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Gibts denn eine eindeutige Diagnose? Also hat der Darm grundsätzlich Probleme, die Nahrung zu verdauen oder reagiert er eher auf bestimmte Allergene in der Nahrung? In der Tierklinik wurde mir gesagt, daß die Futtermittelallergien enorm zugenommen haben....noch vor den Hausstaubmilben, Pollen oder Flohstichen :/
Hmmm ja, nein, vielleicht... Was wir definitiv wissen, ist, dass Maja auf viele Lebensmittel allergisch reagiert. Unsere sichere Basis ist halt Fisch mit Reis, das verträgt sie prinzipiell immer.
Die Allergien äußern sich auch sicher durch Jucken, Kratzen (und zwar zur Not solange, bis Blut kommt), Ohrenprobleme und Pfotenlutschen und wunde Stellen zwischen den Fußballen. Das sind alles Dinge, die wir sicher so sagen können.
Allerdings hat Maja vor einigen Jahren mit beta-hämolysierenden E. coli zu kämpfen gehabt, die wunderschönen Durchfall auslösen. In den Griff bekommen haben wir die endgültig erst im Rahmen einer Ausschlussdiät. So und da fängt das Problem an. Es scheint definitiv einen Zusammenhang zu geben zwischen den Lebensmitteln, die sie frisst, den E. coli und der Fähigkeit ihres Verdauungsapparats mit bestimmten Lebensmitteln umzugehen. Wo genau dieser Zusammenhang besteht, ist weder den Ärzten noch mir klar.
Das Problem ist, dass Futtermittel, die bei ihr als Allergene gelten, die E. coli scheinbar begünstigen. Gleichzeitig scheint Majas Verdauungsapparat grundsätzlich sehr sensibel auf jegliche Veränderung zu reagieren in Form von Durchfall, was ebenfalls die E. coli dann wieder begünstigt. Es gibt Lebensmittel, die einfach nur Durchfall auslösen, ohne die typischen Allergiesymptome und solche, bei denen sie auch anfängt zu kratzen und an der Pfoten rumzuschlecken. Was ebenfalls schon vorgekommen ist: Ich "schleiche" ein Lebensmittel so langsam in den Futterplan ein, dass die Umstellung keinen Durchfall hervorruft, es gibt keine klassischen Allergiesymptome und irgendwann, von einem Tag auf den anderen hat Madame doch Durchfall und die Kotprobe sagt, dass die E. coli wieder da sind. Und das ist dann der Punkt, an dem weder die Ärzte, noch ich weiterwissen.
Und fragst du drei Ärzte, bekommst du drei verschiedene Ansichten, ob es sinnvoller ist, den Hund weiterhin dieser Testerei überhaupt noch auszusetzen oder ob man einfach eine Mangelernährung in Kauf nimmt, der Hund dafür aber stabil sein Futter verträgt und nicht dauerhaft mit Durchfall zu kämpfen hat, was ja ebenfalls belastend ist. Und ich bins einfach nur noch leid. Leid, Lebensmittel auszuprobieren, zu denken, dass man endlich was gefunden hat, doch wieder zurück zu Null zu müssen und natürlich an oberster Stelle: leid, den Hund immer wieder diesem Durchfallrisiko auszusetzen.
So, das einfach mal in der langen Version.