oder "Hund macht nicht". Und "Hund macht nicht" kann durchaus auch mal unangenehme Folgen haben, wenn nämlich der andere Hund aggressiv reagiert, die Wurst vergiftet ist oder der Hase über eine Straße rennt. In solchen Situationen ist es schon hilfreich, wenn ein Hund gelernt hat, dass man manchmal eben auch Dinge tun muss, die man nicht gern tun mag, dass Frauchens/Herrchens Kommandos im Regelfall keine Vorschläge, sondern direkte Anweisungen sind.

    Das heißt nicht, dass man seinen Hund täglich mit tausend Übungen "quälen" muss, die er nicht machen mag, aber prinzipiell habe ich absolutes Verständnis dafür, wenn jemand sagt, er möchte, dass der Hund ab und an auch Dinge tut, die er grad nicht so toll findet. Einfach, weil das auch für andere Situationen trainiert und quasi "Vorarbeit" leistet.

    ABER und nun kommt ein ganz großes Aber: Ich sehe wenig Sinn darin, den Hund mit Druck dort hineinzuzwingen in eine unbeliebte Übung. DAS führt nämlich nicht dazu, dass der Hund beim nächsten Mal wiederum etwas tut, was er nicht mag, wenn er da dann auch eine Option hätte, einfach weil der Halter weit genug weg ist.
    Lernt Hund allerdings in vielfachen Situationen, dass es sich lohnt, Dinge auszuführen, die er selbst vielleicht nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen hat, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass er genau das auch mitnimmt.

    LG, Henrike

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    Es gibt ja klare Gegner des Leinenrucks, das Argument PRO Leinenruck hier ist: Der Hund erleidet wesentlich größere Schäden durch jahrelanges, konsequentes Ziehen an der Leine, als durch ein paar dosiert eingesetzte Rucks an der Leine.

    Ich bevorzuge ja die MEthode, bei der der Hund weder jahrelang an der Leine zieht, noch die Leinenführigkeit per Leinenruck lernt = am wenigsten Schaden.

    Meine Hündin hats durch konsequentes Stehenbleiben innerhalb einer Woche verstanden.

    Ich koche immer für eine Woche vor und friere das ein. Ich portioniere in Gefrierbeuteln und es empfiehlt sich, den Inhalt im gefrorenen Zustand aus den Beuteln zu nehmen und dann im Napf direkt aufzutauen, sonst wirds tatsächlich ein wenig matschig. Geht aber auch ;)