Beiträge von Niani

    Ich bin ja nunmal Retrieverbesitzer und damit bin ich sowieso immer schonmal in einer von zwei Schubladen.

    Entweder glaubt man, mein Hund sei völlig distanzlos, frech und aufdringlich.
    Oder man meint, mein Hund hätte das Freundlichkeitsgen für sich gepachtet und dürfte absolut niemals was sagen, wenn andere Hunde sich daneben benehmen.

    Hier im DF käme dann noch die Schublade des überempfindlichen und panischen Retrieverhalters dazu, der es nicht ertragen kann, wenn andere Hunde nicht so einen langen Geduldsfaden haben.

    So. Jetzt hab ich hier aber eigentlich einen Retriever liegen, der sehr sauber kommuniziert, den man unheimlich gut lesen kann, der den Knigge ziemlich gut beherrscht und der auch durchaus mal was sagt, wenn man ihm auf den Senkel geht. Und ich krieg auch keine Panikzustände, wenn es mal Stress gibt.

    Und ganz ehrlich: Maja ist nicht unbedingt auf Klopperei aus. Maja hat vielleicht einen längeren Geduldsfaden als andere Rassen. Maja warnt auch lieber einmal mehr als einmal zu wenig. Aber sie weiß, was sie tut. Und das ist, egal wer da kommt, die halbe Miete. Ich habe lieber einen Hund, der, wenn er merkt, dass es unlustig werden könnte, einfach weitergeht, als einen, der sofort die Konfrontation sucht. Und genauso habe ich lieber einen Hund, der der Situation entsprechend nur so deutlich wird, wie notwendig und nicht völlig drüber ist. Das kann man als weichgespülten Retrieverhalter bezeichnen, ich finde, es macht die Spaziergänge einfach entspannter.

    Stichwort Sozialkompetenz: Ich finde, dass es da durchaus auf den anderen Hund ankommt, wie schnell er etwas schnallt und wie deutlich ein Hund werden muss, dass die Botschaft ankommt. Ich habe bei Maja beispielsweise schon so ziemlich alles an Reaktion erlebt. Hunde, die blitzschnell gerafft haben, dass Schluss mit lustig ist, solche, die zwei Verwarnungen brauchen und aber auch jene, die wirklich einmal eins auf den LAtz kriegen mussten, um zu schalten, wie der Hase läuft. Und auch das hat viel mit den verschiedenen Rasseeigenschaften zu tun und selbst innerhalb der Rassen habe ich da schon viele Facetten kennengelernt - neben dem Labradorjunghund, der auf ein kurzes Lefzenhochheben reagiert, gibts auch immernoch den, der eine kurze Ansage braucht und genauso jenen, der nach drei kurzen Verwarnungen erst einmal kurz Prügel beziehen muss, um das zu speichern. Sozialkompetenz ist für mich eindeutig, dass mein Hund weiß, bei welchem Hund er wie agieren und reagieren muss und sein Verhalten entsprechend an die Situation und sein Gegenüber anpasst.

    Zitat

    ich würde auf barfen mit reinem pferdefleisch umstellen. unserer tierheipraktiker schwört darauf das das jeder hund verträgt. egal ob allergie oder nicht.

    *gröhl* Dann hat er wohl noch keinen Hund getroffen, der auch kein Pferdfleisch verträgt, oder? Wo muss ich hin, um ihm die Maja mal vorzustellen?

    Jetzt mal ehrlich, bei Allergien gibts kein Patentrezept. Was beim einen Hund klappt, geht beim anderen in die Hose und umgekeht. Und für nen dritten Hund braucht man vielleicht einen völlig neuen Ansatz. Die Aussage "jeder Hund" ist bei Allergien völlig fehl am Platze.

    Tarlancriel: Halt, stop! Die Bakterien sind doch ein Ansatzpunkt! Ich muss jetzt gerade übrigens sofort an Gewässer denken, evtl. habt ihr da irgendwas, wo deine Hunde drin rumturnen und dann drauf reagieren? Würde zwar eigentlich eher in den Sommer passen als in den Winter, aber ausschließen würde ich es nicht. Hier gibt es einige Hunde, die beispielsweise auf das Wasser aus dem Teich im Park nebenan mit extremem Juckreiz reagieren... Und ob die Antibiotika geholfen haben oder nicht, würde nur ein zweiter Test zeigen, denn letztlich weißt du nicht, ob die Bakterien resistent gegen dieses spezielle Antibiotikum waren, ich nehme nämlich mal an, dass kein Antibiogramm (also ein Resistenztest auf die verschiedenen Antibiotika) gemacht worden ist?

    Zwei Allergien sind zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen...

    Ganz ruhig. Man kann einen Sarcoptes-Befall sehr wohl behandeln, im Regelfall wird dafür Ivermectin eingesetzt, sofern kein MDR1-Defekt vorliegt. Unbehandelt und in extrem krassen Fällen führt das ggf. zum Tod, aber du musst dich jetzt nicht wahnsinnig machen. Und ja, man kann Milben nicht immer und sofort nachweisen, aber je stärker der Befall, desto größer die Chance, auch was zu finden.

    Ist denn mal auf Pilzbefall getestet worden? Du schreibst was von Geschabseln, aber wurde ein Abstrich gemacht und mykologisch untersucht? Eine andere Idee wäre noch eine Kontaktallergie. Ein neues Waschmittel vielleicht, neue Näpfe, neue Liegeplätze, hast du da irgendwas verändert?

    Breandán bekommt aber nicht das neue Futter, oder? Was fütterst du denn? Kommen Futtermilbenallergien ggf. in Frage?

