Beiträge von susami

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    Darf das jetzt heißen, wir brauchen einen zweiten Hund? :D

    öhm - da sag ICH bestimmt nicht Nein. Seit ich meinen Zweithund hab denke ich, daß Einzelhundhaltung eigentlich nicht sonderlich Artgerecht ist.

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    Aber es zeigt ihm doch, dass er was gemacht hat, das nicht okay war, oder? Zumindest seh ich das so und er merkt ja auch durch Ausbleiben des Leckerlis, dass was nicht passt?

    Das seh ich anders (und viele Fachautoren auch :D )
    es zeigt ihm nur, daß Ihr verärgert seid. Aber er weiß nicht warum. Er kann es nicht auf das beziehen was er falsch gemacht hat. Somit hat es auch keinen Lerneffekt.
    Hunde muss man immer "in Flagranti" erwischen - weil sie maximal drei Sekunden lang verknüpfen können.
    Sie machen dann ja auch meist gleich wieder was Neues und beziehen unsere Reaktionen dann immer auf das, was sie jetzt gerade im Moment tun.

    lg
    susa

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    und zum anderen, wie oft liest man das leckerlies DAS hilfsmittel ist, warum nicht auch die frage warum erziehung ohne nicht auch gut oder in manchen fällen auch besser ist????

    Da muss ich Dich aber mal kurz auf Deine eigene Eingangsfrage zurückweisen:
    DU hast schließlich gefragt: Wozu braucht man Leckerlies?
    und eben nicht: geht es auch ohne, ist es vielleicht manchmal sogar besser?

    Darauf wäre meine Antwort:
    kommt drauf an. Auf den Hund, auf die Situation, auf den Menschen.

    Diese Frage sollte sich jeder Hundehalter, der versucht seinem Hund etwas beizubringen immer wieder stellen:
    WIE bringe ich diese Aufgabe meinem Hund am besten bei?

    Die unterschiedlichsten Antworten darauf sind hier alle schon genannt worden - und eine davon ist eben Leckerlie-Bestätigung.

    Mit Leckerlie-Bestechung hat das nichts zu tun, das funktioniert nämlich nicht. Du hast ja Recht das viele Leute das falsch machen.

    Wenn Du für Dich diese Methode ablehnst, dann schränkst Du freiwillig Deine Reaktions-Möglichkeiten ein. Wenn Du es trotzdem gut hinkriegst macht das ja nichts - vielleicht ist es aber unnötig mehr Arbeit für Dich. Aber das ist ja Deine Entscheidung.

    lg
    susa

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    Hat er was angestellt, fragen wir ihn: Was hast du denn da gemacht? Dann schaut er uns aber schon schuldbewusst an. Und er bekommt dann logo auch kein Leckerli.

    Das ist zu menschlich interpretiert. Er guckt nicht schuldbewußt - er guckt leicht verunsichert oder beschwichtigend, weil Ihr leicht verärgert wirkt. Hunde bemerken unsere Stimmungen extrem gut - oft besser und schneller als man selbst. Man kann ihnen nichts vormachen.
    Er hat "etwas angestellt", Ihr sagt dies ja auch noch, und Ihr ärgert Euch zwangsläufig - man kann seine Emotionen ja nicht einfach abstellen. Und das spürt er einfach - deshalb schaut er so.

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    Dann hab ich vor, wenn ich arbeiten muss und meine Kinder auch nicht zuhause sein können, ihm einen Knochen oder was ähnliches zum Knabbern zu geben. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass er dann wenigstens eine Zeitlang anständig bleibt.

    Yupp - diese Erfahrung kann ich - und viele andere hier - bestätigen. Irgendwelche Kauteile, z.B. Ochsenziemer, oder ein gut gefüllter Kong helfen gegen Langeweile. Guck mal oben rechts in der Suchfunktion nach Kong - für die Füllung gibts hier jede Menge leckere Rezepte.

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    Anfangs hatte ich auch noch den Fehler gemacht, ihm nicht zu gewähren, auch andere Zimmer zu nutzen. Er war dann im Flur und durfte nur ins Bad. Inzwischen lass ich auch Küche und Wohnzimmer offen. Ich glaub, dadurch fühlt er sich nicht so eingeengt und hat einfach mehr Auswahl, wohin er sich legen will.

