Beiträge von susami

    Bei diesem neuesten Hundeflüsterer - keine Ahnung über wieviele selbsternannte Trainer dieser Titel schon verhängt wurde - hab ich auch Bedenken.
    Ich hab mir grad seine Seite durchgelesen. Er ist wohl aktiv im SV-Verein Augsburg? - und arbeitet soweit das aus den Texten zu entnehmen ist nach der Rangordnungstheorie ..

    zu dem Thema kannste ja hier mal die Suchfunktion bemühen, da gibts reichlich Lesestoff.

    noch ein Tipp wenn ein Hund ängstlich auf Neues reagiert
    (hab ich von ner Freundin gelernt)
    Beispiel: das große knallorange lärmende Müllauto mit Blinklicht ....
    Dem Hund einfach erklären "Boah guck mal wie toll. So groß , so organe, so laut ... und extra für uns kommt das hier langgefahren" ... Straßenparty. Und dann fröhlich hingehen und alles ganz genau von nahem betrachten (so nah es eben geht)
    So lernt der Hund das unsere Umwelt toll ist ... ein einziger Hundespielplatz. Und nix wovor man Angst haben müsste und wogegen man sich verteidigen müsste.

    PS: Das mit der Pubertät ist wissenschaftlich erwiesen. Wenn Du Dich auf meine Aussagen nicht verlassen willst, dann kannste das auch im I-Net recherieren.

    1. Tipp
    Ruhe bewahren

    Dein Rüde ist mittendrinn im allerschönsten Pubertätswirrwar.
    Da werden im Gehirn sämtliche "Schaltkreise" neu verlegt, nix ist mehr dort wo es früher mal war ... und daher "verlernen" die Hunde in dem Alter auch scheinbar so einiges.
    Auch Angstphasen gehören dazu, alles ganz normal.
    Wenn Du jetzt konsequent bei Deiner bisherigen Erziehung bleibst und nicht anfängst wild ganz viele Methoden durchzuprobieren - dann habt Ihr beide diese Phase relativ schnell überstanden.

    2. Tipp
    Management

    Die geschilderte Situation mit dem Hand geben war definitiv zuviel für Deinen Hund. Du scheinst ja schon ein gutes Auge zu haben ... reagieren sobald Du merkst das Dein Hund unruhig wird und führe ihn ruhig und sicher aus der - für ihn unangenehmen - Situation raus.
    Du bist der Boss, bist klug und vorrausschauend und regelst alles für Deine Fellnase.
    Das wird er Dir mit großem Respekt und Vertrauen danken.

    3. Tipp
    Hundeschule

    Das Du hingehst um Deiner Fellnase Gelegenheit zu bieten, mit anderen Hunden zu spielen und auch unter Ablenkung zu trainieren finde ich klasse.
    Aber leg bitte derzeit keinen großen Ehrgeiz an den Tag. Erwarte keine Fortschritte, setzt Dir keine Ziele á la Begleithundeprüfung o.ä.
    Das hat Zeit.
    Im Augenblick geht es nur darum, für Deinen Hund der verlässliche Partner zu bleiben als den er Dich bislang kennengelernt hat. Mach Deine Übungen wie gewohnt, klar könnt Ihr beide auch Neues lernen ... aber mit viel Geduld und Spass. Unterordnungsübungen sind kleine lustige Spielchen, nicht mehr ;)

    In ein paar Monaten, spätestens mit 15 Monaten - ist diese Pubertät überstanden. Dann kommen zwar nochmal ein paar unruhigere Zeiten - aber kein Vergleich mehr zur Pubertät.

    Mein Jacko hat sich auch immer die Pfoten geknabbert.
    Bei ihm war es eine Futtermilben-Allergie plus aufgesetzten Hefepilze.
    Gegen die Pilze gab es ein Shampoo,
    gegen die Futtermilben komplette Futterumstellung, nur noch frisches, nix was irgendwann mal getrocknet war
    (also kein Getreide, kein Reis, keine Nudeln, kein Kauzeug, kein getrockneter Gemüsemix)

    Grasmilben hatte er auch mal, zusätzlich.
    Die sind ja so winzig, da muss man schon Glück haben wenn man mal eine sieht.

    Vorbeugend bekommt er jetzt von mir Nachtkerzenöl (in Tablettenform), das ist allgemeint gut für Haut und Haare.

    Was genau bedeutet denn "nochmal akzeptiere ich es aber nicht?"

    Was ist denn Deine Konsequenz die Du aus dem Vorfall ziehst?

    Ich beobachte bei meinem Hund immer, das er meine Stimmungen auffängt und auch versucht mir dabei zu helfen.
    DU wolltest das Kind aus der Wohnung haben, das hat aber nicht ganz so schnell geklappt. Dann bringt Deine Laika das Kind zur Tür ... und statt das dieses Kind geht, kommt diese dominante Verabschiedungsgeste.

    Sorry, mir persönlich wär einfach für die Kinder das Risiko zu groß, eine solche Situation nochmals zuzulassen.
    Ich bin mir sicher, Laika hat Dir irgendwelche Signale gesendet - die Du aber nicht gesehen hast. Weil's eben irgendwie anders was als sonst.

    Was bringt es nun stundenlang darüber zu philosofieren, ob Hunde das dulden müssen, ob sie lernen müssen wegzugehen statt typisch hündisch zu verwarnen?
    Du musst die Kinder schützen, das Nachbarskind und auch Dein eigenes.
    Wenn also nur ein geringer Zweifel daran besteht, ob Hunde das (lernen) können, dann würde ich es einfach nicht nochmal riskieren.
    Selbst wenn Dein Hund es fast immer kann - ein schlechter Tag, eine schlechte Minute reicht doch.