    Ich sprech bewusst mal nur von Maja. Der tut es nicht gut, wenn ich sie alles alleine machen lasse und ebensowenig, wenn ich alles für sie mache.

    Wenn ich alles regle für sie, wird sie immer unsicherer und kann alleine gar nicht mehr agieren.
    Wenn ich sie alles alleine machen lasse, ist sie überfordert, weil sie mit bestimmten Kandidaten eben doch nicht alleine klarkommt.

    Also lass ich sie machen, wo sie es kann und übernehme da, wo sie es nicht kann bzw. vermeide solche Situationen generell eher, indem ich ihnen aus dem Weg gehe.

    Maja darf sehr wohl andere Hunde zurechtweisen und tut das gerade bei frechen aufdringlichen Junghunden und Welpen durchaus. Die Halter kommen damit durchaus klar, ich sehe, wann Maja genervt ist und warne dann die Halter vor, dass es gleich einmal knallt. Eigentlich bin ich da noch keinem begegnet, der da Panik bekommen hätte, die sind alle der Meinung, dass sie froh sind, wenn ihr Hund es von einem erwachsenen Hund wie Maja lernt, der weiß, was er tut und zwar ne Ansage macht, aber nicht völlig überreagiert. Von sich aus käme Maja nie auf die Idee, einen anderen Hund auf den Rücken zu legen, das tut sie nur, wenn man sie wirklich nervt und sie mehrfach gewarnt hat und der Kandidat es dann immernoch nicht geschnallt hat. Sind aber, wie gesagt, im Regelfall Junghunde und Welpen, die dann mal kurz lernen, wie das funktioniert mit der Höflichkeit.

    LG Henrike

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    Habt Ihr was anderes von Bild erwartet? Tolle Werbung für Zajak, er wird sich die Hände reiben :hust:

    Ähm, haben wir denselben Bericht gelesen? Ich finde, das ist für diese Zeitung mal ein ziemlich gründlicher Artikel und nicht gewohnt einseitig. Sie listen zwar Zajacs Argumente auf, zitieren aber gleichzeitig auch Gegner und dabei nicht gerade Nicole Koslowski, die sie auf der Straße um ein Statement gebeten haben, sondern Menschen mit Einblick in die Materie. Untendrunter ist noch der Ratgeberkasten, worauf man achten soll und wenn man den beherzigt, landet man nicht bei Zajac.

    Ganz ehrlich, das ist glaube ich der allererste Artikel der Bild, bei dem ich nicht fassungslos und kopfschüttelnd vorm Rechner hocke...

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    Na ja, Flicken einsetzen sieht ja auch nicht sooo schön aus. Ansonsten könnte man von der Rückseite vielleicht was gegensetzen oder halt den Riss selber versuchen zuzunähen. Dafür muss ich es aber sehen und vor allem in der Hand haben.

    *lach* nee, wenn dann hätt ich wohl das komplette Stück austauschen wollen, das da kaputt ist.

    Müssen wir vielleicht mal direkt drüber sprechen. Ich meld mich die Tage mal :)

    Öhm, die Bezüge sind ja eigentlich abziehbar und wechselbar, müsste also machbar sein. Ich hatte meine Ma schon gefragt, ob sie die Seite "ersetzen" kann (also an allen Nähten des kaputten Stücks auftrennen und ein Ersatzstück einsetzen), sie meinte prinzipiell wäre das machbar, allerdings kann sie das mit ihrer Maschine wohl nicht, weil die Lagen da zu dick sind.

    Ich bin auch der Meinung, dass es da zu knapp genäht worden ist.

    Danke für das Angebot, lass uns da die Tage mal drüber schnacken, ja? :)

    LG Henrike

    Werdet ihr stürmisch begrüßt? Oder reagieren eure Hunde eher teilnahmslos?
    Stürmisch nicht. Teilweise bleibt sie komplett auf einem ihrer Schlafplätze liegen, teilweise kommt sie angeschlendert, begrüßt mich dezent wedelnd und haut sich dann wieder hin.

    Welches Verhalten ist eurer Meinung nach am wünschenswertesten?
    Solange sie keinen riesigen Aufriss macht und akzeptiert, wenn ich sie ignoriere oder wegschicke, weil ich sie grad nciht brauchen kann, ist mir das eigentlich egal.

    Wie lange müssen eure Lieben am Tag durchschnittlich alleine verbringen?
    Immer unterschiedlich. Ca. 2-5 Stunden. Gibt aber auch Tage, an denen sie gar nicht alleine bleibt oder auch mal etwas länger...

    Wie habt ihr sie an an das alleine sein gewöhnt?
    Begrenzt auf einen Raum und halt immer mal wieder die Tür zugemacht, wenn ich aus dem Zimmer gegangen bin. Es war einfach selbstverständlich, dass ich auch mal weg bin, von Anfang an. NAtürlich nicht über mehrere Stunden direkt, aber es kam seit dem Welpenalter vor. Ich geh aus dem Raum und Hund bleibt da. Ohne groß Drama drum zu machen. Und genauso bin ich halt auch wiedergekommen, ich muss nicht für jedes Glas Wasser, für jedes Paket Taschentücher, für jede genommene Dusche den Hund beim Reinkommen begrüßen. Ab und an wurde sie halt kurz gestreichelt, wie sie immer mal wieder kurz gestreichelt wird, aber ab und an hatte ich z.B. auch einfach grad einen Teller dampfende Suppe in der Hand - da begrüß ich keinen Hund :D