    Gut so - vielleicht ist ihm so auch nicht so langweilig. Man muss wissen: Alleinbleiben kann in der Natur Lebensbedrohlich für das Rudeltier Hund sein - deshalb ist es ein schwieriger Lernprozess und braucht viel Vertrauen in seine Menschen und seine Umgebung.

    lg
    susa

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    Mein GG läuft seitdem mit offenen Augen durch die Welt und beobachtet den Hund. Und nachdem ich einen Fulltime-Job habe und GG selbstständig und immer zu Hause ist, hat er während der Woche die meiste Zeit um mit Bruno zu arbeiten. Mein Mann hat sich jetzt bereit erklärt mal ein Buch über Hunde und deren Verhalten zu lesen und zeigt Willen von dem Standpunkt abzurücken: das haben unsere anderen Hunde auch alle nicht gebraucht - warum soll ich jetzt bei Bruno damit anfangen ?

    Vielleicht solltest Du dies dem Herrn Hundeflüsterer schreiben, er kann sich dann ja umbenennen - in Gattenflüsterer, Methode Lernen durch Abschreckung :lachtot:

    wenigstens war die Investition nicht ganz umsonst.. =)

    Ich finde übrigens, das man Bruno auf den Fotos ansieht, was er von den Aktionen hält - trotz Fleischwurst. Und das er zwei Tage später wieder rumrum zufrieden aussieht.

    lg
    susa

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    Hauptargument ist nämlich : Hunde belohnen untereinander positives Verhalten überhaupt nicht , strafen aber Fehlverhalten !

    doch auch dieses Argument ist falsch (ich weiß, ist nicht Deins, Katzentier). Denn Hunde belohnen durch Sozialkontakt - deshalb funktioniert im Gegenzug das Ignorieren ja auch so gut.
    Wer sich im Team integriert bekommt Aufmerksamkeit, darf bei den Anderen sein, mitlaufen, vielleicht sogar Kontaktliegen -
    wer stört fliegt raus.

    lg
    susa

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    schade, dass du so leicht aufgibst. Ein paar Minuten überlegen, um über dass weitere Leben deines Hundes zu entscheiden... er ist doch kein Paar Schuhe, die ich aussortiere, ob sie noch tragbar sind.

    Ich finde diese Entscheidung sehr gut!
    Denn wer nach ein paar Minuten nachdenken zu solch einer Entscheidung fähig ist, hängt offensichtlich nicht sonderlich an dem Hund. Und dann wird es der Hund tatsächlich anderswo besser haben.

    Ein wahrer Tierfreund zeichnet sich dadurch aus, daß er seine egoistischen Motive zurückstellen kann und im Sinne des Hundes entscheidet.

    lg
    susa

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    Also wenn ich meinem Welpen in die augen schaue passiert eigendlich nicht viel ausser das er irgendwie dann immer sich hinsetzt oder hinlegt als ob er denk immer wenn ich ihn anschaue muss er das machen :irre:

    Naja - das klingt jetzt etwas krass - aber genau genommen reagiert er damit auf Deinen drohenden Blick und bietet Dir etwas an, was Du sicher zur Zeit mit ihm übst, um Dich zu besänftigen.
    Der eigene Hund lernt ja dann auch irgendwann, das Dein Blick zu ihm nichts Bedrohliches ist. Bei fremden Hunden würde ich dieses Experiment aber dringend unterlassen - denn es kann schon sein das sie sich angegriffen und bedroht fühlen.

    lg
    susa

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    also die hatten vor 1 monat ein roetgenbild gemacht und da war schon was zu sehen. Aufgrund der ganzen symptome ist er sich ziemlich sicher, man sieht den tumor ja schon sehr, im mund faengt er an zu wachsen genau wie am auge, steinhart das ding.

    Ich würde auch unbedingt nach Bordeaux fahren.
    Hab noch nie gehört das ein Tumor zumindest kurzfristig positiv auf Antibiotika anschlägt - und das hast Du doch geschrieben, daß es ihm zwischendurch etwas besser ging.
    Vielleicht ist das was Du da siehst einfach nur eine riesengroße Entzündung, ne Eiterbeule :???:

    Diese unterschiedlichen Aussagen von Deinem Tierarzt würden mich jedenfalls sehr verunsichern. Da würde ich mir ne zweite kompetente Meinung holen. Egal wie weit weg die Klinik ist und egal wie klein das Auto ist.

    lg
    susa