    Also vermeide solche Situationen. Ohne wenn und aber.

    Dreh Hund und Kind niemals den Rücken zu um ne Stulle zu schmieren - behalte sie im Auge solange sie in einem Raum sind.
    Bring den Kindern richtiges Verhalten bei - sie sind obwohl Hunde wirklich toll sind - am Ende doch die lernfähigeren intelligenteren Lebewesen.
    (Gut, manchmal hat man den Eindruck dem wäre nicht so)

    Da Deine Eltern nicht hinter Dir stehen wäre m.M. nach der Hund zu lange allein.
    Es gibt zwar Hunde, die das können - aber da bleibt die Frage, wozu?
    Wenn Du einen Wochenend-Hund suchst, biete Dich als Gassi-Geher an.

    Zitat


    Drei Leute, alle Hunde-Neulinge,
    fragten mich was ich
    A.) von einem Owtscharka halte
    B.) von einem Malinois
    und C.) von einem Jagd Terrier

    so erschreckend diese Frage im ersten Augenblick vielleicht ist - gut ist doch, das sie Dir wenigstens gestellt wurde.
    So konntest Du hoffentlich aufklären.

    Schlimmer sind die Leute, die an meinem Hund nur deshalb Interesse hatten, weil sie die Rasse nicht kannten.
    Und dann gleich die Frage nachschieben, ob der wohl teuer war.
    Hauptsache schön exclusiv, der Hund.

    Nö - 100 € beim Vermehrer, ist ja ein Mix aus zwei HSH-Rassen :hust:
    (man war ich damals naiv)
    Jedenfalls fragt mich das inzwischen keiner mehr, Jacko ist ja aus dem niedlichen Welpen-Strampelanzug-Fell längst rausgewachsen und benimmt sich, wie ein HSH sich benehmen muss.
    :lachtot:

    Rimmsy,

    Du hast Recht - wenn man nur die Zucht verbietet ist nichts gewonnen. Es muss gleichzeitig auch der Handel verboten werden.
    Eben beides mit der Ausnahme, das gute Züchter eine Genehmigung bekommen.
    Dann könnte man sogar die Medien mithaftbar machen, die solche typischen Kleinanzeigen veröffentlichen.

    Ich glaube, wenn die Tiere teurer würden (weil eben nicht mehr überall billigst nachgeworfen) dann würden sie den Menschen auch wieder kostbarer sein.

    Hallo Mareike,

    schön das Du hier gelandet bist ... herzlich willkommen erstmal.
    Und herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Fellnase.

    Das allermeiste hat Audrey Dir ja schon geschrieben.
    daher von mir nur noch ein paar Stichworte:

    lass ihn knurren .... damit "sagt" er Dir nur, das er etwas nicht will (weil er z.B. grade Angst hat)
    bleibe in solchen Momenten ruhig, ignoriere ihn ein wenig ... und dann wenn er sich beruhigt hat machst Du das, was Du tun wolltest.
    Nackenpacken und runterdrücken ist Murks - es ist das Gegenteil von ruhig und souverän und macht ihm nur zusätzlich Angst.

    Vermutlich war der Gassi-Gang an der Leine so aufregend, das er ein bissi aufgekratzt war und seinen Stress irgendwie abbauen wollte an der Leine.

    All diese Dinge legen sich mit der Zeit, wenn Du ruhig und geduldig bleibst, konsequent ohne hektisch oder unnötig hart zu werden.

    Der Durchfall kommt bestimmt vom Stress und der Umstellung - wenn er Reis pur nicht mag, dann koch etwas Hühnchen dazu - natürlich ohne Knochen. Auch eine Prise Brühe im Kochwasser kann den Reis schmackhafter machen. Auch gut ist Hüttenkäse und Möhrenbrei, entweder selbstgemacht oder den Babybrei aus dem Gläschen.

    Die meisten Anfänger wollen von Anfang an alles richtig machen - und machen dabei einfach viel zu viel, also machens sie's falsch ;)

    Lass Dir und ihm einfach ein bißchen Zeit. ;)

    Zitat

    ich frag mich, wie das gehen soll. es dauert ja so eine weile, bis der hund perfekt und immer hört. wie soll er denn sooo lange angeleint bleiben, wenn man keinen garten hat?....
    ich hätte das gefühl meinem hund das nicht antun zu können, wenn sie sich nicht richtig körperlich auslasten kann

    ist m.M. nach zu menschlich gedacht :roll:
    daher bleib ich mal in dem Denkmuster, vielleicht wird es dann verständlicher.
    Folgenden Vergleich hab ich mal zum Thema Leine gelesen (weiss aber nicht mehr von wem):
    Ein Kleinkind nimmt man ja auch an die Hand wenns brenzlig wird und läßt es nicht alleine laufen. Da hat man NULL schlechtes Gewissen, das dieses Kind doch auch Bewegungsdrang hat.

    Also: solange für den Hund oder die Umwelt eine Gefährdung besteht, geht kein Weg an der Leine vorbei!!!!
    Da muss der Halter halt den Umgang mit einer Schleppleine lernen, und auch das ein Hund mit Schlepp weder ins Spiel noch ins Unterholz geschickt wird (wo er eh nie was zu suchen hat).

    Alternativ bzw. ergänzend sucht man Auslaufgebiete, wo es risikolos ohne Leine bzw. Schlepp geht und trainiert dort das Steh- und das Rückrufkommando. Bzw. trainiert auch, das der Hund ohne Erlaubniss garnicht erst so weit wegrennt.